Da der Pullover nur aus einem einzigen Teil besteht, ist er hier schon fast komplett (in voller Breite = Vorder- und Rückenteil) zu sehen. In der Höhe fehlen nicht einmal mehr 10 cm. Das fertige Rechteck wird dann in der Mitte längs gefaltet. Das ganze Ding ist so total einfach und daher finde ich es sehr spannend, wie es nachher sitzen wird. Manchmal liebe ich auch so einfache Zwischendurchprojekte, bei denen man fernsehen oder sich unterhalten kann.
Samstag, 10. Mai 2014
Montag, 5. Mai 2014
Weil Susi es tut ...
... tu ich es jetzt auch ... meine alten Stickwerke zeigen. Danke Susi, für die Erwähnung meines Aliasnamens. ;-)
So ... na, was haben wir denn da? Mein allererstes Werk, gestickt während des Studiums. Ich erinnere mich daran, als hätte ich es erst gestern gestickt. Die Vorlage fand ich in meiner derzeit abonnierten ARIADNE, einer Handarbeitszeitung, die in den Niederlanden entwickelt wurde. Was habe ich die geliebt! In ihr fand ich auch so schöne Filethäkelmotive. Die Windmühlen hatten es mir angetan. Ich kaufte mir den angegebenen Stoff, dazu mein erstes Stickgarn und Sticknadeln. Ich legte gleich los, steckte das Werk jeden Abend vor dem Einschlafen mit Stecknadeln an das Gardinchen, das das Dachfenster über unserer Studentenbudenmatratze verhüllte und betrachtete die Fortschritte versonnen. Hach, war das schön! Allerdings ... erst viel zu spät begriff ich, dass ich das Garn hätte teilen müssen, denn der Stoff zog sich unter dem Gestickten so merkwürdig zusammen. So setzte ich das Werk einfach fort und es wurde daher dick wie ein Gobelin.
Schade, ich kann Euch das Ergebnis leider nicht ohne Spiegelungen zeigen. Okay, dafür verstaubt und vergilbt es aber auch nicht. Viele Jahre hingen die Bilder, einzeln von meinem lieben Mann in selbst geschnittene Kieferholzleisten gerahmt, im Esszimmer an der Wand. Als wir umzogen, wurden die Rahmen beschädigt und ich ließ die Bilder professionell mit einem gemeinsamen Passeparout zu einem Gesamtwerk zusammenstellen. Hier nun mein Erstlingswerk, das heute in der Küche hängt:
Hier ist erkennbar, dass das Garn viel zu dick auf dem Stoff steht. Egal, es war meine erste Motivstickarbeit, auf die ich sehr stolz war. In der Schule hatte ich das Sticken mit Kreuzstich (auf viel gröberem Stoff) erst einmal kennen gelernt. Da galt es, eine kleine Mitteldecke mit einer Randbordüre zu besticken. Dazu musste ich die Ecken selbst entwickeln, und zwar durch Spiegeln mithilfe eines kleinen Taschenspiegels. Das hat mir damals sehr viel Spaß gemacht. Die Decke bekam meine Oma von mir geschenkt.
Das nun gezeigte Projekt entstand aus Dansk Blomstergarn, das gleich einfädig verkauft wird und daher nicht geteilt werden muss. Es handelte sich um mehrere Materialpackungen. Das Motiv: Friesentüren (an denen ich einen Narren gefressen hatte, weil wir damals mehrmals solche Türen im Urlaub bewundert haben).
Fortsetzung folgt ...
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Sticken
Mein Pulli wächst
Strickmarathon wie bei Tichiro (Tina Hees) geht bei mir gar nicht. Ihre Packung Diclo müsste sie auf jeden Fall mit mir teilen ... aber ich will dieses Zeugs nicht mehr. Also muss immer wieder Bewegung dazwischen. So wie heute ... die Sonne schien, die neuen E-Bikes wollten raus (und ich vor allem) und danach konnte wieder gestrickt werden.
Nein, ich kann nicht nur lächelnd neben dem Fahrrad stehen, dieses kann ich auch über die Lipper Hügelketten fahren. Juhuuu! Heute waren es nur 10 km, aber dabei lief das Rad so locker, dass ich das Gefühl hatte, es wäre nur die Hälfte gewesen. Die Automatik schalte ich nur ein, wenn starker Gegenwind ist, eine Steigung zu bewältigen ist oder der Untergrund viel Widerstand bietet. Auch ohne Unterstützung zu fahren, kommt mir kaum schwerer vor als mit unseren alten Rädern, obwohl die neuen ja um einige Kilo schwerer sind.
Und das ist der Strickfortschritt ... ein Drittel ist fertig:
Zur Erinnerung habe ich das Modell unten links nochmal eingefügt. VERENA Sommer 2014 ... mit dem Microfasergarn strickt sich das Teil wunderbar. Ich freue mich schon aufs Tragen!
Montag, 28. April 2014
Hoppala, da war ich doch?
Am 25.4.14 gab es einen interessanten Spielfilm im Fernsehen. Die Frau am Strand (man kann ihn - dem Link folgend - online angeblich noch bis zum 2.5. sehen - also ran, Mädels!). Der Film spielt in Norwegen. Selbst wenn die Handlung nicht sooo interessant sein sollte, dachten wir uns, so könnten wir diesen Film doch nicht auslassen, denn unser Lieblingsurlaubsland als Hintergrund zu sehen, ist immer sehr berührend. Ha ... nach ein paar Szenen stand ich ganz aufgeregt direkt vor dem Bildschirm. Nun hatten wir den Film vorsorglich aufgenommen und konnten so das Geschehen anhalten, zurückgehen, Bilder wiederholt ansehen. "DA!", schrie ich. "Guck mal, das kennen wir doch!" Und ich nahm mein Handy zur Hand und schoss ein Foto. Es war das gelb eingekreiste rote Holzhaus, an dem mein Blick hängen geblieben war. Ich fand es derzeit so attraktiv, dass es auf einem Foto landete. Im Sommer 2013 ... in Farsund an der südnorwegischen Küste.
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| Filmausschnitt, vom Bildschirm abfotografiert |
Hier unser Foto:
Es handelt sich eindeutig um das rote Haus, das in dem Film erscheint. Wir waren so angetriggert, dass wir noch genauer hinschauten. Im Hintergrund stehen einige Autos vor den Häusern, vermutlich von Anwohnern. Wir vergrößerten unseren Fotoausschnitt mit dem Tablet, hielten es vor den angehaltenen Fernsehfilm und waren perplex. Sogar die Autonummer des Renaults stimmte mit dem von uns fotografierten überein. Man hat sich für den Film nicht einmal die Mühe gemacht, die Nummer unkenntlich zu machen. Ob die Besitzer wohl vorher gefragt worden sind? Ich hoffe, man kann die Nummern auf meinem Fotovergleich nun nicht mehr erkennen.
Der kleine gelbe Pfeil oben links zeigt den Kopf des Mädchens Marie, das in dem Film mit einem Rad die Straße heruntergefahren kommt. Der lange Doppelpfeil verbindet das Filmauto mit dem identischen auf unserem Urlaubsfoto vom Tablet vor dem Fernsehbildschirm.
In dem Film gab es viele Szenen von Straßen, Häuserzeilen, Landschaftsausschnitten, die wir kennen gelernt haben. Häufig haben wir in dieser Art von Filmen Landschafts- oder Ortsszenen als zusammenhängend dargestellt gesehen, die in Wahrheit sehr weit auseinander liegen. Wenn man ein Land gut kennt, kommt man sich dann ziemlich veräppelt vor. In diesem Film haben wir das nicht so empfunden. Es schien alles stimmig zu sein.
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Entdeckungen
Ein neues Projekt - ein Sommerpulli zu weißer Kleidung
Heute kam die neue VERENA (Sommer 2014) per Post ins Haus. Nach zweimaligem Durchblättern bin ich nur an einem Modell wirklich hängen geblieben. Alle anderen sind nichts für mich, da ich kein Teenie mehr bin. Trotzdem liebe ich das Heft wegen der vielen Anregungen zu eigenen Projekten.
Der abgebildete Sommerpulli ist genial einfach zu stricken. Sofort wühlte ich mein Wolllager durch und wurde fündig. Ein Garn, das ich schon einmal verstrickt habe, und zwar als Streifen in diesem Dreiecktuch "DÜNENTRAUM" (auch nach einem VERENA-Vorbild).
Der Pulli wurde entworfen von der freien Designerin Anna-Maria Busch und in der VERENA Sommer 2014 als Exklusiv-Modell veröffentlicht. Da Schnitt und Muster sehr einfach sind, gehe ich jetzt gleich ans Werk. Diesen durchsichtigen Flatterpulli will ich zu weißen Jeans und über einem weißen Shirt tragen. Er wird bei meiner Garnwahl etwas dichter ausfallen.
Mein Garn:
ONline Linie 242 Batik, 100% Mikro Dralon / Polyacryl
LL ca. 260 m, Nadelstärke 3,0 - 3,5
Obwohl das Garn rein synthetisch ist, fühlt es sich sehr angenehm an, wie weiche Baumwolle. Das Probestück fällt schön schwer und ich denke, das Garn ist gut für das Projekt geeignet.
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Meine Klassikstreifensocke
Ein neues Paar Socken ist entstanden - in der beliebten Streifenfolge, die ich schon so oft gestrickt habe, in immer neuen Variationen ... ein Geschenk für meine Freundin TV. Bald hat sie Geburtstag ... :-)
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Mittwoch, 23. April 2014
MEIN Nordlicht!
Finnland liegt schon fast zwei Monate zurück und ich habe Euch noch immer nicht mein fertiges REVONTULI gezeigt. Das Bezirzen des Nordlichts muss wohl seine Wirkung gehabt haben, denn genau um 22:22:22 am 20.02. (an meinem 60. Geburtstag!) entstand dieses Foto:
Dass ich überhaupt das Nordlicht zu sehen bekam, war ein großes Wunder, denn an den anderen Tagen war - bis auf eine Ausnahme - der Himmel immer gleichmäßig grau bedeckt. Dass es dann auch noch so genau terminiert erschien, hat für mich etwas zusätzlich Magisches. Ein Erlebnis, das sich mir tief eingeprägt hat.
So wie auf diesem Foto hing "mein" Nordlicht (Revontuli) über der Brüstung der Hemsabsperrung. Hinter mir befand sich das große Giebelfenster, durch das mein Tuch "zwinkern" konnte.
Hier einmal zum genauen Anschauen auf dem Boden ausgebreitet:
Und so sieht es am Körper aus:
Das Garn ist von NORO. Ich hatte es genau in dieser Konstellation ausgesucht, weil alle darin enthaltenen Farben im Nordlicht vorkommen können. "Mein" Nordlicht zeigte sich allerdings nur in Grüntönen.
Upps ... meine Begeisterung war wohl so groß, dass ich Euch das Tuch nun schon zum zweiten Mal gezeigt habe. Egal, ich lass das jetzt mal so stehen ... schließlich hatte ich das Foto vom himmlischen Nordlicht ja noch nicht gezeigt.
Ein Paar einfache Socken aus Regia
Dieses Garn, das sehr viele Farbtöne enthält, die zu meiner Garderobe passen, entdeckte ich im Supermarkt. Die Socken waren schnell gestrickt. Das Garn heißt Regia Pop Art Color.
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Socken
Cappucino Dream - was lange währt ...
Ich habe ein altes UFO landen lassen! Endlich ist mein Cappucino-Tuchtraum fertig. Hier erst mal ein paar Fotos kurz vor der Fertigstellung:
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| Das Tuch wird sehr groß |
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| Ich überlege, wie ich den Abschluss gestalte |
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| Ungefähr so würde er mir gefallen |
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| Dieses Plaid von Oleana hat mich inspiriert |
Und so sieht nun das fertige Tuch an meiner unhübschen Hulda aus (da gerade ein Gewitter aufzieht und es sehr dunkel ist, sind die Fotos etwas grobkörnig)
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| Vorn zugeknöpft (aber auch offen tragbar), oberer Rand zum Kragen umgeschlagen |
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| Rückseite |
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| Über die Schulter geschlagen |
Damit das Tuch nicht von den Schultern rutscht und man es quasi wie einen Poncho tragen kann, habe ich noch an drei hellen Streifenenden Knöpfchen und gegenüber kleine Luftmaschenschlaufen angebracht. So lässt sich das Tuch vorn zuknöpfen:
Das sandfarbige Garn besteht überwiegend aus Baumwolle und einem kleinen Anteil Leinen, das naturweiße Garn ist noch ein Rest von meinem Gardinenhäkelgarn, das ich vor -zig Jahren schon verstrickt habe (Hersteller Heyd, ein Wollversandhaus, das es wohl schon lange nicht mehr gibt - aber das Garn ist unkaputtbar - die Gardinen wurden schon -zigmal gewaschen). Das helle Garn habe ich doppelt verstrickt. Das Tuch fällt angenehm schwer und ist sehr kräftig im Griff. Ich werde es sicher sehr oft tragen.
Donnerstag, 27. März 2014
Frühlingsgefühle - oder - Aus alt mach neu
Manchmal überkommt mich das unaufhaltsame Aufräumvirus, besonders, wenn der Frühling naht. Da gucken einen alte Dinge an, die man ja schon so lange entsorgen wollte. So ging es mir vor einigen Tagen, als ich einen alten Schrank öffnete und mir zwei Unterbetten aus Schafwolle entgegen rollten. Nein! Die liegen immer noch hier?, dachte ich und nahm eine große Schere, um sie für den Mülleimer klein zu schneiden.
Nachdem ich ein Stück abgeschnitten hatte, entdeckte ich, dass es sich im Grunde doch um ein hochwertiges Stück "Stoff" handelte, denn die Schafwolle war auf einem Jerseyuntergrund aufgebracht und dieser doppelt zusammengenäht, so dass die Schafwolle auf beiden Seiten sichtbar war. Nach dieser Entdeckung schien mir das Produkt doch eigentlich zu schade zum Wegwerfen und ich trennte die beiden Schichten der Unterbetten erstmal sorgfältig auseinander. Alle Fusseln wurden entsorgt, die Schrägbänder, die die beiden Schichten am Rand zusammengehalten hatten, sorgfältig aufgewickelt. Aber was tun mit all dem?
Kurz darauf kam die zündende Idee!
Wir hatten uns im letzten Jahr aus dem Ausverkaufsfundus eines geschlossenen Cafés vier schöne Stühle gekauft und ich hatte schon mehrfach über Sitzkissen dazu nachgedacht. Die Stühle bestehen aus einem wetterfesten braunen Rattangeflecht und haben Aluminiumbeine im Bambusdesign. Rein optisch wirken sie so, als seien sie komplett aus Naturmaterialien hergestellt.
SCHAFWOLLE!, dachte ich. Das müsste doch gut zu diesen Stühlen passen.
Ich fertigte zunächst zwei Schablonen an. Eine kreisrunde in Sitzflächengröße, eine zweite für die Rückenlehne. Und schon ging es los.
Nach und nach schnitt ich die erforderlichen Teile zu. Die ersten beiden Sitzkissen füllte ich noch mit einer dicken Vliesschicht, die aus einem alten Satz Gartenmöbelauflagen übrig geblieben war. Sie reichte aber nur für zwei Kissen, daher wurden die anderen beiden Kissen aus einer dreifachen Schafwolllage geschichtet. Das Nähen konnte ich so ganz nebenbei, Stück für Stück (rücken-weh-kompatibel) bewältigen, und zwar von Hand im Schlingenstich mit einem passenden Wollfaden. Ganz einfach!
Das Kissen für die Rückenlehne konnte sogar meine gute alte Singer bewältigen. Das aufgewickelte Schrägband habe ich doppelt zusammengenäht und es für die Bindebändchen verwendet, die ich gleich mit eingenäht habe. Nun kann der Frühling kommen. Rücken und Po können nicht mehr kalt werden.
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