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Mittwoch, 1. Oktober 2014

Noch einmal Orange-Rot-Gelb - und hinten Pink

Schon seit Wochen liegt ein sich von der spitzen Seite her langsam verbreiternder Schal in meinem Strickkorb. Nun habe ich endlich die Häkelblüten dazu fertig aufgenäht und kann das Schmuckstück zeigen.
Gestrickt habe ich es aus einem Zauberball von  Schoppel, der eigentlich einen Farbverlauf haben sollte. Ja, das hatte er auch, doch der begann erst weit nach der Hälfte des Fadens. Daher erscheint der Schal zunächst uni in Rot:




Für die kleinen Häkelblüten hatte ich extra das Kid Mohair Silk gekauft, aus dessen großem Rest ich dann die Stola gestrickt habe.



An der breiten Schalseite erkennt man dann endlich den Farbverlauf ... irgendwie der Überraschungskick, wenn man sich umdreht:


Als Muster habe ich ein Netzmuster gestrickt, das ich in einem alten Musterheft fand.

Stola - Teil 2

Wie versprochen habe ich heute die Stola und was man sonst noch daraus zaubern kann, bei Tageslicht fotografiert und mit Schwarz kombiniert. Das sieht gleich ganz anders aus. Und es harmoniert mit dem derzeitigen wunderschönen Herbstwetter, bei dem die Blätter schon bunt zu leuchten beginnen.

Zuerst als Stola mit Häkelblütenknopf - dazu ein Herbstblätterschmuck aus Messing:



Oder einfach umgedreht mit Wasserfallkragen:


Was dann von hinten so aussieht:



Oder schräg über die linke Schulter, wobei der Blütenknopf höher gesetzt werden muss:



Oder als Schal mit Knopf als Schmuck - im Winter zu einer schwarzen Jacke tragbar:



Hmmmmm ... sooo flauschig!


Dienstag, 30. September 2014

Im Urlaub gestrickt, zuhause beendet

Eigentlich sollte ich mein neues Teil auf Schwarz zeigen, aber heute Abend bin ich etwas müde und bequem, daher muss meine Hulda herhalten, wie sie gerade hier steht - in Gelb! 
Das neue Teil, Stola, Schal, fast auch Weste - habe ich in einem sehr einfachen Muster gestrickt, das ich auf Nachfrage gern erkläre (auch den Häkelverschluss).

Hier habe ich das Teil zu einem Schal gedreht - herrlich warm und flauschig!


Als Stola von der Rückseite:


Von vorn wie eine Weste - durch einen Häkelknopf zusammengehalten:


Der Häkelknopf besteht aus Chenillegarn und hat auf der Rückseite einen Knopf,


den ich einfach durch das Lochmuster in der Stola stecke.



Die Farben wirken merkwürdig. Vielleicht sollte ich morgen meine Hulda (dann mit schwarzem Shirt) noch mal ins Tageslicht stellen und neu fotografieren.

Sonntag, 17. Februar 2013

Nachschlag zum Frühlingskrägelchen

Heute Morgen hatte ich beim Frühstück die neueste Ausgabe der HAPPINEZ auf dem Tisch und entdeckte darin kleine Yantra-Kärtchen, von denen eines genial zum Frühlingskragen passte. Schaut selbst:


Den Text von der Rückseite kann ich hier nicht veröffentlichen (Urheberrecht!!), er handelt von Ganesha, einem hinduistischen Elefantengott. Der kann angeblich Hindernisse beseitigen. Okay, wenn das Krägelchen das auch tun kann, hat es noch eine ganz besondere Wirkung (außer, Frühlingsgefühle zu erzeugen).

Samstag, 16. Februar 2013

Frühlingskrägelchen

Wie die ersten Krokusse bald aus der Erde lugen und mit ihren zarten Farbklecksen den Garten verzaubern werden, so lässt auch das heute fertiggestellte Krägelchen den herannahenden Frühling ahnen. Eine Anleitung findet Ihr hier.
Tragen kann man das Tüchlein auf zweierlei Weise, wie auf den Fotos erkennbar ist. Beiden Tragearten gemeinsam ist, dass das Tuch um den Hals herum einmal wie ein Kragen umgeschlagen werden muss. Zum Befestigen benötigt man eine Tuchspange. Ich habe einmal eine runde, einmal eine dreieckige Spange in Grün benutzt.



Monika K., fühlst Du die Freude, die in "unserem" Werk steckt?

Hier ein Bildchen, speziell für Dich:



Mittwoch, 13. Februar 2013

Frühlingsträume

Nicht schon wieder!
Das frühe Kratzen auf dem Gehweg. Kurz nach 6 ... ich liege noch im Bett unter der warmen Kuscheldecke. Draußen ist unser Nachbar fleißig, der so früh zur Arbeit muss und kurz einen kleinen Pfad zu unserer Haustür frei macht. Frei von SCHNEE!!!


Noch immer - es ist inzwischen fast Mittag - tanzen die Flocken dicht in der Luft. Das Thermometer zeigt -1°C. Was nützt es aufzubegehren? Wenn es schneit, kann auch Protest nichts helfen. Selbst die kleinen fliegenden Wohnungssucher mögen beim Inspizieren ihres Vorjahresquartiers bereits VON FARBEN TRÄUMEN, denn die Welt präsentiert sich noch immer in Schwarz-Weiß-Grau.
Was tun?
Mitträumen und das Erträumte in Farben umsetzen ... den herannahenden Frühling greif- und fühlbar machen. In den Wollfarbkasten langen und schwärmen, probieren, genießen. Kuschelig soll es noch sein, denn der Frühling lässt die Wärme zunächst nur ahnen. Zart und weich umhüllend, den Sommer im Pastell vorwegnehmend, GRÜN ... was dazu? Kobaltblau? Nein ... ORANGE als Stimmungsmacher!

Ich zeig's Euch:

Ein frühlingsgrüner Baktus, der zum Schluss noch mit ein paar Häkelblüten verziert werden soll
DANKE, liebe Monika K., für diesen Seelenauffrischer GRÜN!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Weihnachtszeit - Strickzeit

Heute habe ich gleich zwei Teile fertigstellen können. Draußen ist es nass und trist, drinnen flackert das Feuer im Kamin, die Tage sind in Watte gepackt (stammt nicht von mir ...) und ich kann ohne beruflichen Druck im Nacken tun, was ich mag.
Den Bumerang habe ich vor zwei Wochen begonnen, die Mütze erst am letzten Freitag. So brauchte ich heute an beiden Teilen nur noch ein paar Kleinigkeiten zu ergänzen.


Petrol und ein leuchtendes Rot mag ich auch in dieser Jahreszeit sehr gern. Die Kombination erinnert mich an Meer und Leuchtfeuer, hat für mich aber auch etwas Weihnachtliches, da Petrol ja mit Grün verwandt ist. Verwendet habe ich von ONLINE das Garn "Linie 310 Alpaka", das es in sehr vielen schönen Farben gibt. Das Rot war ein Knäuel Merinogarn, das ich noch liegen hatte.

Aus dem gleichen Garn (ONLINE Alpaka) habe ich diese Mütze nach dem bewährten Muster gestrickt (Parallelogramm, das an den beiden kurzen Seiten zusammengenäht wird - siehe hierhier und hier ). Auch Senfgelb zählt zu meinen Lieblingsfarben. Es lässt sich zu sehr vielen anderen Farben kombinieren (ich mag es am liebsten zu Dunkelblau, Petrol, warmem Dunkelrot, Anthrazit).
Als Variante hier mal mit einem extra gestrickten Zopf, den ich anschließend aufgenäht habe.


Dienstag, 18. Dezember 2012

Aufgerüscht ...

Nun kann die Mütze eingepackt werden - die Häkelblüte (gefilzt) ist fertig und angebracht. 


Ich sehe unsere Nachbarin schon - warm in Flieder-Grau eingehüllt - Winterspaziergänge durchs Dorf machen.

Samstag, 1. Dezember 2012

Noch ein Bumerang

Unsere liebe Nachbarin Ingeborg (83) ist zu Weihnachten allein und hat uns eingeladen. Sie ist eine energische, lustige Dame mit schlohweißem Haar. Lila steht ihr ausgezeichnet, daher griff ich für sie zu einem Strang in Violettönen. Voilà:


Das Garn ist sehr weich, natürlich wieder handgefärbt und handgesponnen. Heute trage ich's selbst mal probe ... danke, Monika, für die hachsoschöne Strickfreude! Dieses Mal habe ich vor/nach den zwei Mittelmaschen keinen Umschlag gemacht, sondern jeweils eine Masche aus dem Querfaden der Vorreihe verschränkt abgestrickt. Dadurch entsteht keine doppelte senkrechte Lochreihe. Mir gefällt es so besser.

Montag, 26. November 2012

Doppelmonikas Bumerang

Von Monika 1 gesponnen, von Ulrike gestrickt, von Monika 2 getragen - der Bumerang zu Monikas 2s Mütze:



Den Bumerang habe ich in die Mütze gesteckt (nun ist sie schwanger), dazu ein kleines Foto von einem australischen Merinoschaf ausgedruckt. Tolle, weiche Wolle! Na, das wird ein Spaß, wenn Monika ihre Mütze holt (oder ich sie ihr beim nächsten Besuch mitbringe). Ich habe beide Teile zusammen ausprobiert. Sieht sehr harMONIsch aus! ;-)

Sonntag, 25. November 2012

Spontan für zwischendurch

Gestern klingelte das Telefon. Freundin Monika hatte ein Problem mit dem Zusammennähen zweier Nähte beim Ausarbeiten einer Mütze. Sie hat seit vielen Jahren nicht mehr gestrickt und suchte nun Rat. "Was ist denn eine Flachnaht? Da steht was von Maschenstich. Kenne ich nicht ..." - "Komm doch einfach vorbei", schlug ich vor. Zwanzig Minuten später stand sie vor der Tür. "Willkommen im Club", begrüßte ich sie, denn ich hatte das Gefühl, als hätte sie auf ihrer Urlaubsreise bei einem Betreten eines Husumer Wollgeschäfts so richtig Feuer gefangen.
Sie packte das fertig gestrickte Parallelogramm aus, dessen Enden zusammengenäht werden sollten. Zwar waren sie bereits zusammengenäht, aber ein dicker Wulst zeichnete sich auf der Mütze ab. "Nein", sagte ich, "das sieht nicht schön aus. Ich zeige dir, wie man das macht." Ratz fatz hatte sie die Naht wieder aufgezogen und ich zeigte ihr den Maschenstich. Das Ergebnis überzeugte sie und sie probierte die Mütze gleich auf. Sie steht ihr fantastisch!
"Na, die kannst du ja dann gleich aufsetzen," meinte ich. Aber bevor sie wieder fuhr, zeigte ich ihr eine ganze Reihe von Werken aus meinem Wollschatz. Da ich nach wie vor begeistert bin von dem tollen Wollpaket von Monika (K), zeigte ich auch den meiner Freundin Monika (W). Darin war ein Strang dunkelgrün-brauner Neuseelandwolle, die Monika in ihren Händen hin und her drehte. "DAS ist genau meine Farbe!!!", rief sie begeistert aus. Auch ein helles Frühlingsgrün behielt sie lange in der Hand und schwärmte davon.
Kurz darauf verabschiedeten wir uns und ich machte mich an die Arbeit, die vielen herausgekramten Wollwerke und Garnstränge wieder aufzuräumen. ACH HERRJEEEEE! Was entdeckte ich da plötzlich unter einem Haufen von Schals? MONIKAS MÜTZE! Sie hatte sie liegen gelassen! So ein Ärger!
Ich konnte sie unterwegs nicht erreichen, da sie ja während der Fahrt nicht ans Handy geht. Wir wohnen  mindestens zwanzig Fahrminuten auseinander - also blieb die Mütze erstmal hier.
Aber ... es sollte wohl so sein ... denn heute Morgen legte ich nur so zum Spaß mal den dunkelgrün-braunen Wollstrang auf die Mütze ... passt hervorragend zusammen!!! Auch zu ihrem neuen Elkline-Cordparka. Nun beeile ich mich, daraus einen Bumerang zu stricken. Und den stecke ich dann in Monikas vergessene Mütze ... das wird eine Überraschung!

Hier ein erster Eindruck von Monikas Mütze mit dem angestrickten Bumerang:


Die gelben Pfeile zeigen die gut versteckte Naht an.

Sonntag, 11. November 2012

Bumerang flog ein Stück und kam heute schon zurück!

Der war flott! (Okay, ich war flott!) Schon heute, nach einem zweiten Stricktag, wurde mein Bumerang fertig. Und ich habe ihn beim Stadtbummel schon getragen. Einfach angenehm, farblich zur Garderobe passend und auch zu den Socken, die ich früher bereits aus Garn von Monika gestrickt habe.

DANKE, Monika! 
Du machst mir so viel Freude!



Samstag, 10. November 2012

Bumerang flog ein Stück ...

Gestern ... lockeres Treffen im Waldcafé ... vier strickende Frauen ... eine hatte einen Bumerang um den Hals und strickte bereits am zweiten. "Der geht ganz einfach", meinte sie und ich schrieb es mir auf:

Das ganze Halstuch wird kraus rechts gestrickt.
Das Garn darf etwas dicker sein, z. B. ein schönes Merinogarn zu Nadelstärke 4 bis 5.
6 M anschlagen, dann so stricken:
Hinreihe: 2 M r, 1 U, 2 M r, 1 U, 2 M r
Die Rückreihe wird immer rechts durchgestrickt, die Umschläge auch.
An JEDEM Reihenende wird zunächst die letzte M doppelt abgestrickt, danach werden 3 M dazu angeschlagen. Dadurch entstehen beim Zunehmen keine Löcher am Rand.
Die erste Masche in jeder Reihe wird rechts gestrickt.
Die Zunahmen pro Hinreihe betragen also 2x1 U in der Mitte + 4 M am R-Ende = 6 M Zunahme,
in der Rückreihe werden nur die Maschen am Ende (4 M) zugenommen.
Durch diese Art der Zunahme verbreitert sich das Tuch sehr schnell, bleibt aber in der Höhe kürzer als ein übliches Dreieckstuch. Durch den entstehenden Knick liegt es viel besser auf den Schultern, wird recht lang und kann auch - wie ein Schal - mehrmals um den Hals geschlungen werden, wahlweise mit der Tuchmitte nach vorn oder nach hinten.

Monika, schau, hier wird wieder eines Deiner schönen Garne aus dem Überraschungspaket verarbeitet. Da ich nicht genug gleiches Garn hatte, die Garnstärken zudem auch noch recht dünn sind, habe ich zwei Stränge doppelfädig gewickelt. Dies ergibt einen "Wollkuchen" von 190 g. Wenn der aufgestrickt ist, sollte das Tuch lang genug sein. Es entsteht ein sehr schönes Farbenspiel, wie Du siehst. Ich freu mich schon aufs Tragen!




Detailaufnahme der Tuchmitte, die dem Ganzen noch etwas Schmückendes gibt:


Das Tuch wird angenehm weich und wird recht schwer und daher fest auf den Schultern liegen. Ein schöner Hals- und Schulterwärmer für ungemütliche Tage!

Schularbeiten für Montag sind fertig - now it's knitting time!

Sonntag, 26. Februar 2012

Noch eine Variante


Ich habe den Schal in der Länge doppelt gelegt, dann das Knopfende an der Seite mit dem letzten Knopf zu einem Ring zusammengeknöpft, das andere Schalende durchgesteckt, Brosche rein - fertig!


Bin selbst gespannt, was mir beim Herumspielen noch einfallen wird.


Unendliche Möglichkeiten ... ich muss jetzt mal Schluss machen ... hach, so was liebe ich! Aber es gibt noch anderes zu tun ... Ihr könnt ja nachstricken und selber knöpfeln.

Schnell mal zwischendurch

Erwähnte ich es ...?

Ja, gestern - ich bekam zum Geburtstag zwei Knäuel Bändchengarn in einem wunderschönen Sand-in-Sand-Verlaufston.
Nach zwei Versuchen und Ribbeln strickte ich flott und in eins durch.
Die Tragemöglichkeiten sind vielfältig und ergeben einen tollen Hingucker-Effekt. Hier deswegen zunächst eine Art Tragefoto. An Stelle meines Originalschädel habe ich eine Silhouette gebastelt. Die tut's für die Vorstellung auch:


Nun zu den Details (Nacharbeit ausdrücklich erlaubt:

Material:
100 g LANA GROSSA "IBIZA" Bändchengarn - Farbe 001 (70% Baumwolle, 30% Polyamid)

Anschlag:
45 M mit Nadeln Nr. 6

Fertigung:
Etwa 80 cm im Rippenmuster 1 rechts, 1 links stricken, dann abketteln.
Dabei am Rand die erste Masche auf beiden Seiten immer rechts abheben, die letzte Masche wird immer links gestrickt (geht nur bei ungerader Maschenzahl).

Ausarbeitung:
Etwa 2 cm vom unteren Rand entfernt gleichmäßig verteilt (in jeder 3. Rechtsrippe, den ersten und zweiten Knopf jeweils nur eine Rippe vom Seitenrand entfernt) 7 Knöpfe befestigen, indem man einen Faden aus dem Bändchengarn so durch den Knopf und den Schal zieht, dass man ihn auf dem Knopf verknoten kann. Einen gegenläufigen Doppelknoten fertigen und die Fadenenden ca. 1 cm lang stehen lassen. (Das ist mit "Annähen" gemeint.)

Hier nun Anregungen zum Tragen:










Ich hänge es mir jetzt an den Hals, mache mit meinem Schatz einen Spaziergang und dann gehen wir vielleicht noch ein Tässchen Tee trinken. Schauen wir mal.
Allen Nachstrickern viel Spaß! Wäre mit Brosche auch ein nettes und schnell gefertigtes Geschenk ...

Was mir noch ganz wichtig ist:
Dir, liebe TV, möchte ich nochmal meinen allerherzlichsten Dank aussprechen. An dieser Idee warst Du mit Deiner Knopfsammlung zu einem großen Teil mitbeteiligt!

Sonntag, 13. November 2011

Pullover mit separatem Kragen

Seit kurzer Zeit bin ich Abonnentin der VERENA, was den Vorteil hat, dass man sich auf VERENA-Stricken im Clubbereich einloggen kann und dadurch Zugang bekommt zu exklusiven Anleitungen aus aktuellen und früheren Verena-Heften. In diesen Anleitungen kann man die Modelle von allen Seiten betrachten und es werden auch Detailfotos zu Mustern oder besonderen Finessen gezeigt. Einfach toll!!!

Natürlich musste ich gleich herumstöbern, entdeckte z. B. eine Mütze aus dem diesjährigen Herbstheft, deren Oberseite in dem Heft nicht zu sehen war. Im Clubbereich konnte ich sie riesig und auch von oben sehen und war sehr überrascht, was für eine tolle Farbenvielfalt sie oben drauf noch vorzuweisen hatte (Gruß an Tina Hees - kannst meine Begeisterung gern an die Redaktion weitergeben!).

Dann entdeckte ich eine Anleitung zu einem naturweißen Pullover mit separatem Kragen (den würde ich eher Pelerine nennen), der im Herbstheft 2009 gezeigt wurde. Da das örtliche Handarbeitsgeschäft auch noch genau dieses Garn verkauft, fuhr ich gleich hin ... ja, und ich wählte Braun, denn Naturweiß ist mir für meinen Alltag mit Kindern einfach zu empfindlich. Früher habe ich mal alles Braune aus meinem Kleiderschrank verbannt, aber inzwischen mag ich es wieder sehr gern. Die exklusive Clubanleitung wurde mit Großfotos ausgedruckt und schon ging es los. Das Muster ist leicht nachzuarbeiten, die Beschreibung des doppelten Kreuzanschlags ist gut zu verstehen und das Garn flutscht nur so über die Nadeln. Hier der angestrickte Pullover:


Sonntag, 6. November 2011

Herbst - Winter

Zwischendurch habe ich von Mittwoch bis Freitag der vergangenen Woche für einen lieben Menschen einen Dragon Scarf genadelt. Da die Farben sich nicht für Herbst oder Winter entscheiden konnten, nenne ich ihn Dragon Herbst-Winter:


Material:
2 Knäuel à 50 g NORO - Aya
Farbe 12
50 % Baumwolle, 35 % Seide, 15 % Schurwolle

Freitag, 16. September 2011

Was lange währt, ...

... wird endlich gut! Heute ist mal wieder ein UFO gelandet und hat sich gleich um meinen Hals gelegt - zweimal umschlingt mich der neue SCHOCKMOCK-DRACHE, den ich aus zwei Schokofarben im Wechsel strickte. Der zackenfreie Rand wurde dabei etwas strammer, weil ich das jeweils andersfarbige Garn am Rand einfach mitgestrickt habe. Hier ein Tragefoto:


Die Schalenden befinden sich unter der Anstecknadel, die ich durch alle drei Schichten gesteckt habe.

Samstag, 27. August 2011

TEQUILA SUNRISE

Da mir per Screenshot zweimal nachgewiesen wurde, dass der-/diejenige Besucher/in der/die 100000. war, habe ich mir auch zweimal etwas einfallen lassen bzw. wurde von dem einen Besucher um etwas gebeten. Der Reihe nach ...

Zuerst meldete sich BimbiPea aus England. Hier nun zunächst eine lustige Zufallsgeschichte, in die sich auch BimbiPeas Preis einreihen darf:

Die Story von Tequila Sunrise und dem Gummibärchenorakel

Die Herkunft des Samens zu dieser Geschichte ist für mich, selbst wenn ich meine gesammelten Terminkalender zu Rate ziehe, unergründlich.

Ein Blick in mein Gummibärchenorakelbuch allerdings setzt eine Schwelle, an der ich ansetzen kann. Das Buch verrät mir ein Datum, und zwar den 21.4.1999. An jenem Tag befragte ich das Orakel – aus welchem Grunde auch immer – und setzte mit Bleistift die Datumszahlen in die obere rechte Ecke. Zumindest so lange besitze ich das Buch, das ist sicher.

Dann erinnere ich mich noch genau an den Milleniumswechsel. Er fand für mich in Norwegen statt, wo ich mit Mann und Freunden in einem fantastischen Ferienhaus den Jahrtausendübergang verbrachte. Mensch neigt dazu, zu solchen Gelegenheiten das Orakel zu befragen um daraus ein wenig Gewissheit für die Zukunft zu kitzeln. Es war eine Mordsgaudi – na ja, für mich jedenfalls. Die anderen Teilnehmer hatten es nicht so mit derart Mysteriösem und wollten unbelastet in die Zukunft schauen.

Nun gut – jedem sein Ding. Ich allerdings liebe solcherlei Spiel, nehme die scheinbar negativen Ereignisse des Lebens mit Gelassenheit und Humor und mache das Beste draus.

Der Jahrtausendwechsel warf uns nicht aus der Balance, verwirrte nicht das WeltWeitegeWebe und das Gummibärchenorakel verschwand in der Rubrik „Taschenbücher“ in meinem Bücherregal.

Frau wird älter, die Gelenke bereiten Beschwerden – warum auch immer ...

Da erinnerte ich mich eines Tages beim Einkauf in einem Baumarkt daran (wir hatten bereits das Jahr 2005), dass Gelatine irgendwie mit Gelenkknorpel zu tun hat. Hatte man nicht von Erfolgen gehört, dass Menschen mit Gelenkbeschwerden durch Essen von Gelatine ihre degenerierenden Gelenke wieder regenerierten? Ein Regal an der Kasse hatte mich zu dieser Gedankenbrücke angestupst, denn dort war ein Fach mit riesigen Tüten bunter Weingummifrüchte angebracht. Ich langte ins Regal, bezahlte, hielt der Kassiererin die sofort geöffnete Tüte unter die Nase und bot ihr den Zugriff an – nein, sie mochte nicht. Möglicherweise hatte sie noch nie von der Knorpel aufbauenden Wirkung von Gelatine gehört, oder sie wusste nicht einmal, dass Weingummi Gelatine enthält oder sie litt nicht unter arthrotischen Gelenkschmerzen. Es war mir gleich. Auf jeden Fall steckte ich die Tüte in das Innenfach der Autotür, wo sich der Inhalt sehr bald verminderte.

Im Herbst des Jahres 2005 war ich gezwungen, den gesamten Inhalt meines Bücherregals in Pappkartons zu wuchten und im neu bezogenen Haus wieder ins Regal zu sortieren. Da fiel mir das Gummibärchenorakel wieder in die Hand.

Warum eigentlich nicht das dem Körper Förderliche mit einem Spaß verbinden? Warum nur aß ich diese langweiligen Weingummifrüchte, wenn ich doch dank der gottschalkbeworbenen Goldbärchen (ich hab’s doch immer gewusst, dass Gott ein Schalk ist und uns Menschen mit Narretei-Ideen begegnet) etwas über meine Zukunft erfahren könnte? So wanderte beim nächsten Einkauf im Supermarkt eine der goldrandigen Tüten in meinen Einkaufswagen.

Zuhause griff ich ins Bücherregal und stellte mir selbst erst einmal eine Regal – sorry, Regel - auf:

Ich werde diese Bärchen nur in Fünfergruppen essen – jedes Mal, wenn ich das Orakel befragt hatte. Und das würde ich nun jeden Tag einmal tun. So hatte ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ich würde nicht ins unmäßige Gummibärchensuchtfuttern verfallen, aber doch meine tägliche Ration Gelatine erhalten.

Das Spiel ging los ...

Bei der ersten Befragung – es war in den ganz frühen Morgenstunden des 18.10.05 – sagte mir das Orakel nach dem Ziehen der Bärchenfarben zweimal Rot, einmal Gelb, einmal Weiß, einmal Orange:

SPANNUNG – INTUITION – KREATIVITÄT

Ich las, was mir denn nun in nächster Zukunft blühen solle und wollte nach den ersten Zeilen schon fast das Buch wieder ins Regal stellen, denn da war die Rede von grausamen Szenen, wie etwa einem von mir beobachteten Mord im Nachbarhaus. O je, wo ich doch die neuen Nachbarn gerade erst kennen und schätzen gelernt hatte! Oder ich sollte mir einen Fremden vorstellen, der mich mit einem Messer in der Dusche bedroht, was mir als eher friedlichem Menschen völlig fremd schien. Nein, mit so etwas wollte ich nicht konfrontiert werden. Aber beim weiteren Lesen – irgendwie war ich doch neugierig geworden – erfuhr ich, dass dieses Orakel mir vorhersagt, dass ich meine Aggressivität (zweimal rot), die gekoppelt sei mit einer vagen Furcht, schöpferisch (orange) verarbeiten könne. Na, denn mal los!, dachte ich mir – und überhaupt ... ich hatte an diesem Abend nach Beenden meiner Tagesarbeit Lust, mich ein wenig bildnerisch gestaltend zu betätigen.

In dem Orakel war auch noch die Rede von Alfred Hitchcock gewesen, dessen Lieblingsgetränk angeblich Tequila Sunrise war. Aha, dachte ich, und das mir, die ich eine als sehr seelenverwandt gefühlte Freundin habe, mit der ich die Lieblingsfarbe Orange teile. Unsere Liebe zur Farbe Orange gipfelte einst darin, dass wir uns spaßeshalber Halborangen nennen (Anmerkung: sich derzeit so nannten).

So weit – so gut ...

Ich nahm meinen orangefarbigen Keramikbecher, in dem ich meine riesige Buntstiftsammlung aufbewahre, kippte ihn aus und wählte alle gelben, roten und orangefarbigen Stifte aus. Es waren mindestens 20 – in feinen Abstufungen. Dann nahm ich aus meinem Schreibtischunterschrank einen schwarzen Fineliner und aus einer Papier-schublade ein hellgelbes Stück Papier in DIN-A-4.

Bevor ich loslegte, befragte ich noch einmal das Orakel, denn die vorher gezogenen Bärchen hatte ich natürlich bereits in meinen Bauch befördert und damit bereits gegen meine selbst aufgestellte Regel verstoßen (ich hatte es doch irgendwie schon geahnt ...). Das Orakel meinte nach Ziehen der Farben viermal Rot und einmal Gelb:

UNGEDULD – ÜBERDREHTHEIT – KONZENTRATION

Aha, nun war ich von Hitchcock zum König Nero mutiert. Extreme Aggressivität und Überdrehtheit wurde mir da bescheinigt. Aaaber ... auch konzentrierte Aktivität, Bündelung meiner wildernden Kräfte, winkender Zaster ... nicht schlecht!

Ich setzte den Fineliner auf und ließ mich losdüsen. Wenn ich Bilder male, haben sie niemals ein Thema. Sie entstehen beim Entstehen ... der Stift wandert übers Papier und ich sehe etwas sich entwickeln. Dann zeigt sich mir plötzlich etwas Interpretierbares und ich führe ein wenig mit, lasse weitere Zufälle zu und interpretiere weiter. Bis das Bild fertig ist.

So war es auch an diesem Abend.

Ich entdeckte zwei Formen, die wie Gesichter aussahen, fügte Augen hinein, interpretierte sie als mich und meine Freundin, die wir über das Gummibärchenorakel talken. Aber da war doch noch eine Gestalt auf der linken Bildseite zu erkennen. Wer konnte denn das sein?

Zum besseren Verständnis ist es für den Leser nun ratsam, das Bild einmal zu betrachten:

Zum Vergrößern anklicken

Da war doch links diese spitzschnabelige Figur, die nach oben schaut, wo ein aus dem Nichts kommendes Fähnchen in Richtung der beiden Damen weht? Ich nahm die zuletzt gezogenen Bärchen in die Hand, wollte sie gerade in den Mund stecken, da kam mir die Idee, sie im Bild unterzubringen – nein ... sie nicht durch genüssliches Katschen umzubringen, sondern sie als Bestandteil einer Zufallsentwicklung zu würdigen. Das Fähnchen bot sich an ... aus dem Nichts sich entwickelnd und genau den Platz anbietend, auf dem die Bärchen sich gruppieren könnten. Ich legte sie auf das Fähnchen – „Jawoll – passt!“ Das Fähnchen weht in Richtung der beiden Gesprächspartnerinnen, die über das Orakel talken, doch wer hat die Interpretationen eigentlich erschaffen?

Ich nahm noch einmal das Orakelbuch zur Hand, las den Namen des Autors: Dietmar Bittrich – aha ... ich googelte im Internet und landete auf einer Website, auf der ich sein Konterfei entdeckte. Zunächst schaffte er es, mich gehörig zu veräppeln. Da war ein relativ junges Gesicht zu sehen, doch las ich, der Mensch hinter dem Gesicht sei am 20.10.1905 geboren. Moment mal, dachte ich ... das ist ja ... das gibt’s doch wohl nicht ... heute vor genau hundert Jahren! Doch war noch allerhand anderer Schabernack auf der Site zu finden und ich vermutete, dass er am nächsten Tag plötzlich am 21.10.1905 und dann am 22.10.1905 geboren sein wollte, was ich inzwischen bestätigt bekam (man überzeuge sich selbst durch den oben angelegten Link WEBSITE)..

Dann stand da noch:

Bitte wenden Sie sich mit weitergehenden Fragen niemals an den Autor. Er weiß von nichts.

Ich lachte. Ein Narr! Ein Mensch, der mit seiner Narretei seinen Lebensunterhalt verdient! Na, der gefällt mir! – und ich beschloss, ihn mit in mein Bild einzubringen. Spitzschnabelig passt auch, denn wie ich auf der Website erfuhr, schrieb er wohl auch eine Menge böser Sprüche – schwupps – schon hatte ich den Satz „Er weiß von nichts“ in mein Bild integriert. Dann fügte ich nach dem Muster „Mein Name ist Hase ...“ den Satz „Mein Name ist Dietrich und ich weiß von nix“ hinzu. Später erst merkte ich, dass sein Name gar nicht Dietrich ist. Wie kam ich denn darauf? Meine Wahrnehmung hatte mir einen Streich gespielt. Ich hatte aus Vor- und Nachnamen einen neuen Vornamen zusammengewürfelt: Dietmar Bittrich. Okay – wie passend! Das brauchte nicht geändert zu werden.

Die Zahlenkombination und die Farben wurden noch in zwei zufällig entstandene Formen geschrieben, das Ganze fertig koloriert – das Bild stand!

Ich gab ihm den Titel TEQUILA SUNRISE Orakeltalk und schrieb meiner Halborangenfreundin eine Mail mit lauter Tequilabildern aus dem Internet und eine mit meinem gemalten und fotografierten Bild, erzählte ihr dazu von dem wiederentdeckten Gummibärchenorakel und genoss meinen Spaß daran.

Am nächsten Tag mailte mir meine Freundin (welch ein Zufall!):

Während du mir dieses Bild übersendet hast, weilte ich auf der Geburtstagsfeier von K. D. (Anm.: einer Bekannten) mit einem TEQUILA SUNRISE (!!!!) in der Hand. Echt wahr! Schon am Eingang musste ich lächeln, denn auf der Sprechanlage klebte ganz einladend ein kleiner roter Tequila-Hut. Ich freute mich.


Dann bekamen wir zur Begrüßung einen gelb-roten Tequila-Sunrise in die Hand gedrückt und auf meinen völlig überraschten Blick hin (den K. natürlich ganz falsch interpretierte) meinte sie: "Ich hab’ mir für heute mal spontan überlegt, dass ich einen Mexikanischen Abend mache!" Ich war platt! So einen Zufall gibt es doch gar nicht!


Habe ich mir den Genuss eines Tequila-Sunrise auf der Zunge so innerlich gewünscht, dass er Wirklichkeit wurde? Seelenverwandtschafts-Energie eben - gegen die sich noch nicht mal Außenstehende wie K. wehren können! Die übrigens auf den Tischen noch überall kleine orangefarbige Windlichter und (ganz unmexikanische) Schälchen mit Gummibärchen dekoriert hatte ... kicher ... was ist bloß in sie gefahren?

Am Abend schrieb ich einem gewissen Dietmar Bittrich einen Eintrag in sein Gästebuch:

Bin total auf Gummibärchentripp! Es fing irgendwie an mit Schmerzen in den Gelenken - na ja ... so weit ich zurückdenken kann. Weingummis enthalten Gelatine und schmecken gut! Und dann zog ich um und hatte plötzlich das Orakelbuch wieder in der Hand. Da mussten natürlich die Goldbärchen her ...

Wenn Sie oder dich (von Narr zu Narr klingt das irgendwie vertrauter) die Fortsetzung dieser hier begonnenen Zufallsgeschichte interessiert, dann bitte mailen. Hier wird es mir einfach zu lang ... (nein - nicht ...weilig! Tolle Homepage, Mister Hundertjahr!)


Feste Zusage:
Ich erzähle die Story in der Mail ausführlich zu Ende - und so viel verrate ich noch: Ich malte vor einigen Tagen einen Mann namens Dietrich (nein - nicht DIETmar BittRICH!). Und dieser Dietrich weiß natürlich von nichts! So ein Zufall! ;-))

Gummibärigen Gruß!

Lukina

Und am nächsten Morgen fand ich darunter folgende Bemerkung:

Wir sind alle flitzebogenschnatterplattmäßig gespannt! Wir wippen auf den Füßen! Wir trommeln mit den Fingern! Wir kneifen uns ins Ohrläppchen! Puuh! Super!

Wer auch immer WIR ist ... der Flitzebogen hat seinen Pfeil abgeschossen, die Füße können sich jetzt ausruhen, die Ohrläppchen wieder von Rot zu Schweinchenrosa umschwenken und das Trommeln ist jetzt auf meiner Seite – wirklich!

Fast 6 Jahre später ...

Heute nun, Ende August 2011, findet der Tequila noch ein kleines Geschwisterchen. Eine gewisse BimbiPea aus England hatte es geschafft, mein Strickblog als 100000. Besucherin anzuklicken und wurde aus diesem Grund – Glückwunsch! – mit einem TEQUILA SUNRISE DRAGON von mir bestrickt. Auf ihrer Website prangte mir eine Rose gleichen Namens entgegen, die sie dort am 22.8.11 veröffentlichte! Hättet Ihr das Halstuch nicht auch ohne Zögern TEQUILA SUNRISE genannt?


Hier, liebe Martina, ist nun Dein farbenfroher Dragon, durch den beim Stricken viel norwegischer Wind und frische Fjordluft gesaust ist:


Sonntag, 17. Juli 2011

Schokoladiges


Nun ist er wieder dran, der Schockmock-Drache, der ein paar Tage schmollen musste zugunsten der Regenbogen-Fledermaus. Er lässt sich kaum fotografieren, erscheint auf Fotos schwarz-anthrazit. Da musste mein PhotoDraw etwas nachhelfen, aber so trifft's in etwa die Realität. Ich habe ihm versprochen, kein Projekt dazwischenzuschieben. Na na ... das hyperbolische Tüfteln reizt mich ja doch sehr ...