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Samstag, 3. November 2018

Abschiedsfotos

Da ich möglicherweise in einer Woche Abschied nehmen muss von diesem schönen Werk, soll es noch eine herbstliche Hommage erhalten ...







Hintergrund: Unser herrlich roter Amberbaum mit seinen letzten Blättern!

Und wenn sich Frost und Nebel noch einstellen, bevor er sein letztes Laub abgeworfen hat, 
wird er uns mit solchen Eindrücken beglücken:


Samstag, 12. November 2016

Alfi ist happy!

Heute Morgen war es nun so herrlich winterlich, dass Alfi froh war, sein neues Mäntelchen zu besitzen. Plus Mütze. Plus Schal. Allerdings traute er sich dann doch nicht mir mir nach draußen. Er ist ein Stubentiger, fürchtete zu viel Kälte an seinen Pranken. So saß er bei halb geöffneter Tür drinnen und staunte über die Winterbilder, die ich draußen schoss.


Hat das nicht schon irgendwie etwas Weihnachtliches, was unser Amberbaum mithilfe von Väterchen Frost da heute Morgen gezaubert hat? In meinem Gartenblog werde ich in Kürze noch mehr davon zeigen. 

Anklicken vergrößert!

Freitag, 2. Oktober 2015

Nordlicht in Norwegen -Teil 2

Zur Erinnerung ...

am 7.9.15 hatten wir am Nordfjord ein schwaches Nordlicht gesehen, konnten es aber nicht fotografieren, weil unsere kleine Kamera dazu nicht gut genug ausgestattet war. Dennoch war die Freude riesig, denn ein Nordlicht sehen zu können, ist für uns immer etwas ganz Besonderes, wenn es auch noch so schwach ist.

Doch war das beschriebene Nordlicht nur ein ganz kleines Vorspiel zu etwas viel Größerem.

Und das stellte sich ein am 9.9.15.

Der Morgen begann mit "Watteweichundweißerwolkenwaberei" über dem Fjord vor dem Balkon des Ferienhauses.



Die Sonne briet sich aus der fluffig weißen Undurchsichtigkeit einen feinen Dunst, den sie über die Wattedecke legte.


Doch bald würde der Dunst samt Wolkendecke verschwunden sein und es versprach ein klarer Tag zu werden. So klar, dass wir am Ziel unseres Ausflugs, in Kalvåg an der westnorwegischen Küste, kristallklare Farben vorfinden sollten.



Es war ein Tag, an dem meine Gefühle Achterbahn fuhren. Morgens hatten wir noch auf dem Balkon gefrühstückt, die bezaubernden Lichtspiele über dem Fjord genossen, dann die Fahrt zur Küste unternommen, während der mich schon fiese Rückenschmerzen plagten, weil die Tour doch recht lang war. Doch am Zielort angekommen traf ich beim Essen wohl die falsche Wahl, entschied mich nämlich für einen "fiskeburger". Das ist im Prinzip dasselbe wie ein Hamburger, nur liegt in dem Brötchen eine Fischfrikadelle. Ob die nun nicht in Ordnung war oder ob mein Magen darauf mit Widerwillen reagierte, konnte ich nicht ergründen, jedenfalls ging es mir danach so schlecht, dass wir auf schnellstem Wege wieder zurück zum Ferienhaus fuhren. Mit schlimmen Bauchschmerzen. Und den Rückenschmerzen, die kaum nachgelassen hatten, noch dazu.

Als wir im Ferienhaus ankamen, stellte ich die ganze Reise in Frage. Eine deftige Erkältung hatte mich schon in der ersten Ferienwoche erwischt, deren Ausläufer sich lange Zeit bemerkbar machten, dann noch die Malaisen dieses Tages dazu. Es reichte mir an diesem Tag so richtig!

In dem Moment - ich schrieb gerade ein paar Zeilen Achterbahn in mein Tagebuch - ging mein Schatz noch einmal auf den Balkon, so wie er es kurz vor dem Schlafengehen oft tat, um nach Hirschen Ausschau zu halten, die manchmal abends in der Nähe des Ferienhauses auftauchten. Es war kurz nach zehn.

"Es ist wieder da!", rief er von draußen.

Ich verstand zuerst gar nicht, was er meinte, war noch so sehr mit meinen negativen Gefühlen und meinem Tagebuch beschäftigt, dass ich gar nicht realisierte, was er meinte. Daher fragte ich etwas genervt: "Was? Was ist wieder da?"

"Na, das Nordlicht - aber wie!!!"

Für mich war es wie die Stimme der Natur, die mir sagen wollte: "Hey, was ist los mit dir? Muss ich dich nochmal daran erinnern, dass du hier, an diesem Ort, an dem du schon so oft warst, zum ersten Mal im Leben ein Nordlicht gesehen hast? Hast du den vorgestrigen Abend vergessen? Wie dankbar du warst für sein Erscheinen? Das kann doch nicht sein! Dass du erwägst, nie wieder hierher zu kommen. Dass du das vergessen hast! Dass du vergessen hast, dass du so voller Freude warst ...", und in dem Moment ließ ich alles stehen und liegen und stürzte auf den Balkon.

Es war wieder sehr frisch draußen und ich achtete nicht auf meine unzureichende Kleidung. Das Nordlicht zu sehen war mir viel wichtiger. Und wer schon mal Nordlicht gesehen hat, weiß, wie schnell es auch wieder verschwinden kann. Doch das Nordlicht hatte Geduld mit mir.

In meinem Herzen entstand ein Gefühl von Dankbarkeit. Wie konnte ich wegen der Malaisen des vergangenen Tages gleich einen so plakativen Schlussstrich ziehen? Mir kamen fast die Tränen, als ich den ersten Blick in den Himmel tat.

Was für ein Schauspiel!!! Richtung Norden hatte sich ein grüner Bogen über dem Horizont aufgebaut, der im unteren Bereich eine dunkelviolette Färbung entwickelte. Und dieses Mal war die Erscheinung so kräftig, dass sogar das Fotografieren mit der kleinen Kamera gelang.


Zuerst ärgerten wir uns etwas, dass das Außenlicht am Nachbarferienhaus nicht auszuschalten war. Doch als die ersten Fotos gelangen, empfanden wir die beleuchtete Hauswand sogar als Bereicherung auf den Fotos.

Es ging lange weiter, mit vielen Veränderungen. Zuerst stieg das Licht höher zum Himmel hinauf. Am unteren Rand entstanden rötliche Bereiche. Ein ständig in Bewegung befindlicher Vorhang schwebte mystisch hin und her.



Im weiteren Verlauf wanderte das Licht weiter Richtung Osten, wurde immer breiter.



Aus der breiten orange-grünlichen Lichtfläche bildeten sich schlangenförmige Bänder heraus, die langsam über den Himmel krochen, in sich stetig verändernden Mäandern. 




Zwischendurch wurden neben dem Grün die anderen Farben wieder kräftiger.



Am Ende bewegte sich das Licht wieder hoch über dem nördlichen Horizont,



wo es dann blasser wurde und sich leise von uns verabschiedete.



Noch ein Tipp zum Schluss: Anklicken der Fotos zeigt sie in größerem Format!

Donnerstag, 24. September 2015

Birken, Schafe und mehr

Schafe, unsere Lieblingstiere, da wir doch alle so gern ihre wärmende Wolle verstricken, Ziegen, Herbst und welkendes Laub sollen Thema dieses Blogposts werden. Da im gerade vergangenen Urlaub der Herbst noch nicht sehr weit fortgeschritten war, krame ich mal in alten Dateien. Denn am Nordfjord sind wir auch schon mal im Oktober gewesen. Und dann hat Westnorwegen - bei schönem Wetter auf jeden Fall - einen ganz besonderen Zauber.


Blick auf den inneren Nordfjord Richtung Loen

Ja, wo laufen sie denn?

Der Skåla - ein Berg, dessen Name "Schale" bedeutet,
denn oben hat er die Form einer Schüssel.
Im Herbst kann er auch schon
eine ordentliche Puderzuckermütze tragen.

Nebel über dem Wasser, das im Herbst oft unter dichten Wolken versteckt ist


Was für ein Licht!





Schafe können sich völlig angstfrei auch auf steilen Hängen bewegen
Was willst denn du von mir?
Wir sind ja so neugierig!
Mein Lieblingsbaum - eine alte Birke,
die einen fantastischen Ausblick auf den Nordfjord hat -
wenn sie denn sehen könnte. ;-)
Herrliche Ruhe an einem Teich


Windstille, Ruhe ... nur ab und zu
hört man einen Fisch an die Oberfläche kommen

Für eine größere Darstellung empfehle ich, das erste Bild anzuklicken und dann durchzuscrollen.

Norwegens Herbstbirken

Um die Seelenstimmung noch ein bisschen anzuwärmen, habe ich mal ein paar schöne Birken aus Norwegen ausgewählt - høst i Norge!

Birkengruppe an der E6




In einem späteren Post sollen noch mehr kommen - eine besondere Bilderserie für unsere norwegischen Freunde.

En spesiel helsing til Therese og alle der (incl. sauene)!

Dienstag, 22. September 2015

Nordlicht - ein nicht geäußerter Wunsch wurde erfüllt!

Da waren wir nun im Februar 2014 in Finnland, hatten den Wunsch gehabt, dort mal ein Nordlicht sehen zu können. Ja, der Wunsch hat sich erfüllt. Vielleicht erinnert sich noch jemand daran, denn ich hatte hier davon berichtet.

So haben wir derzeit in Finnland das Nordlicht erlebt:





Nun waren wir in diesem Jahr in der Übergangszeit zwischen Sommer und Herbst drei Wochen lang in Stryn in Mittelnorwegen. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass wir in dieser Zeit dort ein Nordlicht sehen würden. 

Es begann am 7.9.15. Ich war an dem Tag irgendwie sehr müde und war schon um 22 Uhr zu Bett gegangen. Mein Schatz hatte sich noch etwas im TV angesehen, als um halb elf die Tür zur Schlafkammer aufging und er mich weckte mit den Worten: "Ich bin mir nicht ganz sicher, was es ist, aber an deiner Stelle würde ich nochmal aufstehen. Es kann sein, dass draußen ein Nordlicht zu sehen ist."

Ich war genau so schnell aufgesprungen, als hätte er mir gesagt, dass es brennt. Nordlicht? HIER???? In dieser Jahreszeit? Kann doch gar nicht sein!!

Schnell rannte ich zum Balkon. Es war empfindlich kalt draußen, ich war barfuß und nur mit einem Schlafanzug bekleidet. Bevor ich an wärmere Kleidung dachte, wollte ich sehen, ob mein Schatz mich aus gutem Grund aus dem Bett geholt hatte. Ganz schwach leuchtete der Himmel über Stryn. Wir befanden uns in unserem Ferienhaus, das ca. 10 km weit von Stryn am Hang des Nordfjords gelegen ist. Von dort aus kann man den Ort Stryn nicht sehen. Er liegt hinter einem Bergmassiv unten im Tal. Daher war ich nicht ganz sicher, ob es sich nicht um schwache Bewölkung handle, die von der kleinen Stadt aus beleuchtet wurde.

Wenn es vielleicht gar kein Nordlicht ist, dachte ich mir, dann kann ich mir ja wenigstens Schuhe anziehen und die Daunenjacke, die in der Garderobe hängt. Ich kam zurück und das Licht am Himmel war heller geworden. Ich schaute direkt nach oben ... ich STARRTE geradezu! Ja, meine Augen stierten in den Himmel, um zu erkennen, was das da genau sei. Da waren zwei bis drei leicht grünliche Bänder zu sehen. Sie wirkten wie mit einem Dimmer langsam an- und abgeschaltete Lichtbänder. Direkt über uns! Nein, das KONNTEN keine Wolken sein! Die kommen und gehen nicht in diesem Rhythmus. Und grünlich schimmern tun sie auch nicht. Es war nur sehr schwach. Und doch war ich total aus dem Häuschen! Ich fror in meiner Schlafanzughose. Die Luft war vermutlich etwa 5°C kalt, denn der Himmel schien doch klar zu sein. Ja, er war es! Denn ich konnte in den grünlichen Bändern die Sterne am Himmel sehen. JAAAAA! Das war der Beweis, dass es sich um Nordlicht handelte. In dem Moment - mein Schatz kramte drinnen nach allem, was dem Fotografieren dienlich war - fiel zu all dem Glück auch noch eine Sternschnuppe vom Himmel! Ja, ich habe im selben Moment einen Wunsch geäußert, der aber geheim bleibt.

Eine halbe Stunde beobachteten wir den Himmel. Nordlicht im Frühherbst, von unserer zweiten Heimat aus. Einfach nur toll!!!

Leider ist meinem Schatz kein einziges Foto gelungen. Das Licht war zwar eindeutig ein Nordlicht, aber doch zu schwach zum Fotografieren. Er hatte nur eine kleine Kamera dabei, weil er vorher meinte, hier hätten wir ja eh schon alles fotografiert. An Nordlicht hatte er natürlich nicht gedacht, sonst wäre die bessere Kamera mit im Gepäck gewesen. 

Ich war trotzdem zufrieden, denn allein, hier ein Nordlicht gesehen zu haben, machte mich sehr glücklich.

Doch STOPP!!! Fortsetzung folgt in einem weiteren Post ...

Dienstag, 28. Oktober 2014

Was wir am Herbst so lieben - Impressionen in wärmenden Farben

Eine leere Bank! Kein Liebespaar? Dabei hat sie sich doch so schön geschmückt!



Wir spazieren durch Bad Pyrmont, blicken die Bombergallee hoch. Man möchte wieder wie ein Kind durchs trockene Laub stapfen!



Farben, die zu neuen Strickideen inspirieren (no, no - Strickplanungsverbot wegen UFOflation!)



Was schon am Boden schön aussieht, ...



... ist in der Luft und vor blauem Himmel noch viel schöner!
Die letzten goldenen Herbsttage ...



Es handelt sich um den Tulpenbaum (eine Magnolienart), der im Kurpark steht und schon aus weiter Ferne golden leuchtet:



Was für eine hübsche Idee - gegenüber einer lauschigen Laube mit Bank hat man ein Herz auf den Boden gepflanzt:


Falls man kein Herz erkennt, hilft vielleicht diese Form - so sah es aus, von der oberen linken Seite aus betrachtet:




Was für magische Himmelsspuren!



Auch Blühendes war zu entdecken, hier der Storchschnabel (Geranium), von dem es unzählige Sorten gibt:



Das Chinaschilf wedelt leicht und fedrig im Wind und lässt sich von der Sonne in fast aus sich selbst heraus leuchtende Schleier verzaubern:



Der Herbst hat eindeutig Einzug gehalten - erkennbar an den leeren Beeten im Palmengarten,
wo in der warmen Jahreszeit riesige Kübel mit Palmen stehen:


Adieu, Sommer 2014!
Wie wirst Du uns im nächsten Jahr begegnen?