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Mittwoch, 15. April 2020

Socken - eigentlich was Winterliches

Sie sind schon lange fertig. Sie gehören schon lange nicht mehr mir, denn sie erschienen mir etwas groß geraten. Aber ich fand einen dankbaren Abnehmer, dessen Füße sich als passendere Modelle erwiesen.

Nun stricke ich sie für mich ein zweites Mal - etwas kleiner.

Das Modell stammt aus einem der VERENA-Sonderhefte "In 80 Socken um die Welt".



Sonntag, 19. Januar 2020

Lange keine Socken mehr gestrickt!

Eigentlich brauche ich keine Socken mehr, denn ich habe die Schublade voll. Aber dieses Modell hat mich dann doch sehr gereizt:


Grau brauche ich immer, und diese werden wegen der Zöpfchen schön warm. 

Die Anleitung steht in einem der drei tollen VERENA-Socken-Spezialhefte In 80 Socken um die Welt.

Montag, 21. Oktober 2013

Ein Kissen!

Meine Kissen sollen neue Bezüge bekommen. Ich mag so gern diese gestrickten Kissenbezüge aus kuscheligem Nichtfarben-Garn mit schönen Mustern, die derzeit durch alle Wohnzeitschriften geistern. Die kann man auch überall kaufen ... aber ich kann selber. So besorgte ich mir ein schönes Garn von ONline LINIE 310 Alpaca Tweed in der Farbe 201 (Natur). Ich brauchte 250 g und ein Kisseninlet der Größe 50 cm x 50 cm. Damit der Bezug nachher gut sitzt, wird er etwas kleiner berechnet. Am unteren Ende nähte ich einen Reißverschluss ein. So kann man den Bezug auch mal reinigen.



Samstag, 22. Oktober 2011

Verdrehte nordische Gelüste

Ja, ich liebe Zöpfe. Und Keltisches. Und vor allem Nordisches. Und Filztaschen. Und überhaupt ...

Auf dumme Gedanken komme ich immer, wenn die Alltagspflichten mal nicht im Vordergrund stehen. Da fährt man bei schönstem Herbstsonnenschein ins Nachbarstädtchen, will ein bisschen bummeln, einen Spaziergang machen  ... oh ... das (erste) Wollgeschäft! Es ist furchtbar voll bei Handarbeiten Müller. Mindestens (gefühlte) sieben Kundinnen warten auf Beratung. Ganz schön heftig in dem engen Lädchen. Ich schwelge in den 1000 neuen Ideen, warte, warte ... nee, das wird mir doch zu lange dauern! Eigentlich wollte ich ja nur mal schauen, ob es schönes Filzgarn gibt, denn ich habe eine Idee für eine gestrickfilzte Tasche. Aber ...
einer Kundin wird gerade eine Stricktechnik gezeigt und eine andere scheint auch noch nicht in Kürze fertig zu sein. Und einige kramen in Strickmustern und Garnen herum, so wie ich. Bis das was wird ... na, das kann dauern! So verlasse ich den Laden wieder. Um die Ecke gibt es ja noch einen Laden zum Wollewühlen. Schade eigentlich, denn die schönen Pulswärmer aus der LANDLUST gibt es bei Müller als Materialpackung. Und auf die habe ich früher schon ein Auge geworfen. Na ja, die kann ich auch später noch holen.
So lande ich in der SPINDEL, wo eine ganze hohe Regalwand gefüllt ist mit Filzgarn in vielen Farben. Die Beratung ist super, ich bin die einzige Kundin im Laden ... außer meinem Schatz, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Er kommt auch an das ganz hohe Regalfach, holt mir ein Knäuel heraus, als eine weitere Kundin den Laden betritt und bedient werden möchte. Es bleibt nicht bei dem einen Knäuel, denn die Fächer sind so vollgestopft, dass gleich eine ganze Reihe mit vier weiteren Knäueln hinterherfliegt - mitten hinein in den Korb mit Sonderangeboten. Nun wird erstmal sortiert ... was gehört wieder nach oben, was bleibt im Korb - und dann habe ich mich entschieden. Die Tasche soll braun sein, braun mit beige. Ja, mir schwebt genau vor Augen, was ich will. Und das werde ich hier jetzt nach und nach auf Fotos entstehen lassen. Es geht schon los ...

In der Mitte stricke ich einen Streifen mit einem Wikingermuster aus dem Buch Stricken mit Wikingermustern von Elsebeth Lavold (ein Buch, das man einfach haben muss, wenn man Zopfmuster liebt - es enthält viele tolle Anregungen und auch schöne Strickmodelle). Meine Tasche werde ich nach dem Muster nennen - nur so für mich. Es ist das Muster Ragna auf S. 54. Für den Mittelstreifen verwende ich das sandfarbige Garn.


In Elsebeth Lavolds Buch sind die Strickmuster alle in Grautönen dargestellt, weil die Struktur einfach besser herauskommt. Ich wähle jetzt auch mal diese Variante:


Zwei Stunden später ...


... und der Kontraste wegen noch einmal die graue Variante:


Das Muster macht Spaß, ist relativ einfach ...
übrigens ist es verstrickt in dem Pullover, der auf dem Titelbild gezeigt ist.

Weg hier ... weiter stricken!

Samstag, 14. Mai 2011

UFO Nr. 14

Nach der Fertigstellung des Tuchs will ich heute mal wieder ein UFO Richtung Landung treiben. In meinen Arbeitspausen zwischendurch stricke ich immer wieder ein paar Reihen an meinem keltischen Schal. Nur nichts Neues beginnen in diesen arbeitsreichen Tagen!


Sonntag, 13. März 2011

Kunigunde x 2

Wie versprochen, zeige ich heute die fertigen Pulswärmer KUNIGUNDE. Es hat sehr viel Spaß gemacht, sie zu stricken. Für das Dreiecktuch hatte ich zwei Knäuel à 100 g von Schoppel Zauberball crazy "Auf Tauchstation" verstrickt, dann habe ich von dem dritten Knäuel erst die Pulswärmer gestrickt, den Rest des dritten Knäuels verstricke ich jetzt noch für das Tuch.
Die Knöpfe sind aus Metall und ich fand sie vom Stil her sehr gut passend, weil sie auch sowas Mittelalterliches haben.


Wenn ein Modell viel Spaß macht, stricke ich gern immer noch ein weiteres hinterher, dieses Mal habe ich es aber stark abgewandelt. Ich hatte beim Bummeln in der Stadt ein schönes hellgraues Tweedgarn von schoeller & stahl entdeckt (FORTISSIMA Tweed). Dazu passen natürlich Zöpfe ganz hervorragend. Im der Hand zugewandten Teil werden dann die Zöpfe weiter auseinander driften und den Abschluss wird vielleicht eine gehäkelte Pikotkante bilden. Mal sehen, wie ich entscheide, wenn es so weit ist. Das Knöpfchen hatte ich noch (als Pärchen) in meiner Knopfsammlung. Vielleicht habe ich es meiner lieben TV-Freundin zu verdanken. Erkennst Du es wieder??? Da ich alle Knöpfe in Deiner schönen Schachtel zusammengetan habe, kann ich sie nicht mehr ganz sicher zuordnen. Die Oberfläche schillert wie Perlmutt und unten drunter ist eine Öse zum Annähen. Natürlich wäre es mir am liebsten, sie kämen von Dir. ;-)

Mittwoch, 26. Januar 2011

Doch ein Zwischenbericht

... weil's einfach toll aussieht, dieses keltische Lacemuster:


Viel besser allerdings in Schwarz-Weiß ohne Blitz bei Lampenlicht von der Seite:


Die Wahl des Garns TESSA hat sich als richtig erwiesen!

Sonntag, 23. Januar 2011

Ich bin zufrieden

Gestern Abend habe ich den Schal noch neu angeschlagen und dabei aus dem Rechts-links-Rand einen Kraus-rechts-Rand gemacht. Als ich mich dann bettfertig machte, lag das gestrickte Stück neben mir auf der Badezimmerkommode. Ha, dachte ich, das sieht ja lustig aus ... ULL-Rike überall! Und ich machte ein Foto für Euch. Es handelt sich um ein Treuegeschenk des Versandhauses Müller - ein mit Namen besticktes Handtuch.


Heute Morgen dann habe ich weiter gestrickt, war sehr zufrieden und habe gleich die Fransen an den Anfang geknüpft. So, wie es sich draußen noch anfühlt, werde ich den Schal sicher noch brauchen. Das nächste Foto gibt's erst, wenn er fertig ist. Das Garn (100% reine Schurwolle, Virgin Wool, superwash) läuft sehr angenehm über die Finger und ich finde, das Muster kommt sehr gut zur Geltung. Wie anders die Farbe doch bei Tageslicht aussieht ...

Samstag, 22. Januar 2011

Experimentierphase


Gestern war ich im Städtchen und habe B. im Wollladen aufgesucht und mit ihr zusammen für meinen keltischen Musterschal alle Regale durchstöbert. Dabei gab sie mir ein Restknäuel mit (LANA GROSSA Royal Tweed, Farbe 29 Natur), das ich für mein Projekt doch mal anstricken solle und ich kaufte mir 400 g ONLINE LINIE 157 Tessa, Farbe 90 Steingrau. Die letztere soll es nun sein, doch habe ich noch nicht über die Breite entschieden.
Das Tweedgarn (Musterprobe unten links) fühlt sich einfach wunderbar an und am liebsten würde ich mich dafür entscheiden, doch finde ich, es verschluckt das aufwändige Muster doch zu sehr (s. Strickbinchen). Das steingraue Pröbchen oben links habe ich gerade eben wieder aufgeribbelt und fange nun mit etwas mehr Maschen an. Noch bin ich mir auch nicht schlüssig, ob ich den Mustersatz nicht doch gleich mit der ersten Hinreihe anfangen lasse. Dass der untere Rand nicht so ganz glatt sein wird, stört beim Schal nicht so sehr, finde ich, denn es kommen ja nachher noch Fransen dran.

Dienstag, 18. Januar 2011

Alte keltische Leidenschaften

Nun habe ich ja den Zopfschal fertig, doch war der mir fast zu langweilig mit seinen einfachen Drehungen. Ich liebe Herausforderungen und so erinnerte ich mich an eine alte Leidenschaft. In den 90er-Jahren war ich in Schottland in Urlaub und fühlte mich dort von den keltischen Laces und Patterns tief in der Seele berührt. Manch einer würde sagen: "Na? Früher schon mal dort gelebt?" Ich war ganz hibbelig nach Literatur dazu, nach Zeichnungen, nach allem, was diese Knots and Laces darstellte.
Ich habe Romane verschlungen, die in der Zeit spielen, als die Mönche von Iona das Book of Kells geheim hielten, das heute in der Bibliothek des Trinity College in Dublin Seite für Seite - geschützt in einem klimatisierten Glaskasten - für Touristen umgeblättert wird. Diese spezielle Zeichenkunst hat mich derzeit so sehr fasziniert, dass ich nach Anleitungen suchte, wie man keltische Laces zeichnen kann. Es war die Zeit kurz vor Anschaffung meines PCs, als ich noch mit Breitbandfeder und Tusche ans Werk ging oder sogar Wände mit keltischen Laces verzierte. Es dauerte nicht lange, da wurde ich fündig. Es gab sie, solche Anleitungen. Ich kaufte sie fast wie in einem Rausch und saß in Folge Abend für Abend am Schreibtisch und übte, bis ich es einigermaßen konnte. Eines der schönsten Exemplare, das ich zeichnete, war ein keltisches Kreuz, das noch heute gerahmt in meiner Wohnung hängt.


Ich war wie im Fieber, zeichnete und entwickelte Ideen zur Wohnungsgestaltung. So malte ich eines Tages - ganz zur Überraschung meines Mannes, der in der Zeit mit seiner Bande auf Klassenfahrt war - eine Bordüre auf die Wand unseres kleinen Lesezimmers. Er war begeistert, obwohl ich selbst ein ganz maues Gefühl dabei hatte. Würde er die Bordüre mögen? Schließlich hatte er die Wand tapeziert und gestrichen und wir hatten uns nicht darüber abgesprochen. Was, wenn mir ein Fehler passierte? Doch ich blieb ganz ruhig bei meinem Werk und so sah es nachher aus:

Josephine Knot
Der PC forderte dann Ende der 90er-Jahre meine ganze Zeit. Ich entdeckte Gestaltungsmöglichkeiten ohne Ende, setzte mich mit dem Bau von Homepages auseinander, schrieb, fotografierte, arbeitete viel mit digitalen Mitteln und vergaß die Laces und Knots.
Doch heute kommt nun alles wieder zusammen. So etwas finde ich immer hochinteressant, wenn man in sein nicht mehr ganz junges Leben zurückschaut. Wie sich da Strömungen entwickeln, verlieren, wieder auftauchen und nun sogar zusammenfließen. Hier nun ein solcher Zusammenfluss. Darin steckt der PC (Bloggen), die Knots and Laces (im Muster) und das Stricken. In der Probe steckt übrigens ein Fehler. Ob Ihr ihn entdeckt? Die Profis mit Sicherheit!

Im Original ist die Probe kamelhaarfarben, doch kommt das Muster so deutlicher heraus.
Gestern griff ich nach langer Zeit mal wieder nach dem Buch Stricken mit Wikingermustern (Blick in die englische Version bei Anklicken) von Elsebeth Lavold, das ich schon seit vielen Jahren im Regal stehen habe und suchte mir etwas Anspruchsvolleres für einen neuen Schal aus. Obige Maschenprobe ist aus weichem Merinogarn gestrickt, doch liebäugele ich mit einem Organic Yarn von Rico, das ich neulich im Wollgeschäft in meinem Städtchen im Sonderangebot entdeckte. Ich hoffe, es hat nicht schon jemand gekauft. So möchte ich mir nun noch einen Musterschal stricken, denn das lässt sich leichter nebenbei machen als die Hisdal-Jacke, die ja nur langsam wächst. Drückt mir mal die Daumen, dass das Garn noch nicht verkauft ist und dass es reichen wird.