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Montag, 7. Dezember 2015

Prêt-à-porter - fertig zum Tragen

Ich kann sie heute gut brauchen. Nieselwetter, fröstelnde Hände auch drinnen, Gemütlichkeit ist gefragt. Das Puschelige an den Händen macht warm. Hach!




Anleitung:  

Material und Verbrauch:

Es reicht ein Knäuel 50 g Austermann IRISH TWEED, Farbe 0003,
dazu ein Rest grauweiß-meliertes Sockengarn

Strumpfstricknadeln Nr. 5

36 M anschlagen und 3 Rd. im Perlmuster stricken. Nach jeweils 12 Runden am Ende der 1. und 3. Nadel 2x2 M zusammenstricken. Über die restlichen 32 Maschen noch 30 Runden glatt rechts stricken, dann den Fellrand stricken.

Den Fellrand habe ich mit 6 Reihen glatt rechts angestrickt. Die Fellfasern werden anschließend mit einer feinen Stricknadel vorsichtig herausgezogen, so dass man die Maschenstruktur nicht mehr sieht.
Das Fellgarn gibt es z.  B. als Lana Gatto EBANO in mehreren Naturtönen.

Für das Ausschmücken zwei Strickschnüre mit der Strickliesel (4 Maschen) oder auf zwei Strumpfstricknadeln stricken, Länge ca. 10 cm. Wie auf dem Foto erkennbar aufnähen.

Fotos anklicken zur Vergrößerung!

Kreatives Hirn will spielen - Schlange in Bewegung

Die nächste Armstulpe ist fertig. Ich spiele herum mit Gestaltungsmöglichkeiten. Meine Strickliesel kommt mal wieder zum Einsatz. Zuerst entsteht eine aufgerollte Schlange. Ihr Kopf (ein kleines Knöpfchen mit roter Schleife) ruht in der Mitte. Als ich die zweite Schlange aufnähen will, streikt mein kreatives Ich. Warum zweimal dasselbe? Die Schlange kann sich ja auch fortbewegen. Ich stecke sie also anders auf ... das Festnähen ist dann nur noch ein kleine Aufgabe.


Auch das Knöpfchen mit Schleife wird wieder an den Anfang kommen.
Ein Bild der fertigen Stulpen gibt es in Kürze.

Samstag, 7. Januar 2012

Nochmal das Schuldeckchen

Heute habe ich nach dem Kauf von Walkstoff in Petrol am gestrigen Strickabend im Städtchen denselben unter das Strickdeckchen geklebt (mit Klebevlies) und anschließdend zur Sicherheit nochmal ein paar Runden zusammengenäht. Dabei habe ich den Rand ein Stück überstehen lassen, denn das Petrol passt so schön zum Deckchen. Nun wellt sich nichts mehr:


Mit meiner schönen bunten Lieblingsteetasse würde ich es fast gern behalten ...


Okay, die Runden sind nicht perfekt genäht, ist aber wurscht, denn es ist ja die Unterseite.

Am Montag lasse ich dann die Kinder, die immer so fleißig gestricklieselt haben, um den runden Korbtisch kommen. Dann gibt es ein TÄRÄÄÄÄÄ und ich werde das Deckchen aus einem Versteck hervorzaubern. Na, das wird eine Freude!

Mittwoch, 4. Januar 2012

Fertig!

Mein erstes fertiges Projekt im neuen Jahr - ich bin froh, denn dieses Kinderprojekt, das ich ja nur zusammenzunähen hatte, lag schon so lange in meinem Büro herum. Immer wieder habe ich es vor mir hergeschoben, nun habe ich es endlich zusammengenäht. Mehr soll nicht dran - außer, die Kinder bringen mir nach den Ferien noch ein neues Stückchen mit, was sie in den Ferien gestrickselt haben. Dann werde ich nur noch einen Stoff auf die Rückseite nähen, damit es schön flach bleibt. Hier ist es nun:


Nach den Ferien, wenn es auf dem Korbtisch in der Klasse liegt, gibt es noch ein Foto davon.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Schwerter zu Pflugscharen oder Pistolen zu Stricklieseln?

Hier eine lebendige Diskussion um eine einmalig(e) (bscheuerte?) Erfindung. Ich werde in Kürze von meinen weiteren Erfahrungen berichten ... Kinder kommen zu Wort! (siehe Kommentare bei Tichiro ...).

Donnerstag, 27. Mai 2010

Hommage an Marian

... weil sie mir eine sooo große Freude gemacht hat ...

Stricklieseln - wieder Thema ...

Weil gerade eine Leserin aus Australien mein Posting zum Thema STRICKLIESEL kommentiert hat, möchte ich ihren Kommentar für andere Leser, die sich für die netten alten Dämchen aus Holz interessieren - leicht bereinigt - hierher kopieren. Ihr Weblog möchte ich allen Interessierten wärmstens ans Herz legen. Unglaublich, was sie dort alles zusammengetragen hat! Hut ab!!!
Ich bin eben für fast zwei Stunden dort versunken und war für niemanden mehr ansprechbar. Hier ihr Kommentar:

Hallo, ich bin Australierin und ich habe gerade deinen Blog gefunden. Ich bin immer auf der Suche im Internet nach allem, was mit Stricklieseln zu tun hat. Ich bin Sammlerin und habe ein Blog - http://spoolknitter.blogspot.com. Hast du die Bücher über Stricklieseln von Editha Fischer gesehen? Sie ist Deutsche wie du. Ich habe mit ihr gesprochen, eine wunderbare Dame. Bisher hat sie acht Bücher über Stricklieseln geschrieben und arbeitet am neunten. Und sie hat auch viele andere Bücher über Wasserfahrzeuge (Anm. ??? Editha Fischer schrieb viele Bücher über Kunststricken und alte Stricktechniken, wie ich inzwischen hier eruiert habe) geschrieben – suche nach Editha Fischer im Internet. Du kannst auch auf die Website einer französischen Sammlerin - Christine Painsonneau Look – gehen: http://tricotinnette.canalblog.com/ - sie ist auch im französischen Fernsehen gekommen und es gibt auch einen Link dazu. Ich verwalte zwei Gruppen im Internet - Flickr und Yahoo Spool Knitter Spoolknitter. Es war schön, deinen Beitrag über deine Stricklieseln zu lesen.
Vielen Dank! Best wishes, Marian

Samstag, 4. Juli 2009

Dritter Ferientag mit Himbeergeschmack und Vermählungsanzeige

Das Eisdielentreffen gestern Abend war etwas müde. Ein Gewitter hing in der Luft und verzog sich wieder. Wir waren nur sechs Strickerinnen und genadelt haben nur vier davon. Das Schützenfest tobte etwas weiter weg, doch war die Eisdiele gut besucht. Der italienische Inhaber hatte die raumhohen Scheiben zur Straße geöffnet und wir saßen direkt hinter der Öffnung. Draußen standen Tische und Stühle. Die Gäste wechselten in schneller Folge, nur wir hatten Sitzfleisch. "Was ist das denn hier? Ein Stricktreff?", fragte der eine oder andere Gast durch die Öffnung nach drinnen. Man fand es wohl merkwürdig, dass jemand auf die Idee kommen kann, im Sommer bei dieser Hitze zu stricken.
Eine Teilnehmerin hatte einen kleinen Schatz mitgebracht, nämlich ein Tütchen Restbänder aus der Bänderei Kafka in Wuppertal, in der sie gewesen war. Das muss man sich einfach anschauen! Dazu hatte sie noch das Buch "Bänder und Etiketten" mit vielen Ideen mitgebracht, was man mit solchen Bändern alles gestalten kann. Traumhaft schön!

Im Internet fand ich auch folgenden Tipp:

... wenn man sie anruft, schickt sie einem einen Beutel mit Mustern (Bortenstückchen und Aufnäher, die man auch schon gut verarbeiten kann), zudem bekommt man eine Preisliste. Man bestellt per Telefon oder Fax und bekommt in wenigen Tagen das Bestellte.
Tel.:0202/602744


Ich strickte in der Eisdiele fleißig an meinem Dreiecktuch, doch wusste ich noch nicht, dass jede gestrickte Masche wieder aufgeribbelt werden würde. Zuhause hielt ich das gestrickte Stück mal an ein Dreiecktuch aus meinem Schrank und fand, dass das NORO-Tuch viel zu schnell viel zu breit wurde. Doch vor einer Entscheidung legte ich mich erstmal schlafen.
Heute Morgen folgte nach dem Morgenspaziergang durchs Feld der schnelle Entschluss: Mr. Ribbel wurde zu einer kurzen und schmerzlosen Aktion eingeladen. Doch vorher begann ich mit dem zweiten Knäuel einen neuen Versuch, bei dem ich die Zunahmen nur in jeder zweiten Reihe vornahm. Hier der Vergleich:


Übrigens wird dies ein wertvolles Tuch (der Preis für ein Knäuel betrug fast 20 Teuro und zwei werde ich bestimmt brauchen), daher soll es mir auch in jeder Hinsicht nachher gefallen und die breite Form gefiel mir ganz und gar nicht!
Schon am Nachmittag war das Tuch wieder recht groß geworden. Zwischendurch habe ich 12 Himbeermuffins gebacken. So gab es Muffins zum Kaffee und die Ribbelei war vergessen.


Ich legte es auch unserem kleinen Faun Sansorius vor, der mitten im Garten ein kleines Blumeninselchen sein eigen nennt. Ich gebe zu, er schaut etwas nachdenklich ...
Nein, Sansorius, das Tuch ist nicht für dich, auch wenn es momentan gerade die passende Größe hat.


Die Art der Zunahme bei diesem Tuch wiederholt sich alle vier Reihen. Daher lege ich mir "Zählsteine" dazu, die ich nach jeder Reihe auf dem Tisch umlege. Man kann nämlich wegen des Netzmusters nicht genau erkennen, wann man die Zunahme durchgeführt hat und kommt dann leicht durcheinander, wenn man die Arbeit aus der Hand legt.
Hier noch einmal das Tuch unter einem Lavendelbusch:

Es macht so fröhlich mit seinen schönen Farbverläufen! Und es fühlt sich jetzt schon angenehm auf der Haut an ... eine schöne Bereicherung als Stola zu elegant-schwarzer Garderobe an warmen Sommerabenden!
Und hier zum Schluss noch eine freudige Mitteilung:
Meine Strickliesel gibt ihre Vermählung bekannt. Der glückliche Auserwählte ist Herr Strick-Huber, der Korrekte, der nach den Ferien meinen Süßen beim Schlauchstricken behilflich sein will:

Montag, 29. Juni 2009

Kurzbericht vom Tage

Ich komme morgens in meine Klasse, ein paar Kinder sind schon da. Das angefangene Strickdeckchen lege ich auf den runden Korbtisch in der Mitte. Es zieht die Kinder an wie ein Magnet:
"Was ist das denn?"
Ich erzähle, was ich mit ihnen demnächst vorhabe - besonders die anwesenden Jungen lauschen aufmerksam, einer erzählt gar, er habe so ein "Ding" zuhause und wisse gar nicht, wie das geht.
Ein anderer folgt mir auf dem Fuße, als ich mit Strickliesel bewaffnet zum Schulhof strebe, wo ich heute Aufsicht habe.
Ich setze mich auf einen Baumstumpf und beginne zu nadeln.
Er stellt sich neben mich und "will auch mal".
So halte ich mit der linken Hand und um den Zeigefinger gewickeltem Faden die Strickliesel - das gute alte Stück - und er zieht den Faden über die Häkchen. Anfangs rutscht ihm dabei der ganze Schlauch noch ab und zu von denselben, doch bald hat er den Trick mit der rechten sichernden Zeigefingerspitze raus und es geht flotter voran.
Drei Mädchen aus einer mir fremden Klasse (auf dem Pausenhof laufen sicher 20 Klassen herum) schauen nicht lange interessiert zu und wollen auch mal.
Sie dürfen, machen es aber nicht besser als der Junge.
Und bei all dem kamen meine eigenen Stricklieseleien wieder in der Erinnerung hoch und fühlten sich so frisch an, als wäre es erst gestern gewesen - dieses Gefühl ... anheben, rüberziehen, loslassen - eine geniale Wirkerei!
Es macht riesigen Spaß und scheint wohl sehr anzustecken.
Gerade muss ich lächeln bei dem Gedanken daran, dass demnächst vielleicht die Springseilchen in der Klasse liegen bleiben und meine Klasse die anderen Kinder mit einem neuen Virus ansteckt, dem Lisulus obretio patentus.
Retro ist in und macht sich breit ...