Samstag, 27. November 2010

Alle Jahre wieder ...

... kommt der Atzventzkrantz ...
;-)

2009 hatte ich sie gestrickt, die Minisöckchen ... einen Sommer und einen Herbst lang. Es waren 17 Söckchen für 17 Kinder. 24 habe ich erst gar nicht gestrickt, denn die Schultage zwischen 1. und 24. Dezember sind eh nicht 24. Doch musste ich dieses Jahr noch eins dazu stricken, denn wir sind 18 geworden. Nette Mütter haben Inhalt besorgt und hineingewichtelt, während ich mit den Kindern in einem anderen Raum bastelte. Das war ein Strahlen, als sie zurück in ihren Klassenraum kamen ...

Herzlich willkommen ...

... liebe Irisine! Bin gleich in Dein Weblog gestolpert und dort lange herumspaziert. Irisierend wirkte er auf mich ... die vielen leuchtenden Farben, die Fair-Isle-Muster, die Mütze mit den Kraus-rechts-Rippen. Ich mag gern öfter reinschauen und habe daher Dein Blog in mein Feed aufgenommen. Na denn auf fröhlichen Austausch!

Ein Ratzfatz-Schulterwärmer für Ma



Ein Schulterwärmer aus MURANO von Austermann

Mit dem angegebenen Garn strickt sich das Teil sehr angenehm und entspannend und wird wunderbar weich und wärmend. Außerdem hat man das Teil in sehr kurzer Zeit fertig.

Man braucht nur 1 Knäuel (= 150 g) der oben angegebenen Garnqualität (Farbe Nr. 32).

Donnerstag, 25. November 2010

Was der Spieltrieb so mit einem treibt ...

... ja, was der so mit einem treibt ... tz tz ... fz fz ... faz faz ... F.A.Z. ... schöne Werbung gemacht für die F.A.Z ... ja, wieso denn das? Ganz einfach ... man gebe mal Ausschnitte ein und desselben Textes von sich selbst ein, lasse analysieren ... nix dahinter! Es kommt immer was anderes heraus. Ha haaaa ...
Immerhin erscheint bei Eingabe genau desselben Wortlautes immer derselbe Autor.
Schön cleveres Spielchen! Die Leser müssen es dann bezahlen ... den Onlineauftritt, die Entwicklung der PR und alles, was daran hängt.
Und jetzt machen wir es mal wie im Fernsehen:
Der deutsche Zeitschriftenmarkt bietet viele Blättchen an: DIE WELT, Der Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung ... tschüüüüüss und gute Nacht ......... *laaaaach*

Ich hab's wissen wollen ...


... und daher Buchstabenwolle zu neuem Satzgarn versponnen und daraus einen Textpullover gestrickt.
So verfasste ich bei dem Gedanken an das morgendliche Aufstehen, das nach der gleich beginnenden Nacht ja wieder ansteht, folgenden Text (ein ganz kleines Bisschen Wahrheit ist dran - manchmal):

aufstehen ... das linke bein schmerzt - hinlegen ... wieder hinleeegen! - aber nicht doch! da kommt die erinnerung - die erinnerung an die tage, an denen du liegen geblieben bist und in schwere erstarrtest. nein. nicht wieder. aufstehen! gib dir einen stoß!
es ist eben diese erinnerung, die dir von hinten in den rücken tritt und dich nach vorne bringt.
der erste blick in den spiegel. verschmiertes makeup. finster schaut dich ein bleiches rund fragend an: warum stehst du hier?
langsam hebt sich ein betonschwerer sack von deinen schultern, als dein blick auf den duschkopf fällt ... aaah! regenwaldwarmwasser erwartet dich und deine haut. das macht beweglich.
dein körper huscht durch eine unsichtbare tür. immerhin. du hast es noch immer geschafft, sie glasklar zu halten.
ein knopfdruck, den duschkopf meiden. das wasser rauscht eisig gen tasse, wo es schreck bringend deine füße umspült. du ersehnst die ansteigende wärme und ... aaaaaah ... dein ganzer körper gleitet hinüber in den tropfenschwarm, der dich verwöhnend umhüllt.
augen zu. kopf schütteln. ewig könntest du im regen stehen ...

Nein, so schlimm ist es wirklich nicht. Obwohl es Tage gibt, an denen ich ähnlich fühle. Wie gesagt - manchmal ... aber dass ein mir nach der Textanalyse genannter weltberühmter Autor eben so schreiben soll, hat mich ein wenig gewundert.

Hier ein Zitat


HOFMARSCHALL VON KALB (den PRÄSIDENTEN umarmend). Ah guten Morgen, mein Bester! Wie geruht? Wie geschlafen? - Sie verzeihen doch, dass ich so spät das Vergnügen habe - dringende Geschäfte - der Küchenzettel - Visitenbilletts - das Arrangement der Partien auf die heutige Schlittenfahrt - Ah - und denn musst ich ja auch bei dem Lever zugegen sein, und Seiner Durchleucht das Wetter verkündigen.PRÄSIDENT. Ja, Marschall. Da haben Sie freilich nicht abkommen können.HOFMARSCHALL. Obendrein hat mich ein Schelm von Schneider noch sitzen lassen.PRÄSIDENT. Und doch fix und fertig?HOFMARSCHALL. Das ist noch nicht alles. - Ein Malheur jagt heut das andere. Hören Sie nur.PRÄSIDENT (zerstreut). Ist das möglich?HOFMARSCHALL. Hören Sie nur. Ich steige kaum aus dem Wagen, so werden die Hengste scheu, stampfen und schlagen aus, dass mir - ich bitte Sie! - der Gassenkot über und über an die Beinkleider sprützt. Was anzufangen? Setzen Sie sich um Gottes willen in meine Lage, Baron. Da stand ich. Spät war es. Eine Tagreise ist es - und in dem Aufzug vor Seine Durchleucht! Gott der Gerechte! - Was fällt mir bei? Ich fingiere eine Ohnmacht. Man bringt mich über Hals und Kopf in die Kutsche. Ich in voller Karriere nach Haus - wechsle die Kleider - fahre zurück - Was sagen Sie? - und bin noch der erste in der Antichambre - Was denken Sie?PRÄSIDENT. Ein herrliches Impromptu des menschlichen Witzes - Doch das beiseite, Kalb - Sie sprachen also schon mit dem Herzog?HOFMARSCHALL (wichtig). Zwanzig Minuten und eine halbe.


Na? Parallelen erkannt?
Okay: kurze Sätze, viele Gedankenstriche - die Kriterien der Textanalyse scheinen auf. Testqualität: oberflächlich, wenig differenziert. Ja, wie soll so ein PC-Progrämmchen auch Stil-Feinheiten oder gar inhaltliche Komponenten erfassen? Gut, der Anspruch kann auch nicht gestellt werden, schließlich ging es um SchreibSTIL!
Ansonsten lebe das frei denkende menschliche Gehirn! Es wird wohl in Sprachangelegenheiten unerreichbar bleiben ... und unerreichbar ist auch die Einzigartigkeit jedes menschlichen Geistes.

Sonst noch was?
Ah ja ... die Auflösung ...


Obiges Zitat stammt aus KABALE UND LIEBE (1. Akt, 6. Szene) - geschrieben von:

Friedrich Schiller

Wem ich heute dieses interessante Spielchen zu verdanken habe? Schade ... ich find's nicht mehr wieder. Ich habe es entdeckt beim feierabendlichen Blogrundgang. Nur bei wem??? Die Blogwelt ist einfach zu groß ...

Das hat mich neugierig gemacht ...

Johann Wolfgang von Goethe

... und wie der schreibt, wollt Ihr wissen? Ich hatte folgenden Text zum heutigen Tagesthema geschrieben:

Heute gab es zum ersten Mal Schnee. Es hat in dicken Flocken geschneit, was sehr schön aussah. Ja, was ist denn eigentlich schön daran? Erinnert es uns an die himmlische Langsamkeit, aus der wir gefallen sind?

An diese paradiesische Ruhe, die der Schnee hinterlässt, wenn der Himmel wieder klar ist und es so richtig knackig kalt wird?

Auch wird alles so frisch und reinlich, dass man den Boden kaum betreten mag und in engelsgleiche Gefühle gleitet. Es muss eine Erinnerung sein an unseren Urzustand in der göttlichen Einheit, in der es keine Kontraste gibt, in der alles licht ist, in der alles Licht ist.

Warum nur haben wir diese Sphäre verlassen und uns für das kontrastreiche Erdenleben entschieden?

Hat uns eine große Langeweile gestoßen, war sie der Motor unseres Strebens nach Gegensätzen, nach Farbe, Muster, Werden und Vergehen? Würden wir ein irdisches Dasein ertragen, in dem alles nur weiß ist und uns selig erfüllt? Oder würden wir uns sehnen nach Streit, nach Veränderung, nach Tod und Teufel?

So dürfen wir uns doch in jedem Frühjahr wieder freuen, wenn aus dem letzten Schnee die Welt neu ersteht und uns mit ihren leuchtenden Farben nährt ...

Na denn ...
bin überzeugt, dass wir auch anders können, gelle?

Nachschlag - engler daler ned i skjul

Engel schweben im Verborgenen nieder ... es passt besonders in diese Jahreszeit, wird aber übers Jahr nicht abgenommen, denn Engel gibt es immer und überall.
Euch BlogleserInnen wünsche ich nun viele gute Engel, die Euch heimlich beschützen und fördern und dazu einen lichten 1. Advent!

Kreuzstichbilder

Neulich habe ich hier von meinen Stickbildern gesprochen, einer Handarbeit, die mir keinen Spaß mehr macht. Ich finde es einfach zu wenig kreativ, Vorlagen nachzusticken. Außerdem braucht man extrem gutes Licht und muss immer sehr genau hinschauen. Daher zeige ich hier mal die Arbeiten, die ich früher gemacht habe und die ich noch an verschiedenen Wänden hängen habe:

Diese erste Arbeit, die eigentlich aus drei Bildern besteht, hatte ich in den 70er-Jahren in der holländischen Zeitschrift ARIADNE entdeckt und habe mich damals zum ersten Mal an eine Kreuzsticharbeit gewagt, die ein Motiv zum Nachsticken zeigt. In der Schule hatte ich in der Unterstufe schon ein Deckchen am Rand mit einer einfarbigen Kreuzstichbordüre bestickt und mithilfe eines Spiegels die Ecken konstruiert. Dieses Deckchen bekam meine Oma geschenkt. Ich war damals sehr stolz drauf, begann aber mit Bildmotiven dann erst während des Studiums. Bei dieser ersten Stickarbeit nach Vorlage habe ich allerdings einen Kardinalfehler gemacht. Weil ich noch keine Erfahrung hatte, stickte ich mit dem ganzen sechsteiligen Faden, statt ihn in drei Teile zu teilen, wie es vorgeschrieben war. So wurde das Ergebnis sehr dicht und dick. Als ich es merkte, hatte ich allerdings schon so viel gestickt, dass ich es dann so durchhielt.
Die drei Windmühlen hingen viele Jahre getrennt in drei Rahmen an der Wand. Als wir vor 5 Jahren ins eigene Haus zogen, wurden sie geschickt mit einem Rahmen zusammengefasst.


Diese friesischen Türen hatten es mir zu einer Zeit sehr angetan, als ich oft in Friesland war. Sie gefallen mir noch immer. Gestickt sind sie aus dem einfädigen Dansk Blomstergarn.


Auch die Gänse sind aus dem gleichen Garn gestickt. Sie zieren unsere Schlafzimmerwand und schnattern mich morgens lautstark aus dem Schlaf (sooo'n Quaaaaak!). À propos Schlafzimmer ... da muss ich noch etwas fotografieren, was ich auch gestickt habe. Die Engelchen haben sich doch glatt in meinen Gehirnwindungen versteckt. Gibt dann einen neuen Post ...




Dieses lange Stück, das hoch oben über der zweiflügeligen Wohnzimmertür hängt (daher die Verzerrung), war eine Überraschung für meinen Mann, der derzeit an einer Modelleisenbahnanlage bastelte. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich mittags in der Schule immer noch etwas länger warten musste, weil wir mit nur einem Auto zusammen zur Arbeit fuhren (lange vorbei, diese Zeit!). Weil mein Mann oft später Schluss hatte als ich, lag die Stickarbeit unter meinem Pult versteckt und ich musste gut aufpassen, dass er es nicht sah, denn er kam mittags immer ins Klassenzimmer, wenn er von der Schule kam um mich abzuholen. Ich schaffte von Herbst bis Weihnachten auch nur die Lokomotive, die ich ihm im Stoff aufgerollt unter den Christbaum legte. Ab da konnte ich die Waggons dann offen sticken und von da an ging es viel schneller voran.
Er hat sich wahnsinnig drüber gefreut ... seine Eisenbahnanlage hat dieses Haus hier nicht mehr zu sehen bekommen ... sie war schon vorher verebayert.

Das Mustertuch hat zu unserem Häusle eine ganz besondere Beziehung. Ich stickte es in dem Jahr, das ich auch auf dem Mustertuch verewigt habe: 1990. Lange Zeit hing es in dem vorherigen Mietshaus in einem Raum im oberen Stockwerk, wo nur wir es sehen konnten. Als wir dann 2005 umzogen, kam es ins Esszimmer - mittenmang auf die Schornsteinwand - für alle sichtbar.
Eines Tages war eine Kollegin mit mir zum Mittagessen nach Hause gekommen. Sie fragte nach dem Baujahr des Hauses - was meint Ihr? Jo ... 1990!
Es war auch der Tag, an dem mein Mann bei jenem Essen ganz plötzlich den Zusammenhang zwischen Baujahr des Hauses und Fertigstellungsjahr des Mustertuchs erkannte. Potzblitz! Ich hatte es für unser eigenes Häusle gestickt - für das Haus, das uns entdeckt hat, als wir aufhörten, nach ihm zu suchen. Es hatte übrigens 15 Jahre lang - von uns völlig unbemerkt und unbeachtet - am Wege gestanden, den wir schon seit 1979 als unseren täglichen Weg zur Arbeit bezeichnen. Wow! Eine ganz eigene Geschichte ... wie man ein Haus bekommt, gerade, wenn man es braucht ...



Von diesem Elefantenkissen hatte ich im Blog schon einmal berichtet. Zitat:
Meine nette Nachbarin hat mir neulich ein Stickbild fertig gestellt, das bei mir jahrelang als UFO (Un-Fertiges Objekt) von Schublade zu Schublade flog. Wohin nun mit dem schönen Stück? Alle Wände sind vollgehängt mit Bildern, Kreuzsticharbeiten und anderen Dingen. So kam ich auf die Idee, es in eine Kissenhülle einzuarbeiten. Den Stoff dazu habe ich mir heute besorgt.
Dieses Kissen beendete damals meine Kreuzstichära. Ganz plötzlich machte es mir keinen Spaß mehr. Mein ganzes Stickgarn habe ich der Nachbarin für ihre Kreuzsticharbeitren vererbt. Sie stickt leidenschaftlich gern und wandert mit ihren tollen Werken von Kreativmesse zu Kreativmesse. C. M. sei Dank ... sonst würden die Elefanten noch immer in der Schublade schlafen. So dürfen wir wenigstens ab und an mal auf ihnen sitzen ... ;-)

Es gab dann noch diverse Stickarbeiten, die inzwischen verschwunden sind - weggeworfen oder auch verschenkt. Neues wird es vermutlich nicht mehr geben.

Herzlich begrüßen ...

... als neue Leserin möchte ich Frau Wollfrosch. Ich war gleich auf Gegenbesuch und bin begeistert von dieser "schrägen" und farbenfrohen Strickerei. Die Wollfroschseite ist gleich im Feed gelandet ... da werde ich mich sicher öfter mal tummeln!

Mittwoch, 24. November 2010

Advents- und Weihnachtsmusik

Meinen kleinen Musicplayer habe ich heute neu bestückt, da ja nächsten Sonntag der erste Advent ins Haus steht. Meine Güte ... vorhin sagte mein Schatz: "Als du im Januar ins Krankenhaus gekommen bist, hat es geschneit, als du herauskamst, noch immer und heute, wo du immer noch zum Reha-Sport gehst, schneit es schon wieder ..." Ja, die Zeit rennt und rennt ... und schon wird es wieder Weihnachten. Letztes Jahr um diese Zeit war ich in sehr negativem Stress, ärgerte mich über schulische Pflichtaufgaben, die absolut überflüssig waren, wie sich kurze Zeit später bestätigte. Meine Kraft war aufgebraucht, ich bekam eine Grippe, als meine Süßen gerade so weit waren, unser kleines Theaterstückchen vorzuführen ... schwupps, war die Lehrerin weg! So ging es schon krank in die Weihnachtsferien und nach der Grippe, die mich noch mehr Kraft kostete, wurde mein Bein dicker und dicker und brachte mich dann mit dem Kompartmentsyndrom ins Krankenhaus, wo es nur durch einen Längsschnitt gerettet werden konnte.
Heute bin ich dankbar, welches Glück im Unglück ich gehabt habe, dass ich nun wieder fast normal laufen, in die Hocke gehen und mich hinknien kann. Daran hatte ich lange Zeit gezweifelt.
Was ich noch vergessen habe:
Dieses Jahr dürfen meine Schätzchen, die jetzt im 3. Schuljahr sind, als Luziabräute und Plätzchenwichtel ins 1. Schuljahr gehen und den Kindern Licht und Gaben bringen. Darauf freue ich mich auch selbst wie ein Kind, denn es ist so wunderbar heimelig und fast mystisch. Vor drei Jahren sah das so aus:


Es wird sicher wieder sehr schön werden. Morgen küren wir unsere Luziabraut ... ich bin schon so gespannt, wen sie wählen werden ...
Und jetzt zuhören und Gänsehaut bekommen ... deilig er jorden ... herrlich ist die Erde!

WIPs - Works in Progress - Angefangenes

Wenn hier nichts geschrieben wird, heißt das noch lange nicht, dass nichts gestrickt wird. Obwohl ... momentan ist alles, was ich stricke, nebenbei strickbar. Nichts Anstrengendes, nichts, was höchste Konzentration erfordert. Gestrickt wird im Auto als Beifahrerin, beim Frühstück zur letzten Tasse Tee, beim Nachmittagstee, in der Lehrerzimmerpause ... in jeglicher Warteschleife sowieso.
Hier eine kleine Zusammenschau:


Viel Zeit übrig ist nicht, denn die Vorweihnachtszeit in der Schule läuft auf Hochtouren. Gestern Nachmittag lag mir ein altes Plätzchenbackrezept noch auf dem Magen, das fürs schulische Plätzchenbacken so schön einfach ist. Ich fand es einfach nicht. Dann abends Elternstammtisch ... sagt eine Mutter: "Der Herr L. [Schülervater], der hat doch in K. eine Bäckerei. Er hat gemeint, wir könnten doch bei ihm backen ..." Meine Seele juchzte sofort auf: Kein Einkauf von kiloweise Mehl, Zucker, Butter ... keine Organisation von Waage, Schüsseln, Rührgerät etc.! Und Und trotzdem machte es viel Arbeit:
Nach einem Bus fragen, Preis ermitteln, Elternbrief schreiben, Zeitung zur Berichterstattung kontaktieren, mit dem Bäcker genaue Modalitäten absprechen etc. pp.. Und wann hat Frau L'in mal wieder Feierabend? JETZT (23:23)!
Bin um 7:15 in der Schule gewesen, Unterricht, Hausaufgaben nachsehen, Vorbereitungen für den nächsten Tag, Dekotag am Freitag vorbereiten (Papier schneiden, Bastelideen für Kinder verständlich als Stationenmaterial zusammenstellen), Bäckereiausflug organisieren, Mails an Kolleginnen schicken mit wichtigen Informationen, Schulhomepage mit aktuellen Fotos und Nachrichten bestücken, REHA-Sport auch noch zwischendurch. Mittags gab es ein Butterbrot mit Fisch, abends eins mit Käse.
Und so geht das derzeit Tag für Tag ...
Das war kein Gejammer, denn am Sonntag hat mir meine liebe Mutter am Telefon erzählt, was sie in der Kriegszeit alles erlebt hat. Und wenn man da mal genau zuhört, kann man für sein heutiges Leben nur dankbar sein (so, wie sie es war, weil sie zwei Stunden lang mal ganz in Ruhe davon erzählen konnte).

An dieser Stelle - wenn auch nur kurz - mal ein ganz lieber Gruß an TV, von der ich weiß, dass sie hier immer wieder mal reinschaut.
Du siehst, mir geht es gut ... nur das Telefon mag mich gerade mal nicht, weil ich ständig auf dem Sprung bin.
Und ich bin ziemlich sicher, dass es Dir mit Zeit und Arbeit nicht besser geht. Der nächste Klönschnack muss noch warten ... ;-)

Montag, 22. November 2010

Happy birthday

Heute Morgen ein Blick auf den Kalender: 22.11. ... oh je, beinahe hätte ich es vergessen: Lupo und Ringa haben ja heute ihren 7. Geburtstag!


Schnell lud ich sie ein, mit uns an den Frühstückstisch zu kommen:


Ich glaube, ich hatte es noch gar nicht erwähnt: Die kleine Ringa hat dieses Jahr von mir ein neues Kleidchen genäht bekommen. Sie trägt es mit sichtbarem Stolz:

Klick mich mal groß - aber nicht an meinem Zauberring drehen!
Wer sich für die Geschichte meiner kleinen Wichtel interessiert, kann hier darüber mehr erfahren.
Ab dem nächsten Sonntag, dem 1. Advent, tragen die beiden wieder ihr Weihnachtszipfelmützchen. Und in der Schule dürfen sie den Kindern in der Adventszeit ihre Geschichte erzählen.

Sonntag, 21. November 2010

Ein paar Veränderungen

Gestern habe ich ein paar Dinge am Blog verändert.
Die Labels habe ich als Cloud anordnen lassen, denn es gefällt mir in dieser Anordnung so gut, dass man sieht, wovon man mehr und wovon man weniger veröffentlicht hat. Die alphabetische Reihenfolge bleibt ja. Außerdem sieht das so schön aufgelockert aus.
Dann habe ich entdeckt, dass man Diashows direkt von einem Fotolink aufrufen lassen kann. Daran werde ich noch tüfteln. Mir schwebt eine thematische Sortierung vor (z. B. Socken, Schals und Tücher, Ministrick etc.).
Den Besucherzähler habe ich ausgetauscht gegen einen, der die tatsächlichen Aufrufe zählt, nicht jeden Einzelklick. Da er von blogger selbst ist, gehe ich mal davon aus, dass die Statistik nun stimmt.
Die Sockenzüglein habe ich entfernt. Die Anzahl gestrickter Sockenpaare ist mir nicht so wichtig und man muss dann ständig einen Waggon austauschen. Das fand ich lästig.
Die anderen Diashows, die aus meiner Website gespeist werden, lasse ich trotzdem stehen. Es war ziemlich aufwändig, sie zusammenzustellen. Sie werde ich aber nicht fortführen.

Samstag, 20. November 2010

Die helle Zeit naht

Habt Ihr auch schon den Advent im Blut? Okay, morgen ist ja erst Totensonntag, aber nächstes Wochenende habe ich weniger Zeit. Deswegen habe ich schon mal unseren Eisenkranz geschmückt und die Weihnachtsmänner zu ihrem "Stammtisch" gebracht. Nun kann das Esszimmer bis zum 1. Advent geschlossen bleiben. Unser Nachbar hat übrigens ein Blumengeschäft. Dort ist dieses Wochenende Adventsausstellung. Warum wohl? Na, nächstes Wochenende wäre es doch zu knapp ...



Freitag, 19. November 2010

Ein tolles Päckchen ...

... und endlich gutes Licht zum Vernähen von Fäden oder zum Verstricken von dunklem Garn:

Diese Lampe durfte ich mir gönnen, weil ich schon seit langer Zeit über die vielen gemütlichen Funzeln im Haus klage, unter denen meine Augen sich so quälen müssen. Nun laufe ich die Treppe mit Lampe rauf und runter. Ist halt ein recht teures Stück ... da muss diese erst mal reichen.

Nicht so gut drauf ... aber vorwärts gekommen

In den letzten drei Tagen war ich dreimal beim Arzt. Grund: Mein Magen spielte verrückt. Nein, keine Infektion, aber unerträgliche Schmerzen, die mir sogar nachts den Schlaf raubten. Diagnose ... Ultraschall ... Abfühlen, Reindrücken, Fragen über Fragen ... hm ... muss Folge von Stress sein. Ja was denn? Schon wieder? Neulich der Hörsturz ... Stress. Jetzt ein nervöser Magen ... Stress. Ja, ich geb's zu ... ich kann Stress nicht mehr gut wegstecken. Merkwürdig. Das beobachte ich seit der Dreifach-OP im Januar. Ich dachte ja, irgendwann ist das mal wieder normal. Nun gibt's Tabletten und drei Tage + Wochenende Ruhe.
Und was macht frau um sich zu entspannen? Aufs Sofa und stricken (aber so, liebe Uschi, wie Du es geschrieben hast, hatte ich es mir nicht gewünscht: "... und auch die nötige Zeit beim Weiterstricken")  ;-)

... so wurde der Babypulli fertig (wie schnell das geht, vor allem im Wartezimmer eines überlaufenen Arztes). Hier der Pulli ohne Inhalt:


Das Höschen ist angeschlagen ...

Dienstag, 16. November 2010

Vorfreude auf den Feierabend

Angestrickt:


Heute Morgen kam das Garn mit der Post. Da jemand zuhause war und das Päckchen entgegennahm, konnte ich zu meinem Tässchen Nachmittagstee schon die ersten Reihen stricken. Sehr angenehmes Baumwollgarn mit 40% Synthetikanteil. In dem Päckchen lag auch ein Katalog der Firma Junghans. Vor vielen Jahren habe ich dort sehr oft Wolle bestellt. Ich muss schon sagen, die haben sich echt gemausert. Es gibt viele nette Anregungen, nicht nur Hausbackenes wie früher. Ich habe mir damals zwar dort Garn bestellt, aber die Modelle fand ich eher uninteressant. Sie sahen tatsächlich so aus, wie man sich Omis Handarbeiten vorstellt. Die Stickabteilung ist für meinen Geschmack etwas verstaubt, Sticken gehört aber auch nicht (mehr!) zu meinen Interessen. Jedem Tierchen sein Plaisierchen.
Junghans veröffentlicht sämtliche Anleitungen hier zum freien Download. Das finde ich genial. Man stöbert online, druckt sich was aus und kann sich die Wolle gleich passend bestellen. Auch verkauft die Firma inzwischen gängige Markengarne wie z. B. Austermann, Lana Grossa, ggh und Gedifra. Für mich war die Junghans-Seite beim Suchen nach einem hübschen Babymodell eine echte Schatzkiste.

Dabei fällt mir ein, ich könnte mal meine Stickwerke aus früheren Jahren hier zeigen ... die Wände hängen voll davon.

Montag, 15. November 2010

Ein besonderer Auftrag

Es war beim letzten Stricktreff, als mich eine Teilnehmerin fragte, ob ich ihr etwas Spezielles stricken würde. Nun, ich müsse erst mal wissen, was ...
Sie kramte ein Zettelchen aus ihrer Tasche und legte es mir auf den Tisch. Darauf war in ein paar einfachen Strichen eine Socke gezeichnet, die sich an der Oberseite öffnen sollte.
"Weißt du, ich brauche für eine spezielle Yoga-Übung ein Paar Socken, aus dem ich vorne meine Zehen herausstrecken kann, damit ich nicht auf dem Fußboden wegrutsche. Gleichzeitig soll die Socke aber sofort nach dieser Übung wieder vorn geschlossen sein, damit meine Füße nicht kalt werden. Kann man das nicht so machen wie diese Marktfrauenhandschuhe?"
Ich wusste, was sie meinte. Hier z. B. gibt es eine wunderbare Anleitung dazu.
Aber etwas störte mich daran. Die "Klappe" würde doch bei der Übung dann immer herunterfallen. Nein, ich musste eine andere Lösung finden. So strickte ich erstmal drauf los und vertraute meiner Vorstellung. Ich würde meinen ersten Anlauf ja wieder aufribbeln können, sollte er nicht gelingen. Doch er gelang auf Anhieb!

Ich zeige die Lösung nun in Bildern:





Die Spitze haftet von selbst an der Sohle. Ich habe es ausprobiert.
Da die Socken nicht für mich sind, habe ich aus hygienischen Gründen dünne Strümpfe darunter angezogen.
Zur Anfertigung:
Nach 90 Runden ab Bündchen habe ich einfach über die 2. und 3. Nadel 5 Reihen Bündchenmuster (re/li) gestrickt und die Maschen dann abgekettelt.
Dann habe ich mit den beiden frei gewordenen Nadeln die gleiche Maschenzahl (13 M pro Nadel) wieder angeschlagen und 5 Reihen Bündchenmuster gestrickt. Dabei habe ich immer am Reihenanfang eine Kantenmasche von der Socke zusammen mit der Randmasche gestrickt, so dass das Bündchen gleich fest an der Socke sitzt. Dadurch liegt nun Bündchen über Bündchen. Nach den 5 Reihen habe ich die Socke wie gewohnt fertig gestrickt.
An der oberen Bündchenkante habe ich anschließend eine Reihe feste Maschen angehäkelt und für die Knopfösen an zwei Stellen 3 LM gehäkelt. Knöpfe annähen (alte Hemdenknöpfchen) - fertig!

Hallo ...

... und herzlich willkommen als neue Leserin, liebe Margret. Ich wünsche Dir viel Freude hier und möge Dich der eine oder andere Eintrag zum Nachmachen animieren.

Samstag, 13. November 2010

Weihnachtliches

Drüben im ARMWARM-Blog gibt's weihnachtlich-winterliche Neuigkeiten.

Hallo ...

... und herzlich willkommen, Konny und Birgit, als Leserinnen in meinem Blog. *handreich*
War gerade auf Gegenbesuch und freue mich über gegenseitige Anregungen.
Besucht mich gern auch hier. Meine neueste Leidenschaft ...

Habe mir heute vorgenommen, alle Nach-hundert-Blogleser persönlich zu begrüßen.
Mal sehen, ob ich dran denke ... so über hundert kann's mit dem Gedächtnis schon mal etwas lückenhaft werden *gg*

Donnerstag, 11. November 2010

Die Würfel sind gefallen ... und ... DANKE!

... die Bekannte wünscht:


Gerade habe ich das Garn bei Junghans-Wolle bestellt und freue mich nun auf das Päckchen.

@ Uschi:
Ganz lieben Dank für Deine netten, persönlichen Kommentare. Ich freue mich, dass Du so positiv bist und wünsche Dir weiterhin gutes Heilfleisch.
Zu Deiner Nachfrage: Wenn mich niemand dran erinnert, habe ich zwei ganz normale Beine. Was an dem operierten Bein geblieben ist, kann man gut aushalten. Ich kann wieder in die Hocke, auf die Knie, merke dann zwar etwas, aber damit lässt sich leben. Bei Kälte allerdings ist der Unterschenkel sehr empfindlich, was ich gerade heute Morgen zu spüren bekam. Wir haben den 11.11. und standen fast zwei Stunden im Schulstädtchen auf dem Marktplatz, um das Kinderprinzenpaar zu wählen. Der kalte Wind strich mir um die Beine. Ich hatte morgens erst gedacht, ich sollte mir wohl Winterstiefel und Stulpen anziehen, fand es dann aber doch ein bisschen albern, da die Sonne schien. Den kalten Wind hatte ich unterschätzt. Dr. Näh-mein-Bein hatte doch Recht gehabt: "Bei Kälte werden Sie voraussichtlich schon mal Schmerzen haben." Und das nicht zu knapp ... hinterher konnte ich - karnevalistisch-fröhlich gestimmt - mich im Lehrerzimmer, das derzeit völlig überheizt ist, schön wieder aufwärmen. Alles okay so!

@ die vielen netten Kommentatorinnen:
Euch allen an dieser Stelle mal einen kollektiven herzlichen Dank! Ich freue mich über jeden Kommentar und Austausch! Manchmal wünschte ich mir eine persönliche Begegnung, doch der Alltag ... Ihr kennt das ja.

Dienstag, 9. November 2010

Babystrick

Ach, wie lange habe ich das nicht mehr gemacht: Babysachen stricken!
Eine Bekannte fragte nach, ob ... aber ja, wie gerne!
Babysachen sind immer so schnell fertig und machen mir richtig Spaß. Wenn also so eine Gelegenheit ins Haus schneit ... immer gerne!
Nun habe ich heute bei Junghans Wolle mal gestöbert und hätte Lust, von diesen Sachen etwas zu machen:













Diese Vorschläge werde ich der Bekannten per Mail schicken. Ich bin gespannt, was sie sich für das kleine Mädchen, das im Januar auf die Welt kommen soll, aussuchen wird. Mein absoluter Favorit: 473/0 ... und Eurer?

Sonntag, 7. November 2010

NORDICA im Set



Heute wurden die Pulswärmer zum Karius NORDICA fertig. Und so schaut es in meinen nordischen Traumwelten aus:


Und dieser Schaufenster-Gesellschaft fehlt doch auch noch was Wärmendes um den Hals, oder? ;-))


Ja, denen schon ... aber ...


Zwei neue Pulswärmer


Mehr dazu auf ARMWARM ...

Dienstag, 2. November 2010