Mittwoch, 24. November 2010

WIPs - Works in Progress - Angefangenes

Wenn hier nichts geschrieben wird, heißt das noch lange nicht, dass nichts gestrickt wird. Obwohl ... momentan ist alles, was ich stricke, nebenbei strickbar. Nichts Anstrengendes, nichts, was höchste Konzentration erfordert. Gestrickt wird im Auto als Beifahrerin, beim Frühstück zur letzten Tasse Tee, beim Nachmittagstee, in der Lehrerzimmerpause ... in jeglicher Warteschleife sowieso.
Hier eine kleine Zusammenschau:


Viel Zeit übrig ist nicht, denn die Vorweihnachtszeit in der Schule läuft auf Hochtouren. Gestern Nachmittag lag mir ein altes Plätzchenbackrezept noch auf dem Magen, das fürs schulische Plätzchenbacken so schön einfach ist. Ich fand es einfach nicht. Dann abends Elternstammtisch ... sagt eine Mutter: "Der Herr L. [Schülervater], der hat doch in K. eine Bäckerei. Er hat gemeint, wir könnten doch bei ihm backen ..." Meine Seele juchzte sofort auf: Kein Einkauf von kiloweise Mehl, Zucker, Butter ... keine Organisation von Waage, Schüsseln, Rührgerät etc.! Und Und trotzdem machte es viel Arbeit:
Nach einem Bus fragen, Preis ermitteln, Elternbrief schreiben, Zeitung zur Berichterstattung kontaktieren, mit dem Bäcker genaue Modalitäten absprechen etc. pp.. Und wann hat Frau L'in mal wieder Feierabend? JETZT (23:23)!
Bin um 7:15 in der Schule gewesen, Unterricht, Hausaufgaben nachsehen, Vorbereitungen für den nächsten Tag, Dekotag am Freitag vorbereiten (Papier schneiden, Bastelideen für Kinder verständlich als Stationenmaterial zusammenstellen), Bäckereiausflug organisieren, Mails an Kolleginnen schicken mit wichtigen Informationen, Schulhomepage mit aktuellen Fotos und Nachrichten bestücken, REHA-Sport auch noch zwischendurch. Mittags gab es ein Butterbrot mit Fisch, abends eins mit Käse.
Und so geht das derzeit Tag für Tag ...
Das war kein Gejammer, denn am Sonntag hat mir meine liebe Mutter am Telefon erzählt, was sie in der Kriegszeit alles erlebt hat. Und wenn man da mal genau zuhört, kann man für sein heutiges Leben nur dankbar sein (so, wie sie es war, weil sie zwei Stunden lang mal ganz in Ruhe davon erzählen konnte).

An dieser Stelle - wenn auch nur kurz - mal ein ganz lieber Gruß an TV, von der ich weiß, dass sie hier immer wieder mal reinschaut.
Du siehst, mir geht es gut ... nur das Telefon mag mich gerade mal nicht, weil ich ständig auf dem Sprung bin.
Und ich bin ziemlich sicher, dass es Dir mit Zeit und Arbeit nicht besser geht. Der nächste Klönschnack muss noch warten ... ;-)

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Mit herzlichem Gruß
ULL-Rike