Sonntag, 2. Oktober 2011

Nichts Besonderes

Hier noch Männes "Arbeitssocken". Er findet sie toll, ich finde sie ... na ja ... ziemlich alltäglich. Ich habe einfach ein paar Reste zusammengesucht und dann ging's los. Um die Ferse herum war's ein von der Färbung her ziemlich wurschteliges Mischmaschgarn. Man sieht an der Stelle die Konzeptlosigkeit, die einfach durch die Garnfärbung entstand.
Die Socken kann er dann gern auch im Garten beim Rasenmähen anziehen, wo die Hacken irgendwann dann mal grün aussehen.


So ... die Sonne scheint. Noch haben wir 12°C (um 9 Uhr), aber heute wird wieder ein toller Spätsommertag. Mal sehen, was wir machen ... raus muss sein!

Samstag, 1. Oktober 2011

Mal wieder Appetit auf Socken

Nach so vielen Mützen durften es mal wieder Socken sein. Nachdem Männe ein Paar recht grauer "Arbeitssocken" bekam, wollte ich ihm noch ein zweites, farbigeres Paar stricken. Da dieses aber doch zu eng für ihn wurde, kann ich sie jetzt tragen. Okay, es war schon abzusehen, als die Ferse fertig war, daher strickte ich den Fuß einfach kürzer. Da ich sehr gern Blau und Grün zusammen trage, kann ich sie gut gebrauchen.


Beim gestrigen Stricktreff durften dann auch noch ein paar Knäuel mitkommen. Die ONLINE-Supersocke VINTAGE COLOR will ich nach dem Muster in der VERENA "In 80 Socken um die Welt" stricken (Heft auf dem Foto aufgeschlagen). Aus den anderen Knäueln sollen auch Herrensocken werden, das Design wird ringelig ausfallen.

Freitag, 30. September 2011


Heute nun der Inhalt der gestern erwähnten Mail vom 11.9.11, in der es darum geht, wie unsere beiden Ulis sich nun die Zeit vertreiben:

Nachdem der Kleine-Uli erzählt hat, was er so in der Schule erlebt hat, ist der Grosse-Uli toootal neidisch und möchte auch rechnen, lesen und schreiben lernen und auch in die Schule gehen.
Der Kleine-Uli hat schon versprochen Heim-Unterricht zu geben.
Die beiden haben heute schon angefangen.
Der Grosse-Uli tut sich noch etwas schwer, aber das "A" kennt er nun schon ;-)
Der Kleine-Uli ist dabei so ins Schwitzen gekommen, dass wir sein Stirnband in die Wäsche legen mussten.

So weit die letzten Neuigkeiten aus der Adoptivfamilie. Ich freue mich sehr für meinen Klein-Uli, dass er jetzt endlich wieder etwas Sinnvolles zu tun hat. Mal sehen, vielleicht werde ich ja mal wieder Neuigkeiten erfahren ...

Klein-Ulis sind bei meinen "Großen" inzwischen auch wirklich nicht mehr gefragt, da müssen schon größere Maskottchen her, wie diese beiden, die demnächst in unserer Aufführung der Zauberflöte nach Mozart die Paradiestiere darstellen sollen:


Donnerstag, 29. September 2011

Adoption gelungen!

Ihr erinnert Euch an diese Geschichte? Hier kündigte ich an, dass die Übergabe meines Schätzchens an die neuen Adoptiveltern am 10. September stattfinden sollte, denn der 100000. Blogbesucher hatte meinen Uli gewonnen. Es war der zweite Blogbesucher, der mir nachweisen konnte, dass er der Glückliche war. Merkwürdig genug, aber glaubwürdig!

Heute nun möchte ich endlich von unserem Treffen berichten.
Mein Uli hatte ja vorher lange Zeit in der Schule im Klassenschrank verbracht, der Arme! Da der glückliche 100000. Besucher den Wunsch äußerte, er würde dem armen Geschöpf gern den Weg aus der Finsternis bahnen, sagte ich zu. Meine SchülerInnen spielen nicht mehr mit Uli, außerdem ist er als Maskottchen, das den Kindern dauernd Fehler ins Heft fabriziert, inzwischen unterrichtsmethodisch so gar nicht mehr aktuell. Warum sollte er nicht zu seinem Bruder kommen?
So verabredeten mein Mann und ich uns mit den avisierten neuen Eltern in einem Hotelcafé in unserer Nähe im schönen Lipperland. Das Wetter war uns gnädig, die Sonne schien und es war angenehm warm, so dass wir draußen sitzen konnten.
Nachdem wir am verabredeten Platz aus dem Auto gestiegen waren, stapfte mein Uli mutig und offen voran, direkt auf seine Adoptiveltern zu, die unter einer Baumgruppe standen und warteten. Da sie einen dicken Rucksack bei sich trugen, vermutete ich gleich, dass ihr Uli sich noch ein wenig zierte, sich seinem ankommenden Bruder gleich offen zu zeigen. Als wir uns miteinander bekannt gemacht hatten, kroch der andere Uli etwas vorsichtig aus seinem Rucksack und ich erkannte sofort, warum er so vorsichtig war: Meines Ulis neuer Bruder ist viel größer! Das war wirklich sehr rücksichtsvoll von ihm, uns nicht gleich in seiner vollen Länge zu begegnen! Das Aufeinandertreffen der beiden Neubrüder verlief sehr herzlich. Man drückte sich und beguckte sich und schloss sich gleich gegenseitig ins Herz.
Das Kaffeetrinken der alten und der neuen Eltern fand im Beisein des neuen Geschwisterpaares statt, die sich  zum Kennenlernen gleich beide ins Kinderzimmer (= Rucksack des großen Bruders) zurückzogen. Draußen plauderten die Großen fein über Gott und die Welt.
Nach bestimmt zwei Stunden wollten die Adoptiveltern mit ihrem neuen Kind weiter ... man verabschiedete sich und wünschte sich für die Zukunft alles Gute.
Es dauerte nicht lange, als eine Mail von ihnen kam ...

Darüber berichte ich dann im nächsten Post.

Montag, 26. September 2011

Neueste Mütze

Kennt Ihr auch diese schwarzen Hühner (Chabo), deren Federn übersät sind mit weißen Flecken? Ja, so sieht auch meine neueste Mütze aus:



Ich könnte davon immer noch mehr stricken. Vielleicht auch mal kleine Varianten erfinden, indem ich an den Rand z. B. etwas aufnähe, eine Häkelblüte vielleicht?
Die nächsten dürfen dann auch mal etwas frecher farbig sein. Die Chabonoir benötigt schon recht kräftige zusätzliche Accessoires, einen roten Schal zum Beispiel, damit man damit nicht aussieht, als wolle man zu einer Beerdigung.
Okay, für den Zweck allerdings wäre sie mit einem grauen Schal zusammen ideal geeignet. Soll ja auch vorkommen ...

Heute war wieder so ein Tag ...

Ich kam nach fünf Stunden Unterricht gut gelaunt aus der Schule. Es war warm, der Himmel offen. Meine Banausen sind einfach knuffig, sie lernen gut, machen auch mancherlei Schabernack (ich mach ihn oft mit), aber sie sprühen auch vor guten Ideen. Diese Eindrücke des Vormittags im Kopf und im Herzen stieg ich ins Auto und fuhr gen Heimat.
Irgendwann - wusch - rutschte mein Blick nach unten - wie gezogen. Ich schaute auf den Tacho:

166 661 km
22°C

las ich dort. Tja, Autochen zählt - so wie ich - auch schon nicht mehr zu den Jüngsten, fährt sich aber sehr angenehm.
Je näher ich nach Hause kam, desto deutlicher wurde mir, dass ich meinem Schatz auch noch eine lustige Zahl würde zeigen können. Und es kam wirklich so. Als ich vor der Garage stand, fuhr er gerade sein Fahrrad hinein. Ich rief ihn ans Autofenster, denn was dort stand, war wiederum sehenswert:

166 666 km
22°C
13:13

Nicht, dass das soooooooowas Besonderes wäre, allerdings amüsiert es mich immer wieder, dass irgendwas genau im rechten Moment meinen Blick zu diesen Zahlen zieht. Mein Schatz wird auch mehr und mehr Schnapszahlenexperte, hielt er doch heute Nachmittag einen aufgenommenen Film an, weil ich ihm etwas Wichtiges sagen wollte. Dort stand als Zeitangabe: 44:22 (bisherige Laufzeit der Aufnahme). Und da die Fernsehtechnik sein Metier bei uns im Hause ist, scheint es ihm auch auf seinem Gebiet häufig so zu gehen. Wie oft schon hatte er einen aufgenommenen Film unterbrochen und dabei genau eine Schnapszahlenzeit getroffen - absolut ohne Absicht!

Kennt Ihr solcherlei auch? Wann passiert es Euch besonders oft?

Ich habe für mich den Eindruck, als wenn es sich häuft, wenn man locker und leicht ist, gute Laune hat und sich um nichts Sorgen macht. Wenn man stressfrei, energiegeladen, in einem Fließzustand ist und sehr oft bei blauem Himmel mit Sonnenschein.

Samstag, 24. September 2011

Mittwoch, 21. September 2011

Dalmartina - die neueste Mütze

Heute möchte ich Euch die neueste Mütze vorstellen. Ich habe sie auch nach der Anleitung zur Spiralmütze gestrickt, im Bündchen aber ein anderes Garn genommen. Außerdem habe ich auf dem Kopf wieder ein lustiges Zipfelchen angestrickt. Diese Mütze bekommt meine Schwägerin, wenn sie ihr gefällt. Wenn nicht, darf es gern meine sein. Sie bekommt noch eine Alternative angeboten, die ich als nächste Mütze stricken werde.

 



Bündchen- und Abschlussgarn: ONLINE Linie 262 VIVO, Farbe 0003 silbergrau, LL 100m / 50 g, 20% Schurwolle, 74% Polyacryl, 6% Polyester
Garn für den Hauptteil: ONLINE Linie 264 GONDOLA, Farbe 0001 weiß mit schwarzen Flecken, LL 50m/50g, 35% Schurwolle, 17% Alpaka, 15% Seide, 33% Polyacryl

Abweichungen von der Anleitung zur Spiralmütze TWILIGHT
Das Bündchen habe ich gestrickt mit einem Nadelspiel Nr. 6.
Dazu habe ich 72 M angeschlagen und 9 Runden im Bündchenmuster (1r/1l) gestrickt.
Den Hauptteil habe ich gestrickt mit einem Nadelspiel Nr. 7. Dabei habe ich das ganze Knäuel verstrickt. Für den Übergang zum Hauptteil braucht man bei dieser Mütze die Maschenzahl nicht zu ändern, nur die Nadelstärke (zu Nr. 7).
Die Mützenmitte habe ich wieder mit VIVO gestrickt und dabei die Abnahmen so vorgenommen wie bei der Spiralmütze TWILIGHT (Anleitung rechts). Beim Nadelwechsel, wie er in der Anleitung für die Mitte beschrieben ist, habe ich auf den Wechsel von Nr. 6 zu Nr. 5 verzichtet, also mit Nr. 6 bis zum Ende gestrickt.
Zum Schluss habe ich die Abnahme so weit fortgesetzt, dass nur 4M auf der Nadel blieben. Über diese 4 M habe ich für das Zipfelchen noch 5 Rd weitergestrickt und dann den Faden durchgezogen.
Bei dieser Mütze werde ich wohl am oberen Bündchenabschluss ganz vorsichtig ein Hutgummi einziehen, da der Rand aus dem überwiegend synthetischen Garn nicht so elastisch ist. 

Wie der Name zustande kam?
Irgendwie erinnerte mich der Hauptteil der Mütze in Weiß mit schwarzen Flecken an das Fell eines Dalmatiners. Da diese Mütze für weibliche Köpfe gedacht ist, setzte ich ein "r" hinein. So wurde die Mütze zu einer Dal-Martina (was auch Norwegisch sein könnte und übersetzt Tal-Martina bedeuten würde - die Martina, die im Tal zwischen hohen norwegischen Bergen wohnt).

Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Dienstag, 20. September 2011

Es wird auch gestrickt ...

Aktuell ...

  • der schöne Schal aus VIKING-Garn (Alpaka) für meinen Schatz läuft seinem Ende entgegen.
  • ein Paar Alltagssocken in Grautönen - auch für meinen Schatz - ist fast fertig.
  • eine neue Mütze wächst für meine Schwägerin zum Geburtstag.
Fotos später - bei Fertigstellung ...

Rieselnder Sand ... things to leave

Danke erstmal @Anonym und @Renata für Eure Gedanken zu meinen Gedanken!

Ich will mal aufschreiben, welche Sandkörnchen heute so rieseln:

16:20 - an meinem PC liegen schon seit vielen Tagen Cookie-Rezepte aus Norwegen. Ich hatte dort "oben" fünf tolle Cookie-Packungen gekauft und leider viel zu schnell verspeist. Auf der Verpackung waren die Rezepte abgedruckt (gäbe es hier bei uns wohl nie - Bäckergeheimnisse auf der Verpackung? Undenkbar!).
Zwei von den Rezepten habe ich am PC schön sauber abgetippt und in einen Ordner geheftet. Die anderen drei liegen hier noch herum und warten. Ha, die tippe ich nicht ab, mache einfach zwei Löcher rein, nachdem ich sie ein bisschen sauber beschnippelt habe und hefte sie direkt in den Ordner. Es geht doch um die Cookies, nicht ums schön aussehende Rezept!

16:26 - Eine Lern-CD für Klasse 3 wollte ich schon seit langer Zeit für meine Förderkinder brennen. Ich lasse es, denn in der Schule liegen für die Kinder am PC schon sooo viele Lern-CDs, dass sie oft nicht wissen, welche sie zuerst nehmen sollen. Weniger ist mehr! Also ab in die Lehrer-CD-othek damit!


21:42 - Eine Zeitung schaut mich täglich vorwurfsvoll an. Es ist eine norwegische Zeitung und zwar die, die ich mir jedes Mal einmal im Urlaub kaufe um mein Norwegisch auf aktuellem Stand zu halten. So war es auch in diesem Sommer. Nun erwischte ich zufällig das Exemplar, in dem alle Opfer des Terroraktes vom 22. Juli abgebildet waren. Merkwürdig, dachte ich an jenem Tag, dass ich gerade diese Ausgabe gekauft habe. 


Als ich die vier Seiten mit den vielen jungen Gesichtern aufschlug, rührte es an mein Herz. Ich sah diese jungen und hoffnungsfrohen Augen, dieses nach vorn blickende Leben in ihnen - und mir kamen die Tränen. Es handelte sich ja durchweg um politisch interessierte und sicher auch sehr engagierte Menschen, die Norwegens Zukunft gestalten wollten. 
Ich beschloss daher, jeden Morgen unter eines der Bilder das jeweilige Datum zu schreiben, den Namen des Menschen laut auszusprechen und seine Augen anzusehen um ihm seelischen Frieden in seiner neuen Heimat zu wünschen. 
Dieses Vorgehen behielt ich den ganzen Urlaub über bei. Ich hatte Zeit, die Zeitung lag offen auf dem Tisch, ich beschäftigte mich täglich mit guten Gedanken für den jeweils ausgewählten Menschen.
Doch seitdem ich wieder im Arbeitsprozess stecke, stelle ich fest, dass sich die Abstände zwischen den einzelnen Menschen immer mehr vergrößern. Mal lag nur ein Tag dazwischen, dann auch mal drei, inzwischen ist es eine ganze Woche, ohne dass ich in die Zeitung gesehen hätte. Ständig liegt etwas anderes auf der Zeitung, verdeckt die Fotos oder ich übersehe sie einfach. Und wenn ich sie sehe, drückt mich das eigene Gewissen, weil es mir nicht mehr gelingt, die mir selbst gestellte Regel einzuhalten. Damit ist den Verstorbenen auch nicht gedient ... ich wünsche ihnen Leichtigkeit und Freiheit in ihrem neuen Sein (dies schreibe ich in dem festen Glauben, dass nichts voneinander wirklich getrennt ist) und mein schlechtes Gewissen soll nicht ihr Licht beschatten.
So habe ich heute die Zeitung mit geschlossenen Augen in die Hände genommen und allen Opfern des Terrors zugleich meine besten Wünsche in ihr geistiges Reich gesandt und anschließend die Zeitung zum Altpapier getan. 
Wer dies hier liest, ist auch in Gedanken bei den 77 norwegischen Menschen ... mögen ihre Seelen in Frieden ruhen und weiter ins Reich des Lichts aufsteigen!