Montag, 5. Mai 2014

Mein Pulli wächst

Strickmarathon wie bei Tichiro (Tina Hees) geht bei mir gar nicht. Ihre Packung Diclo müsste sie auf jeden Fall mit mir teilen ... aber ich will dieses Zeugs nicht mehr. Also muss immer wieder Bewegung dazwischen. So wie heute ... die Sonne schien, die neuen E-Bikes wollten raus (und ich vor allem) und danach konnte wieder gestrickt werden.

Nein, ich kann nicht nur lächelnd neben dem Fahrrad stehen, dieses kann ich auch über die Lipper Hügelketten fahren. Juhuuu! Heute waren es nur 10 km, aber dabei lief das Rad so locker, dass ich das Gefühl hatte, es wäre nur die Hälfte gewesen. Die Automatik schalte ich nur ein, wenn starker Gegenwind ist, eine Steigung zu bewältigen ist oder der Untergrund viel Widerstand bietet. Auch ohne Unterstützung zu fahren, kommt mir kaum schwerer vor als mit unseren alten Rädern, obwohl die neuen ja um einige Kilo schwerer sind.


Und das ist der Strickfortschritt ... ein Drittel ist fertig:


Zur Erinnerung habe ich das Modell unten links nochmal eingefügt. VERENA Sommer 2014 ... mit dem Microfasergarn strickt sich das Teil wunderbar. Ich freue mich schon aufs Tragen!

Montag, 28. April 2014

Hoppala, da war ich doch?

Am 25.4.14 gab es einen interessanten Spielfilm im Fernsehen. Die Frau am Strand (man kann ihn - dem Link folgend - online angeblich noch bis zum 2.5. sehen - also ran, Mädels!). Der Film spielt in Norwegen. Selbst wenn die Handlung nicht sooo interessant sein sollte, dachten wir uns, so könnten wir diesen Film doch nicht auslassen, denn unser Lieblingsurlaubsland als Hintergrund zu sehen, ist immer sehr berührend. Ha ... nach ein paar Szenen stand ich ganz aufgeregt direkt vor dem Bildschirm. Nun hatten wir den Film vorsorglich aufgenommen und konnten so das Geschehen anhalten, zurückgehen, Bilder wiederholt ansehen. "DA!", schrie ich. "Guck mal, das kennen wir doch!" Und ich nahm mein Handy zur Hand und schoss ein Foto. Es war das gelb eingekreiste rote Holzhaus, an dem mein Blick hängen geblieben war. Ich fand es derzeit so attraktiv, dass es auf einem Foto landete. Im Sommer 2013 ... in Farsund an der südnorwegischen Küste.

Filmausschnitt, vom Bildschirm abfotografiert
Hier unser Foto:


Es handelt sich eindeutig um das rote Haus, das in dem Film erscheint. Wir waren so angetriggert, dass wir noch genauer hinschauten. Im Hintergrund stehen einige Autos vor den Häusern, vermutlich von Anwohnern. Wir vergrößerten unseren Fotoausschnitt mit dem Tablet, hielten es vor den angehaltenen Fernsehfilm und waren perplex. Sogar die Autonummer des Renaults stimmte mit dem von uns fotografierten überein. Man hat sich für den Film nicht einmal die Mühe gemacht, die Nummer unkenntlich zu machen. Ob die Besitzer wohl vorher gefragt worden sind? Ich hoffe, man kann die Nummern auf meinem Fotovergleich nun nicht mehr erkennen.

Der kleine gelbe Pfeil oben links zeigt den Kopf des Mädchens Marie, das in dem Film mit einem Rad die Straße heruntergefahren kommt. Der lange Doppelpfeil verbindet das Filmauto mit dem identischen auf unserem Urlaubsfoto vom Tablet vor dem Fernsehbildschirm.


In dem Film gab es viele Szenen von Straßen, Häuserzeilen, Landschaftsausschnitten, die wir kennen gelernt haben. Häufig haben wir in dieser Art von Filmen Landschafts- oder Ortsszenen als zusammenhängend dargestellt gesehen, die in Wahrheit sehr weit auseinander liegen. Wenn man ein Land gut kennt, kommt man sich dann ziemlich veräppelt vor. In diesem Film haben wir das nicht so empfunden. Es schien alles stimmig zu sein.

Ein neues Projekt - ein Sommerpulli zu weißer Kleidung

Heute kam die neue VERENA (Sommer 2014) per Post ins Haus. Nach zweimaligem Durchblättern bin ich nur an einem Modell wirklich hängen geblieben. Alle anderen sind nichts für mich, da ich kein Teenie mehr bin. Trotzdem liebe ich das Heft wegen der vielen Anregungen zu eigenen Projekten. 

Der abgebildete Sommerpulli ist genial einfach zu stricken. Sofort wühlte ich mein Wolllager durch und wurde fündig. Ein Garn, das ich schon einmal verstrickt habe, und zwar als Streifen in diesem Dreiecktuch "DÜNENTRAUM" (auch nach einem VERENA-Vorbild).

Der Pulli wurde entworfen von der freien Designerin Anna-Maria Busch und in der VERENA Sommer 2014 als Exklusiv-Modell veröffentlicht. Da Schnitt und Muster sehr einfach sind, gehe ich jetzt gleich ans Werk. Diesen durchsichtigen Flatterpulli will ich zu weißen Jeans und über einem weißen Shirt tragen. Er wird bei meiner Garnwahl etwas dichter ausfallen.




Mein Garn:
ONline Linie 242 Batik, 100% Mikro Dralon / Polyacryl
LL ca. 260 m, Nadelstärke 3,0 - 3,5
Obwohl das Garn rein synthetisch ist, fühlt es sich sehr angenehm an, wie weiche Baumwolle. Das Probestück fällt schön schwer und ich denke, das Garn ist gut für das Projekt geeignet. 

Meine Klassikstreifensocke

Ein neues Paar Socken ist entstanden - in der beliebten Streifenfolge, die ich schon so oft gestrickt habe, in immer neuen Variationen ... ein Geschenk für meine Freundin TV. Bald hat sie Geburtstag ... :-)




Mittwoch, 23. April 2014

MEIN Nordlicht!

Finnland liegt schon fast zwei Monate zurück und ich habe Euch noch immer nicht mein fertiges REVONTULI gezeigt. Das Bezirzen des Nordlichts muss wohl seine Wirkung gehabt haben, denn genau um 22:22:22 am 20.02. (an meinem 60. Geburtstag!) entstand dieses Foto:


Dass ich überhaupt das Nordlicht zu sehen bekam, war ein großes Wunder, denn an den anderen Tagen war - bis auf eine Ausnahme - der Himmel immer gleichmäßig grau bedeckt. Dass es dann auch noch so genau terminiert erschien, hat für mich etwas zusätzlich Magisches. Ein Erlebnis, das sich mir tief eingeprägt hat. 

So wie auf diesem Foto hing "mein" Nordlicht (Revontuli) über der Brüstung der Hemsabsperrung. Hinter mir befand sich das große Giebelfenster, durch das mein Tuch "zwinkern" konnte.


Hier einmal zum genauen Anschauen auf dem Boden ausgebreitet:


Und so sieht es am Körper aus:



Das Garn ist von NORO. Ich hatte es genau in dieser Konstellation ausgesucht, weil alle darin enthaltenen Farben im Nordlicht vorkommen können. "Mein" Nordlicht zeigte sich allerdings nur in Grüntönen. 


Upps ... meine Begeisterung war wohl so groß, dass ich Euch das Tuch nun schon zum zweiten Mal gezeigt habe. Egal, ich lass das jetzt mal so stehen ... schließlich hatte ich das Foto vom himmlischen Nordlicht ja noch nicht gezeigt.

Ein Paar einfache Socken aus Regia


Dieses Garn, das sehr viele Farbtöne enthält, die zu meiner Garderobe passen, entdeckte ich im Supermarkt. Die Socken waren schnell gestrickt. Das Garn heißt Regia Pop Art Color

Cappucino Dream - was lange währt ...

Ich habe ein altes UFO landen lassen! Endlich ist mein Cappucino-Tuchtraum fertig. Hier erst mal ein paar Fotos kurz vor der Fertigstellung:

Das Tuch wird sehr groß

Ich überlege, wie ich den Abschluss gestalte

Ungefähr so würde er mir gefallen

Dieses Plaid von Oleana hat mich inspiriert

Und so sieht nun das fertige Tuch an meiner unhübschen Hulda aus (da gerade ein Gewitter aufzieht und es sehr dunkel ist, sind die Fotos etwas grobkörnig)

Vorn zugeknöpft (aber auch offen tragbar), oberer Rand zum Kragen umgeschlagen

Rückseite

Über die Schulter geschlagen
Damit das Tuch nicht von den Schultern rutscht und man es quasi wie einen Poncho tragen kann, habe ich noch an drei hellen Streifenenden Knöpfchen und gegenüber kleine Luftmaschenschlaufen angebracht. So lässt sich das Tuch vorn zuknöpfen:



Das sandfarbige Garn besteht überwiegend aus Baumwolle und einem kleinen Anteil Leinen, das naturweiße Garn ist noch ein Rest von meinem Gardinenhäkelgarn, das ich vor -zig Jahren schon verstrickt habe (Hersteller Heyd, ein Wollversandhaus, das es wohl schon lange nicht mehr gibt - aber das Garn ist unkaputtbar - die Gardinen wurden schon -zigmal gewaschen). Das helle Garn habe ich doppelt verstrickt. Das Tuch fällt angenehm schwer und ist sehr kräftig im Griff. Ich werde es sicher sehr oft tragen.

Donnerstag, 27. März 2014

Frühlingsgefühle - oder - Aus alt mach neu

Manchmal überkommt mich das unaufhaltsame Aufräumvirus, besonders, wenn der Frühling naht. Da gucken einen alte Dinge an, die man ja schon so lange entsorgen wollte. So ging es mir vor einigen Tagen, als ich einen alten Schrank öffnete und mir zwei Unterbetten aus Schafwolle entgegen rollten. Nein! Die liegen immer noch hier?, dachte ich und nahm eine große Schere, um sie für den Mülleimer klein zu schneiden. 



Nachdem ich ein Stück abgeschnitten hatte, entdeckte ich, dass es sich im Grunde doch um ein hochwertiges Stück "Stoff" handelte, denn die Schafwolle war auf einem Jerseyuntergrund aufgebracht und dieser doppelt zusammengenäht, so dass die Schafwolle auf beiden Seiten sichtbar war. Nach dieser Entdeckung schien mir das Produkt doch eigentlich zu schade zum Wegwerfen und ich trennte die beiden Schichten der Unterbetten erstmal sorgfältig auseinander. Alle Fusseln wurden entsorgt, die Schrägbänder, die die beiden Schichten am Rand zusammengehalten hatten, sorgfältig aufgewickelt. Aber was tun mit all dem?

Kurz darauf kam die zündende Idee! 

Wir hatten uns im letzten Jahr aus dem Ausverkaufsfundus eines geschlossenen Cafés vier schöne Stühle gekauft und ich hatte schon mehrfach über Sitzkissen dazu nachgedacht. Die Stühle bestehen aus einem wetterfesten braunen Rattangeflecht und haben Aluminiumbeine im Bambusdesign. Rein optisch wirken sie so, als seien sie komplett aus Naturmaterialien hergestellt. 

SCHAFWOLLE!, dachte ich. Das müsste doch gut zu diesen Stühlen passen. 

Ich fertigte zunächst zwei Schablonen an. Eine kreisrunde in Sitzflächengröße, eine zweite für die Rückenlehne. Und schon ging es los.


Nach und nach schnitt ich die erforderlichen Teile zu. Die ersten beiden Sitzkissen füllte ich noch mit einer dicken Vliesschicht, die aus einem alten Satz Gartenmöbelauflagen übrig geblieben war. Sie reichte aber nur für zwei Kissen, daher wurden die anderen beiden Kissen aus einer dreifachen Schafwolllage geschichtet. Das Nähen konnte ich so ganz nebenbei, Stück für Stück (rücken-weh-kompatibel) bewältigen, und zwar von Hand im Schlingenstich mit einem passenden Wollfaden. Ganz einfach!


Das Kissen für die Rückenlehne konnte sogar meine gute alte Singer bewältigen. Das aufgewickelte Schrägband habe ich doppelt zusammengenäht und es für die Bindebändchen verwendet, die ich gleich mit eingenäht habe. Nun kann der Frühling kommen. Rücken und Po können nicht mehr kalt werden.



Montag, 17. März 2014

Kontaktlinie Blog ...

Hallo ... speziell an R (der kommentiert hat) & TV,

bitte bitte Geduld! Nix geht fix. Bin derzeit sehr enthaltsam, was Sitzzeiten angeht. Muss sein. Aber liebe Grüße nach Downunder schon mal und danke für den netten Eintrag!

Hier ein Aliasfoto ... so werde ich uns demnächst in Sachen Finnlandreise präsentieren. Muminmama (ich) und Muminpapa (mein Schatz) ... diese witzigen Wesen aus Finnland haben mich schon fasziniert, als ich ein kleines Kind war. Meine Generation kennt sie aus der Augsburger Puppenkiste. Sturm im Mumintal und Das Theater haben mich am meisten gefesselt. Auch in Buchform habe ich diese Geschichten damals verschlungen. Ich hatte mir die Bücher mehrmals aus der Stadtbücherei ausgeliehen. Schade, dass sie nicht in meinem Besitz sind. 


Das abgebildete Buch übrigens stammt aus dem Moomin Shop im Flughafen Helsinki. Es hat mich während der ganzen Reise als Tagebuch begleitet und wurde Tag für Tag gefüllt. Es ist sehr voll geworden!

Mittwoch, 12. März 2014

Übrigens ...

Rêvant-Ulis Traum vom Nordlicht hat sich inzwischen erfüllt. UND WIE!!! Um meinen 60. Geburtstag herum hat mir mein Schatz eine Finnlandreise organisiert. Eine unvergessliche Kette von kostbaren Erlebnisperlen! Ich werde noch genau berichten. Derzeit kuriere ich noch meinen von der langen Rückreise ziemlich maltraitierten Rücken aus, doch die Erlebnisse waren diesen Preis wert!
Für heute nur so viel vorweg, weil ich hier schon so oft vom Nordlicht geschwärmt habe:

  • Mein Revontuli wurde in Lappland fertig ... es hat wohl bei dem Zauber mitgewirkt
  • Das Nordlicht erschien um 22 Uhr finnischer Zeit (21 Uhr MEZ) über meinem Kopf, und zwar GENAU AN MEINEM GEBURTSTAGSABEND! Ich habe es sehr bewusst erlebt, war doch fast die ganze Zeit über (ausgenommen an zwei einzelnen Tagen und dann auch nur kurzfristig) der Himmel dicht und mausgrau bedeckt! Besonders dadurch hat sich mir dieses Erlebnis tief in die Seele eingeprägt. 
Fotos und Bericht folgen später, in kleinen Häppchen, vielleicht auch in einem Extra-Mumin-Blog, den ich hier dann verlinke. Gut Ding will Weile haben!

Aber hier schon mal vorweg mein fertiges Revontuli-Tuch:



"Mein" revontulet hat sich übrigens in grünen Bändern gezeigt.

Für mich muss es nicht das einzige und letzte Nordlicht gewesen sein. Ich habe sehr wohl Appetit auf mehr ...

Ach ja ... fast hätte ich es vergessen ...
nachdem mein Tuch fertig war, hatte ich für die zweite Woche kein Strickzeug mehr. Na so was! ULL-Rike (die WOLL-Reiche) auf Reisen ohne Strickzeug. Geht ja gaar nicht! Ich wollte mir eigentlich noch etwas mitgenommen haben, aber zum Schluss stand nur noch die Orientierung aufs Fliegen im Vordergrund, hieß: Das Gepäck so knapp wie möglich halten. Und dann dachte ich, das Tuch würde wohl reichen. PUSTEKUCHEN! Bei den letzten Reihen taxierte ich dann immer wieder, wie weit der Rest vom zweiten NORO-Knäuel wohl noch reichen würde. Schließlich wurden die Reihen gegen Ende immer länger und auch die Abkettelreihe brauchte ja Garn. So hörte ich beizeiten auf, um nicht zum Schluss rückwärts stricken zu müssen, weil der Faden nicht reicht. Dann hängte ich mein REVONTULI über das Treppengeländer im Ferienhaus, gegenüber vom Fenster zum Himmel ... und bezirzte das Nordlicht (nachdem ich es schon einmal an meinem Geburtstag bewundern durfte - es erschien tatsächlich noch ein zweites Mal ... etwas schwächer allerdings).


Aber mein Wollvorrat war zur Neige gegangen. Mehr hatte ich ja nicht mit. Außer ... das Restknäuelchen und die gerade abgelegten Stricknadeln. Hm ... kann man damit nicht ... hm ... irgendwas stricken? Und da fiel mir unser kleines poro tähti (Rentier Stern) in die Augen und ich dachte: Hm, so ein kleines Rentier (das uns ungefragt nachgelaufen war) freut sich bestimmt auch über ein Nordlichttüchlein. Und ich fing von vorne an! 


Da die Reihen anfangs ja sehr kurz sind, kam ich mit dem Rest auch recht weit, strickte ihn völlig auf und verschenkte ihn an Tähti, unser kleines Kuscheltierchen. Uuuund ... meine Strickfinger fühlten sich wieder wohl! (Ich glaube, ich bin doch regelrecht stricksüchtig.)



Ist es nicht zum Verlieben süß?
Die echten haben mich noch viel mehr verzückt!!!