Samstag, 7. Oktober 2017

Gute-Laune-Socken gegen Herbstdepression

Ein neues Paar Socken ist fertig, dieses Mal in Erwachsenengröße. Denn Erwachsene brauchen ja auch mal was Buntes, damit sie trotz ständigen Regenwetters die gute Laune nicht verlieren. Der Rapport im Farbverlauf des Garnes war nur schwer zu finden, daher habe ich sie einfach drauflos gestrickt, ohne darauf zu achten, dass die Farbstreifen in den beiden Socken gleich verlaufen. Das hebt die gute Laune um so mehr. Bündchen, Hacke und Spitze (die einzigen gleich gestrickten Teile) habe ich aus unifarbigem Regia-Garn gestrickt. Fuß und Schaft bestehen aus Farbverlaufsgarn. Die Banderole habe ich leider verlegt, weiß nicht mehr, wer der Hersteller ist.

Das Muster im Schaft ist ein Hebemaschenmuster, das sich alle 8 Reihen wiederholt. Es macht die Socken am Bein schön warm, da Hebemaschen die Reihen zusammenziehen und damit das Gestrick voluminöser machen.


Das nächste Paar ist bereits angestrickt ...

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Wie ein Sprung ins frische Meer

So etwa fühlt es sich an, wenn ich in meinen neuen BW-Pulli schlüpfe, den ich im Norwegenurlaub im Mai begonnen hatte und jetzt an der Nordsee vollenden konnte, nachdem ich die Ärmel nach Fertigstellung wieder aufribbeln und nach aufwändigen Überlegungen, wie das Garn am besten neu zu verstricken sei, ein zweites Mal stricken musste. Dann aber passte er super ... und der große Aufwand hat sich gelohnt. 


Das Tragefoto ist leider etwas unscharf. Nicht so einfach, ein scharfes Selfie mit Selbstauslöser hinzubekommen. Auf was soll das Objektiv fokussieren, wenn das zu fotografierende Objekt noch am Selbstauslöser rumfriemelt? Dafür doch gar nicht schlecht, oder?


Erinnern möchte ich nochmal an den Ursprung dieses Projekts. Ich hatte eine Anleitung aus einer Ausgabe der BRIGITTE WOMAN (2016?) nachgestrickt. Das Vorlagemodell sah so aus:



Diese Variante kann man hier als Materialpaket kaufen:


Ich strickte den Pulli in anderen Farben, aus einem anderen Garn, fand diese Farben markanter, kontrastreicher und bin sehr zufrieden mit meiner Farbauswahl.





Beide Pullis sind in meiner Garderobe absolute Favoriten! Sie sind sommerlich-luftig, wirken fröhlich und frisch.

Samstag, 30. September 2017

Sockenfieber

Im Urlaub brauche ich immer kleine Strickprojekte, die ich in jede Tasche packen kann, überall herausnehmen und daran weiterstricken kann, so z. B. auch in gemütlichen Teestuben, wie wir sie in unserem vergangenen Urlaub häufig aufsuchten. Das Wetter war absolut nicht urlaubstauglich. In der ersten Woche gab es keinen einzigen regenfreien Tag, noch dazu wurden wir von Sturm SEBASTIAN ordentlich durchgebürstet. Die zweite Woche schenkte uns auch nur zwei schöne Tage, so bekam ich fast drei Sockenpaare fertig, außerdem noch die Ärmel von meinem Meeresfarbenpulli, den ich schon in Norwegen im Mai begonnen hatte.

Hier die drei Paare - in meinen absoluten Lieblingsfarben:


Sie haben ein Preisschildchen bekommen, da ich sie auf einem Adventsbasar im November anbieten will. Sie sind alle in meiner Größe gestrickt, dann kann ich hinterher selbst anziehen, was nicht über den Tisch gegangen ist. Allerdings habe ich auch noch Kindersocken in verschiedenen Größen für den Basar gestrickt, die hoffentlich gekauft werden.


Dienstag, 5. September 2017

Noch gar nicht gezeigt - 4/7 sind fertig!

Das ist immerhin schon mehr als die Hälfte ... 4 von 7 ist mehr als 4 von 8, denn das wäre die Hälfte. Worum geht es? Um die nordische Doublefacedecke! Und seitdem der 4. Schal angenäht ist, habe ich sie noch nicht vorgeführt. Das soll heute nachgeholt werden:





Es wird Zeit, dass ich Schal Nr. 5 (von 7) anschlage ... wenn doch nur der Anschlag nicht so kompliziert wäre! Ist der überstanden, dann läuft es meistens wieder flotter ...

Freitag, 25. August 2017

Ein Baby wird bestrickt

Ein neuer kleiner Mensch ist in unseren Freundeskreis eingezogen. Da kann man sich als leidenschaftliche Strickerin natürlich nicht bremsen ...

für diese kleinen Sächelchen habe ich mich entschieden:




Gestrickt habe ich die Teile aus "life style" von ZITRON. Für den Pulli und die Grundfarbe der Mütze habe ich Wolle in Erikarot und Violett gekauft. Die anderen Farben sind Reste von meiner friesischen Jacke aus dem gleichen Garn:


Von dieser Jacke habe ich noch so viele Reste, dass ich für den Adventsverkauf im November noch ein paar Söckchenpaare stricken werde. 

Hier bei ELIZZZA wird in einem Videofilmchen gezeigt, wie man solche Korkenzieherspiralen für die Mütze häkelt. Ich habe drei Stück als Gruppe gehäkelt und am Anfang und am Ende je eine Kette aus 30 LM gehäkelt. Mit den entstandenen LM-Bändchen kann man die Korkenzieher mit einer Schleife um die Mützenecken befestigen. So sind die Spiralen vor dem Waschen abnehmbar.

Die Mütze ist in Runden gestrickt und am Ende nicht abgekettelt. Die Maschen werden je zur Hälfte voreinander gelegt und im Maschenstich immer abwechselnd von der vorderen und der hinteren Nadel abgenäht. So entsteht oben keine Naht. Auch in der rückwärtigen Mitte hat die Mütze keine Naht, was beim Liegen drücken würde, allerdings sind die Farbwechsel als kleiner Versatz hinten sichtbar.

Das Pullimuster besteht aus gleichmäßig verteilten Knötchen. Sie werden gestrickt aus einer rechten Masche, die in der Hinreihe einmal von links, dann nochmal von rechts, dann wieder von links abgestrickt wird, bevor sie von der linken Nadel fallen gelassen werden. In der Rückreihe strickt man einfach von links drüber.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Jetzt wird's bunt!

Nach einer unvergesslichen Reise in meine Wahlheimat kam ich nach Hause mit einem halb fertiggestrickten Pulli. Eigentlich wollte ich das in Norwegen gekaufte Garn zum Stricken von Spüllappen, Topflappen und Waschlappen verwenden. Ich hatte mir 9 Farben aus dem Garn Sandnes Mandarin Petit gekauft, doch als ich die Knäuel im Ferienhaus auspackte, stand für mich sofort fest, dass dieses Garn zum Stricken solch banaler Gebrauchstextilien viel zu schade ist. Da ich meinen bunten Pulli vom letzten Sommer als Muster im Koffer hatte, war der Entschluss schnell gefasst. 

Musterpulli vom Sommer 2016

Ein superfrischer neuer Sommerpulli sollte entstehen. Da ich nur eine Rundstricknadel in Stärke 3 1/2 dabei hatte, fing ich gleich mit dieser Nadelstärke an, obwohl eine halbe Nummer niedriger auf dem Umband angegeben war. Aber es passte dann endlich - nach zweimaligem Aufribbeln eines bereits lang gestrickten Stücks. Ich strickte den Pulli bis zur Ärmelteilung in Runden und konnte mich an dem vorherigen Pulli orientieren.

Heute legte ich spaßeshalber mal meine bunte Sommerhose dazu - und siehe da ... passt! Zwar ist die Hose völlig anders gemustert, da aber die Farben fast völlig übereinstimmen, gefällt mir die Kombination besonders gut. Das wird ein farbenfrischer Sommer!


So, weg vom PC ... weiterstricken!

Mittwoch, 26. April 2017

Eine Frau braucht eine Tasche



Jetzt, da das Taschen-Unikat fertig ist, begegnet mir im Netz eine Aussage, die ich hier zitieren möchte:

Lieber eine großartige Tasche als viele So-lala-Taschen.
(Caroline de Maigret - Pariser Model)

Wenn ich mir die Auftraggeberin vorstelle (die noch nichts von der Fertigstellung der Tasche weiß), könnte es wirklich für sie diese EINE Tasche sein. Ich bin sehr gespannt, ob sie sie selbst auch als solche empfinden wird. 

Dienstag, 25. April 2017

Eukalyptustuch

Zwar steht das Stricken derzeit für mich nicht an erster Stelle (siehe Rêvant-Uli-Blog), und doch ist es ganz schön, abends vor dem Fernseher etwas frei Laufendes auf den Nadeln zu haben. So ließ ich mich vor knapp zwei Wochen zu etwas Fröhlich-Buntem verführen. 

Eine Bekannte trug ein langes und sehr schmales Dreiecktuch um den Hals, das beim Anfassen Schmusegefühle generierte. "Es ist ein normales Sockengarn", sagte sie und ich war ziemlich erstaunt, denn ich kenne Sockengarn eher als etwas kratzig, zumindest für den Hals. So fragte ich genauer nach. "Ich habe es mit Nadelstärke 5 verstrickt", sagte sie. Dann kam die Inhaberin des Wollgeschäfts dazu, in deren Laden wir uns treffen. "Es ist ein wunderbares dänisches Sockengarn", erklärte sie und ich war gleich von den Socken, als ich dann im Regal die Farbenvielfalt sah. Solch ein Tuch wollte ich auch haben - aber in Frühlingsbunt!

So wählte ich drei Knäuel aus, denn mehr braucht man für ein solches Tuch nicht. Es würde also auch nicht allzu teuer werden.

Die Garnmarke heißt
arwetta classic von Filcolana (einem dänischen Garn)

Meine Wahl fiel auf 50 g Neongrün (Colour 250), 50 g Dunkeltürkis (Colour 224) und 50 g  hand dyed Roxana (Colour 509).
Roxana ist ein dunkelbuntes Garn, das ständig seine Farbe wechselt. Es wird in Strängen verkauft und muss erst zu einem Knäuel gewickelt werden.

Unter den Fotos folgt die Strickanleitung.





mit selbstgenähter Tasche
(die in andere Hände kommen soll)

einmal auf dem Boden ausgelegt

und am Körper getragen
Anleitung

Nadelstärke 5 (lange Rundstricknadel)

Anschlag 5 M mit Dunkeltürkis

Grundsätzlich werden bei diesem Tuch in jeder Reihe je am Anfang und am Ende 1 M zugenommen (nach der ersten oder zweiten Masche aus dem Querfaden der Vorreihe eine Masche verschränkt rechts stricken)

Grundmuster: kraus rechts

Streifenfolge:
* 4 R Dunkeltürkis, 2 R Roxana, 4 R Dunkeltürkis, 2 R Roxana, 4 R Neongrün, 2 R Roxana, 4 R Neongrün, 2 R Roxana
Ab * stets wiederholen
enden mit 4 R Neongrün

Nach 7 Streifenfolge-Sätzen in Neongrün abketteln

Das ganze Tuch rundherum in der Farbe Roxana mit einer Runde fester Maschen umhäkeln, dabei darauf achten, dass die Häkelmaschen nicht zu fest werden, damit sie den Rand nicht zusammenziehen.

Aus den Wollresten lassen sich noch drei Quaste wickeln, die ich mit je einer farblich passenden Perle verziert habe.


Preis des Garns für das ganze Tuch 16,30 € (bei Andreas Glücksmasche in Bad Meinberg).

Als ich das fertige Tuch meinem Mann zeigte, meinte er, es erinnere ihn an ein frisches Eukalyptusbonbon, daher bekam es den Namen "Eukalyptustuch".

Samstag, 22. April 2017

In eigener Sache

Liebe BlogleserInnen,

falls Ihr Euch fragt, warum hier momentan so relativ wenig geschieht ... es hat einen Grund. Es liegt an meiner neuen Leidenschaft, die meine ganze Freizeit in Anspruch nimmt.

Wozu viele Worte machen?
Wer neugierig ist, den verweise ich hierher:


Warum ich erst heute darauf aufmerksam mache?
Ich wollte erst mal schauen, wie mein neues Projekt anläuft. Da ich jetzt aber schon ein Vierteljahr dran bin, ist es endlich so weit ... ICH OUTE MICH! ;-)

Allen Nähfreaks und sonstwie Interessierten viel Spaß!
Träum-Uli


Schnupperbilder



Dienstag, 7. März 2017

Dunkelbunt

Nein, nein, nein! Ich will mir keine Wolle kaufen!

Und doch ist es wieder passiert.

Es lag an der Farbe, vielmehr an DEN Farben. Und außerdem war das Garn auch noch stark reduziert, da der Laden umstrukturiert wird. Also habe ich doch Wolle gekauft. 

Für ein Schnellprojekt zwischendurch. Und weil die Farben mich dermaßen angelacht haben, wanderten drei Knäuel in meine Einkaufstasche. In die besondere, die ich mir selbst genäht habe. Aber das wäre schon wieder ein anderes Thema, das ich noch unter Verschluss halte, denn dazu führe ich ein getrenntes Tagebuch in Weblogformat. Und das wird gerade fleißig gefüttert.

Zurück zu den Farben, die mich so anlachten. Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich den Norden liebe. Alles Skandinavische, alles Dunkelbunte, was vor allem am Himmel erscheint. Ja ... richtig geraten ... ich meine das Nordlicht. 

Und jeeeeeeeeeeeetzt kommt der Farbknaller:


Es war an erster Stelle das Knäuel unten links, was mich so kirre machte. Man wird mich verstehen, wenn man diesen Himmel sieht:


Entsprechung fast 1:1! Das Grün ist in dem Garn mehr türkis, in dem Himmelslicht mehr phosphorgrün. Was übrigens bedeutet "lichttragend".

Das rotbunte Garn ist aus der gleichen Linie von ONline (Linie 402). Es handelt sich um das Garn TAHIRA (50% Merino-Schurwolle, 50% Polyamid, LL ca. 215 m, Nadelstärke 4,5 bis 5,0, MaPro 20 M x 27 R) in den Farben 0005 und 0004.
Das bunte Garn im Hintergrund, das in ähnlichen Farben gefertigt ist, kommt aus der Linie 55 und heißt MONTEGO COLOR WATERPROOF (60% Schurwolle, 40% Polyacryl, LL ca. 100 m, Nadelstärke 6 bis 7, MaPro 13 M x 18 R) in der Farbe 605.

Die Garne unterscheiden sich sehr deutlich in allen Komponenten und doch überlegte ich, wie ich sie zusammen verarbeiten könnte. Also probierte ich etwas aus:

Garnwechsel alle 2 Reihen, Zunahme alle 4 Reihen jeweils am Reihenanfang

Schnell erkannte ich, dass der schöne Verlauf des Garnes TAHIRA gar nicht zur Wirkung kam. Also entschied ich anders. Ich strickte, mit Nadel Nr. 6 übrigens, mit TAHIRA immer 4 Reihen, dann 2 Reihen mit MONTEGO COLOR. 
So verläuft die langsam wechselnde Farbe sehr schön im Hintergrund, während das sehr schnell wechselnde MONTEGO (nur alle paar Zentimeter!) so wirkt, als generiere es bunte Tweednoppen im Vordergrund:


Das gesamte Schaltuch strickte ich wie folgt:
  • Grundmuster: kraus rechts
  • Anschlag 4 M mit TAHIRA
  • dann immer 4 Reihen in TAHIRA, 2 Reihen in MONTEGO,
  • dabei wird immer in der ersten Reihe der TAHIRA am Reihenbeginn 1 M zugenommen, so lange, bis das Schaltuch ca. 60 cm Länge hat
  • weiter ca. 30 cm geradeaus stricken (ohne Zunahmen)
  • danach nach dem gleichen Schema an dem Reihenanfang jeder ersten TAHIRA-Reihe je 1 Masche abnehmen, bis nur noch 4 M übrig sind
  • abketteln
Zunahme: RM rechts str., 1 U, den U auf der Rückseite verschränkt rechts abstricken
Abnahme: RM rechts str., 1 M rechts abheben, 1 M rechts str., die abgehobene Masche überziehen

Die Länge richtete sich bei mir nach dem Garnvorrat. Ich benutzte eine Briefwaage, um die Mitte des Schals festzulegen. Als ich die Hälfte des MONTEGO-Knäuels verstrickt hatte, strickte ich die zweite Hälfte. Die Mitte liegt also in dem geraden Stück. So kam ich mit zwei Knäueln aus.

Ich umhäkelte das ganze Tuch mit dem roten TAHIRA-Garn, und zwar zwei Runden mit festen Maschen. Dabei kamen auf 6 Reihen Gestrick je 2 feste Maschen, sehr locker gehäkelt.

Am gebogenen Rand arbeitete ich Korkenzieher:
*8 fM, dann 10 LM, in die 10 LM jeweils 2 fM häkeln, ab *wiederholen.


Das fertige Ergebnis:

Man kann das Schaltuch knoten ...


... oder lose um den Hals legen und mit
einer Tuchnadel zusammenhalten.

Aus dem roten Restgarn wird noch eine Häkelblüte entstehen, die die rote Filzblüte ersetzen soll, die ich eigentlich an einem anderen Kleidungsstück trage.