Neulich habe ich Euch ja schon von meinen Strickträumen berichtet und Euch dabei auch einen Blick in das in Norwegen entdeckte Buch von Solveig Hisdal werfen lassen. Gestern nun kaufte ich mir das Herbstheft der VERENA und entdeckte darin (welch ein ZUFALL!) einen Artikel über Sabine Bucko, die so wie ich, von diesem Strickbuch begeistert war. Das führte so weit, dass sie heute aus dem in dem Buch verwendeten Garn Modelle strickt und sie als Strick-Kits verkauft. Juhuu! Ich habe eine Quelle gefunden, wo ich dieses norwegische Garn online bestellen kann!!! Ich kann es kaum fassen und bin im Herzen tief berührt, welche "Fäden" sich zur Realisierung meines Traums gerade zusammen"stricken". Eben habe ich eine Mail an Sabine Bucko geschickt mit der Frage, ob sich das Garn der Spinnerei Hillesvag auch mit der Handstrickmaschine verstricken lässt. Ich bin gespannt ...
Donnerstag, 16. September 2010
Freitag, 10. September 2010
Ich hab's auch schon früh getan
Frau Wo aus Po erzählt von ihren ersten Handarbeitserlebnissen, ich tat's dann auch in ihrem Blog als Kommentar ... und hier nochmal kopiert für meine BlogleserInnen:
Es war auf jeden Fall im Grundschulalter ... Fotos gab es damals noch nicht so locker ... ich erinnere mich an eine kobaltblaue Pudelmütze auf einem Nadelspiel in Tomatenrot aus Plastik, Nadelstärke: erinnert gefühlte Nr. 5.
Dann weiß ich noch von Topflappen aus Baumwollgarn in diesen länglichen Tüten, aus denen oben der Faden lief, ein Häkelgarn, das ich so stumpf fand, die Topflappen waren weiß mit gelbem Mausezäckchenrand - dazu saß im Handarbeitsunterricht immer ein Mädchen (Jungen gab es in meiner Klasse nicht) MIT DEM STUHL AUF DEM TISCH und las vor aus einem "Nesthäkchen"-Buch, während meine Handarbeitslehrerin ärgerlich unsere "Hexen" (wie sie es nannte) aus der Handarbeit prünte. Zu Weihnachten bekamen meine Eltern vier heimlich gestrickte Pudelmützchen mit Bommelchen als Eierwärmer aus einem Restgarn aus Muttis Nähtisch - Farbe Sonnengelb - und ich hatte die letzten Maschen beim Bimmeln der Weihnachtsglocke zur Bescherung noch nicht fertig. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen - meinen Ärger, weil ich nicht fertig war, den Ärger meiner Eltern, die nicht verstanden, warum ich nicht kommen wollte, weil sie ja nicht wussten, was ich hinter verschlossener Kinderzimmertür machte - und dann dieser schreckliche Konflikt ... ja, es gibt Kindheitserlebnisse, die sich tief in die Seele eingebrannt haben. Ich kam dann tatsächlich zu spät zur Bescherung, total gestresst, aber mit fertigem Geschenk – und weil ich so geschimpft bekommen hatte – in Tränen aufgelöst.
Erinnert sich noch jemand an die Nesthäkchen-Serie? Von Else Ury? Hier eine kleine Erinnerungshilfe:
Und ein Winkewinke an die SchnaPPesdroSSel aus Po - dies geschah bei:
SchnaPPesdrossel kommt von: Schnapp ES, Drossel!
Übrigens habe ich heute im Wald die Feder von einem Woody Woodpecker gefunden - was das ist? SchnaPP ES, rief's mich, denn es war eine schwarze Feder mit weißen Punkten drauf ... außerordentlich schöööön! Und die hat mal einem großen Buntspecht gehört. Na, welche(r) weit entfernte Freund(in) hat denn da an mich gedacht???
Donnerstag, 9. September 2010
Neuen Editor bei blogspot entdeckt ...
Den muss ich jetzt erstmal ausprobieren ... ja, es gab so manche Hakelei im alten Editor. Eingefügte Bilder erschienen z. B. immer am oberen Rand und mussten in der html-Version erst umständlich ausgeschnitten und woanders wieder eingefügt werden. Ich freue mich schon auf das nächste Posting mit Bildern und Links. Das wurde schon lange Zeit!
Gerade habe ich auch einen Rückwärts-Button entdeckt - den gab es vorher nicht. Und eine Rechtschreibüberprüfung. Toll! Jetzt macht das Posten noch mehr Spaß und geht sicher auch noch flotter.
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Bloggestaltung
Mittwoch, 8. September 2010
Turboenergie für einen Wunschtraum
Tagträumerei ist eine ziemlich ineffektive Angelegenheit, wenn man einen Wunschtraum in die Realität bringen möchte. Warum nicht bereits erste Schritte tun, so lange der ganz normale Alltag abläuft und sich damit den Alltag versüßen? Nach dem Gesetz der Resonanz entwickelt sich so ohne Umwege das Gewünschte.
Für mein Projekt "Stricken mit norwegischer Seele" bekam ich ganz unerwartet ein Geschenk. Meine Eltern waren zu Besuch gewesen und da mein Vater sich nicht mehr so ganz sicher am Steuer fühlt, haben wir sie zu uns abgeholt und auch ein paar Dinge für sie geregelt. Bevor wir sie wieder nach Hause brachten, rutschte ein Fuffziger unter das Telefon auf der Diele: "Dann fühle ich mich besser", sagte meine Mutter, während mein Schatz meinte, das sei doch wirklich nicht nötig. Na gut ... dann solle ich mir davon Wolle zum Stricken kaufen. Juhuuuu! DANKE, liebe Ma, das kommt gerade recht!
Und ich bestellte mir dieses Paket mit Farbenorgie:
Und ab heute verwende ich als Signatur den Namen meiner Bestimmung ... ULL = (norw.) Wolle und rike = (norw.) Reich ... und wer's nicht glaubt, kann es hier nachprüfen. DANKE, liebe Eltern, für diesen Namen! Hallo Frau Wollreich, ich bin Dein norwegisches Pendant!
Wie war das, als das Päckchen kam ... ach, wie soll ich es beschreiben?
Nach einem anstrengenden Schulvormittag mit meinen kleinen süßen Nervensägen hatte ich mich mittags etwas hingelegt um frisch gestärkt an meine Vorbereitungen für morgen zu gehen. Es klingelte ... schnell raus! DIE POST IST DAAA! Juhuuuu! FISCHER stand auf dem Karton ... schnell den Empfang bestätigen, wieder ab ins Bett mit dem geöffneten Karton und *schwelgschwelgfantasier* - hach, tut das der Seele gut!
Und jetzt kommt ein Foto aus dem Lodal am Nordfjord ... oh, DAS Grün fehlt noch in der Bestellung ... das gab es weder bei der Qualität MICRO noch bei CABLÉ GITTI. Ach, kommt auch noch ...
Wie sehr ist mir dieses Tal inzwischen westentaschenvertraut, wenn auch ein tragisches Schicksal damit verknüpft ist, das bei WIKIPEDIA so beschrieben wird:
15. Januar 1905: Bei einer durch einen Felsabsturz des Ramnefjell in den Lovatn-See (Norwegen) verursachten 40 m hohen Flutwelle sterben am 10 km entfernten gegenseitigen Ufer 63 Einwohner der Dörfer Bødal und Nesdal.
1936 - Bei einem erneuten Felsabsturz des Ramnefjell in den Lovatn-See entsteht eine 70 m hohe Flutwelle und zerstört wiederum zwei Dörfer. Ein Ausflugsschiff wird 350 m weit ins Land getragen. Die Dörfer wurden daraufhin aufgegeben, so dass bei einem weiteren Erdrutsch mit Flutwelle im Jahre 1950 keine Opfer entstehen.
Wer heute auf der einspurigen Straße am Lovatn entlangfährt, kommt an eine Stelle, an der mit Gedenktafeln an diese zwei tragischen Ereignisse erinnert wird, Gedenktafeln, auf denen alle Namen der Verunglückten verzeichnet sind. Der Platz wird im Sommer wie ein Garten liebevoll mit Blumen gepflegt. Ein Ort der Besinnung, an dem man respektvoll auf den Abbruch auf der gegenüberliegenden Seite des Gewässers schaut. Die Natur ist unberechenbar ... und wir Menschen werden immer wieder von ihr überrascht.
Hier der Platz, von dem ich berichte ... ich habe ein paar Wollknäuel eingefügt, die schon darauf hindeuten, dass ich diese Naturszene in einem Strickstück darstellen möchte.
Hier der Platz, von dem ich berichte ... ich habe ein paar Wollknäuel eingefügt, die schon darauf hindeuten, dass ich diese Naturszene in einem Strickstück darstellen möchte.
Gemach, gemach ... gut Ding will Weile haben und darf sich in der Seele ganz in Ruhe entwickeln.
Mit dieser freudigen Stimmung von "Allem-Anfang-wohnt-ein-Zauber-inne" (Hermann Hesse) im Herzen gehe ich jetzt an meine täglichen Berufsaufgaben ... hmmmmmmm
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Dienstag, 31. August 2010
Gedichte in Maschen - ein Traum wird konkreter
Der Traum:
Strickdecken auf einer Strickmaschine anfertigen ... wie lange bewege ich schon diese Idee!
Norwegisch sollen die Muster sein ... einmal habe ich ja eine solche Decke schon von Hand gestrickt, doch hat das Jahre gedauert.
Nun waren wir wieder dort - in unserer zweiten Heimat, die für die Seele unsere erste ist. Und ich begab mich in Bergen in die Buchhandlung NORLI um nach Malvorlagen für solche Rosenmalerei zu suchen, die man in Norwegen auf antiken Möbeln, in Stabkirchen etc. findet. Ich hatte im Sinn, solche Malereien in Strickmuster umzusetzen. So fragte ich nach einer solchen Malvorlage in jener Buchhandlung. Man schickte mich von einem Stockwerk zum nächsten ... zum Schluss landete ich mitten vor einem Regal mit Strickbüchern. Und dann war die Suche nach dem Malvorlagenbuch beendet, denn ich hielt das in Händen, wonach ich gesucht hatte, aber in einer viel besser passenden Form. Vielleicht steckt Euch meine Begeisterung ja an ...
Die Autorin ist seit früher Kindheit leidenschaftlich gern in Museen gegangen und hat unzählige Fotos von alten norwegischen Textilien, Kisten, Schränken etc. gemacht, deren traditionelles Design sie in moderne Strickerei umgesetzt hat. Ich finde das alles sehr inspirierend und freue mich auf das Stricken nach diesen Anregungen.
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Solveig Hisdal
Sonntag, 29. August 2010
Kleine Spielerei
Da der neue Walkstoffponcho noch so leer ist ... ;-)
Das wäre jetzt natürlich eine tolle Aufgabe für eine Strickmaschine. Von der träume ich inzwischen konkreter, denn eine supernette Frau hat mir letzte Woche angeboten, dass ich ihre mal ausleihen darf, sogar mit persönlicher Anleitung durch sie. Ich könnte sie knutschen! Aber das kann ja dann auch Knütchen übernehmen ... :-))
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Ponchos
Der Loop ist fertig
Schon vor dem Norwegenurlaub hatte ich meinen Loop fertig gestrickt und alle Bommel bis auf einen fertiggestellt. Den letzten hat mir mein Schatz auf der Fähre gewickelt und damit ich diesen ganz besonderen Bommel auch immer erkenne, hat er zwei Farben verwendet. Ein kleiner Liebesbommel ;-)
Der Loop hat als Halsschutz gute Dienste geleistet. Im Auto, wenn es ein wenig zog wegen der Klimaanlage, an Deck auf der Fähre, bei etwas kühleren Temperaturen in der norwegischen Natur (zu sehen auf dem oberen Foto). Man kann den Loop einfach um den Hals hängen, man kann ihn einmal drehen und wieder über den Kopf ziehen, dann hat man um den Hals einen dicken wärmenden Schal oder man lässt ihn lässig herunterhängen. Man kann ihn auch unten ein wenig übereinander legen und eine Fibel (s. Foto) oder eine schöne Brosche hindurchstecken. Das habe ich auch sehr häufig gemacht. Wenn man ihn doppelt um den Hals trägt, dann kann man die eine Hälfte sogar von hinten über den Kopf wieder hochziehen und so die Ohren schützen wie mit einer Mütze. Der Loop ist jetzt schon zu meinen Lieblingsstücken avanciert und die Farben machen so richtig Laune!
Das untere Foto zeigt mich in der Kaminecke des Hotel Mundal in Fjaerland. Das war ein ganz besonderes Erlebnis, von dem ich später noch erzählen möchte.
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