Dienstag, 13. Mai 2014

5. Bloggeburtstag - hoffentlich ohne Zahnschmerzen

Morgen wird mein Lukreativ-Strickblog 5 (!) Jahre alt und feiert seinen Geburtstag ohne mich ... vermutlich, denn ich gehe morgen eine größere Zahngeschichte an ... aua! Die Zahl der Seitenaufrufe geht auf die 250000 zu und viele treue LeserInnen (wohl überwiegend weiblichen Geschlechts) haben mir 1390 (veröffentlichte) anspornende, teilnehmende, interessierte, mitfühlende, begeisterte, um Rat bittende ... Kommentare geschrieben. Das spornt mich stets an, mein Strick- und Nähkästchen offen zu halten und daraus zu plaudern. Euch allen möchte ich für Euer Interesse ganz herzlich danken und hoffe, dass ich mein Blog für Euch noch viele Jahre mit Inhalt füllen kann. Über mein Blog habe ich eine ganze Reihe netter Menschen kennen gelernt, denen ich an dieser Stelle für den lebendigen Austausch (und viel mehr!) ganz besonders danken möchte! Ich hoffe, dass Ihr meinem Blog weiter treu bleibt.
Zum Tagesabschluss habe ich eben einfach mal ganz spontan das eine oder andere Label angeklickt und gestöbert und dabei beschlossen, dies öfter mal zu tun, quasi in meinem Stricktagebuch zu lesen, was durch mein schönes Hobby alles entstanden ist. Irgendwie habe ich Lust, alle greifbaren fertigen Projekte mal auf dem Fußboden zu drapieren und auf einem Foto festzuhalten. Sollte es mir morgen nach dem Zahnarztbesuch einigermaßen gehen, wäre das für mein Blog und mich doch eine angemessene Jubiläumsaktion, oder? Nur ... wenn ich an das Zurückräumen denke ... au weia!
Vielleicht reicht meine Lust morgen aber auch nur dazu, mir vorzustellen, dass Ihr stattdessen eine der Diashows meiner Werke anschaut. Dann könnte ich meine Kartons, Schränke, Schubladen etc. geschlossen lassen und ... ach, wir werden sehen ... ob ich morgen auch noch so lächeln mag ... vielleicht passiert ja auch NOCH nicht so viel ... ähm ... fürchte ich mich vielleicht doch ein ganz klein bisschen?


Spannend!

Ich habe den neuen Sommerpulli in Brauntönen abgekettelt. Zunächst sah das Rechteck aus wie eine rechteckige Stola. Ich drapierte es auf meine Hulda und so wird schon fast ein Schuh, nein, Pulli draus. Es fehlen nur noch Bündchen am unteren Rand und für die Ärmel. Der gesamte Pulli sitzt dann schräg am Körper. Na, was das wohl wird ...

Vorder- und Rückseite fallen farblich unterschiedlich aus, da der Farbverlauf über so lange Reihen nicht zulässt, dass eine Farbvariante eine ganze Reihe füllt. Ich finde die Wirkung interessant.



Neulich sah ich beim Einkaufen eine Frau, die trug eine schwarze Hose, eine schwarze Jacke und dazu eine rehbraune Lederhandtasche und rehbraune Schuhe. Zwar hatte ich vor, diesen Pulli über Weiß zu tragen (weißes T-Shirt, weiße Jeans), aber über schwarzen Sachen müsste er auch gut aussehen. So durchsichtig wie der Pulli aus der VERENA ist er allerdings nicht geworden, obwohl das Garn unwesentlich dicker ist.

Samstag, 10. Mai 2014

Bald fertig


Da der Pullover nur aus einem einzigen Teil besteht, ist er hier schon fast komplett (in voller Breite = Vorder- und Rückenteil) zu sehen. In der Höhe fehlen nicht einmal mehr 10 cm. Das fertige Rechteck wird dann in der Mitte längs gefaltet. Das ganze Ding ist so total einfach und daher finde ich es sehr spannend, wie es nachher sitzen wird. Manchmal liebe ich auch so einfache Zwischendurchprojekte, bei denen man fernsehen oder sich unterhalten kann.

Montag, 5. Mai 2014

Weil Susi es tut ...

... tu ich es jetzt auch ... meine alten Stickwerke zeigen. Danke Susi, für die Erwähnung meines Aliasnamens. ;-)

So ... na, was haben wir denn da? Mein allererstes Werk, gestickt während des Studiums. Ich erinnere mich daran, als hätte ich es erst gestern gestickt. Die Vorlage fand ich in meiner derzeit abonnierten ARIADNE, einer Handarbeitszeitung, die in den Niederlanden entwickelt wurde. Was habe ich die geliebt! In ihr fand ich auch so schöne Filethäkelmotive. Die Windmühlen hatten es mir angetan. Ich kaufte mir den angegebenen Stoff, dazu mein erstes Stickgarn und Sticknadeln. Ich legte gleich los, steckte das Werk jeden Abend vor dem Einschlafen mit Stecknadeln an das Gardinchen, das das Dachfenster über unserer Studentenbudenmatratze verhüllte und betrachtete die Fortschritte versonnen. Hach, war das schön! Allerdings ... erst viel zu spät begriff ich, dass ich das Garn hätte teilen müssen, denn der Stoff zog sich unter dem Gestickten so merkwürdig zusammen. So setzte ich das Werk einfach fort und es wurde daher dick wie ein Gobelin.

Schade, ich kann Euch das Ergebnis leider nicht ohne Spiegelungen zeigen. Okay, dafür verstaubt und vergilbt es aber auch nicht. Viele Jahre hingen die Bilder, einzeln von meinem lieben Mann in selbst geschnittene Kieferholzleisten gerahmt, im Esszimmer an der Wand. Als wir umzogen, wurden die Rahmen beschädigt und ich ließ die Bilder professionell mit einem gemeinsamen Passeparout zu einem Gesamtwerk zusammenstellen. Hier nun mein Erstlingswerk, das heute in der Küche hängt:




Hier ist erkennbar, dass das Garn viel zu dick auf dem Stoff steht. Egal, es war meine erste Motivstickarbeit, auf die ich sehr stolz war. In der Schule hatte ich das Sticken mit Kreuzstich (auf viel gröberem Stoff) erst einmal kennen gelernt. Da galt es, eine kleine Mitteldecke mit einer Randbordüre zu besticken. Dazu musste ich die Ecken selbst entwickeln, und zwar durch Spiegeln mithilfe eines kleinen Taschenspiegels. Das hat mir damals sehr viel Spaß gemacht. Die Decke bekam meine Oma von mir geschenkt.


Das nun gezeigte Projekt entstand aus Dansk Blomstergarn, das gleich einfädig verkauft wird und daher nicht geteilt werden muss. Es handelte sich um mehrere Materialpackungen. Das Motiv: Friesentüren (an denen ich einen Narren gefressen hatte, weil wir damals mehrmals solche Türen im Urlaub bewundert haben).


Fortsetzung folgt ...

Mein Pulli wächst

Strickmarathon wie bei Tichiro (Tina Hees) geht bei mir gar nicht. Ihre Packung Diclo müsste sie auf jeden Fall mit mir teilen ... aber ich will dieses Zeugs nicht mehr. Also muss immer wieder Bewegung dazwischen. So wie heute ... die Sonne schien, die neuen E-Bikes wollten raus (und ich vor allem) und danach konnte wieder gestrickt werden.

Nein, ich kann nicht nur lächelnd neben dem Fahrrad stehen, dieses kann ich auch über die Lipper Hügelketten fahren. Juhuuu! Heute waren es nur 10 km, aber dabei lief das Rad so locker, dass ich das Gefühl hatte, es wäre nur die Hälfte gewesen. Die Automatik schalte ich nur ein, wenn starker Gegenwind ist, eine Steigung zu bewältigen ist oder der Untergrund viel Widerstand bietet. Auch ohne Unterstützung zu fahren, kommt mir kaum schwerer vor als mit unseren alten Rädern, obwohl die neuen ja um einige Kilo schwerer sind.


Und das ist der Strickfortschritt ... ein Drittel ist fertig:


Zur Erinnerung habe ich das Modell unten links nochmal eingefügt. VERENA Sommer 2014 ... mit dem Microfasergarn strickt sich das Teil wunderbar. Ich freue mich schon aufs Tragen!

Montag, 28. April 2014

Hoppala, da war ich doch?

Am 25.4.14 gab es einen interessanten Spielfilm im Fernsehen. Die Frau am Strand (man kann ihn - dem Link folgend - online angeblich noch bis zum 2.5. sehen - also ran, Mädels!). Der Film spielt in Norwegen. Selbst wenn die Handlung nicht sooo interessant sein sollte, dachten wir uns, so könnten wir diesen Film doch nicht auslassen, denn unser Lieblingsurlaubsland als Hintergrund zu sehen, ist immer sehr berührend. Ha ... nach ein paar Szenen stand ich ganz aufgeregt direkt vor dem Bildschirm. Nun hatten wir den Film vorsorglich aufgenommen und konnten so das Geschehen anhalten, zurückgehen, Bilder wiederholt ansehen. "DA!", schrie ich. "Guck mal, das kennen wir doch!" Und ich nahm mein Handy zur Hand und schoss ein Foto. Es war das gelb eingekreiste rote Holzhaus, an dem mein Blick hängen geblieben war. Ich fand es derzeit so attraktiv, dass es auf einem Foto landete. Im Sommer 2013 ... in Farsund an der südnorwegischen Küste.

Filmausschnitt, vom Bildschirm abfotografiert
Hier unser Foto:


Es handelt sich eindeutig um das rote Haus, das in dem Film erscheint. Wir waren so angetriggert, dass wir noch genauer hinschauten. Im Hintergrund stehen einige Autos vor den Häusern, vermutlich von Anwohnern. Wir vergrößerten unseren Fotoausschnitt mit dem Tablet, hielten es vor den angehaltenen Fernsehfilm und waren perplex. Sogar die Autonummer des Renaults stimmte mit dem von uns fotografierten überein. Man hat sich für den Film nicht einmal die Mühe gemacht, die Nummer unkenntlich zu machen. Ob die Besitzer wohl vorher gefragt worden sind? Ich hoffe, man kann die Nummern auf meinem Fotovergleich nun nicht mehr erkennen.

Der kleine gelbe Pfeil oben links zeigt den Kopf des Mädchens Marie, das in dem Film mit einem Rad die Straße heruntergefahren kommt. Der lange Doppelpfeil verbindet das Filmauto mit dem identischen auf unserem Urlaubsfoto vom Tablet vor dem Fernsehbildschirm.


In dem Film gab es viele Szenen von Straßen, Häuserzeilen, Landschaftsausschnitten, die wir kennen gelernt haben. Häufig haben wir in dieser Art von Filmen Landschafts- oder Ortsszenen als zusammenhängend dargestellt gesehen, die in Wahrheit sehr weit auseinander liegen. Wenn man ein Land gut kennt, kommt man sich dann ziemlich veräppelt vor. In diesem Film haben wir das nicht so empfunden. Es schien alles stimmig zu sein.

Ein neues Projekt - ein Sommerpulli zu weißer Kleidung

Heute kam die neue VERENA (Sommer 2014) per Post ins Haus. Nach zweimaligem Durchblättern bin ich nur an einem Modell wirklich hängen geblieben. Alle anderen sind nichts für mich, da ich kein Teenie mehr bin. Trotzdem liebe ich das Heft wegen der vielen Anregungen zu eigenen Projekten. 

Der abgebildete Sommerpulli ist genial einfach zu stricken. Sofort wühlte ich mein Wolllager durch und wurde fündig. Ein Garn, das ich schon einmal verstrickt habe, und zwar als Streifen in diesem Dreiecktuch "DÜNENTRAUM" (auch nach einem VERENA-Vorbild).

Der Pulli wurde entworfen von der freien Designerin Anna-Maria Busch und in der VERENA Sommer 2014 als Exklusiv-Modell veröffentlicht. Da Schnitt und Muster sehr einfach sind, gehe ich jetzt gleich ans Werk. Diesen durchsichtigen Flatterpulli will ich zu weißen Jeans und über einem weißen Shirt tragen. Er wird bei meiner Garnwahl etwas dichter ausfallen.




Mein Garn:
ONline Linie 242 Batik, 100% Mikro Dralon / Polyacryl
LL ca. 260 m, Nadelstärke 3,0 - 3,5
Obwohl das Garn rein synthetisch ist, fühlt es sich sehr angenehm an, wie weiche Baumwolle. Das Probestück fällt schön schwer und ich denke, das Garn ist gut für das Projekt geeignet. 

Meine Klassikstreifensocke

Ein neues Paar Socken ist entstanden - in der beliebten Streifenfolge, die ich schon so oft gestrickt habe, in immer neuen Variationen ... ein Geschenk für meine Freundin TV. Bald hat sie Geburtstag ... :-)




Mittwoch, 23. April 2014

MEIN Nordlicht!

Finnland liegt schon fast zwei Monate zurück und ich habe Euch noch immer nicht mein fertiges REVONTULI gezeigt. Das Bezirzen des Nordlichts muss wohl seine Wirkung gehabt haben, denn genau um 22:22:22 am 20.02. (an meinem 60. Geburtstag!) entstand dieses Foto:


Dass ich überhaupt das Nordlicht zu sehen bekam, war ein großes Wunder, denn an den anderen Tagen war - bis auf eine Ausnahme - der Himmel immer gleichmäßig grau bedeckt. Dass es dann auch noch so genau terminiert erschien, hat für mich etwas zusätzlich Magisches. Ein Erlebnis, das sich mir tief eingeprägt hat. 

So wie auf diesem Foto hing "mein" Nordlicht (Revontuli) über der Brüstung der Hemsabsperrung. Hinter mir befand sich das große Giebelfenster, durch das mein Tuch "zwinkern" konnte.


Hier einmal zum genauen Anschauen auf dem Boden ausgebreitet:


Und so sieht es am Körper aus:



Das Garn ist von NORO. Ich hatte es genau in dieser Konstellation ausgesucht, weil alle darin enthaltenen Farben im Nordlicht vorkommen können. "Mein" Nordlicht zeigte sich allerdings nur in Grüntönen. 


Upps ... meine Begeisterung war wohl so groß, dass ich Euch das Tuch nun schon zum zweiten Mal gezeigt habe. Egal, ich lass das jetzt mal so stehen ... schließlich hatte ich das Foto vom himmlischen Nordlicht ja noch nicht gezeigt.

Ein Paar einfache Socken aus Regia


Dieses Garn, das sehr viele Farbtöne enthält, die zu meiner Garderobe passen, entdeckte ich im Supermarkt. Die Socken waren schnell gestrickt. Das Garn heißt Regia Pop Art Color