Freitag, 27. März 2015

Superschnäppchen für die Biene Maja

Ich erzählte in einem der letzten Posts, dass ein Handarbeitsgeschäft in unserer Nachbarstadt Räumungsverkauf hat. Nun bin ich noch einmal dort gewesen, denn alle Knäuel - egal, welche Qualität - wurden nun zu je 2 € angeboten. Das schmeckte mir doch zu wollsüß ... ich konnte nicht widerstehen und erstand ein fantastisches Garn:


Wie man auf der Banderole sieht, feinstes Baby Alpaka von Lana Grossa mit winzigen Pailletten drin. Ganz fein!

8 Knäuel = 200 g, so habe ich nur 16 € bezahlt für ein Garn, das in der von mir gekauften Menge regulär über 63 € kosten würde.

Zuhause angekommen, machte ich ein Woolstorming in meinen Vorräten, nahm den Rest vom Schokopulli (noch fast 3 Knäuel von dem braunen Bändchengarn) dazu, außerdem ein doppelt gewickeltes beigefarbiges Alpakagarn von Rödel (einem Geschenk, das ich bisher noch nicht verwenden konnte). Und meine juckenden Strickfinger setzten gleich eine Maschenprobe an:


Die unteren vier Streifen habe ich gleich verworfen, denn es entstehen bei einer solchen Verarbeitung unschöne Wellen im Gestrick. Nachdem ich das Beige im Perlmuster strickte und beide Farben durch zwei Reihen glatt rechts mit dem braunen Bändchengarn trennte, gefiel es mir schon besser. Die senfgelben Streifen strickte ich mit doppeltem Baby Alpaka.

Am nächsten Tag besorgte ich mir 6 schöne Kokosnussknöpfe, die den natürlichen Charakter des Strickstücks unterstreichen werden.

Aus der Nähe betrachtet kann man die feinen Pailletten besser erkennen:


Nun - was werde ich jetzt stricken? Die wärmere Jahreszeit nähert sich. Das Gestrick ist recht luftig und leicht. Vielleicht ein Sommerjäckchen?

Ich machte mir einen Schnitt und legte los:


Leider ist die Maschenprobe nicht ganz zuverlässig gewesen. Jedenfalls habe ich noch einmal von vorn angefangen, weil 3 cm in der Weite fehlten (insgesamt sind das schon 6!). Macht nichts. Lieber beizeiten ribbeln als sich später ärgern.

Beim zweiten Anlauf habe ich die braunen Zwischenreihen kraus rechts gestrickt. Dadurch setzen sich die gelben Streifen sauberer ab. 

Mir gefällt das Ergebnis bis jetzt sehr gut, aber es gibt jemanden, der mich schon jetzt Biene Maja nennt. Ha ha haaaa!

Montag, 23. März 2015

Einen Pulli eingeschoben - Schokolust par excellence!

Ich hätte meiner Hulda wohl ein schwarzes T-Shirt unterziehen sollen, denn der neue, eher frühlingshaft durchscheinende Pullover fordert auf jeden Fall etwas Dunkles darunter. Eben wurde er fertig - die Fäden sind noch nicht alle vernäht.



Das wunderbar wärmende Halstuch erlebt zu diesem Pulli ein richtiges Revival (ich freue mich mal wieder wie Bolle, liebe Mo. K.!) Dazu nicht zu dunkle blaue Jeans und fertig ist der Casual Look!

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Infos zur Herstellung:

Die Anleitung, die dem Pullover zugrunde liegt, stammt aus dem Heft LINEA PURA Nr. 8. Im Lookbook befindet sich der Pullover auf S. 06/07. 

Ich habe kein meliertes Garn genommen, habe auch nicht - wie vorgeschlagen - das Bändchengarn doppelt gestrickt. 

Das von mir verwendete Garn:

Linea Pura VERO Uni in Farbe 8 (Anthrazit) 350 g
Lana Grossa beschreibt es so: Kettengarn aus nachhaltig produzierter Baumwolle und Seide

Linea Pura CALIFORNIA in Farbe 9 (Schokobraun) 200 g 
Lana Grossa beschreibt es so: Luxuriös schimmerndes, ökologisches Bändchengarn

Beide Garne sind zusammengesetzt aus einem größeren Anteil an BW und einem kleineren an Seide, in dem grauen Garn wurde wohl Wildseide verwendet, da es sehr matt ist. Die Angaben sind auf der Website von Lana Grossa verschieden von denen auf der Banderole.

Die Streifenfolge habe ich etwas abgewandelt, weil ich alles umrechnen musste.
Der Schnitt ist sehr einfach, was das Umrechnen leicht machte.

Die grauen Streifen in dem Garn VERO habe ich mit Nadeln Nr. 6, die braunen Streifen in CALIFORNIA mit Nadeln Nr. 7 gestrickt, um zueinander passende Maschenproben zu erhalten.

MaPro für VERO (Nadeln Nr. 6): 16 M x 22 R
MaPro für CALIFORNIA (Nadeln Nr. 7): 16 M x 24 R

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Warum ich dieses Garn und nicht das Originalgarn gewählt habe?
Eines meiner Lieblingshandarbeitsgeschäfte machte Räumungsverkauf, weil die Inhaberin in Rente geht. Alles billiger! Da musste ich einfach zugreifen. So schaute ich mir alle möglichen Kombinationen an und traf dann meine Wahl.

Ich bin mit meinem neuen Pullover sehr zufrieden und freue mich auf ein Alltagskleidungsstück, das gerade jetzt, im nahenden Frühling, noch etwas Wärme gibt, weil die Ärmel lang sind,dessen Gestrick aber schon etwas luftig ist.



Freitag, 13. März 2015

Erste Blogfotos nach Einrichtung meines neuen Rechners

Mehrere Tage hat es gedauert, bis mein neuer Rechner so eingerichtet war, dass ich wieder alle Programme verwenden kann, die ich für meine Zwecke brauche. Das alte, von mir so geliebte PhotoDraw von Microsoft, das es schon seit Jahren nicht mehr gibt, läuft auf Windows 8 definitiv nicht mehr. 

So holte ich mein altes DELL-Laptop aus der Ecke, auf dem das Programm noch läuft. Doch die Übertragung der Bilddateien vom Fest-PC, die Rückübertragung der bearbeiteten Bilder ... nein, all das ist mir viel zu umständlich. 

Also heißt es Neues beginnen und Gehirnjogging betreiben. Las ich nicht gerade heute in der aktuellen FLOW, wie wichtig lebenslanges Lernen ist? So nehme ich die Herausforderung an und will mich mit der Bildbearbeitung mithilfe der im PC installierten Programme befassen. 

Mit PhotoDraw hatte ich bisher alles gemacht - Bildverkleinerung, Ausschneiden von Teilbereichen, Rahmen herstellen, Signaturen einfügen und vieles mehr.

Nun werde ich die Möglichkeiten mit Adobe Photoshop Elements 11, Paint, Canon My Image Garden und vielleicht noch weiteren Programmen, die ich noch nicht entdeckt habe, erforschen.


Mein heutiges Blogpost soll sich nun aber eigentlich mit den Vorzügen von Fehlern befassen.

Wir kennen das doch alle ... man hat ein schönes Strickstück fertig und ... hoppala ... plötzlich entdeckt man einen Fehler im Gestrick.

Bild anklicken - groß anschauen!

Ob andere wirklich daran Anstoß nehmen würden?

Ein Test sollte es zeigen!

Ich nahm den Pulli in unseren monatlichen Stricktreff mit. In den Treff, der von unserem örtlichen Handarbeitsgeschäft veranstaltet wird. Die Inhaberin sah den Fehler sofort!
Aha ... wenn sie es sofort sieht, dachte ich, dann wird es auch andere, nämlich die Eltern des Babys stören (natürlich nicht das Baby selbst).

Was tun? Das Halsbündchen wieder aufmachen? Mein Ehrgeiz, ein fehlerfreies Strickstück zu verschenken, kämpfte mit meiner Ach-komm-lass-gut-sein-Stimme.

Da hatte die Inhaberin des Handarbeitsladens eine Idee: Komm mal mit, ich habe da so hübsche Kinderknöpfchen ...

Und dann wurde probiert: Bärchen, Herzchen und andere nette Teile. 

Zum Schluss wurde es ein lustiges Schäfchen, farblich nur wenig kontrastierend ... und schwupps, der Fehler ist futsch, stattdessen kam noch ein hübscher Hingucker dazu.


Das Schäfchen kann sogar mit seinen zwei Vorderbeinen wackeln - nett! Und wenn man die wackeln sieht, dann tun es auch der Kopf und die Schlabberohren - oooder???


Dienstag, 3. März 2015

Endlich fertig - ein Babypulli mit Kopfschmerzen

Nun ist er endlich fertig, der Babypulli aus einer Babyzeitschrift von ONline-Wolle. Die Anleitung passte hinten und vorne nicht, war fehlerhaft, außerdem schrecklich umständlich und so musste ich ribbeln, umrechnen, anders stricken. Die Teile sollten alle einzeln gestrickt und dann zusammengenäht werden. Wie umständlich bei einem Raglanpulli! Aber nun hat es ja geklappt und ich hoffe, dass sich meine Kopfschmerzen gelohnt haben und der Pulli passen wird.

Auf einer Rundstricknadel ging es auch
(statt die Einzelteile zu stricken und zusammenzunähen).

Das Hebemaschenmuster ist leicht zu stricken gewesen,
man brauchte in der Reihe keinen Farbwechsel vorzunehmen
und ich mag den hübschen Effekt.

So gefällt er mir nun!
Ich hoffe, Klein-Elisabeth und ihren Eltern geht es ebenso.

Freitag, 27. Februar 2015

Von ULL-Rike für Ulrike

Welches norwegische Gebäck ich am liebsten mag?
Das wollte Ulrike Niemann durch ihr Norwegen-Blog erfahren.


Liebe Ulrike, meine Antwort hier im Bild:


Alles klar, Ulrike?

Die anderen von Dir vorgestellten Gebäckarten sind mir alle bekannt. Ganz besonders der Kransekake, für den ich mir sogar extra die Ringformen zum Backen gekauft habe. Den Teig nehme ich mir von Norwegenreisen in der fertigen Rolle aus dem Supermarkt mit. Ich gebe zu, aus Bequemlichkeit. Gebacken habe ich ihn auch schon ohne industrielle Vorfertigung. Da schmeckte er noch besser und war sicher auch gesünder. 

Liebe Grüße nach Olso,
ULL-Rike, die WOLL-Reiche

Donnerstag, 26. Februar 2015

Wie machst du das?

Das Problem:
Wie strickst du Ringelsocken?

So wurde ich gefragt.

Und zwar ging es vor allem um die Frage, ob ich den Faden bei Farbwechsel abschneide oder über die Runden bis zum nächsten Erscheinen weiterführe.

So und so ...

Ich will es an Fotos erklären:

Ich drehe die neueste Socke auf links.
Im Hebemaschenbereich ist kaum zu sehen,
dass ich die Fäden über jeweils 8 Runden mitgeführt habe.
Um größere Löcher zu vermeiden,
habe ich sie dabei ab und zu beim Rundenwechsel
mit dem gerade verstrickten Faden verdreht.
Das Mitführen würde ich bei mehr als 4 Farben nicht mehr praktizieren.

Hier sieht man die verdrehten Fäden bei Rundenwechsel im Sohlenbereich,
wo immer 4 Runden in einer Farbe glatt rechts gestrickt wurden.

Diese Socken sind aus 8 Farben gestrickt.
In diesem Fall habe ich nach je 4 Runden den Faden abgeschnitten
und hinterher vernäht (hier im Hebemaschenmuster).
Das Vernähen führe ich schon während des Strickens durch,
wenn klar ist, wie die Socke konzipiert ist.
So hat man zum Schluss nicht so viele Fäden zu vernähen.
Es ist ja eher eine lästige Tätigkeit beim Stricken
(sagen die meisten).

Die vernähten Fäden im glatt rechten Ringelmuster.
Ich vernähe die Fäden dreimal hin und her,
möglichst im selben Farbbereich.
Die Wulst unter dem Fuß wird beim Tragen flacher
und ich habe noch nie gehört,
dass sie jemanden stört,
der von mir Socken bekommen hat.
Bei diesen Socken (Vorderseite) mit sehr vielen Farben habe ich nur
die dunklen Ringel durchgeführt,
die Fäden der anderen Farben habe ich abgeschnitten.
Man hätte ja sonst beim Rundenwechsel ein riesiges Gewirr von Fäden.

Die Rückseite derselben Socke.
Man erkennt die Fortführung des Dunkelblau,
auch die anderen vernähten Fäden.
Wichtig ist,
dass man bei fortgeführtem Faden genug Fadenlänge zugibt,
damit sich die Socke in der Länge nicht zusammenzieht.

Diese Socken sind schon mehrere Jahre alt und wurden viel getragen.
Bei nur 3 Farben habe ich grundsätzlich den Faden mitgezogen.
Es entsteht ein kleiner Versatz bei Farbwechsel.

Hier erkennt man,
wie wichtig das großzügige Fortführen
des jeweils nicht verwendeten Fadens
bei Farbwechsel ist.

Und wie macht Ihr es?
Habt Ihr noch andere Tricks auf Lager?

Montag, 23. Februar 2015

Mit der Zeit gehen


Früher wurden Socken in kratzigem grauem Garn gestrickt. Aber heutzutage bekommen sie mit allerlei Mustern und Farbwechseln einen ganz anderen Pfiff. Sie gehen halt mit der Zeit.
Die zweite Socke wird bald angeschlagen. Der Begünstigte freut sich schon drauf, denn er hat einen Pullover im gleichen Stil (mit Hebemaschenmuster), den ich ihm vor vermutlich 40 Jahren strickte. Er gibt ihn nicht her, den Pulli. Er ist ja auch mein Bruderherz ... und ihm ist es egal, dass das Ärmelbündchen schon geflickt werden musste. Auch, dass die Ärmel sehr weit sind. Der Pullover ist nämlich aus herrlich weichem Alpaka in Naturtönen. 

Ein wunderschöner Farbverlauf!


UFO Nr. 12

Nun wird das Drachenufo zur Landung ansetzen. Ich habe es mal wieder vorgenommen, das Drachenfeuertuch, das schon sooo lange  auf Fertigstellung wartet. Ein Kleidungsstück, das ich mir für den nächsten Frühlingsspaziergang in den ersten warmen Sonnenstrahlen gut vorstellen kann.
Die sechste Drachenzunge ist bald fertig, dann fehlen nur noch drei. Es geht jetzt zügig voran.


Freitag, 13. Februar 2015

Stuhlkissen fertig! - Nordisch-traditionelles Wohndesign

Gestern wurden die beiden letzten der begonnenen Kissenbezüge fertig. Der Beweis:



Es blieb sogar Stoff übrig für einen Tischläufer:


Mit Bildern aus norwegischen Büchern über altes nordisches Design zusammen mit mitgebrachten und anderen passenden Gegenständen schließt sich die Zimmergestaltung zu einem Ganzen:

Ein gedrechseltes Birkenholzdöschen mit Silberrand aus Norwegen,
dazu zwei Silberlöffel, die ich geschenkt bekam (danke nochmals, TV!).
Ein Zwergenreisekoffer birgt kleine Geheimnisse.

Zwerg "Knut Nissedal" versteht sich prächtig
mit unserem Rentier "Poro Tähti".
Knut lief uns aus der Telemark nach,
das Rentier dagegen flog aus Finnland mit uns nach Hause.
Die Steinchen schmuggelte Knut in seinem Reisekoffer mit.

Ein Messer aus Norwegen mit Birkenholzgriff,
eine munnharp (Maultrommel) aus dem Setesdal,
eine weitere (ohne Behälter) aus Fagernes
und eine selbst gebaute (auf dem Hölzchen) von einem Bekannten hier aus Deutschland.

Ab und zu kommt mal die Gitarre zum Klingen,
deren Hals ich wegen störender Saitenschwingungen bei Gesprächen mit Freunden
in Wollstulpen gepackt habe

Aus Stoffresten fertigte ich eine filzunterlegte Bordüre für das Regal.
Der gedrechselte Teller stammt aus der Gegend von Odda.
Holzkiste und Döschen sind auch aus Norwegen und bemalt im Rosenmalerei-Stil
(der Link führt zu einer norwegischen Künstlerin, die sehr viele Produkte in diesem Stil malt,
von der unsere Gegenstände aber nicht gefertigt wurden,
sie stammen von: Bygdekunst ANS Ingunn og Oddvar Øye).
Gemütlichkeit bei Kerzenlicht - der Kerzenhalter auf dem Tisch
ist auch ein Mitbringsel aus Norwegen.

Neuer Ansporn

Heute erfuhr ich, dass das Handarbeitsgeschäft, in dem ich immer Nachschub für meine nordische Doubleface-Decke gekauft habe, Anfang März schließen wird. Ein Anlass für mich, schnellstens auszurechnen, wieviel Garn ich denn für meine fast halb fertige Decke noch brauche, damit ich es morgen kaufen bzw. bestellen kann. Es fehlen insgesamt noch 19 Knäuel im Gesamtwert von ca. 95 €. Die Decke hat demnach zum Schluss einen Gesamtmaterialwert von etwa 265 €. Und wenn ich nun noch meine Arbeit bedenke, die ich dann hineingesteckt habe, wird sicher verständlich, dass sie einen so hohen Wert bekommt, dass sie unverkäuflich ist (was ich ja auch gar nicht vorhabe). Selbst bei einem sehr niedrig angesetzten Stundenlohn von 5 € käme ich auf einen Gesamtarbeitslohn von fast 2000 €, wenn ich grob 5 Stunden pro Quadrat voraussetze (vielleicht brauche ich aber weniger oder mehr ... ich werde mal drauf achten). So wird einmal deutlich, wie viel Handarbeitsprodukte wert wären, wollte man die verkaufen und davon leben wollen. Unmöglich! Wer würde wohl für eine solche Decke 2265 € zahlen?

Dass das Geschäft schließt, ist heute ein neuer Ansporn für mich, endlich mal an der Decke weiterzuarbeiten. Es wird doch Zeit, dass sie mal komplett wird. Sie liegt ja nun schon als dekorativer Streifen tagsüber auf einer Liege, doch um wie viel schöner muss diese erst aussehen, wenn die Decke ganz ist!

Hier der aktuelle Stand - die angedeutete weiße Ecke zeigt an, wann ich die Hälfte fertig habe. Für den Stand nehme ich mir jetzt den Freitag in einer Woche vor: