Aus dem restlichen NORO-Garn für den Loop, den ich meiner Mutter gestrickt hatte, konnte ich mir noch einen kleinen Halswärmer stricken, der ganz schnell fertig wurde:
Samstag, 31. März 2012
Laufendes Projekt
Nachdem nun die Zeit der Wandlung für meinen Vater überstanden ist, wende ich mich wieder meinen Handarbeiten zu. Der graue Pullover hat nun einen fertigen Rumpf, der Rollkragen ist angestrickt:
Wenn der Rollkragen fertig ist, werde ich den Pullover zugunsten von anstehenden Sommerprojekten bis zum Frühherbst weglegen und die Ärmel später stricken. Tragen kann ich diesen warmen Pullover in den nächsten Monaten nicht. Die Anprobe hat gezeigt, dass er gut sitzt und mir gefällt.
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Mittwoch, 21. März 2012
Kleine Reisebegleiter ...
Alles fließt, geht zügig ineinander, fügt sich ... in meinen Herzgesprächen mit meinem Vater habe ich um Unterstützung gebeten, dass es klappen möge ... vor dem Gang zu seiner letzten irdischen Ruhestätte am Freitag.
Ja, er ist fertig, der farbenfrohe Regenbogenloop! Und einen hübschen Schmetterling hat mein Schatz auch noch dazu besorgt. Einen weißen Schmetterling, der kleine Glitzersteinchen wie Diamanten trägt.
Auf der Trauerfeier (ich mag sie gar nicht mehr so nennen) wird von Amy Shreve der CD-Titel Diamond from Dust (Aus dem Staub ein Diamant - ein wunderschönes Harfenstück) gespielt, nach der Feier und der Bestattung werden wir im Café Waldkristall im Kristallzimmer zusammensitzen und dort möchte ich meiner Mutter diesen Loop überreichen. Er mag ihr helfen, durch eine unsichtbare Tür in einen neuen Lebensabschnitt zu treten mit ihrem geliebten Schatz im Herzen.
Warum ein Schmetterling dazu?
Am Vortage der Heimreise meines Vaters hatte meine Mutter sich einen Staubwedel genommen und das gemeinsame Schlafzimmer gründlich gereinigt, natürlich ohne zu wissen, dass mein Vater niemals mehr in dieses Zimmer zurückkehren würde. Auch hinter den Betten und Schränken hat sie das Putzwerkzeug dabei hergezogen. Dabei kam eine fette schwarze Spinne zum Vorschein. Nein, ich bin nicht abergläubisch ... im Gegenteil! Aber es fügen sich Zeichen zu Zeichen, von denen viele Menschen im Zusammenhang mit der letzten Reise eines Menschen sprechen.
Meine Mutter ließ die Spinne im Schlafzimmer sitzen und betonte später, sie habe nicht geglaubt, dass sie ihr übers Bett laufen werde.
Am nächsten frühen Morgen wurde meine Mutter ja um 4 Uhr von der Intensivstation angerufen, dass es meinem Vater sehr viel schlechter gehe. Zu der Zeit saß die fette schwarze Spinne zwei Zimmer weiter neben ihrem Telefon!
Am Nachmittag desselben Tages, dem Sterbetag, saß im Zimmer meines Bruders auf der Gardine ein Tagpfauenauge!
Bis gestern wusste ich nichts davon, dass es diese Schmetterlingsart war.
Zu meinem Geburtstag hatte ich neulich eine Verwandlungskarte geschenkt bekommen. Die Bekannte hatte sie blanko gelassen ... warum auch immer. Auf der Karte ist eine Raupe zu sehen, die sich durch ein Blatt frisst. Wenn man unten an einer Papierlasche zieht, dann verwandelt sich die Raupe in einen Schmetterling. Diese Karte fand ich mit ihrer Verwandlungssymbolik so schön, dass ich sie für meine Mutter weiter verwendete. Ich schrieb ein Sprüchlein hinein: Die größte Gnade des Lebens ist, dass es uns zur rechten Zeit aus dem engen Kokon eines alt gewordenen Körpers entlässt und wir uns in einen Schmetterling entfalten dürfen.
Gestern - als wir den Grabplatz für meinen Vater ausgesucht hatten - überreichte ich ihr die Karte. "Zieh mal dran", sagte ich. Als sie zog, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht: "Genau so ein Schmetterling saß bei deinem Bruder im Zimmer auf der Gardine!"
Es war ein Tagpfauenauge!
Mögen meiner Mutter noch viele schöne Schmetterlinge begegnen (wer weiß - vielleicht auch mal im Bauch ... so wie es bei meiner Stiefgroßmutter war ...)
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Sonntag, 18. März 2012
Kleine Vorschau auf Colours of Joy - Farben der Freude
Ein lachendes und ein weinendes Auge schien meine Kamera beim Photoshooting heute zu haben. Und da sie nur ein Auge hat, gerieten die Fotos nur ein bisschen unscharf.
Der Frühlings-Loopschal für meine trauernde Mutter ist in Arbeit ... sie bewunderte immer wieder einen farbigen Schal bei einer Nachbarin, den ich allerdings noch nie gesehen habe. Nun soll sie ihren eigenen bekommen, der ihrem Gesicht wieder fröhliche Züge entlocken darf ...
| Das Muster entstammt einer VERENA-Ausgabe, wo es in einem Pullover verstrickt ist |
| Die Löcher werden der frischen Frühlingsluft Tor und Tür öffnen |
| Da ist noch sehr viel Farbe im Anmarsch! |
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Samstag, 17. März 2012
Versprochen ...
... das nächste Post erzählt von neuem Gestrick - einem Frühlingsschal für meine liebe Mutter ... ob ich ihn in einer Woche fertig habe? Für ihren neuen Lebensabschnitt?
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Dienstag, 28. Februar 2012
Nochmal Thema "Ribbelmonster"
Hier wird Sie umfangreich und kompetent geholfen:
Sieben Tipps um das Ribbelmonster fernzuhalten
Danke, Tina!
Sieben Tipps um das Ribbelmonster fernzuhalten
Danke, Tina!
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Sonntag, 26. Februar 2012
Noch eine Variante
Ich habe den Schal in der Länge doppelt gelegt, dann das Knopfende an der Seite mit dem letzten Knopf zu einem Ring zusammengeknöpft, das andere Schalende durchgesteckt, Brosche rein - fertig!
Bin selbst gespannt, was mir beim Herumspielen noch einfallen wird.
Unendliche Möglichkeiten ... ich muss jetzt mal Schluss machen ... hach, so was liebe ich! Aber es gibt noch anderes zu tun ... Ihr könnt ja nachstricken und selber knöpfeln.
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Schnell mal zwischendurch
Erwähnte ich es ...?
Ja, gestern - ich bekam zum Geburtstag zwei Knäuel Bändchengarn in einem wunderschönen Sand-in-Sand-Verlaufston.
Nach zwei Versuchen und Ribbeln strickte ich flott und in eins durch.
Die Tragemöglichkeiten sind vielfältig und ergeben einen tollen Hingucker-Effekt. Hier deswegen zunächst eine Art Tragefoto. An Stelle meines Originalschädel habe ich eine Silhouette gebastelt. Die tut's für die Vorstellung auch:
Nun zu den Details (Nacharbeit ausdrücklich erlaubt:
Material:
100 g LANA GROSSA "IBIZA" Bändchengarn - Farbe 001 (70% Baumwolle, 30% Polyamid)
Anschlag:
45 M mit Nadeln Nr. 6
Fertigung:
Etwa 80 cm im Rippenmuster 1 rechts, 1 links stricken, dann abketteln.
Dabei am Rand die erste Masche auf beiden Seiten immer rechts abheben, die letzte Masche wird immer links gestrickt (geht nur bei ungerader Maschenzahl).
Ausarbeitung:
Etwa 2 cm vom unteren Rand entfernt gleichmäßig verteilt (in jeder 3. Rechtsrippe, den ersten und zweiten Knopf jeweils nur eine Rippe vom Seitenrand entfernt) 7 Knöpfe befestigen, indem man einen Faden aus dem Bändchengarn so durch den Knopf und den Schal zieht, dass man ihn auf dem Knopf verknoten kann. Einen gegenläufigen Doppelknoten fertigen und die Fadenenden ca. 1 cm lang stehen lassen. (Das ist mit "Annähen" gemeint.)
Hier nun Anregungen zum Tragen:
Ich hänge es mir jetzt an den Hals, mache mit meinem Schatz einen Spaziergang und dann gehen wir vielleicht noch ein Tässchen Tee trinken. Schauen wir mal.
Allen Nachstrickern viel Spaß! Wäre mit Brosche auch ein nettes und schnell gefertigtes Geschenk ...
Was mir noch ganz wichtig ist:
Dir, liebe TV, möchte ich nochmal meinen allerherzlichsten Dank aussprechen. An dieser Idee warst Du mit Deiner Knopfsammlung zu einem großen Teil mitbeteiligt!
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Samstag, 25. Februar 2012
Ribbeln macht Sinn
@ alle bisherigen und vielleicht noch folgenden Ribbelkommentatorinnen
Danke für Eure Kommentare. Ich sehe schon, wer richtig gern strickt, für den gehört auch das Ribbeln dazu.
Ich habe heute schon wieder zweimal geribbelt. Es soll aus Bändchengarn ein Cowl oder Schal mit Knöpfen entstehen. Ich vermute, mir wird erst der dritte Ansatz gefallen. Foto erst, wenn das Teil fertig ist. Er entsteht aus einem Garn, das mir eine liebe Bekannte zum Geburtstag schenkte. Inzwischen haben viele raus, womit man mir eine riesige Freude machen kann. Dieses Jahr war es das Buch Julekuler (schade, das hatte ich schon ...), ein Wollgutschein, zwei Knäuel Bändchengarn und das Buch Verliebt verlobt verstrickt von Robyn Harding, eine leichte Unterhaltungslektüre, in der es auch ums Stricken geht.
Ich wünsche Euch einen gemütlichen Strick- und Lesesonntag!
ULL-Rike
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Fisimatenten
Ist ribbeln schlimm?
Frierefritz meinte beim Kommentieren zu meinem Pullover CALAIS, sie hätte Tränen in den Augen, wenn sie einen schon so weit fortgeschrittenen Pullover ribbeln müsste.
Bevor ich die Frage stelle, wie es Euch mit Ribbeltouren geht, möchte ich erklären, wie ich das empfinde.
Klar, man hat Stunden gestrickt, ohne dass nun der Pullover dadurch auch nur einen Zentimeter gewachsen wäre. Alles umsosnt!
Stimmt das?
Ich setze bei der Entscheidung fürs Ribbeln immer dagegen, dass ich einen Pullover tragen möchte, an dem ich Freude habe. Was hilft es mir, wenn ich den Pulli weiterstricke und doch genau weiß, dass er nachher nicht gut sitzt? Der Ärger darüber währt doch viel länger als das kurzfristige Bedauern übers Ribbeln.
Also ziehe ich - schwupps - die Nadeln heraus, hänge den Faden an meinen Wollwickler und vergesse das Ganze. Dann geht's von vorne los.
Das Wickeln mit dem Wollwickler geht ratz-fatz und ich freue mich dabei schon auf den Neubeginn, bei dem ich dann so tue, als hätte es noch gar keinen Versuch gegeben. Beim zweiten Mal habe ich die neu gestrickte Blende auch gleich fehlerfrei gestrickt. Beim ersten Mal musste ich ein bisschen schummeln, was man bei genauem Hinsehen auch finden konnte. So hatte doch alles seinen Sinn.
Damit das Garn nicht zu lange in verstrickter Form herumliegt, wird auch grundsätzlich sofort geribbelt, bevor die Maschen sich zu sehr ins Garn einprägen und das neu Gestrickte unregelmäßig erscheinen lassen.
Alles ist gut!
Und nun frage ich nochmal:
Wie geht ihr (innerlich) mit Ribbelmaßnahmen um?
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