Sonntag, 8. April 2012

Frohe Ostern!

 Frohe Ostern wünsche ich Euch allen, liebe LeserInnen!

Genießt wie ich die neu erwachende Natur, die fröhlichen Farben im Haus und den wärmenden Sonnenschein hinter der Fensterscheibe (draußen richtet er ja noch nicht so arg viel aus).

Ein fröhlich geschmückter Frühstückstisch
 
Na, der hat vielleicht einen Spaß!

Durch die Häkelgardine am Esszimmerfenster scheint die Sonne. Sie projiziert den Schatten der Gardine auf den Boden. Es ist Frühling! Schlecht zu erkennen?


Okay, dann drehen wir das Bild doch einfach mal auf den Kopf:


Upps ... auf der Gardine ist ja ein Sommermotiv zu sehen, denn die Kirschen sind schon reif. An unserem Kirschbaum mitten im Garten blühen aber jetzt noch nicht mal die rosa Blüten.

Aber die ersten Tulpen im Garten tun's schon:


Obwohl es heute Nacht knackekalt war!
Der Osterstrauß auf dem Frühstückstisch ist komplett in unserem Garten gewachsen.

Kleinteilchen zwischendurch

Was das wohl wird? Das Label verrät's ...


Neu angestrickt

Hier erste Eindrücke von der Zopfmusterjacke in Petrol. Die Farbe kommt sehr schlecht auf dem Foto heraus, weil die Sonne ins Zimmer schien. Das Muster ist recht kompliziert, aber seitdem die Musterstreifen erstmal eingerichtet sind, geht es ganz gut voran. In diesem Flipbook kann man die Jacke auf S. 54 anschauen (unten die Seitenzahl eingeben und auf GO klicken). Ich habe sie in dem Wollgeschäft in Neuenkirchen angehabt, allerdings war sie in der dort vorhandenen Größe etwas zu eng. Aber durch den A-Schnitt hat sie hinten einen besonders schönen Fall. 


Tolle Sieben!

Dieses Jäckchen mit dem verdrehten Vorderteil
  • ist erstens originell
  • hat zweitens Spaß gemacht
  • ließ sich drittens sehr flott stricken
  • fällt viertens wunderbar
  • ist fünftens mit Sicherheit über viele Jahre ein Lieblingsstück in meiner Garderobe
  • lässt sich sechstens sehr vielfältig tragen
  • harmoniert siebtens mit vielen Farben

... auf dem Boden liegend ...

... auf einem Bügel hängend ...

Dienstag, 3. April 2012

Jäckchen mit Wendevorderteil

Hach, das strickt sich einfach toll! Das goldgelbe Garn schimmert so fein und es fällt so schön schwer. Das Rückenteil ist fertig. Es liegt auf dem Foto unter dem Rolli. Das Vorderteil ist irgendwie genial entworfen. Es fehlt jetzt nur noch das untere Viertel. Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, ob die eine Hälfte tatsächlich von der linken Seite sichtbar sein sollte oder ob man auch das Strickmuster austauschen muss von rechten zu linken Maschen und umgekehrt. Aber nein, genau das macht das Jäckchen ja noch interessanter, dass nämlich die eine Vorderhälfte in rechten, die andere in linken Maschen erscheint. Die Drehung in der vorderen Mitte dürfte auf dem Foto zu erkennen sein (anklicken und vergrößern).

Mal ganz grob auf dem Tisch dekoriert:


Vielleicht wird das Vorderteil heute Abend fertig. Dann fehlen nur noch die beiden kurzen Ärmel.

Samstag, 31. März 2012

Schwach geworden ...

Gestern hätte mein Vater-selig Geburtstag gehabt. Um meine Mutter an dem Tag nicht allein zu lassen, fuhren wir mit ihr zur Schwester meines Vaters ins Pflegeheim. Dort gab es gemütlich Kaffee und Kuchen.
Anschließend bin ich mit meiner Cousine nach Neuenkirchen gefahren, wo es ein traumhaftes Handarbeitsgeschäft gibt (WOLL-LUST - Inhaberin Freya Hoffknecht).
Zwei Projekte, die dort ausgestellt waren - eine Jacke mit Zöpfen und ein Kurzjäckchen mit verdrehtem Vorderteil - konnte ich anprobieren. Schwups ... schon hatte mich erneut das Strickvirus erwischt und das Garn musste mit:


Es handelt sich um wunderschön glänzendes Baumwollgarn mit Viskose- bzw. Seidenanteil.



Das petrolfarbige Garn wird zu dieser traumhaften Jacke verstrickt:


Aus dem messinggelben Garn soll dieses feine Teil entstehen, das angezogen viel besser aussieht als auf diesem Bild aus der Anleitung. Ich werde es auch für mich nicht so knapp stricken.


Hier und hier auch im Internet zu sehen.

Hey ... wer hat da gerade überlegt, ob ich wohl auch so ein bauchnabelfreies Teil drunterziehe?  - Nö, ich trage körpernahe dünne T-Shirts drunter ... bin schließlich "Modell 54" (s. o.) *lach* Ausgestellt sah das Teilchen sehr edel aus ... dazu war ein feines Kettchen (graue Steinchen auf mehreren Perlonschnüren) dekoriert, das den edlen Charakter noch unterstrich.

Kleines Teilchen zwischendurch

Aus dem restlichen NORO-Garn für den Loop, den ich meiner Mutter gestrickt hatte, konnte ich mir noch einen kleinen Halswärmer stricken, der ganz schnell fertig wurde:

Laufendes Projekt

Nachdem nun die Zeit der Wandlung für meinen Vater überstanden ist, wende ich mich wieder meinen Handarbeiten zu. Der graue Pullover hat nun einen fertigen Rumpf, der Rollkragen ist angestrickt:


Wenn der Rollkragen fertig ist, werde ich den Pullover zugunsten von anstehenden Sommerprojekten bis zum Frühherbst weglegen und die Ärmel später stricken. Tragen kann ich diesen warmen Pullover in den nächsten Monaten nicht. Die Anprobe hat gezeigt, dass er gut sitzt und mir gefällt.

Mittwoch, 21. März 2012

Kleine Reisebegleiter ...

Alles fließt, geht zügig ineinander, fügt sich ... in meinen Herzgesprächen mit meinem Vater habe ich um Unterstützung gebeten, dass es klappen möge ... vor dem Gang zu seiner letzten irdischen Ruhestätte am Freitag.
Ja, er ist fertig, der farbenfrohe Regenbogenloop! Und einen hübschen Schmetterling hat mein Schatz auch noch dazu besorgt. Einen weißen Schmetterling, der kleine Glitzersteinchen wie Diamanten trägt.
Auf der Trauerfeier (ich mag sie gar nicht mehr so nennen) wird von Amy Shreve der CD-Titel Diamond from Dust (Aus dem Staub ein Diamant - ein wunderschönes Harfenstück) gespielt, nach der Feier und der Bestattung werden wir im Café Waldkristall im Kristallzimmer zusammensitzen und dort möchte ich meiner Mutter diesen Loop überreichen. Er mag ihr helfen, durch eine unsichtbare Tür in einen neuen Lebensabschnitt zu treten mit ihrem geliebten Schatz im Herzen.




Warum ein Schmetterling dazu?

Am Vortage der Heimreise meines Vaters hatte meine Mutter sich einen Staubwedel genommen und das gemeinsame Schlafzimmer gründlich gereinigt, natürlich ohne zu wissen, dass mein Vater niemals mehr in dieses Zimmer zurückkehren würde. Auch hinter den Betten und Schränken hat sie das Putzwerkzeug dabei hergezogen. Dabei kam eine fette schwarze Spinne zum Vorschein. Nein, ich bin nicht abergläubisch ... im Gegenteil! Aber es fügen sich Zeichen zu Zeichen, von denen viele Menschen im Zusammenhang mit der letzten Reise eines Menschen sprechen.
Meine Mutter ließ die Spinne im Schlafzimmer sitzen und betonte später, sie habe nicht geglaubt, dass sie ihr übers Bett laufen werde.
Am nächsten frühen Morgen wurde meine Mutter ja um 4 Uhr von der Intensivstation angerufen, dass es meinem Vater sehr viel schlechter gehe. Zu der Zeit saß die fette schwarze Spinne zwei Zimmer weiter neben ihrem Telefon!
Am Nachmittag desselben Tages, dem Sterbetag, saß im Zimmer meines Bruders auf der Gardine ein Tagpfauenauge!
Bis gestern wusste ich nichts davon, dass es diese Schmetterlingsart war.
Zu meinem Geburtstag hatte ich neulich eine Verwandlungskarte geschenkt bekommen. Die Bekannte hatte sie blanko gelassen ... warum auch immer. Auf der Karte ist eine Raupe zu sehen, die sich durch ein Blatt frisst. Wenn man unten an einer Papierlasche zieht, dann verwandelt sich die Raupe in einen Schmetterling. Diese Karte fand ich mit ihrer Verwandlungssymbolik so schön, dass ich sie für meine Mutter weiter verwendete. Ich schrieb ein Sprüchlein hinein: Die größte Gnade des Lebens ist, dass es uns zur rechten Zeit aus dem engen Kokon eines alt gewordenen Körpers entlässt und wir uns in einen Schmetterling entfalten dürfen.
Gestern - als wir den Grabplatz für meinen Vater ausgesucht hatten - überreichte ich ihr die Karte. "Zieh mal dran", sagte ich. Als sie zog, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht: "Genau so ein Schmetterling saß bei deinem Bruder im Zimmer auf der Gardine!"
Es war ein Tagpfauenauge!

Mögen meiner Mutter noch viele schöne Schmetterlinge begegnen (wer weiß - vielleicht auch mal im Bauch ... so wie es bei meiner Stiefgroßmutter war ...)

Sonntag, 18. März 2012

Kleine Vorschau auf Colours of Joy - Farben der Freude

Ein lachendes und ein weinendes Auge schien meine Kamera beim Photoshooting heute zu haben. Und da sie nur ein Auge hat, gerieten die Fotos nur ein bisschen unscharf.

Der Frühlings-Loopschal für meine trauernde Mutter ist in Arbeit ... sie bewunderte immer wieder einen farbigen Schal bei einer Nachbarin, den ich allerdings noch nie gesehen habe. Nun soll sie ihren eigenen bekommen, der ihrem Gesicht wieder fröhliche Züge entlocken darf ...

Das Muster entstammt einer VERENA-Ausgabe, wo es in einem Pullover verstrickt ist


Die Löcher werden der frischen Frühlingsluft Tor und Tür öffnen


Da ist noch sehr viel Farbe im Anmarsch!