Samstag, 2. Oktober 2010

Strickmaschinentag 4

Nach den anfänglichen Hakeleien und Verbogenheiten der Leihmaschine am Mittwoch Abend war ich unbeschreiblich frustriert (mit dem finster-bösen Gefühl des Zerplatzens einer Seifenblase), hatte ja aber am zweiten Tag nach Auswechseln zweier Nadeln den Dreh raus und mir die Pilze stricken lassen. Juhuuu! Und nun geht es voran ... in großen Schritten. So empfinde ich es jedenfalls.
Zuerst wollte ich heute Morgen mal ein anderes Lochkartenmuster ausprobieren. Ich wählte ein Norwegermuster - sie sind zwar vielfältig, aber eben doch alle vorgegeben. Dazu nahm ich wieder die Übungswolle - hellgrün und lila wie am Tag davor. Oha ... es funktionierte auf Anhieb!!! Hier Lochmusterstreifen und Musterlappen nebeneinander:


Dabei gelang es mir sogar, das Muster rechts und links noch zu ergänzen, so dass ganze Motive im Strickstück erschienen. Was für ein Spaaaaaaß! Meine Träume hüpfen in lebendigen Spiralen auf der Strickozeanoberfläche!!! Ich beginne, Land zu sehen ... noch gehen die Traumwellen auf und ab ... mal sehe ich den fernen Horizont, mal verschwindet er kurzfristig wieder. Es passiert noch, dass mal ein Loch im Strickstück entsteht, so wie hier (unten links):

Egal ... das Spielen mit Mustern und Farben übertönt alle kleinen Misserfolge. Dieses Stück hat sich mein kleiner Knut zur zweiten Wolldecke erkoren, nur hätte er gern wieder einen handgestrickten schönen Rand drumherum. Wird gemacht, Knuti!

Meine dienstlichen Aufgaben gingen mir heute zügiger und fließender als sonst von der Hand. Bis Montag habe ich nun frei!

Bei dem zweiten Probestück dieses Posts habe ich den Farbwechsel geübt, außerdem zum ersten Mal ein Stück abgekettelt (von Hand) und es nicht einfach neugierig abgeworfen (mit offenem Maschenrand), weil ich es einfach nicht abwarten konnte, die Vorderseite zu sehen. Auch das hat auf Anhieb geklappt. Suuuper!

Donnerstag, 30. September 2010

Puschel am Hals

Sagenhaft, dieses Puschelgarn von ONline, Linie 9 "Multidream" in vielen schönen Farben. (Das Grau 025 ist nicht dabei, von dem Rot habe ich die Banderole nicht mehr.) Mit nur 3 Knäueln hat man diesen Puschel in kurzer Zeit fertig. Nadeln Nr. 4,5, 40 M anschlagen, ca. 70 cm 2 rechts, 2 links stricken, abketteln, fertig!
Man kann ihn als Kragen tragen oder auch mit der Spitze nach vorn als Halswärmer. Einfach eine Brosche in die Enden stecken und so oder so um den Hals legen:



Der graue Puschel erinnert an eine Siamkatze. Er ist ein Geschenk für meine liebe TV. Schau mal, wie er im Blitzlicht glänzt:


 Und noch einmal bei Tageslicht:

Wie - wo - was? Das war ich?


Ich kann es kaum glauben, nach vielen (gefühlten 1000) Versuchen hat mir die Leihmaschine, die ich mir gestern geholt habe (DANKE, liebe B. R.!!!), ein Pilzmuster gestrickt!!! Wow! Obwohl sie hier und da bei einfachen Stücken in glatt rechts hakte, hat sie's heute getan! Die Anfänge waren schrecklich ... einfach ein Albtraum. Aber meine innere Stimme sagte: Da kommst du durch! Ja, du schaffst es! Um so mehr mein Erstaunen heute Abend ... geht doch! Das Festhängen, das ich schon bei der Demonstration erlebte, hatte wohl eine plausible Ursache gehabt: Nadel Nr. 20 rechts klappte nicht richtig zu, Nadel Nr. 20 links stand nicht ganz gerade. Nach unzähligem Wiederholen (Anschlag, ein paar Reihen stricken, festhängen, doppelte Maschen auf einer Nadel, Schlitten runter ...) habe ich mir die Sache mal genauer angeschaut. Anleitung studiert ... Nadel wechseln. Und nun läuft's! Leider sind die störenden Nadeln noch immer im Nadelbett, aber nur ganz links außen. Und die kann man eh ohne Verlängerungsschiene nicht abstricken. Da komme ich dann schon ins Nachdenken, was den Kauf einer gebrauchten Strickmaschine anbelangt.
Ich bin trotzdem gespannt, was ich in den nächsten Tagen noch lernen werde. Morgen Abend ist erstmal Stricktreff und es wird sicher einen lebendigen Austausch über die ersten Ergebnisse geben.
Eins steht fest:
Das Handstricken wird nicht aufgegeben! Es ist einfach zu zu gemütlich ... oder habt Ihr schon mal jemanden im Café oder auf dem Sofa mit Strickmaschine gesehen?

Dienstag, 28. September 2010

Aufwärts

Heute war der dritte Hörtest nach dem "Sturz" und er sah gut aus. Zwar nerven mich noch immer Geräusche im tieferen Frequenzbereich, aber das wird sicher auch mit der Zeit vergehen. Am Donnerstag geht's wieder an die Arbeit und ich freu mich drauf.
Und ich bekomme die Strickmaschine in Kürze!
Auch darauf freue ich mich ... wie ein kleines Kind!

In meiner "Ruhezeit" habe ich ein paar nette Sächelchen gestrickt. Hier zu sehen:

Der Fausthandschuh hat inzwischen seinen Partner bekommen, dazu habe ich dann die Earbaghüllen gestrickt. Es war noch ein Rest von dem Garn, das ich derzeit für den Halswärmer verwendet habe (auf dem Bild oben zu sehen). Hier eine optische Erläuterung zum Earbag:


Der Handschuh wurde genau so gestrickt wie der Fausthandschuh HERBSTLAUB, nur halt schlicht, aber auch aus BINGO von LANA GROSSA.


Hier noch etwas zum Herbst ( = norw. Haust) - die nächste Musterprobe:



Die wird natürlich mit der Strickmaschine viel regelmäßiger.

Sonntag, 26. September 2010

Fausthandschuhe HERBSTLAUB


Dieses Paar Handschuhe habe ich zu meinem Poncho gestrickt.
Eine Anleitung zum Ausdrucken gibt es hier.
Eine sehr entspannende und schnelle Strickarbeit!

Unendlich komisch

Bei diesem Unendlichkeitszeichen hören wir
HAUST (= HERBST von Herborg Kråkevik):


;-)

Die verordnete Stille

Ja, wie kommt man denn an sowas? Letzte Woche am Montag ist es passiert ... es war am Morgen in der Schule. Irgendwie hatte ich davor schon sehr oft Kopfschmerzen gehabt, aber das war nun neu ... ein merkwürdiges Wummern im Schädel. Dann kam so viel zusammen, Multitasking, Ärger mit einem Kurzen ... ich kann es gar nicht mehr aufzählen, mich nur an das Gefühl erinnern. Alles ging mir total auf den Keks. Als ich nach Hause fuhr, hörte ich nicht mehr richtig. Als ob ich Watte in den Ohren hätte. Eine dicke Watteschicht. Nachmittags hatte ich noch Krankengymnastik ... Legpress, Radfahren, Laufband ... irgendwie komisch, dass alles so gedämpft war in meinem Kopf.
Ich "höre" es schon von Euch ... Mensch, du hast 'nen Hörsturz!  
Irgendwie dachte ich noch: Ach, das geht wieder weg. Ich kam nach Hause, machte meine Vorbereitungen, führte noch drei dienstliche Telefongespräche (komischerweise hörte ich am Hörer noch ganz gut) und ging abends mit diesem Wattegefühl im Kopf schlafen.
Morgens, als ich aufwachte, hatte ich die Sache vergessen. Es war vor dem Weckerklingeln, zu hören gab's noch nichts ... ich stand schlaftrunken auf, ging ins Bad ... erst, als ich die Klospülung hörte, wusste ich: Es war noch schlimmer geworden!
Mist! Was nun?
Mein Bester konnte gar nicht begreifen, dass ich mich dienstfertig machte. Ich hatte so viele Gedanken:
Schon wieder Vertretung für meine Klasse! Und das nach meinem langen Krankenstand im letzten halben Jahr! Es ist doch alles vorbereitet ... und ich habe noch einige Dinge in meinem "Dienstkorb", die die Kinder im Unterricht brauchen ... also fuhr ich in die Schule ... wenigstens wollte ich diese Sachen hinbringen und dann sofort zum Arzt.
Es tat mir für die Kinder so Leid! Aber ich sah ein ... wenn es ein Hörsturz ist, dann kann man das nicht einfach ignorieren.
Beim HNO-Arzt erfolgten dann die üblichen Untersuchungen, dann der Hörtest: "Sie haben einen Hörsturz"! Klar, dachte ich mir schon. Und nun? Eine Infusion?
Der Arzt riet mir davon ab. Hm? Das habe ich noch nie gehört, aber er sagte, man habe heute andere Erkenntnisse, sogar aus dem Internet seien viele Artikel dazu entfernt worden, weil ein Hörsturz bei entsprechender Ruhe von selbst heile. Die Wirksamkeit solcher Infusionen sei sehr umstritten, außerdem habe sie einige mögliche Nebenwirkungen.
Und nun?
Ruhe halten, schlafen, entspannen ... in zwei Tagen wiederkommen ... zum Hörtest.
Na, was dann passierte, ist das Übliche: Menschen, die selbst schon einen Hörsturz hatten, warnten mich. "Pass auf, du behältst nachher einen Tinnitus. Ich hab' den auch" pipapo usw. ...
Beim zweiten Arztbesuch dann das Hörtestergebnis: Besser als beim ersten Mal! "Sie sind auf einem guten Wege", sagte Doktor HNO. Okay, ich sprach die Gefahr eines Tinnitus an. Reaktion: "Gar nicht drauf fokussieren!" Na ja, will ich ja auch nicht, trotzdem interessierte mich mal seine Meinung. Und dann erklärte er mir, dass wir alle ständig unzählige Körpergeräusche hören würden, wenn unser Gehirn nicht in der Lage wäre, diejenigen rauszufiltern, die wir brauchen. Die anderen blieben unterschwellig und würden bloß nicht wahrgenommen. Sonst würden wir z. B. unsere Herzgeräusche, unseren Blutfluss und viele andere Geräusche ständig hören. Menschen, die durch einen Hörsturz in einer gewissen Panik seien, deren Gehirn schaffe es angeblich nicht, solche Geräusche wieder unter die Schwelle zu bekommen." Aha ... so einfach ist das? Klingt total logisch und hat mich sehr beruhigt. Scheint tatsächlich ein psychisches Problem zu sein.
Also wird jetzt schön brav auskuriert, alle Termine abgesagt und Ruhe!
Am Donnerstag will ich wieder fit sein, am Dienstag geht's nochmal zum Hörtest.

Und was macht man, wenn man zuhause Ruhe halten muss?
Sofa ... stricken ... doch dazu mehr im nächsten Post ...

Sonntag, 19. September 2010

Gute Nacht!

Bevor Knut sich schlafen legt, präsentiert er Euch stolz seine neue Kuscheldecke:

Und nun liegt er vor dem großen Weisheitskissen und kann vor Lachen nicht einschlafen. Schließlich möchte er seine Freunde nicht verlieren.
;-)


Auch ich wünsche Euch jetzt eine gute Nacht und tauche ein in Strickmaschinen- und Strickdeckenträume.

Traumbaum in Traumpark

Heute haben wir einen kleinen Ausflug zu den Externsteinen gemacht und sind anschließend zu meinem Lieblingsbaum gefahren:



Er steht in Hornoldendorf bei Detmold. Hier mehr dazu:

„Wenn die Leute über Ursula Oetker und ihre Familie sprachen, fiel schon mal das Wort von den ärmeren Oetkers. Meist war damit aber nur gemeint, dass die ältere Schwester Rudolf-August Oetkers ihre Beteiligung an der Nahrungsmittelfabrik aufgegeben hatte und sich auch von ihrem Besitz an den Reedereien getrennt hatte. Denn wirklich arm war auch dieser Teil der Familie niemals.

Seit 1939 lebten die ärmeren Oetkers auf dem Rittergut Hornoldendorf bei Detmold, das einst der Familie von Hammerstein gehört hatte. Ernst Oetker bewirtschaftete den riesigen Agrarbetrieb.



Das prächtige Herrenhaus des Guts liegt in einem Privatpark, der von einer meterdicken Mauer umgeben ist. In der Mauer steht an einer Stelle eine mächtige tausendjährige
Eiche, die von zwei Seiten von den Steinen eingefasst ist.


Es gibt einen Bach und einen großen Garten. Ein ungemein idyllischer Ort …“

Zitat aus dem Buch: Die Oetkers: Geschäfte und Geheimnisse der bekanntesten Wirtschaftsdynastie / von Rüdiger Jungbluth

Jeder fängt mal klein an ...

... und da Zwerge nun mal klein sind, passen auch kleine Strickdecken zu ihnen. Ha, den Prototyp (mit dickem Fehler, den Ihr bestimmt erkennt) hat er sich gleich auf die Daumen (unter den Nagel???) gerissen, weil er das Teil unbedingt für sich haben WOLL-te und lässt es nicht mehr los. Muss er aber, denn es soll noch ein Rand drum herum.


Lupo und Ringa haben ihm versprochen, dass er die Decke auf jeden Fall bekommt, vielleicht noch heute Abend und ich soll jetzt mit dem Bloggen aufhören. Ja, mache ich. Ich WOLL-te Euch doch nur unsere kleine Freude zeigen.

Ja, was nehme ich denn nun? Rot? Dunkelblau ... hm ... mal Knut fragen ...

ROT, sagt er - passend zu seiner Mütze ... okay, bis später dann. Ich bin dann mal weg.