Dienstag, 10. Februar 2015

Tolle Socke!

Vor wenigen Wochen legte ich mir ein - selbst für Sockenfüchse - geniales Sockenstrickheft zu. Es ist dieses hier aus dem OZ-Verlag. Die dortige Beschreibung sagt alles. Eine Vielzahl von Grundtechniken wird erklärt, dazu gibt es Tabellen für Socken in allen Garnstärken (von 4-fach bis 8-fach), außerdem eine Schablone in Echtgröße für die gängigen Sockengrößen zum Drauflegen und jede Menge nette Anregungen für das Design von Socken. Man findet Spiralsocken, Häkelsocken, Babysöckchen, Socken auf der Rundstricknadel gestrickt u.v.m. - ein wirklich gelungenes Heft, das zur Basisbibliothek jeder Sockenstrickerin (natürlich auch jedes Sockenstrickers) gehören sollte.

Ich habe nach einer Anleitung aus dem Heft nun ein Paar Socken mit Hebemaschenmuster gestrickt. Eine Anleitung, die ich sicher noch öfter verwenden werde. Hier das erste fertige Paar:


Fersentechnik: Herzchenferse
Spitzentechnik: Bandspitze

Grundschema: Man sucht seine Reste zusammen, stellt passende Farben für die Ringel im Fuß zusammen - Anzahl egal (von 2 bis 8 alles möglich). Der Schaft wird in gleicher Farbfolge gestrickt wie der Fuß, allerdings im Hebemaschenmuster. Und das lässt sich dann auch noch mit dem Random Stripe Generator unzählige Male variieren. Zuerst gibt man die gewünschten Farben ein, dann die Zahl 4 (da bei diesen Socken immer Ringel über 4 Runden gestrickt werden), dann die gewünschte Schaftlänge = Fußlänge in Runden (bei mir sind es z. B. 60 Runden). Dann anklicken Generate my stripes und los geht's! Wenn einem der Vorschlag nicht gefällt, einfach zurück über den Browserbutton und neuen Vorschlag machen lassen.

Für die oben gezeigte Socke habe ich 8 Farben verwendet, für die nächste bereits begonnene Socke verstricke ich im Schaft und im Fuß nur 3 Farben (in regelmäßigem Rhythmus), Bündchen, Ferse und Spitze stricke ich einheitlich in Anthrazit.


Der Schaft wird durch das Hebemaschenmuster voluminöser und daher auch schön warm, im Schuh dagegen ist die Socke feiner und nimmt daher nicht so viel Platz in Anspruch.

Hier von mir gewählte Ringelvorschläge für weitere Socken nach dem gleichen Schema:



Viel Spaß beim Spielen!

Montag, 2. Februar 2015

Zimmer aufgehübscht

Am Wochenende war ich mit meinen Strickfreundinnen in Bielefeld auf der HANDMADE. Am interessantesten waren für uns nicht die vielen fertigen Produkte kreativer Menschen, sondern eine ganze Halle voller Materialien, die unserer eigenen Kreativität Nahrung geben. 

An einem Stand in der Abteilung für fertige Produkte entdeckte ich kleine Lampenschirmchen aus speziellem Material, das sich ähnlich anfühlte wie laminiertes Papier. Es gab viele verschiedene Muster und Designs. Was bei mir hängen blieb, war die Idee. Ich hätte auch eines der Schirmchen kaufen können, doch gefiel mir keines davon. Außerdem ist die Idee so simpel, dass sie jeder durch Anschauen nachbasteln kann.

Man braucht nur einen Zirkel, mit dem man von einem Punkt aus zwei verschieden große Halbkreise schlägt. Den so entstehenden Schirm schneidet man aus und klebt die zwei Seitenkanten zusammen. Die Größe muss man ausprobieren, so dass sie gut zu den Weingläsern passt, die man zuhause hat.

Voilà - Schirmchen aufs Weinglas setzen, Teelicht reinstellen, anzünden, Freude dran haben:


Bei der Gelegenheit habe ich der von mir gezeichneten Muminmama endlich einen Bilderrahmen verpasst. Die Mumins habe ich schon als Kind geliebt! Die Zeichnung fertigte ich mit Pinsel und schwarzer Ölfarbe.

 Die beiden Holzfigürchen entdeckte ich in einem Muminshop auf dem Flughafengelände von Helsinki. Das Mumindrehspiel (dem hier nur ein Teelicht fehlt) bekam ich von einer Freundin geschenkt, den Muminbriefbeschwerer von einer Kollegin (ein für mich besonders wertvolles Stück, da die Kollegin inzwischen verstorben ist).



Meiner Staffelei habe ich die Beine verkürzt (Teleskop-Beine), sie auf eine Kommode gestellt und eine Rentieraugenskizze (frisch gerahmt) darauf gesetzt. 

Das Bild von meinem Vater habe ich auch endlich gerahmt (unscharf gemacht wegen pers. Rechte - ich kann ihn ja nicht mehr fragen).

Die Lichterkette ist mit kleinen, über einen Plastikbecher gestülpten Papierschirmchen aus der Zeitschrift Daphne's Diary Nr. 1 - 2015 geschmückt, die man nur auszuschneiden und zusammenzukleben braucht.


Das Rentierauge faszinierte mich besonders wegen des Spiegeleffekts darin. Als ich mir das Foto ganz genau anschaute, konnte ich nämlich uns selbst in dem Auge gespiegelt sehen.


Bevor Sie es wegwerfen, geben Sie es mir ...

Das stand neulich auf der Werbepostkarte einer Frau, die Dinge sammelt, die andere wegwerfen und aus denen sie dann noch etwas Brauchbares macht. 

Ich entdeckte beim Aufräumen am Wochenende eine alte Reisetasche, verborgen in einer Ecke, öffnete sie und schaute in ein Personengewimmel, von dem ich mich nach Beenden meiner Dienstzeit nun endlich trennen möchte. 

Enkelkinder gibt es bei mir nicht, Kinderbesuch nur äußerst selten und wenn, dann bevorzugen die das Spielen mit meiner großen Lego-Kiste. Aber zum Wegwerfen ist das Sammelsurium dann doch zu schade. Wer könnte es gebrauchen, dachte ich und da fiel mir eine Freundin ein, die inzwischen schon drei Enkelkinder hat. Ein kurzer Anruf und schon war klar, wohin die Reise für den bunten Trupp gehen sollte.

Was für ein bunter Trupp?, denken jetzt sicher meine Blogleser.

Gemach, gemach ... ich werde sie schon alle vorstellen. 

Aber schauen wir doch erst mal rein, in die geheimnisvolle Tasche:




Hoppala, was für ein Andrang! Na, dann wollen wir mal alle aussteigen lassen:



Nun aber etwas mehr Disziplin bitte, ja?
Aufstellen in Interessengruppen ist angesagt:



Gut so ...
und nun bitte vorstellen:

Wir sind die Bösen:
Hexe Flitzebesen
Räuber Hotzenplotz
Pirat Rotkopf

Unzertrennlich: Opa Gutmann und seine Enkelin Schmuckliese

Wir dürfen in keinem Kaspertheater fehlen:
Kasper Punkti und Kasper Streifi

Ela und Alo, die Geschwister aus der Trollfamilie des Tobiwaldes

Wir leben in der Märchenwelt -
das kleine Gespenst, Fee Fliederschön und Goldmarie

Uns kennt man als die "Blaublütigen" - Queen Mom, Little Princess, King Dad

Wir sind ein Gegensatzpaar - Schwarz und Weiß oder Äquator-Jim und Nordpol-John

Und wir sind das Helferteam - Prof. Dr. Allwissend und Gendarm Strong
Bis auf Fee Fliederschön, das kleine Gespenst, Ela und Alo, Opa Gutmann und Räuber Hotzenplotz haben Grundschulkinder die Puppen unter meiner Anleitung in einer Projektwoche gestrickt. 

Ich erinnere mich noch an ein Puppenspiel, das die Kinder einer vierten Klasse vor vielen Jahren selbst ausgedacht hatten und den Eltern auf einer kleinen Feier vorspielen konnten. Beim Üben wurden sie von Mal zu Mal freier, lockerer, origineller. Da hat z. B. Prof. Dr. Allwissend mit einer Nähmaschine den Bauch eines operierten Mädchens wieder zugenäht. Wir haben damals TRÄNEN gelacht ... die Geräusche dazu waren umwerfend komisch!

Ja, an solche Erlebnisse in meiner Dienstzeit denke ich gern zurück. Nun aber sollen die Puppen wieder tanzen und nicht ein trauriges Dasein in der vergessenen Reisetasche fristen. Ob ich sie wohl mal wieder lebendig erleben darf?

Ich bin sehr gespannt ...

Weitere Blogposts zum selben Thema finden sich unter dem Label Handpuppen stricken. Dabei habe ich selbst eben einmal nachgerechnet ... die Puppen haben Kinder vor 29 Jahren gefertigt! Die Kinder sind nun alle über 30-jährige Erwachsene!

Freitag, 30. Januar 2015

Schal wächst

Hier der aktuelle Stand bei meinem Doubleface-Schal:


Der wird lustig!

Mein zweiter Marius ist fertig!


Da der zweite Marius genau so gut sitzt wie der erste Pullover, brauche ich ihn nicht am Körper zu zeigen. Meine Hulda tut's heute auch. Ich bin sehr zufrieden!

Der Pullover sieht auf dem Foto sehr blaustichig aus, ist aber anthrazitgrau. Wenn ich Zeit finde, werde ich ihn nochmal bei Tageslicht fotografieren.

Morgen ist die HANDMADE in Bielefeld. Da ist erst mal Schluss mit Mariussen. Mal sehen, was mich morgen dort so anspringt.

Montag, 26. Januar 2015

Doubleface - nun auch in privatem Lehrgang vermittelt

Letzten Montag waren fünf meiner sechs Strickfreundinnen bei mir zuhause. Alle wollten lernen, wie man die Doublefacetechnik strickt. Als inzwischen alter Fuchs in dieser Technik erklärte ich mich gern dazu bereit. Das Kaffeegeschirr kam nach kurzer Zeit wieder vom Tisch. Wir brauchten Platz. Aber zuerst wollte jeder seine neu gefertigten Strickwerke zeigen. Da gab es tolle Sachen zu sehen:

Ein Loop in simpler Technik mit großem Effekt!

Was für leuchtende Farben!

Die Mütze ist wunderbar kuschelig

So etwas habe ich doch neulich schon mal in unserem Wollgeschäft gesehen?
Auch eine ganz einfache Technik ...

Eine hübsche Tunika für ein Baby
Und dann konnte es endlich losgehen! Die "Schülerinnen" waren sehr aufmerksam, begriffen schnell und hatten nach kurzer Zeit ihre ganz persönlichen Erfolgserlebnisse. Und ich war glücklich darüber!

Angefangen haben wir mit einem einfachen Probestück, zunächst nur mit einfarbigen Reihen (vorn Farbe 1, hinten Farbe 2) ohne Muster. Eine ganze Weile war es ziemlich still im Raum. Alle waren konzentriert bei der Sache. Dann war ich wieder gefordert und musste den Farbwechsel erklären. Das war schon viel schwieriger, gelang dann aber ganz gut.

Gleichzeitig mit meinen "Schülerinnnen" hatte auch ich ein neues Projekt begonnen. Hier hatte ich schon einmal das Garn vorgestellt. Und so weit bin ich nach zweimaligem Probieren und Aufribbeln inzwischen gekommen:

Zu sehen sind Vorder- und Rückseite

So werde ich den Schal nun weiter stricken. Nach jedem fertiggestellten Quadrat werde ich Vorder- und Rückseite tauschen, was den Schal noch abwechslungsreicher macht. Jeweils in der Mitte wird ein immer neues Motiv oder Muster erscheinen. So wird keine Langeweile aufkommen. Es wird Zeit ... der Winter soll doch noch mal zuschlagen, wenn man dem Wetterbericht glauben darf.

Eine neuer Marius wächst!

Seit etwa zwei Wochen stricke ich an meinem neuen Mariuspulli. So ungefähr hatte ich ihn mit digitalen Mitteln entworfen:



So weit bin ich inzwischen schon gekommen und ich muss sagen- es macht mir einfach nur Freude! Zwar ist das Gelb nicht ganz so warm, wie ich es mir gewünscht hätte, doch leider gab es nur einen Gelbton in der schon einmal von mir genutzten Garnqualität (Schachenmayr Merino Extrafine 120).


Am nächsten Wochenende werde ich also wieder einen neuen Pulli haben. Den werde ich sicher genau so gern und oft tragen wie den blau-weiß-roten Marius!

Freitag, 23. Januar 2015

Nordisch, nordischer, am nordischsten ...

Nachdem ich vor Weihnachten in einem riesigen Stoff- und Dekogeschäft in Lage einen tollen Polsterstoff entdeckt hatte, in den ich mich sofort verliebte, teilte ich meiner Blog- und Mailfreundin Susi meine Neuentdeckung mit. Auch sie verliebte sich gleich in den Stoff und meinte, sie habe einen alten Sessel, der dringend einen neuen Stoff benötige. 

Ich hatte nur einen halben Meter von dem Stoff gekauft (bei einer Breite von 1,40 m) und beabsichtigte, daraus einen Tischläufer zu nähen. Doch Susis Idee fand Anklang bei meinem Schatz, der mein kleines Stoffstück über unseren holländischen Ohrensessel legte - meinen Lieblings-Lesesessel. Er sah nun aus, als habe er komplett einen neuen Bezug erhalten. Ein Fake!


Ist aber auch gar nicht nötig, denn unser Sesselstoff ist noch gut. Wäre dem nicht so, hätte ich jetzt ... nein, statt dessen bekam Susi fast den ganzen Stoffrest per Versand, der noch auf dem Ballen war und ich holte mir die 1,10 m, die übrig waren. Unsere mindestens 30 Jahre alten Stuhlkissen sollten mal einen neuen Anzug erhalten. Doch dann würde es für einen Tischläufer nicht mehr reichen. Schade!

Da hatte eine Bekannte eine glorreiche Idee: Nimm doch für die Unterseite des Kissens einen schlichten Stoff in passender Farbe.

Gesagt, getan!

Heute wurde das erste Kissen fertig ... und ich bin begeistert!

Vorweg möchte ich noch ein paar Eindrücke aus Norwegen vermitteln. Es handelt sich um Details aus alten Hoteleinrichtungen oder Museumsgebäuden. Genau darauf fliegt meine Seele! Manchmal fragt man sich ja so zum Spaß, ob man in einem Vorleben schon mal ...??? Meine Eltern hatten jedenfalls einen anderen Geschmack, aber bekanntlich bringt ja jeder Mensch etwas Eigenes mit auf die Welt. So oder ähnlich sähe meine Einrichtung aus, wenn ich in Norwegen ein altes Holzhaus hätte:


Gemeinschaftsraum im Hotel Kvikne in Balestrand


Möbeldetail - so etwas wärmt mir das Herz



Gemeinschaftsraum im Hotel Mundal in Fjærland







Altes Museum in Eidsvoll



Aus einem alten Hotel in der Telemark 


Ich liebe diese Kombination von altem Holz und bunt gemusterten Stoffen. Natürlich möchte man im möglichen Rahmen auch zuhause solche Elemente einbringen. Der neu erworbene Stoff ist ein kleiner Teil davon. 


Das alte Stuhlkissen, das hinten mit Bändchen befestigt ist, 
hat einen braunen Bezug.
Links habe ich bereits einen neuen Bezug aufgezogen, 
den ich heute genäht habe.

Die Unterseite hat eine andere Farbe. 
Damit sie nicht sichtbar ist, habe ich die Oberseite etwas größer zugeschnitten.
So reicht sie um die Kante des Kissens herum.
Der neue Bezug ist über den alten gezogen. 
Das hat den Vorteil, dass ich den neuen Bezug einfach abziehen kann, 
wenn ich eine gemusterte Tischdecke auflege 
und einen neutralen Bezug haben möchte.



Auf der Fensterbank liegen viele Mitbringsel aus Norwegen, als da sind:
Ein Handwebläufer aus dem Valdres, 
ein aus Holz gedrechseltes Zuckertöpfchen mit schönem Silberrand,
ein Messer,
eine Maultrommel aus dem Setesdal.
Wie gut doch das neue Sitzkissen zu dem Webläufer passt!

Zu Ehren von Tante Henny

Nun ist sie tatsächlich 103 Jahre alt geworden, meine Tante Henny (der Link führt zu einer besonderen Geschichte um ihre Strickleidenschaft und meine Nachfolge). Im  Oktober 2014 feierte sie ihren letzten Geburtstag im Kreise ihrer nächsten Mitbewohner und einiger ausgewählter Gäste aus der Familie im Altenheim.

Danach habe ich sie ein letztes Mal noch zuhörend wahrgenommen. 

Es war mein letzter Besuch bei ihr im Altenheim. Ich hatte anlässlich ihres Geburtstags eine Woche später meine Gitarre mitgenommen und ihr im Kreise ihrer Mitbewohner ein paar kleine Stücke vorgespielt, unter anderem dieses romantische Stück von Maria Linnemann, das ich nicht annähernd so schön spielen kann, doch Tante Henny gefiel es, denn sie wippte unter ihrer Kniedecke deutlich mit dem Fuß zur Musik. Zwischendurch nickte sie dann auch hin und wieder mal ein, aber ihre Aufmerksamkeit war an dem Tag schon enorm, nachdem ich sie bei meinem letzten Besuch davor nur schlafend im Bett erlebt hatte und sie auch nicht hatte wecken können, obwohl die Pflegerinnen mich mehrmals dazu ermutigten.

Es wurde in der letzten Zeit immer schwerer, sie aufzurichten. Ihre Muskeln waren vom langen Liegen und Schlafen immer schwächer geworden. In den letzten Wochen klappte es auch mit dem Schlucken nicht mehr so recht und es wurde immer deutlicher, dass ihr Lebenswille nachließ.

Am 10.01. verstarb sie dann in einem Moment, in dem niemand in ihrem Zimmer war. Sie war einfach friedlich eingeschlafen.

Als im ganzen bäuerlichen Umfeld beliebte Frau bekam sie als Begleitung zur letzten Ruhe einen langen Trauerzug. Die Kleinstadtkirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die anschließende Kaffeetafel musste für rund 100 geladene Gäste gedeckt werden.

Bei der kirchlichen Trauerfeier fühlte ich mich auf besondere Art mit Tante Henny verbunden. In meiner Jackentasche hatte ich ein Päckchen mit Papiertaschentüchern. Aber mein Päckchen knisterte nicht, die Taschentücher steckten nämlich in diesem hübschen Behälter:


Das kleine Täschchen hatte Tante Henny vor vielen Jahren genäht, wie so viele andere Dinge auch, z. B. Schürzen für die Küche und kleine Greifbälle für Babys. Die wurden ständig gebraucht, hatte sie doch allein 11 Urenkelkinder.


Nachdem die große Familienfeier (sehr lebendig und sicher ganz im Sinne meiner Tante) vorüber war, drehte ich zuhause das kleine Utensil mal auf links und erkundete, wie sie es genäht hatte.


Ich suchte ein paar Stoffreste hervor und versuchte, es - ihr zu Ehren - nachzutun. Es war schnell gemacht:




Eine gute halbe Stunde braucht man für so ein Täschchen. Wäre es nicht ein hübsches Geschenk für einen trauernden Menschen, dem man sein Mitgefühl zeigen möchte?


Wie gesagt ... beim Herumfingern in der Tasche während der Trauerfeier entsteht mit dieser Verpackung kein Knistern, mit dem man andere stören könnte. (Es klingelte übrigens kein Handy ... ob alle ausgeschaltet waren?)