Donnerstag, 11. Juni 2009

Ausflug in die 70er-Jahre

Das Wetter ist grauselig, ich habe reichlich Büroarbeit, habe aber heute gemütlich gefrühstückt und dann mal in alten Fotoalben eine Spurensuche nach meinen ersten Strickarbeiten unternommen. Ich wurde schnell fündig und will sie nach und nach im Blog dokumentieren.
Damals habe ich nämlich kiloweise Wolle verstrickt. Ich gehörte zu den Studentinnen, die in Vorlesungen neben den Büchern und Notizblöcken (heute sind es wohl eher Notebooks) immer ihr Strickzeug dabei hatten.

Spur 1 - ein hellgrau-dunkelgrauer Ringelpulli:


Spur 2 - huuuch - damals mit lackierten Nägeln! Heute undenkbar an mir!
Spur 3 - auf Balkonien:


Mittwoch, 10. Juni 2009

Hilfe! Wo ist der Rapport???



Die erste Socke von der Sorte ZWIEBEL ist fertig - eine Damensocke für mich selbst. Wie immer wählte ich eine unifarbige Wolle (von OPAL) für Bündchen, Ferse und Spitze. Um beide Socken im gleichen Streifenverlauf stricken zu können, wickelte ich vom Knäuel des Farbverlaufsgarns (SCHOELLER + STAHL) so viel Wolle ab, dass ich an eine neue Färbung kam. Doch nun wartete ich beim Stricken lange und schließlich vergeblich auf die Wiederholung von Musterstreifen. Es gab keine!

Was nun?

Da werde ich also wohl in Kauf nehmen müssen, dass meine nächsten Socken verschieden aussehen werden!

Was soll's? Die meisten SockenstrickerInnen scheren sich nicht drum ... ich muss es wohl jetzt auch mal lernen, Fünfe gerade sein lassen zu können.

Dafür machte das Stricken sehr viel Spaß, weil immer etwas Neues in der Streifenfolge erschien.

Seelennahrung





Sie machen mir immer mehr Freude, die kleinen Hauswurzpflänzchen, die ich eigentlich nur vorübergehend in einen Topf setzte um sie nach der Umgestaltung des Gartens wieder an ein steiniges Plätzchen zu pflanzen. Sie sind ja so genügsam und halten Trockenheit und sehr kargen Boden aus. So wie auch Kakteen blühen sie wunderschön trotz größter Hitze. Es gibt sehr viele Sorten von diesen Semperviven (Ewig Lebenden) und mein Sortiment wird sich ganz gewiss noch um einige Exemplare erweitern. Sieht sie nicht aus wie eine kleine Prinzessinnenkrone, die hübsche rosa Blüte der Spinnweb-Hauswurz?


Ganz besonders angetan hat es mir derzeit auch die Pracht der vielen Fingerhüte (Digitalis) in unserem Garten mit ihren facettenreichen Rosa-Violett-Tönen. Schaut man genau hin, kann man die feinen Härchen in ihren Blütenkelchen erkennen.



Sonntag, 7. Juni 2009

Der KARIUS mit dem roten Faden

Mein selbst entworfener KARIUS ist fertig. Das Garn (LANA GROSSA und SCHACHENMAYR REGIA 4-fädig) ist wunderbar geschmeidig und das Maschenbild sehr gleichmäßig. Die Farbkombination ist ganz nach meinem Geschmack. 

Nadelkissenanleitung auf Deutsch


Vor ein paar Tagen las ich in Brigittes Strickblog von einem hübschen gehäkelten Nadelkissen. Die Anleitung dazu gab es aber bei Ravelry nur auf Dänisch. Ich nahm mir den Text mal vor und versuchte ihn zu übersetzen. Da ich Norwegisch kann, war es (bis auf eine Stelle) nicht allzu schwierig:








Gute Resteverwertung!




Man braucht:
Mayflower Baumwolle, eine Häkelnadel Nr. 3, eine Stopfnadel, etwas Füllwatte und einen schönen Knopf



Häkelanleitung:
Mit 6 LM beginnen und mit einer KM zu einem Ring schließen. 12 feste Maschen rund um den Ring häkeln und mit einer Kettmasche schließen und mit der nächsten Runde fortsetzen, die so gehäkelt wird:
* 2 feste Maschen in dieselbe Masche, 1 feste Masche in die nächste Masche *, dies während der gesamten Runde wiederholen und mit einer KM schließen


In der nächsten Runde wird die Maschenanzahl vergrößert, indem so gehäkelt wird:
* 2 feste Maschen in dieselbe Masche, jeweils 1 feste Masche in die nächsten 2 Maschen *, dies während der gesamten Runde wiederholen und mit einer KM schließen


Jetzt deutet sich durch die vorherigen Maschengruppen, die in der Runde ja immer sechsmal wiederholt wurden, bereits die Sechseckform an.

Dieses Prinzip wird nun in den folgenden Runden so fortgesetzt:

* 2 feste Maschen in dieselbe Masche, jeweils 1 feste Masche in die nächsten 3 (4, 5, 6 ...) Maschen *, dies während der gesamten Runde wiederholen und mit einer KM schließen


Das Sechseck endet mit 8 bis 10 festen Maschen pro Segment. Die Anzahl ist abhängig von der Häkelfestigkeit. Die Anzahl der Maschen pro Segment am Schluss ist im Grunde egal, bestimmt allerdings die endgültige Größe des Nadelkissens.


Nun wird ein zweites Sechseck in derselben Größe gehäkelt.


Beide Sechsecke werden nun mit einer Runde fester Maschen zusammengehäkelt, ohne die Runde vollständig zu schließen, damit man das Kissen vorher noch mit der Watte füllen kann.
Zum Schluss nimmt man einen Faden und näht ihn von der Mitte aus in Richtung aller sechs Ecken. Wie stramm man den Faden dabei zieht, kann man selbst bestimmen. Man sollte so lange probieren, bis man zum besten Ergebnis kommt.


In die Mitte kann man einen dekorativen Knopf nähen.




Liselotte Weller hat die Anleitung auf Dänisch auf ihrer Website geschrieben.

Tak for tilladelse, Liselotte!

Und danke auch Brigitte für die Erlaubnis, Fotos aus ihrem Blog zu verwenden! Natürlich habe ich das Glücksschweinchen gewählt, wenn meine Nadelkissen, so es sie geben wird, auch schlichter sein werden.

Samstag, 6. Juni 2009

Mein roter Faden ...


Mein Karius hat einen spezifischen Namen bekommen:

ROTER FADEN IM LEBENSMEER


Die "Anhängerchen" werden noch geändert. Die rote Perle, die ich noch hatte, brachte mich auf die Idee, etwas Pfiffiges einzubauen und dann kam das Brainstorming:

Was ist denn das nun?


Ein roter Faden in welligem Blau ... eine metaphysische Eingebung blitzte in mir auf ... und schon war der Name da ... allerdings auf Norwegisch, wie im Foto zu lesen.


RØD TRÅD PÅ LIVETS HAVET

Gedanke - Assoziation
Wir leben wie in einem großen Meer mit mal höheren, mal flacheren Wellen, durch die wir unseren roten Lebensfaden pflügen.


Freitag, 5. Juni 2009

KARIUS wächst

Zum Vergrößern anklicken!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Einen Schritt zurück und zwei Schritte vor ...

Nun habe ich ganz schnell entschlossen den vermeintlichen BAKTUS, der doch eher ein KARIUS war, aufgeribbelt. Der Neuanschlag für einen echten KARIUS war schnell gemacht und außerdem habe ich die Farbe nun in Ringeln gewechselt. Schmuck für die Zipfel habe ich alternativ am Rand dargestellt.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Mein erster BAKTUS


Angeblich wurde er in vielen norwegischen Strickblogs "herumgereicht", der baktus skjerf (das Baktus-Halstuch). Ich entdeckte ihn in einem deutschen Strickblog und war sofort begeistert. So kann man nämlich Reste vom Sockenstricken verwerten. Da ich kraus rechts Gestricktes nicht so gern mag (es erinnert mich immer an diese Babymützchen mit dem Teufelsspitzchen auf der Stirn), wollte ich den BAKTUS glatt rechts stricken, was jedoch bedeutet hätte, dass er sich an den Rändern einrollt. Auch nicht so toll!
So kam ich auf die Idee, den BAKTUS in Runden zu stricken und je nach der Hälfte eine linke Masche zu stricken, damit er sich an beiden Kanten von selbst knickt. Das Halstuch wird so zu einem wärmenden Schal, denn es ist ja doppelt dick.
Fertig drapiert stelle ich ihn mir dann etwa so vor:


An die Enden kann man die unterschiedlichsten Dinge hängen. Auf dem Bild habe ich zwei keltische Anhängerchen gewählt, denkbar wären aber auch selbst gewickelte Quaste oder Pompons.
Ach ... nun habe ich noch nach BAKTUS gegoogelt und herausgefunden, dass es sich dabei nur um die halbe Wahrheit handelt, denn es gibt auch einen KARIUS. Er wird komplett glatt rechts gestrickt, wobei sich die Ränder nach innen rollen! Dies wird bewusst als Designelement eingesetzt. Ich entdeckte dabei auch sehr schöne Regenbogenfarbverläufe ... das MUSS ich auch mal machen! Ob ich meinen BAKTUS dafür beiseite lege und wieder aufribbele? Mal sehen ...

Errungenschaften

Beim Einkauf im Nachbarstädtchen musste ich noch die beanstandete Wolle von meiner Kurzjacke zurückgeben, da die Inhaberin des Handarbeitsladens sie an LANA GROSSA zurückschicken muss, um das neue Knäuel für mich ersetzt zu bekommen.
Und wieder konnte ich nicht ohne eine neue Sockenwolle aus dem Laden gehen.
Jetzt kommt Zwiebelgeruch an die Füße ... Zwiebel zu Käse? Passt ja wohl! ;-)
Scherz beiseite ... die Färbung des Garns trägt halt den Namen "Zwiebel" und das Garn (SCHOELLER/STAHL) sieht so aus (in der unteren linken Ecke ein Bildchen von der verstrickten Wolle):

Wie immer will ich auch dieses Mal Bündchen, Ferse und Spitze in schlichtem Garn stricken und fand dazu das passende Zwiebelschalen-Braun von OPAL.