Donnerstag, 6. August 2009

Fünfunddreißigster und sechsunddreißigster Ferientag - aus dem Lukreativkästchen geplaudert ...

Ich habe hier längere Zeit nichts mehr gezeigt, daher gibt es heute mal ein bisschen mehr.
Von meinen Adventssöckchen gibt es seit heute 12 Stück, gestern waren es noch 11, wie auf dem Foto zu sehen ist. Wie weit bist Du inzwischen, Nadia? ;-)
Der Halsschmuck zu der braunen Leinenjacke ist nur unwesentlich länger geworden. Ich weiß nun, dass ich die Perlen am anderen Ende in Naturweiß nehmen werde, denn das kommt auch in dem Farbmustergarn vor.
Das gab es neulich mal an einem heißen Tag: Limonade, selbst gemacht! Dazu wurden je eine Handvoll Zitronenmelisse und Pfefferminze mit kochend heißem Wasser (1,5 l) aufgebrüht, dazu kam Zucker (8 EL) und der Saft von mehreren Zitronen (mindestens drei). Das lässt man abkühlen und serviert es am nächsten Tag mit Minzeblättchen und einem kleinen Zitronenstückchen (unbehandelt natürlich). Sehr erfrischend!
Dazu gehörte dann noch die edle Pfefferminzschokolade von Dolfin, die wir in einer Chocolaterie erstanden hatten. Gemein lecker!!!


Derzeit befasse ich mich ganz und gar nicht mit solchen Leckereien, da ich aus gesundheitlichen Gründen gerade eine strenge Fastendiät einhalte.
Also zu einem anderen Thema:
Schöne Farben!
Diese Kombination hier mag ich im Blumenbeet besonders gern:

Mein kleiner Glücksbringer SANSORIUS auch, doch die nun langsam, aber sicher verblühenden Hornveilchen und Stiefmütterchen empfindet er nicht mehr als Bereicherung für sein kleines SANSIBAR. Heute habe ich sie denn auch ausgerupft und ihm einen kleinen Zwergengemüsegarten eingerichtet. Es gibt kleinen Kohl und Paprikaschötchen. Für uns Menschen sind es nur Zierpflanzen, aber er wird sie mögen ... ;-)
Bilder davon gibt es später mal.


Heute Morgen suchte ich nach einem Stück blauen Stoff, der neulich von dem genähten Kissen übrig geblieben war. Ich suchte in meinem großen Wäschekorb, den ich zu einem Woll- und Stofflager umfunktioniert hatte. Dabei entdeckte ich so allerlei Brauchbares:
Besonders schön finde ich diesen Strang naturfarbige Wildseide, die ich mal aus Industriegarnresten bekam. Sie war derzeit unglaublich billig. Ich habe sie mit einem gleichfarbigen Baumwollgarn zusammen kombiniert in einem Faden zu einem sportlichen Pullover verarbeitet, den ich damals selbst entwarf.


Heute Abend kam ich auf die Idee, das Wildseidengarn mit einem anderen Vorrat mercerisierten Baumwollgarns zu mischen und so wie unten sieht das Knäuel bisher aus. Eine Strickprobe habe ich auch schon gemacht, aber noch nicht fotografiert. Das Pröbchen finde ich schon sehr ansprechend. Das könnte noch ein Sommertop für die letzten heißen Tage dieses Sommers werden!

Der gelbe Pfeil auf dem Bügelbrett zeigt auf einen Formstreifen, den ich heute Morgen als Gardinenraffer für unsere Wohnzimmerstores genäht habe. Da ist ja der blaue Stoff!
Ich bin es Leid, hinter dem Fenster zu sitzen und in mein von links verdecktes Blumenparadies zu sehen.


Noch sitzt der Raffer provisorisch an seinem Platz. Ich muss noch Ringe und einen Haken besorgen. Aber der Blick ist schon mal frei:

Genug für heute - ich gehe noch ein bisschen stricken ...


Donnerstag, 30. Juli 2009

Die Dienstagsfrage - wegen Abwesenheit am Donnerstag beantwortet

Trägst Du jetzt gerade - während Du diese Frage liest - etwas Selbstgestricktes? Und wenn ja - was denn? Wenn nein - warum denn nicht? Gibt es ein Foto? Zeig!
Quelle: Das Wollschaf
Da gibt es nichts zu zeigen. Im Sommer trage ich Selbstgestricktes höchstens an Terrassenabenden, wenn die Nachtkühle hereinbricht. Das ist dann meistens ein Dreieckstuch. Außerdem habe ich oft einen meiner Kariüsse bei mir, den ich im Auto, falls es zieht, um den Hals legen kann.
Warme Socken warten in der Schublade auf den Herbst.

Fünfundzwanzigster bis neunundzwanzigster Ferientag - strickfreie Wandertage


Habe kräftige Wanderbeine bekommen, bin stundenlang im Süntel mit den merkwürdigen Buchen herumgelaufen und habe fast zweimal das Bad Zwischenahner Meer umrundet.

Herrlich!

Im Auto 3 Adventssöckchen gestrickt (nun sind es 10) ... das war's!

Samstag, 25. Juli 2009

Vierundzwanzigster Ferientag - neuer Stoff und Strickschmuck kreiert

Samstag - Markttag in der Nachbarstadt.
Und schon vorher wusste ich, dass ich mal wieder in den Stoff-Markt gehen würde (Reste-Truhe). Mal sehen, was es da so gibt ... Sommer-Ausverkauf?
Ich suchte nach einem weißen Stoff für ein Top zu meiner braunen Leinenjacke. Der war schnell gefunden.
Auf dem Wege hatte ich im Auto als Beifahrerin auch schon wieder die Nadeln in der Hand, denn es soll ein Strickschmuck zu der Jacke entstehen - auf dem zweiten Foto im Detail:



Ganz aus dem Häuschen war ich wegen der Entdeckung eines Taftstoffes für feierliche Anlässe, der mit Blättern bestickt ist. Den passenden Schmuck - eine Keramik-Anstecknadel mit einem Blatt - hatte ich heute zufällig an der Jacke stecken:

Hier der Strickschmuck noch einmal im Detail. Noch steckt die Idee in den Kinderschuhen, denn ich habe noch viele andere Perlen, die dazu passen würden. Aber es wird auch möglich sein, sie von Fall zu Fall auszutauschen.

Hier ist der Schnitt für das Top zu sehen, den ich von einem gekauften Top abzeichnete und leicht veränderte - auf dem Detailfoto ist der weiße Stoff abgebildet:

Freitag, 24. Juli 2009

Dreiundzwanzigster Ferientag - ich kann mich nicht entscheiden

Ja, welchen Hintergrund nehme ich denn nun? - Ich weiß es nicht! Egal - da habt ihr sie alle drei:




Fertigungsdauer pro Söckchen ca. 45 Minuten (x 24 = 18 Stunden). Ein Viertel habe ich fertig. Wenn ich es in den Sommerferien nicht schaffe, kommen ja noch die Herbstferien. Oder mal hier eins, mal da eins so zwischendurch. Das wird schon!
Heute habe ich mir den weiteren Fortgang überlegt:
Erster Elternabend ... Vorstellung der ersten Söckchen ... "Wer von Ihnen würde es gern übernehmen, die Söckchen mit etwa gleichwertigen Überraschungen zu füllen?" ... bin sicher, dass sich mehrere Eltern dazu bereit erklären. Ich würde sowas als Mutter sehr gern übernehmen (als Lehrerin stricke ich ja auch gern für meine Süßen). Ich freue mich schon auf Advent ... die Sockenkette soll für die Kinder erst in der Adventszeit erscheinen - Geheimniiiiis! *psssst*

Donnerstag, 23. Juli 2009

Zweiundzwanzigster Ferientag - der frühe Vogel ...


... strickt die Adventssöckchen im Sommer ...

Mittwoch, 22. Juli 2009

Einundzwanzigster Ferientag - nicht die Kinder geschrumpft

Gleich nach dem Aufstehen ein letztes Foto bei Tageslicht und dann ab mit euch in die Waschmaschine!


Da von beiden Knäueln noch ein bisschen übrig war, knotete ich die beiden Reste zusammen, wog ein trockenes Hütchen und das Knäuel - ja, es würde für noch ein weiteres Hütchen reichen. Aller guten Hüte sind SIEBEN!



Nun können sie nach Hause kommen - die 7 Zwerge. Dort gibt es frisch gewaschene Mützchen. Der Oberzwerg kann sich ja das ungefilzte Hütchen aufsetzen. Es ist noch größer als die anderen. Aber nicht mehr lange - die nächste Jeanswäsche kommt bestimmt ... bei der vielen Gartenarbeit mit braunen Knien ...


Außerdem habe ich heute nicht die Kinder, aber etwas anderes geschrumpft:
Beim weiteren Durchwaschen aller Wollpullover - Vorbeugungsaktion gegen Motten - fiel mir ein Exemplar in die Hände, das ich seit Jahren nicht mehr getragen habe und schon mehrmals in die Altkleidersammlumng geben wollte. In meinem Filztaschen-Buch hatte ich auch die Idee gelesen, aus abgelegten Wollpullis Taschen machen zu können. Na denn! Waschmaschine auf, Baumwolle 60°C einstellen ... Wasser Marsch!
Hier das Ergebnis der Pullischrumpfung:


Nein, es handelt sich nicht um einen Kinderpullover - und nein, das Bild ist auch nicht unscharf. Der Pullover ist sehr viel kürzer geworden und das Muster unklarer. Gerne würde ich nun daraus eine große Tasche machen. Die Musterbordüre am unteren Rand würde dann zum oberen Rand der Tasche, die Ärmel zu einem Trageriemen. Hier ein lustiger Entwurf - noch ganz grob:

Ein Taschentraum, mit dem ich nun schlafen gehen kann ... gute Nacht!

Dienstag, 21. Juli 2009

Neunzehnter und zwanzigster Ferientag - Zwergenhütchen und Elefanten unter Palmen

Gestern habe ich mich endlich an das fertige Kreuzstichbild begeben, das schon viele Jahre in einer Schublade lag und von meiner netten Nachbarin neulich fertiggestickt wurde. Es sollte ein Kissen daraus werden. So sieht es nun aus:
Heute war endlich das Wetter mal wieder etwas sommerlich, heiter bis wolkig und angenehm warm. Also hieß es sofort: Raus ins Grüne!
In der Nähe gibt es einen schönen alten Landschaftspark, den OHRBERGPARK, in dem man eine Stunde lang wandern und große alte Bäume und exotische Pflanzen bestaunen kann.
Anschließend ging es weiter in die Innenstadt von Hameln. Dort wurde im letzten Jahr die STADTGALERIE eröffnet, eine riesengroße Shoppingmall. Nichts für mich, die immer auf der Suche nach "Rohmaterial" zum Tüfteln ist. Aber ansehen wollte ich mir den Schnickschnack trotzdem mal. Der Gang durch die nach oben offene Fußgängerzone, in der man ab und an auch mal den Schirm aufspannen muss, ist mir allemal lieber. Man ist zwischendurch an der frischen Luft, die Läden sind individueller, persönlicher. Einige der Läden sind ja durch direkte Verbindung mit dem Riesenkomplex von der Mall aus wie auch von draußen aus begehbar. So hat man zunächst den Eindruck, als hätten sie ein zweites Ladenlokal in der Stadtgalerie, bis man erkennt, dass alles miteinander verbunden ist.
Der Gerüchetopf in der Mall ist fast unerträglich - diese Mischung aus Textilchemie, Knoblaucholiven, Fish & Chips, modernen Parfums, Döner, Aromatees, Supermarktausdünstungen, Kunstleder und Leder. Wie angenehm ist es dagegen, in einen in der Fußgängerzone stehenden kleinen Teeladen zu gehen und dort zu schnüffeln oder in einen kleinen Seifenladen oder einen Käseladen mit leckeren Delikatessen, der traditionell als Familienbetrieb geführt wird. Heute wird so gern alles miteinander vermischt und verliert dadurch an Profil. Schade!
Wie langweilig!
In jeder größeren Stadt findet man die ESPRIT-, BONITA-Boutiquen, STREET-Schuhe, TOMMY-HILFIGER-Herrenkleidung, BIJOUX BRIGITTE, CHRIST, APOLLO, DOUGLAS, YVES ROCHER, THALIA, WELTBILD etc. - alles klar? Wer kennt sie nicht?
An dem Schaufenster von PANDORA lief ich mehrmals auf und ab, weil ich nicht erkennen konnte, was die dort eigentlich verkaufen wollten. Irgendwann sah ich in ein paar Kästchen mit Elementen von Schmuckstücken. (???)
Ja, das hat mich dann doch neugierig gemacht und ich schaute zuhause im Internet nach. Aha! Es geht tatsächlich um Schmuck. Und zwar um sehr individuellen, weil frau sich alle Elemente selbst auffädeln kann. Ich schaute genauer hin. Oh je! Die Preise! Das ist ja ganz raffiniert! Man sieht erschwingliche Teile, aber wenn man die nach eigenem Geschmack zusammenstellt, dann wird es aber richtig teuer! Und das für einen Schmuck, dessen Elemente jeder als PANDORA identifiziert. Sehr individuell, wirklich!
Was mich noch amüsierte:
Bei Wikipedia fand ich folgenden Satz (Zitat aus Wikipedia):
Hesiod beschreibt Pandora als „schönes Übel“ (καλον κακον), welches die unheilvolle „Büchse der Pandora“ mitbrachte.
Na gut, ist halt nicht mein Geschmack. Da stricke ich mir lieber meine Stricklieselbänder, ziehe ein paar interessante Perlen drauf ... das ist dann wirklich individuell.
Überhaupt ist mir aufgefallen, dass in der ganzen riesigen Mall NICHTS, nein absolut gar nichts verkauft wird, was kreative Leute zum Wirken brauchen. Schon in der Branchenauswahl ist dies zu erkennen.
Lassen wir das ... jedem Tierchen sein Pläsierchen!
Ich komme nun zu meinen Pläsierchen zurück. Während der Autofahrzeiten habe ich nämlich gestern aus dem zweiten NORO-Knäuel das vierte bis sechste Eierhütchen gestrickt. Auf den Fotos sieht man mal die gefilzten und ungefilzten Exemplare nebeneinander. So riesig wie bei der Filztasche ist der Unterschied nicht.

... und morgen geht es wieder mit Jeans in die Wäsche ... bis dann!

Sonntag, 19. Juli 2009

Achtzehnter Ferientag - die Sache mit dem Wollknäuel

Heute komme ich zu dem letztens erwähnten verwirrten Wollknäuel, denn beim Stricken hat sich bei mir nichts Nennenswertes getan.




Es geht um eine Stelle aus dem Buch "Ich ging den Weg des Derwisch" des Engländers Reshad Feild. Feild macht sich auf die Suche nach der Denk- und Lebensweise der Derwische. Er wird geleitet von einem Derwisch namens Hamid, der ihn nach und nach in die Philosophie der Derwische einweist. Bei diesem Hamid ist auch ein Mädchen untergekommen, das Feild bei seiner ersten Begegnung in einem Nachthemd antrifft, ziemlich verwirrt mit einem Wollgewusel in der Hand, das es versucht, wieder aufzulösen.


Feild fragt Hamid dann eines Abends:

"Kannst du mir sagen, wer das Mädchen ist in dem Zimmer unter mir?"
"[...] Es ist noch nicht an der Zeit, über sie zu sprechen, doch ich kann dir immerhin verraten, daß sie sehr krank ist und ich mich um sie kümmere. Auf dem Weg zur Selbst-Erkenntnis gibt es viele Fallgruben, wenn der Schleier der Illusion zerreißt und die Wesensnatur unseres Seins freigibt. Ein Lehrer, der nicht weiß, was er tut, oder der gewisse Kräfte entwickelt hat, ohne die nötige Erfahrung und das erforderliche Wissen zu besitzen, mag dazu beitragen, die Schleier reißen zu lassen, bevor die Zeit dazu reif ist. Dann gibt es nichts mehr, woran der Schüler Halt fände. Dem Mädchen ist genau das geschehen; aber das ist nicht alles. Sie wartet darauf, erkannt zu werden. Verstehst du überhaupt, wovon ich rede?"
"Meinst du, sie will als Frau erkannt werden?"
"Ich meine, daß sie darauf wartet, erkannt zu werden wie alle Frauen. Das Wollknäuel in ihren Händen ist das Blau der Matrix ihrer Welt. Sie sucht nach dem Faden, der sie dahin zurückführt, wo alles begann. Ich frage mich, wie viele Menschen es gibt auf der Welt, die in derselben Lage sind." Er warf mir einen verstohlenen Blick zu, und ich wußte, daß ich diese Frage auf vielen verschiedenen Ebenen durchdenken mußte. Er sagte oder tat nie etwas ohne Absicht. Ich schwieg und bemühte mich, die Antwort zu finden, die er von mir haben wollte.
"Hast du noch nicht begriffen, daß alle Frauen in derselben Lage sind? Solange die Frau nicht vom Mann erkannt wird, kann sie niemals ganz frei sein. Der Mann hat zuviel vergessen. Doch würde er die Frau erkennen, so würde er auch sich selbst befreien. Die Frau, die Erde, wartet noch immer, mit großer Geduld, doch es mag sein, daß ihre Geduld bald ein Ende hat.
Dieses Mädchen ist zu uns geschickt worden, damit wir versuchen, ihr zu helfen, doch auch als ein warnendes Beispiel. Sei freundlich zu ihr und behutsam. Sie ist sehr zerbrechlich. Doch es gibt eine Chance für sie, eines Tages das Ende des Wollknäuels zu finden. [...]"
Quelle: Reshad Feild, Ich ging den Weg des Derwisch

Diesen Text muss man mehrmals durchlesen um seine ganze Tiefe auszuloten. Ich habe ihn hier zitiert, weil dieses Buch mich derzeit sehr berührt hat und weil man das Thema "Wolle" auch mal ganz anders angehen kann.
Verwirrte Fäden können auch als Sinnbild für eine Lebenssituation stehen, die sehr viel Geduld und Zeit braucht um wieder in eine überschaubare Ordnung gebracht zu werden.

Heute Nachmittag gab es in unserem Dorf einen OFFENEN GARTEN, der viele Anregungen zur Gartengestaltung lieferte, in dem aber auch Künstler ihre Produkte verkauften wie etwa diese Puppen hier:

Samstag, 18. Juli 2009

Siebzehnter Ferientag - nun doch mit Hemd ...

... ohne Kommentar ...