Sonntag, 11. November 2012

Bumerang flog ein Stück und kam heute schon zurück!

Der war flott! (Okay, ich war flott!) Schon heute, nach einem zweiten Stricktag, wurde mein Bumerang fertig. Und ich habe ihn beim Stadtbummel schon getragen. Einfach angenehm, farblich zur Garderobe passend und auch zu den Socken, die ich früher bereits aus Garn von Monika gestrickt habe.

DANKE, Monika! 
Du machst mir so viel Freude!



Samstag, 10. November 2012

Bumerang flog ein Stück ...

Gestern ... lockeres Treffen im Waldcafé ... vier strickende Frauen ... eine hatte einen Bumerang um den Hals und strickte bereits am zweiten. "Der geht ganz einfach", meinte sie und ich schrieb es mir auf:

Das ganze Halstuch wird kraus rechts gestrickt.
Das Garn darf etwas dicker sein, z. B. ein schönes Merinogarn zu Nadelstärke 4 bis 5.
6 M anschlagen, dann so stricken:
Hinreihe: 2 M r, 1 U, 2 M r, 1 U, 2 M r
Die Rückreihe wird immer rechts durchgestrickt, die Umschläge auch.
An JEDEM Reihenende wird zunächst die letzte M doppelt abgestrickt, danach werden 3 M dazu angeschlagen. Dadurch entstehen beim Zunehmen keine Löcher am Rand.
Die erste Masche in jeder Reihe wird rechts gestrickt.
Die Zunahmen pro Hinreihe betragen also 2x1 U in der Mitte + 4 M am R-Ende = 6 M Zunahme,
in der Rückreihe werden nur die Maschen am Ende (4 M) zugenommen.
Durch diese Art der Zunahme verbreitert sich das Tuch sehr schnell, bleibt aber in der Höhe kürzer als ein übliches Dreieckstuch. Durch den entstehenden Knick liegt es viel besser auf den Schultern, wird recht lang und kann auch - wie ein Schal - mehrmals um den Hals geschlungen werden, wahlweise mit der Tuchmitte nach vorn oder nach hinten.

Monika, schau, hier wird wieder eines Deiner schönen Garne aus dem Überraschungspaket verarbeitet. Da ich nicht genug gleiches Garn hatte, die Garnstärken zudem auch noch recht dünn sind, habe ich zwei Stränge doppelfädig gewickelt. Dies ergibt einen "Wollkuchen" von 190 g. Wenn der aufgestrickt ist, sollte das Tuch lang genug sein. Es entsteht ein sehr schönes Farbenspiel, wie Du siehst. Ich freu mich schon aufs Tragen!




Detailaufnahme der Tuchmitte, die dem Ganzen noch etwas Schmückendes gibt:


Das Tuch wird angenehm weich und wird recht schwer und daher fest auf den Schultern liegen. Ein schöner Hals- und Schulterwärmer für ungemütliche Tage!

Schularbeiten für Montag sind fertig - now it's knitting time!

Bad Pyrmont wächst langsam

... ohne Kommentar ...

Freitag, 2. November 2012

Weihnachten ist immer plötzlich!

Oh je! Die Adventszeit naht in Riesenschritten! Wie gut, dass ich noch die 18 Stricksöckchen habe, die in den letzten vier Jahren von den Eltern meiner Klasse für die Kinder immer so liebevoll gefüllt wurden.
Nun habe ich ja eine neue Klasse. Darin sind nicht 18, sondern 20 Kinder. Also muss nachgestrickt werden. Okay, macht nichts, denn so ein Söckchen hat man in einer Stunde fertig. Nur war es mir zu langweilig, sie wieder genau so wie vorher zu stricken. Daher kombiniere ich die Farben jetzt mal anders - Rot mit Grün - das hatten wir noch nicht.



Und nach dem Stricken geht's wieder aufs Trampolin. Es wird Zeit, dass die Söckchen da wieder runterhüpfen! Die brauchen keine Bewegung, aber ich! ;-)

Langsam geht's voran!

Nachdem ich am Sonntag beim Besuch meiner Mutter den schönen Doubleface-Schal trug, den ich im letzten Urlaub gestrickt habe, fing meine Mutter Feuer. "Wie hast Du das denn gestrickt?" Sie hat viele Jahre kiloweise Wolle für uns Kinder zu den tollsten Sachen verstrickt und ist vieler Stricktechniken kundig. Die Doubleface-Technik war ihr völlig unbekannt und ich musste ihr erstmal erklären, wie das doppelseitige Muster entsteht. Gespannt folgte sie meinen Erklärungen. Vom Ergebnis war sie schlichtweg begeistert!
Insgeheim beschloss ich dann, ihr den im Moment entstehenden Schal "Bad Pyrmont" zu Weihnachten zu schenken. Sie kennt ihn noch gar nicht. Hier die neuesten Eindrücke:


Ich habe zum Vergleich von Vorder- und Rückseite den Schal wieder von beiden Seiten fotografiert. Da meine Mutter den anderen Schal auch sehr passend zu ihrer dunkelroten Winterjacke fand, wird auch diese Farbkombination sehr gut passen, doch hat der Schal wegen der Muster einen ganz anderen Charakter als der andere mit seinen Ringeln.

Das Gitter macht den Mittelteil aus, den man dann um den Hals trägt, während die anderen Muster weitgehend die Jacke vorn zieren werden.




Mir persönlich gefallen ganz besonders die Rosenabschnitte in Kombination mit dem Gittermuster, das zu den Rosen wie ein Rankgitter wirkt. Ich liebäugele damit, mir selbst nochmal so einen Schal nur aus diesen beiden Mustern im Wechsel zu stricken. Dabei würde ich von den Rosen immer drei Mustersätze in der Höhe stricken und das Rankgitter dagegen verkürzen. Der Schal würde dann durchgängig in Rot-Blau gestrickt, auch das Rankgitter. Von dem graublauen Farbverlaufsgarn, das sich durch den ganzen Schal zieht,  habe ich mir aus Norwegen ja noch ein zweites Knäuel mitgebracht.





Gerade die Farbabweichungen, die durch das Verlaufsgarn in den gespiegelten Abschnitten entstehen, machen den Gesamteindruck so lebendig.




So sieht meine Strickumgebung im Wohnzimmer aus. Auf dem Nachbarsofa liegen immer die angefangenen Projekte, hier der dunkelgraue Rippenpullover, dem nur noch ein Ärmel fehlt, das mausgraue Elfenstille-Tuch, für das ich den Rand nochmal verändern will, weil er sich immer so blöd hochrollt, dann der Anfang der neuen Nordic Afghan Blanket. 


Direkt neben meinem Sofastrickplatz liegen diverse Werkzeuge in einem Stofftäschchen, Strickhefte, Musterblätter, Brille und abgeschnippelte Wollfäden. All das muss ich immer schnell parat haben, wenn mal wieder eine Masche verloren gegangen ist, ich ein paar Reihen zurück muss oder Fäden zu vernähen sind.

Wie sieht eigentlich Euer Strickplatz aus?

Tasche gut angekommen

Das war für meine Mutter genau das Richtige! Am Sonntag habe ich ihr die selbst genähte Tasche, schön und etwas geheimnisvoll verpackt, mitgebracht. Mit dem beiliegenden Kärtchen spannte ich sie auf die Folter, denn darauf stand "Fürs Leichte". Sie braucht nämlich eine solche Stofftasche für den Bäcker, bei dem sie sich Brötchen und Gebäck holt. Die nimmt sie dann über die Schulter, während sie den großen Supermarkteinkauf in einem schicken Shopper auf Rädern hinter sich herzieht. 
"Oh, die ist aber schön! Na, so was hat sonst keiner! Und auch noch mit Innenfutter ..."
Wenn meine Mutter unterwegs ist, wird sie immer wieder auf den einzigartigen Schal angesprochen, den ich ihr mal gestrickt habe, auch auf den Shopper, mit dem wir sie überrascht haben, weil sie die vielen Taschen nicht mehr schleppen konnte. Ja, das Leben ändert sich und man braucht andere "Tools", wenn man nicht mehr zu zweit lebt. 
Diese Ansprachen von anderen älteren Damen auf ihren Wegen zum Friedhof, durch die Stadt und zum Supermarkt liebt meine Mutter, denn ansonsten ist sie ja immer allein im Haus. Da entwickelt sich manch nettes Gespräch, bei dem Schal, Shopper, Tasche etc. nur der Aufhänger sind. Ich gönne es ihr so sehr!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Ganz flott genäht - Singer sei Dank!

"So was Dummes! Ich Schussel habe letztens meinen schönen Stoffbeutel, den ich immer unten in meinem Einkaufsrolli mitnehme, irgendwo liegen lassen. Kannst du dich vielleicht mal umschauen, ob du so was irgendwo siehst? Darf auch Reklame drauf sein, aber nur dezent. Und die Trageschlaufen sollten so lang sein, dass man ihn über der Schulter tragen kann. Soll ja nur für Brötchen und sowas sein ..."
So meine Mutter gestern am Telefon. Umschauen ... hm ... ja ... in meinem Stoffvorrat. Und da ich heute etwas Zeit hatte und sowas schnell genäht ist, kann ich jetzt schon das Ergebnis vorweisen, das ich ihr am Sonntag schenken möchte.


Außenstoff fein gestreift - Innenfutter schlicht

In der üblichen Stofftaschengröße mit etwas längeren Trageschlaufen für die Schulter

TV, meine liebe und aufmerksame Freundin, durfte mit 4 Knöpfchen zum Schmücken beitragen.
Danke, liebe Teresa!
Die roten Pünktchen vom Pauspapier werden nach der ersten Wäsche verschwinden. Ohne ging's nicht. Ich freue mich schon aufs Schenken und Überraschen!

Montag, 22. Oktober 2012

Zugucken? - Bitte sehr!



Auch der Schal "Bad Pyrmont" wächst langsam, aber stetig. Die Mitte ist weit überschritten und nun wird auf der Gegenseite alles spiegelverkehrt gestrickt. Dabei können sich Farbabweichungen ergeben, da das blau-graue Garn ja ein Farbverlaufsgarn ist. Dies macht den Schal noch lebendiger. Doublefaceknitting ist derzeit meine richtige Leidenschaft!


Sonntag, 21. Oktober 2012

"Logistik" oder "Die Arbeit weist den Weg"

Heute beim Duschen dachte ich über das Abketteln nach. Aber wozu eigentlich jetzt schon abketteln, da doch das Abketteln ein Zusammennähen von vorn und hinten im Maschenstich bedeuten würde? Und nicht anders würde ja die Verbindung zwischen zwei aufeinander folgenden Quadraten bewerkstelligt. Also habe ich die Maschen auf der Nadel gelassen und stricke die Decke in langen Schals aus je 10 Quadraten.

DIE ARBEIT WEIST DEN WEG!

Nun steht für den Fall aber doch eine Gesamtplanung an, denn wenn ich jetzt Schals aus einer Anzahl von Quadraten stricke, muss ich ja vorher wissen, wie ich die Varianten anordnen will. Als da sind:

  • die Farben Rot, Grau, Natur
  • die Motive Hirsch, Stern und Uni
Das macht 3 Varianten mit 3 Motiven (3x3=9).

DIE ARBEIT WEIST DEN WEG!  

Das war schon mal eine Logistik für sich, denn es muss ja berücksichtigt werden, dass jedes Quadrat auf der Rückseite sein eigenes Negativ darstellt. Und dabei darf ja nicht vorkommen, dass z. B. ein Quadrat mit weißem Hinterrund neben ein uni-weißes Quadrat kommt. Und die könnten ja nicht nur ober- und unterhalb eines Quadrates, sondern auch noch rechts oder links davon liegen. Hier war also logisches Denken gefragt. 

Nachdem ich meinen Plan (6x10 Quadrate) fertig gezeichnet hatte, gefiel mir doch das Einfügen von unifarbigen Quadraten nicht und ich dachte mir noch aus, dass man die motivlosen Quadrate anders gestalten könnte. So kamen als Varianten noch hinzu:
  • senkrecht, waagerecht, kariert
  • breit und schmal
Aus der Variante Uni wird also eine sechsfache (3x2) Variante, die der Farb- und Mustereigenschaft überlagert wird.

DIE ARBEIT WEIST DEN WEG!

So zeichnete ich einmal ein Planrechteck mit den ersten Varianten, dann ein zu überlagerndes mit den zweiten Varianten. Alles noch nicht perfekt, aber ich steige schon mal durch.

Sieht vorläufig so aus und wird möglicherweise nochmal mit PhotoDraw digital sauber dargestellt:



Das überlagerte Streifen-Karomuster ist in der oberen Version noch falsch, daher habe ich es ohne Motive in der unteren Version neu gezeichnet. Beim Stricken muss ich nun beide Pläne beachten / vereinen.

Und nun "just for fun" noch ein Foto vom derzeitigen Stand (das noch nicht geglückte Proberechteck habe ich nur dazu gelegt):


DIE ARBEIT WEIST DEN WEG!
DIE ARBEIT WEIST DEN WEG!
DIE ARBEIT WEIST DEN WEG!

Zum Schluss fällt mir noch ein, wie viel Arbeit doch all die vielen StrickbuchautorInnen geleistet haben müssen, bis ihr Werk druckreif ist. Hut ab!!!

Samstag, 20. Oktober 2012

Betthupferl

So - heute kann ich aber richtig gut einschlafen, denn ich bin jetzt einfach zufrieden! Das Teil ist absolut quadratisch (20cm x 20cm), der Stern auch, kein Fehler ist mehr drin, ich hab's etwas übergedämpft, was es noch ebenmäßiger macht. Bin gespannt, ob ich heute Nacht von Doubleface-Quadraten träume ...


Und morgen kann ich mich ganz in Ruhe mit dem Abketteln im Maschenstich befassen und ein Hirsch-Quadrat anschlagen ... schön ... und in der Schulzeit ist einfach nur noch Stricken angesagt. Das Technikstudium ist abgeschlossen ...