Montag, 2. Dezember 2013

Jeden Tag ein Bild - 2. Dezember - Mein Söckchenadventskalender in guten Händen


Gern erinnere ich mich an die Zeit, als ich für meine Klasse 20 Adventssöckchen strickte. Nun hängen sie nach meiner Pensionierung bei mir zuhause und enthalten eine tägliche Kleinigkeit für meinen Schatz.


Sonntag, 1. Dezember 2013

Jeden Tag ein Bild - 1. Dezember - Ein golden glänzender Wandbehang

Bis zum 24. Dezember will ich Tag für Tag ein Adventsmotiv einstellen. Angeregt hat mich dazu die Auflistung in der Zeitschrift FLOW, in der Blogs benannt wurden, in denen BlogschreiberInnen z. B. ein Jahr lang täglich ein Foto zu einem selbst gewählten Thema zeigen. Muss es denn gleich ein ganzes Jahr sein?, dachte ich und reduzierte das Projekt, zu dem ich große Lust hatte, auf die 24 Adventskalendertage. Also geht es heute los ...


Diesen Wandteppich nähte ich aus einem zusammenhängenden Stoff, den ich von meiner Schwägerin geschenkt bekam. Sie lebte derzeit in Trondheim und fand ihn dort in einem Stoffgeschäft. Ich nähte eine zweite, dunkelblaue Stoffschicht hinter den gemusterten Stoff, umrandete ihn in Dunkelblau und steppte alle roten Trennlinien auf der Vorderseite nach. Oben fasste ich fünf Stoffschlaufen ein, durch die ich einen dünnen Stab zum Aufhängen gezogen habe. Da ich eine dicke Zwischen-Vliesschicht mitgenäht habe, ist der Wandbehang sehr plastisch geworden. Farben: Rot, Grüntöne, Blautöne, Gold. 

Samstag, 30. November 2013

Auf dieser transversalen Welle werde ich noch weiter surfen

Mein erster Wellenloop ist fertig. Die Wolle für einen zweiten liegt schon parat. Dieser war ja quasi ein Experiment, besteht er doch komplett aus Resten von Zauberballgarnen, die ich in anderen Projekten verwendet hatte und in einem Knäuel zusammengewickelt habe. Für ein Experiment ist der Loop gut gelungen, finde ich. 
Durch das Wellenmuster erscheinen auf beiden Seiten unterschiedliche Farbkombinationen. Freundinnen in Strick- und Nähkreisen haben sich das Muster schon aufgeschrieben und wollen auch beginnen. Ich bin gespannt, was sie aus dem Muster zaubern werden. 
Nun mein Loop:


die eine Seite mit 8 Wellem

die andere Seite mit 7 Wellen


Da ich es nicht mochte, dass der Loop so weit ausladend vor der Brust hängt - eine Mulde, in der sich dann regelmäßig die Adventskekskrümel sammeln - habe ich mir einen kleinen Trick ausgedacht. Ich habe auf die rote Welle einen roten Knopf genäht (danke, liebe TV!) und ein rotes Luftmaschenbändchen angebracht. So kann ich den Loop vor der Brust mit dem Bändchen zusammenraffen (s. Bilder oben).


Zu einer 8 gelegt, kann ich den Loop auch draußen als Schalersatz zur Winterjacke tragen. Und was gehört jetzt - in der Adventszeit - dazu? Eine rote Mütze natürlich!

Den nächsten Loop werde ich mit 260 oder 270 M anschlagen, damit er am Hals - zur 8 gelegt - etwas lockerer sitzt.

Knut Nissedal - der Einzigartige

Morgen beginnt der Dezember. Wichtelzeit. Ich mutiere schon seit Tagen, trage immer mehr rote Kleidung, wenigstens eine rote Mütze und rote Handschuhe (natürlich selbstgestrickt). Dies ist "meine" Zeit. Wenn keiner hinguckt, werde ich Knut. Den müsstet Ihr aus meinem Blog schon kennen. Okay ... morgen also beginnt die Zeit für unseren häuslichen Adventskalender. Und Knut war in den letzten Tagen schon recht fleißig. In der dunklen Tageszeit friemelte er kleine Nettigkeiten in 20 Söckchen. Für die Adventssonntage (ohne Söckchen) hat er ein paar größere Päckchen ins Regal geschleppt. Nun lacht er sich kaputt, weil mein Schatz noch gar nicht gemerkt hat, dass die Dekosöckchen (dafür hält er sie wohl) inzwischen dicker geworden sind. Schaut Euch den kichernden Knut mal an:



Eben wollte ich es mal ganz genau wissen und habe im Internett (das zweite t hat Knut reingepfuscht - kann nix dafür!) gesucht - Ergebnis: Es gibt keinen zweiten Knut Nissedal! Hach, wie schön, Knut, du bist der einzigartige Knut Nissedal

Und hier das Adventszimmer mit noch schlaffen Kalendersöckchen: 


Socke kaputt - was nun?


Nach vielen, vielen Jahren (gefühlte 25) ist mal wieder ein Paar meiner Lieblingssocken (eigentlich Regia unkaputtbar) sehr dünn und teils auch löcherig geworden. Zum Reparieren habe ich dieses graue Garn nicht mehr. Außerdem ist die ganze Sohle so dünn, dass ich sie eh nicht mehr richtig ausbessern könnte. Was tun? 
Ich habe mir ein Blatt Kästchenpapier genommen, die ganze Socke ausgezählt, die Muster aufgezeichnet und kann sie nun neu stricken. Vielleicht auch mal in anderen Farben. Es ist eines meiner Lieblingsmuster (MEINE UNENTBEHRLICHEN WICHTELSOCKEN!!!) und woher ich es hatte, weiß ich nicht mehr. Irgendein altes Handarbeitsheft vielleicht ... keine Ahnung.

Hier die Socken:

Loch unter dem Hacken

Dünn gelaufene Sohle

Socke als Ganzes - im Hintergrund meine Aufzeichnungen

Das Muster im Sockenschaft

Die Sohle endet vor der Abnahme mit Pfeffer-und-Salz-Muster

Dienstag, 26. November 2013

Im FLOW ...

Hallo Weibchen, alle mal herhören! Da ist mir letzte Woche am Freitag was ganz Nettes über den Weg gelaufen. Ich weiß doch, wie viele von Euch ticken. Ihr werdet auch begeistert sein!
Ich war im Zeitschriftenladen, um unsere wöchentliche Fernsehzeitung zu besorgen. Was lacht mich da an? FLOW! Ein nagelneues Frauenmagazin. Es hat mich so sehr angelacht, dass ich nicht vorbei konnte. Und inzwischen habe ich das Heft voll ausgekostet, kam total in den Flow und sprudelte über vor Ideen für den Geburtstag eines mir sehr nahen und lieben Menschen.
So habe ich heute lauter nette Kleinigkeiten oder kleine Nettigkeiten erstanden und liebevoll in das Flow-Papier, das dem Magazin beigefügt war, verpackt. Das Papier ist einfach hübsch, zudem beidseitig zu verwenden. Auch ein wunderschönes Notizheft ist dem Magazin eingefügt, dazu noch Geschenkaufkleber, Karten mit Sprüchen und so allerlei von zwei bis drei. Für uns auch interessant: Ein Artikel über den weltweiten Häkelhype.
Ja, die wissen, was uns Frauen anmacht ... ;-)

Hier die kleinen Nettigkeiten - von nostalgischen Süßigkeiten bis zu Badekristallen und Schreibutensilien, um täglich einen Ge-DANKE-n aufzuschreiben. Wohin? Na, in das hübsche Notizheft natürlich!




Und hier hat auch schon jemand zu FLOW ein Blogpost geschrieben.

Freitag, 22. November 2013

Schuhe für den neuen Papst

Ein Vorschlag zur Güte ...

Papst Franziskus, auch Pontifex der Bescheidenheit genannt, hat scheinbar noch keine roten Schuhe, wie sein Vorgänger sie immer trug. Vielleicht mag er - als bescheidener Papst - keine teuren roten Lederschuhe. Aber wie wäre es mit einem Paar einfacher Wollfilzschuhe? Meine Freundin Renate hat sich gleich ans Werk gemacht ...


Ob sie ihm wohl gefallen würden???

Zur Aufklärung ...

diesen kleinen Spaß haben wir uns heute beim Stricken im Café ausgedacht. Natürlich waren die Pantoffeln für eine Bekannte zu Weihnachten gestrickt worden. Trotzdem ... die Idee ... ???


@ Carmen ...

... und an alle, denen es noch nicht klar ist:
Die jeweils 5 Zwischenrunden werden beim ersten Mal links, beim zweiten Mal rechts gestrickt.
Dadurch ergibt sich einmal auf der Vorderseite, beim nächsten Mal auf der Rückseite des Loops eine Welle. Immer im Wechsel.
Ich hatte im Internet auch einen solchen Wellenloop gesehen, der mit 5 Runden links begann. Ich habe aber mit 5 Runden 5re/5li im Wechsel begonnen. Das hat den Vorteil, dass gleich die erste Zwischenrippe, die ja links gestrickt wird, sich schon in Wellen legt. Wenn man aber mit einer Linksrippe beginnt, steht diese ziemlich steif am unteren Rand. Das sieht dann z. B. so aus, wobei ich noch ein anderes Beispiel vor Augen habe, das ich jetzt aber nicht wiederfinde. Dort stand der untere Rand unharmonisch steif ab.

Mein Loop sieht derzeit so aus (man erkennt sehr gut den unteren gewellten Rand):


Donnerstag, 21. November 2013

Schönes Erbe

Heute habe ich einige wenige Strickstücke weggegeben, die ich nicht oder nur sehr selten trage. Ja, manchmal vertut man sich mit einem Projekt, strickt es, weil man die Technik so interessant findet, schaut aber nicht vorher in die Garderobe, ob und wozu es passt. - Im Gegenzug durfte ich mir aus dem Nachlass einer verstorbenen Frau, die sehr viel genäht hat, Stoffe aussuchen. Die ersten beiden möchte ich hier vorstellen. Aus ihnen will ich ein neues "Tischkleid" zaubern. 


Ich stelle mir vor, den karierten Stoff für unseren doppelt ausgezogenen Tisch (= 2,20 m lang) oval zuzuschneiden. Darüber will ich von Längsseite zu Längsseite des Tisches zwei Schals aus dem blauen Stoff nähen, so dass vier Kaffeegedecke auf den Schals jeweils zu zweit gegenüber stehen können. Der Stoff fällt schwer, ist aber relativ dünn. Es könnte Viskose sein. Auf diese Stoffkombination bin ich regelrecht geflogen, denn sie passt zu jedem unserer Geschirre und das Esszimmer ist auch in Blautönen gestaltet. Ha ... jetzt bin ich schlauer und schaue vorher, was wozu passt ...

Mittwoch, 20. November 2013

Als ob ein Knoten platzt - jedes Ding hat seine Zeit

Bevor ich heute ins Bett gehe, muss ich Euch eine merkwürdige Geschichte erzählen. 

Sie beginnt mit dem heutigen Morgen sehr früh in der Dunkelheit. Ich lag schlaflos im Bett, drehte mich von einer Seite zur anderen und hatte die ganze Zeit das Gefühl, der Wecker müsse gleich klingeln. Er tat es aber nicht. Eigentlich klingelt er um 6.45 Uhr, jeden Morgen. So habe ich ihn eingestellt. Da ich keine Lust mehr zum Warten hatte, machte ich kurz das Licht an und schaute drauf ... waaaas? Erst 4.15 Uhr? Ich machte das Licht wieder aus und versuchte einzuschlafen. Vergeblich. Meine im Kreis trabenden Schäfchen trugen Strickprojekte auf dem Rücken, lauter UFOs, die absolut noch nicht landebereit waren, mir aber den Schlaf raubten. Ja was denn? Das habe ich ja noch nie erlebt! Dass ich wegen unfertiger Strickprojekte nicht schlafen kann! - Was tun? - Ich blieb noch lange auf dem Schaf-UFO-Karussell sitzen, bis ich endlich - um 5.15 Uhr - beschloss einfach aufzustehen. Mir war blitzartig eingefallen, ich könnte doch - nach 11 vergeblichen Versuchen - mal den vierten Streifen meiner großen Tagesdecke anschlagen. Das wollte ich schon lange, hatte ich mir doch vorgenommen, täglich 12 Reihen daran zu stricken, damit die Decke nächstes Jahr im April, spätestens aber im Mai, fertig wird. 

Als ich noch berufstätig war, bin ich auch kurz nach 5 Uhr aufgestanden, warum nicht jetzt? Ich zog meinen Bademantel über, schlich leise aus dem Schlafzimmer, ging ins Wohnzimmer, holte Nadeln und Wolle aus dem Strickkorb und legte los. Na also! Geht doch! Gleich beim ersten Mal gelang der Anschlag fehlerfrei. Wieso hatte ich mich bei diesem Streifen bisher nur so schwer getan?

Als ich zwei Reihen gestrickt hatte, holte ich mein kleines Notizbüchlein, um die Seite aufzuschlagen, auf der ich mir einen Plan gemacht hatte. Einen Plan, der absolut zwingend festlegt, täglich 12 Reihen zu schaffen. So war ich schon im Urlaub im September erfolgreich vorgegangen und wollte es danach auch so fortsetzen. 

Die aufgeschlagene Seite sah so aus:


Die erste Spalte enthält das Datum, die zweite den Wochentag, in der dritten mache ich (je 12) Zählstriche, in der vierten steht das jeweilige Musterquadrat (ein geometrisches oder ein Stern oder ein Hirsch) und in der fünften Spalte habe ich aufgeschrieben, wie viele Reihen von dem Quadrat ich an dem Tag geschafft hätte. Die Wochen habe ich mit waagerechten Linien unterteilt. Was mir zuerst auffiel - nach diesem Plan hätte ich nach dem (bisher IMMER missglückten!) Anschlag schon 10 Reihen (5 vom 28.9. + weitere 5 vom 29.9.) von dem ersten Streifenquadrat fertig gehabt (die Striche hinter der roten Markierung habe ich erst heute gemacht). Mysteriös ... hm ... wo ich doch noch keine einzige Reihe von diesem Streifen gestrickt hatte. Warum waren die schon abgezeichnet?
Dann fiel mir an der rot eingekreisten Stelle ein Fehler auf! 5 Reihen vom Vortag + 12 Reihen vom nächsten Tag ergeben nicht 27, sondern 17 Reihen. Ist das nicht eigenartig? So ein Rechenfehler ist mir in der ganzen Deckenplanung bisher noch nicht passiert. Und an der Stelle, wo er passiert ist, bekomme ich auf einmal den Anschlag nicht mehr hin. Als ob dieser Fehler mich - unbewusst? - gestört hätte und verhinderte, dass der inzwischen doch schon vierte Doubleface-Anschlag gelang.

Okay ... vergessen wir das ...

Aber nein, das Mysterium war noch nicht beendet ... mir fiel nämlich dann ein, ich könnte doch auf der nächsten Planungsseite mal nachschauen, wie weit ich denn den Plan überhaupt schriftlich fixiert hatte.

Jetzt haltet Euch fest:



Und welches Datum haben wir HEUTE??? Genau - den 20.11.13! Danach kommen Seiten mit anderen Aufzeichnungen von inzwischen neu begonnenen Projekten.
Da habe ich also ganz genau aufgeschrieben, wann ich nicht mehr weiterkäme und wann der Knoten platzen würde. Verrückt!!!

Aber nun will ich endlich zeigen, wie weit ich bin:


Jetzt kann es endlich weiter gehen, aber dann mit mehr als 12 Reihen pro Tag. Ich will mich wieder einholen (und auch wieder einkriegen *lach*).

Übrigens ... es ist noch etwas Lustiges passiert. Hier nachzulesen. Genug ... ich muss jetzt den Schlaf der letzten Nacht nachholen. Morgen geht es früh raus und dann zum Nähkurs.