Sonntag, 14. Oktober 2012

Betthupferl

Zum Abschluss des Tages noch ein Foto - ich habe doch beim Fernsehen noch weiter gestrickt. 


Beim Üben habe ich bereits weitere Entscheidungen zum Design getroffen. Den inneren Schmuckrand (gelber Pfeil) werde ich weglassen. Auch den äußeren Rand (roter Pfeil) lasse ich weg. Jedes Rechteck wird ja an ein andersfarbiges Rechteck grenzen und wird damit genug umrahmt sein. So bleibt dann nur der dunkle bzw. helle Stern auf hellem bzw. dunklem Hintergrund.

Gute Nacht! sagen meine Stricknadeln jetzt ... 

Lehrling zeigt sein Lehrstück vor

Da ist sie, die erste Probe in dem Garn, das ich für die Decke vorgesehen habe. Fehler inbegriffen. Ich sag's ja ... Übung macht den Meister. Und davon bin ich halt noch ein Stückchen entfernt. Hier das Übungsstück - gefeilt und gehobelt ;-)

Ha, da ist doch eine dumme Schlaufe im Anschlag entstanden. Geht ja gar nicht!
Auch im Muster ist unten links ein Fehler passiert.
Wo waren nur wieder meine Gedanken?
Vielleicht bei der blöden Fliege,
die stupide immer wieder vor die Fensterscheibe flog.
Auch das kann ein Meister ignorieren.
Trotzdem wird erstmal weiter probiert ...



Einmal umgedreht ...
natürlich erscheinen die Fehler im Negativ ebenso.
Aber das Prinzip ist schon gut erkennbar.



So ist der Anschlagsrand perfekt!



Der einzige Fehler im Anschlagsrand:



Die Seitenränder lassen sich da schon eher mit Stolz vorzeigen:



Für heute ist nun genug geübt!

Habt einen schönen Sonntagabend!
Das wünscht Euch
ULL-Rike

Kleines Internet-Bonbon ...

Für alle, die sich rausreden müssen, wenn jemand ihnen einen Strickauftrag erteilt und den weit unter Wert ausgleichen will ... leider nur auf Englisch ... Knit me a Scarf (Strick mir einen Schal). 

Hier ganz grob der Inhalt für die, die kein Englisch können:

Zuerst wird gehudelt ... bauchpinselbauchpinsel ... so ein toller Schal, den  du auf Facebook gezeigt hast - Danke! - Du hast wirklich Talent! - Danke! - Blablabla ... würdest du mir auch so einen Schal stricken? - Nein, ich stricke nur für mich selbst. - Ich werde ihn dir bezahlen, 10 Dollar. - Nein, allein das Garn ist mehr als 30 Dollar wert. - Ich werde dich bezahlen. 15 Dollar. - Nein. Aber ich werde dir zeigen, wie man strickt. - Meine Finger werden das nicht schaffen. - Nein, es ist leicht, ich habe es in eineinhalb Tagen gelernt. - Ich habe keine Zeit für sowas. - Du bist täglich 6 (fucking!) Stunden bei Facebook. Du hast genug Zeit ... - Ich bin kein kreativer Mensch. Ich kann mir in meinem Hirn nicht mal Dinge vorstellen. - Das liegt daran, dass du kein Hirn hast. Ich stricke dir keinen Schal. - Bitte, ich würde dir 10 Dollar geben. Ich würde alles für solch einen Schal tun. - Alles? Dann lern zu stricken. - Ich kann nicht ...

Wenn ich denke, ich kann etwas, dann kann ich das.
Wenn ich denke, ich kann etwas nicht, dann kann ich das ...
ich brauche nur wirklich zu wollen!

(Zitat eines meiner Schüler, als der im 1. Schuljahr war - geniale Kinderweisheit!)

Auf dem Wege ...

Nachdem es gestern beim Nachvollziehen der englischen Video-Tutorials nur noch Misserfolge gab, bin ich erneut auf die Suche gegangen und habe die deutschen Tutorials von Silvie Rasch bei YouTube entdeckt. Auf dieser Seite sind sie komplett aufgelistet.

Und - siehe da - ich kann einen ersten Erfolg vorzeigen:


Zwar habe ich in der Anschlagsreihe noch einen Fehler gemacht, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. In dieser Technik bin ich schließlich noch blutiger Anfänger. 

Auch der Rand zeigt jetzt sauber getrennte Farben zwischen Vorder- und Rückseite:


Es ist Sonntag. Ich habe Zeit. Nun wird es heißen: Üben, üben, üben! Zum Vergleich hier noch einmal Großaufnahmen der eher unschönen, natürlich viel einfacher zu strickenden vorherigen Technik:

Anschlagsrand

Seitenrand mit doppelfädiger Randmasche

Bei der neu erlernten Technik wird übrigens jede Randmasche gestrickt, während ich sie vorher vorn immer abgehoben habe. 

So - und nun wird geübt. Hach, kennt Ihr dieses Erfolgsgefühl, wenn Ihr was ausprobiert habt, Euch dabei fast die Finger verknotet habt und auf einmal flutscht es? Jetzt beginnt der Spaß! Sag' ich doch: Vor den Erfolg haben die Götter die GEDULD gesetzt! Ungeduldigen Menschen wird das Stricken wohl nie gelingen ...

Das zweite, von meinem Schatz ausgewählte Muster kann ich auch schon zeigen. Unscharf wegen der Urheberrechte - so ist das Muster nicht zählbar:

Musterquelle: Nicky Epstein, Knitting Block by Block

Tolles Buch übrigens! Für Stricktüftler ein riesiger Fundus für eigene Kreativität!

Samstag, 13. Oktober 2012

Bevor die Technik nicht sitzt ...

... braucht man mit einem umfangreichen Projekt erst gar nicht zu beginnen. Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Oder die GEDULD!

Da habe ich hier doch die drei Links zum technisch optimalen Doubleface-Knitting eingestellt, mir dann ein Strickwochenende frei gehalten, sitze nun schon seit heute Mittag an dem Invisible-Cast-on-Video und bekomm's einfach nicht hin. Zwischenzeitlich hatte ich das geschickte Zusammennähen dreier Probeläppchen mit der üblichen Anschlag- und Randmaschenmethode ausprobiert und war damit gar nicht zufrieden. Egal, wie ich es gemacht habe. Immer sieht man die Nähte als unschöne Äh-ich-weiß-nicht-das-ist-ja-so-dilettantisch-Lösungen. Also weiter üben nach dem Online-Video von lissaplus3. Ächz! Immerhin habe ich schon mal ein halbwegs vorzeigbares Ergebnis bekommen. 



Irgendwas muss ich schon richtig gemacht haben, doch nehme ich an, dass das, was ich erwartet habe, auf der Innenseite des Strickstücks zu sehen ist. Und dort ist das Gestrick selbst nun mal links. Statt am Rand auf jeder Seite linke Maschen in der entgegensetzten Farbe und in links zu bekommen, sollen es am Rand rechte Maschen in derselben Farbe wie in den Folgereihen werden. So wie hier halt:





Die "Vorstrickerin " hält die zu verstrickenden Fäden rechts, während ich die Fäden mit der linken Hand halte. Deshalb kann ich vermutlich auch nicht die Fair-Isle-Technik. Möglicherweise liegt es ja daran ... 

Aber ich gebe nicht auf. Wie gesagt, vor dem Erfolg kommt die GEDULD! Aber zur Abwechslung werde ich mich jetzt erstmal weiter mit dem Musterentwurf für die Decke befassen. Damit hatte ich heute früh schon begonnen. Ein Teil davon soll so aussehen (nur grob = nicht nachzählbar dargestellt, um kein Urheberrecht zu verletzen):

Inspirationsquelle: Nicky Epstein, Knitting Block by Block

Wer diesen Norwegerstern genau so schön findet wir ich, muss sich dann halt das Buch zulegen. ;-)

Wie übrigens der Anschlag bei Doubleface mit doppeltem Faden üblicherweise aussieht, kann man hier sehr gut sehen. Für das geplante Objekt, bei dem die fertigen Rechtecke hinterher zusammengenäht werden sollen, wäre das äußerst unschön.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Kurzlehrgang: Doubleface reparieren

Wer schon mal in Doubleface-Technik gestrickt hat, weiß, wie leicht einem ein Fehler unterläuft. Oft entdeckt man den allerdings erst ein paar Reihen später. Was tun? Aufribbeln? Au weia - die Maschen werden doch abwechselnd für die Vorder- und die Rückseite gestrickt. Eine rechts für vorn, eine links für hinten, und das in ständigem Farbwechsel. Alles gar nicht so schlimm, wenn man mal ein bisschen nachdenkt ...

Hier folgt eine genaue Erklärung in Bildern:

Die gelben Pfeile zeigen den in der ganzen Reihe sich wiederholenden Fehler. 
Die Maschen, auf die die Pfeile zeigen, müssten in der anderen Farbe erscheinen. 
Ich habe also zweimal eine ganze Musterreihe vergessen, 
wodurch die Raute flacher wird. 
Geht nicht bei mir ... das muss repariert werden. Bei meiner Strickerehre! 
Also wird ein bis zwei Reihen unter der ersten Fehlerreihe ein dicker Faden 
in Kontrastfarbe durch den jeweils rechten Teil jeder Masche gezogen.
Dazu habe ich eine Stopfnadel (mit stumpfer Spitze) benutzt.
Auch die Randmaschen habe ich dabei mit aufgenommen, sie ist ja doppelt.

Auf der Rückseite erscheint der Fehler entsprechend,
nur in der anderen Farbe.
Auch hier habe ich wieder durch den linken Teil jeder rechten Masche
von hinten nach vorn einen kontrastfarbigen dicken Faden gezogen.
Die Randmaschen muss man dabei nicht berücksichtigen,
denn sie wurden schon mit dem roten Faden aufgegriffen.

Hier sieht man, dass jede Masche sorgfältig auf dem Faden liegt.
Die jeweils zweite, ursprünglich links gestrickte Masche liegt auf dem roten Faden.
Nun kann man sorglos bis zur gesicherten Reihe ribbeln.

Hier kann man deutlich die gesicherten Maschen auf beiden Seiten sehen.
Sie müssen nun wieder zusammengefügt werden.

Dazu habe ich eine sehr dünne Strumpfstricknadel benutzt,
die ich sauber neben dem Faden her durch alle Maschen ziehen kann.
Dabei muss man darauf achten, dass man immer genau eine Masche
von dem vorderen blauen Faden, anschließend eine von dem hinteren roten
Faden aufnimmt. Dies muss sehr sorgfältig geschehen,
ist aber nicht so schwierig, wie es aussieht.

Wenn alle Maschen gesichert sind, kann man beide Hilfsfäden gleichzeitig herausziehen.

Alle Maschen liegen jetzt wieder so auf der Nadel, wie sie ursprünglich lagen.

Nun werden sie von der dünnen auf die dickere Nadel zurück genommen.

Alles paletti! Es kann im Musterrhythmus weitergehen ...
dieses Mal werde ich aber besser aufpassen.
Übrigens habe ich im Internet drei You-Tube-Videos entdeckt, in denen gezeigt wird, wie man den Anschlag beim Doubleface-Stricken so anlegt, dass man auch am unteren Rand die Farben getrennt hat, ebenso gibt es eines, bei dem erklärt wird, wie man die doppelte Randmasche vermeidet und natürlich noch eins fürs Abketteln. Dies werde ich mir in Kürze am PC beibringen lassen ...

Hier die Links: Invisible Cast on for Double Knitting und Getrennte Randmaschen
Natürlich gibt es auch noch ein getrenntes Abketteln.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Tageslichtfoto

Jawoll! So sieht man das Muster viel besser:


Ich liebe dieses Vehikel!
Sogar kleines Strickzeug passt rein - und das ist für unsereins ja sooo wichtig!

Montag, 8. Oktober 2012

Riemen verbessert

Nachdem an meiner Filztasche RAGNA die Kordel immer fusseliger wurde, habe ich aus dem gleichen Garn zwei neue Riemen gehäkelt und gefilzt. Die aus der Waschmaschine gezogenen Riemen habe ich dann mit 8 Knöpfen an die Tasche genäht. Die Knöpfe stammen aus der tollen Knopfsammlung meiner Freundin Teresa. DANKE, Teresa, auch Männe war total begeistert! Passendere Knöpfe könne man gar nicht finden, meinte er. Und die von Dir geschenkte Anzahl von Knöpfen passt genau - ich brauchte alle 8 Knöpfe, die Du aufgenäht hattest.

So gefällt mir meine Tasche RAGNA jetzt viel besser!
Ich denke, die Tasche sollte ich nochmal bei Tageslicht fotografieren, weil dann das schöne keltische Muster besser sichtbar wird. Dazu braucht man Licht von der Seite, weil das Muster mit seinem Relief vor allem durch Licht und Schatten optimal zur Geltung kommt.

Socken im Landlook

Ein besonderes Dankeschön heute mal wieder an Monika, die liebe Wollspenderin, die mich mit Handgesponnenem verwöhnt hat, weil ich gern Diamanten aus dem Müll hole (wobei ich betonen möchte, dass ich Deinen Wollstash nicht als Müll bezeichnen möchte - Du weißt ja, woher dieses Sinnbild stammt). Ein neues Paar Socken  für mich sind heute Morgen fertig geworden. Die Farben passen einfach umwerfend gut zu meinen hellbraunen Jeans und den nagelneuen Herbstschuhen, die ich mir heute Morgen ausgesucht habe, wieder - wie so oft - von meinem Lieblingsschuhhersteller. Reinschlüpfen, ein paar Schritte gehen, sich wohl fühlen. 


Wenn das Wetter so bleibt und ich mich wieder besser fühle, könnte ich mir gut vorstellen, mit diesem "Gespann" ausgestattet durch die Lüneburger Heide zu wandern. Obwohl die Socken nicht sehr dick sind, wärmen sie hervorragend. Das Garn ist sehr fest und fühlt sich - verstrickt - irgendwie perlig und sehr robust an. Dieses Sockenpaar wird vermutlich lange halten.

DANKE, liebe Monika! Meine Freude ist groß!
Neben dem grauen Rippenpulli wächst zu einem Deiner Stränge schon eine neue Idee, zu der ich heute inspiriert wurde. Es wird mehr ein Halsschmuck sein als ein Schal - lass Dich überraschen!

Das kommt davon ...

Seit einigen Tagen arbeite ich mal wieder an einem UFO. Es ist ein grauer Rippenpullover mit betonter Taille aus der VERENA. Im Frühjahr schrieb ich dazu:

Wenn der Rollkragen fertig ist, werde ich den Pullover zugunsten von anstehenden Sommerprojekten bis zum Frühherbst weglegen und die Ärmel später stricken. Tragen kann ich diesen warmen Pullover in den nächsten Monaten nicht.

Tja, das war ein verhängnisvoller Fehler, zumindest, weil ich keine schützenden Maßnahmen getroffen hatte. So kam Frau Motta dahergeflogen, befand das Garn für gut und lecker und legte dort ihre Brut nieder. Folge: ein sehr schlecht zu reparierendes Loch. 

Da arbeite ich nun seit einigen Tagen wieder an dem Projekt, habe den ersten Ärmel fast fertig und dann entdecke ich heute Morgen das Desaster. Da einige Maschen vollständig aufgefressen waren, konnte ich das Loch nicht spurlos beseitigen, aber ich finde, es ist doch noch ganz gut gelungen:


Nun geht's aber ran - damit die Ärmel bald fertig sind. Gebrauchen könnte ich den Pullover heute Abend schon. Mir ist fröstelig, ich fühle mich fast grippig, habe Ohrenschmerzen und Schluckbeschwerden. Er holt habe ich mich nach zwei Tagen ohne Schule irgendwie noch gar nicht. Morgen will ich mal Frau "Dr. Globulus" aufsuchen. Man muss ja nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen, die kleinen weißen Kügelchen tun's vielleicht in diesem Fall auch.