Sonntag, 14. Juni 2009

Zauberwochenende

Die zuletzt begonnenen Socken haben nun endgültig ihren Namen bekommen, denn sie ähneln sehr dem Tirami Su und haben an meinen Füßen sicher auch eine solche Wirkung, denn Tirami Su ist Italienisch und heißt "Zieh mich hoch!"
Allein die Tatsache, dass es mir doch im letzten Moment noch gelungen ist, für die zweite Socke den Musterrapport herauszufinden, zieht mich schon hoch. ;-)
Nein, der Name ONION klingt so an"rüchig" ... fehlt nur noch, dass demnächst ein Sockenmodell den Namen CHEESE erhält - och nö!
Dieses Wochenende soll TIRAMI SU nun fertig werden.
Daher war ich gestern im Wolladen unseres kleinen Städtchens und stöberte nach Möglichkeiten, meinen KARIUS-Traum von gestern verwirklichen zu können. Das Ergebnis fiel etwas anders aus als auf dem am Freitag eingestellten Foto. Da ich aber meine blau-türkis-karierte Jacke dabei hatte, fand ich eine tolle Kombination, die auf dem folgenden Foto zu sehen ist.
Außerdem entdeckte ich bei der Gelegenheit einen ZAUBERBALL in Blau-türkis-Tönen, der einfach mit musste. Mal sehen, was ich daraus zaubern werde.


Der Garten schenkte mir gestern 5 Pfund rote Johannisbeeren, die erste Ernte, denn es hängen mindestens noch einmal so viele Beeren am Strauch. So wurden heute 8 Gläser Apfel-Johannisbeermarmelade gezaubert und Johannisbeermuffins gebacken. Hmmmmmm ...
Ob ich aus der zweiten Ernte einen Likör zaubere?

Freitag, 12. Juni 2009

Design-Träume



Mein neuer Entwurf
Garn von NOMOTTA REGIA 4-fädig:
100g Farbe 01255 türkis
50g Farbe 01040 royal-türkis-mouliné
50g 00324 marine
50g 02041 gelb oder ein gelber Rest

Zur genaueren Ansicht Fotos anklicken!

Ausschmückung meines ersten KARIUS



Heute habe ich meinen KARIUS "Roter Faden auf dem Lebensmeer" ausgearbeitet. Mit der Strickliesel wurden drei kurze Schläuche gestrickt, die ich je mit einer Perle davor als Schlinge an den Schal-Enden befestigte.
Nun kann man ihn sogar - wenn man mal unterwegs ist und am Kopf friert - als Kopftuch tragen, die Spitze mit der roten Schlaufe hinten, und die Enden von vorn nach hinten um den Hals geschlagen und durch die Schlaufe gezogen.

Ausflug in die 80er-Jahre

Heute wird es farbiger, doch lässt die Qualität der alten Fotos wirklich zu wünschen übrig. Die Porst-Fotos sind in meinem Album inzwischen ausnahmslos verschossen, alle rotbraun geworden und die Farbe ist kaum mehr herauszuholen, auch nicht mit digitalen Mitteln. Vielleicht schlummern noch irgendwo die Negative, die wir mit einem Negativ-Scanner und digitalen Möglichkeiten umwandeln könnten. Da ich hier aber einfach nur dokumentieren möchte, was ich damals alles gestrickt habe, sollen die folgenden Darstellungen genügen.

Auf dem ersten Foto erkennt man meine damalige "Lila-Welle". Ich mochte Lila in allen Schattierungen und besonders in Kombination miteinander. Den Pullover auf dem Foto habe ich derzeit selbst entworfen.
In meinen Händen entsteht gerade eine Jacke mit abknöpfbaren Ärmeln für meinen Schwiegervater. Ein Weihnachtsgeschenk, über das er sich sehr gefreut hat ...



Auf dem nächsten Bild ist ein absolutes Lieblingsmodell von mir zu sehen - ein Mohairpulli in Rosenholz-Rostbraun mit naturweißen Häkelblüten. Er war leicht und schön kuschelig.
Auch die Filethäkel-Spanngardine im Hintergrund entstand in meinen Händen. Ich entdeckte die Vorlage damals in der wunderschönen Handarbeitszeitung ARIADNE (Ursprung Niederlande), die es bald danach nicht mehr gab, was ich sehr bedauert habe. Die gesammelten Hefte sind inzwischen längst ins Altpapier gewandert. Doch heute findet man noch einzelne Exemplare bei ebay.

 


Auch der folgende Pullover gehörte zu meinen Lieblingen. Der Schnitt kam auch aus der ARIADNE und war sehr einfach. Nach ihm strickte ich gleich drei Pullover in unterschiedlichen Farben. Dieser hier ist sand-naturweiß-meliert. Ein weiterer war hellgrau, beide in Mohairgarn, einen dritten habe ich in weinrot aus Sportwolle gestrickt.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Ausflug in die 70er-Jahre

Das Wetter ist grauselig, ich habe reichlich Büroarbeit, habe aber heute gemütlich gefrühstückt und dann mal in alten Fotoalben eine Spurensuche nach meinen ersten Strickarbeiten unternommen. Ich wurde schnell fündig und will sie nach und nach im Blog dokumentieren.
Damals habe ich nämlich kiloweise Wolle verstrickt. Ich gehörte zu den Studentinnen, die in Vorlesungen neben den Büchern und Notizblöcken (heute sind es wohl eher Notebooks) immer ihr Strickzeug dabei hatten.

Spur 1 - ein hellgrau-dunkelgrauer Ringelpulli:


Spur 2 - huuuch - damals mit lackierten Nägeln! Heute undenkbar an mir!
Spur 3 - auf Balkonien:


Mittwoch, 10. Juni 2009

Hilfe! Wo ist der Rapport???



Die erste Socke von der Sorte ZWIEBEL ist fertig - eine Damensocke für mich selbst. Wie immer wählte ich eine unifarbige Wolle (von OPAL) für Bündchen, Ferse und Spitze. Um beide Socken im gleichen Streifenverlauf stricken zu können, wickelte ich vom Knäuel des Farbverlaufsgarns (SCHOELLER + STAHL) so viel Wolle ab, dass ich an eine neue Färbung kam. Doch nun wartete ich beim Stricken lange und schließlich vergeblich auf die Wiederholung von Musterstreifen. Es gab keine!

Was nun?

Da werde ich also wohl in Kauf nehmen müssen, dass meine nächsten Socken verschieden aussehen werden!

Was soll's? Die meisten SockenstrickerInnen scheren sich nicht drum ... ich muss es wohl jetzt auch mal lernen, Fünfe gerade sein lassen zu können.

Dafür machte das Stricken sehr viel Spaß, weil immer etwas Neues in der Streifenfolge erschien.

Seelennahrung





Sie machen mir immer mehr Freude, die kleinen Hauswurzpflänzchen, die ich eigentlich nur vorübergehend in einen Topf setzte um sie nach der Umgestaltung des Gartens wieder an ein steiniges Plätzchen zu pflanzen. Sie sind ja so genügsam und halten Trockenheit und sehr kargen Boden aus. So wie auch Kakteen blühen sie wunderschön trotz größter Hitze. Es gibt sehr viele Sorten von diesen Semperviven (Ewig Lebenden) und mein Sortiment wird sich ganz gewiss noch um einige Exemplare erweitern. Sieht sie nicht aus wie eine kleine Prinzessinnenkrone, die hübsche rosa Blüte der Spinnweb-Hauswurz?


Ganz besonders angetan hat es mir derzeit auch die Pracht der vielen Fingerhüte (Digitalis) in unserem Garten mit ihren facettenreichen Rosa-Violett-Tönen. Schaut man genau hin, kann man die feinen Härchen in ihren Blütenkelchen erkennen.



Sonntag, 7. Juni 2009

Der KARIUS mit dem roten Faden

Mein selbst entworfener KARIUS ist fertig. Das Garn (LANA GROSSA und SCHACHENMAYR REGIA 4-fädig) ist wunderbar geschmeidig und das Maschenbild sehr gleichmäßig. Die Farbkombination ist ganz nach meinem Geschmack. 

Nadelkissenanleitung auf Deutsch


Vor ein paar Tagen las ich in Brigittes Strickblog von einem hübschen gehäkelten Nadelkissen. Die Anleitung dazu gab es aber bei Ravelry nur auf Dänisch. Ich nahm mir den Text mal vor und versuchte ihn zu übersetzen. Da ich Norwegisch kann, war es (bis auf eine Stelle) nicht allzu schwierig:








Gute Resteverwertung!




Man braucht:
Mayflower Baumwolle, eine Häkelnadel Nr. 3, eine Stopfnadel, etwas Füllwatte und einen schönen Knopf



Häkelanleitung:
Mit 6 LM beginnen und mit einer KM zu einem Ring schließen. 12 feste Maschen rund um den Ring häkeln und mit einer Kettmasche schließen und mit der nächsten Runde fortsetzen, die so gehäkelt wird:
* 2 feste Maschen in dieselbe Masche, 1 feste Masche in die nächste Masche *, dies während der gesamten Runde wiederholen und mit einer KM schließen


In der nächsten Runde wird die Maschenanzahl vergrößert, indem so gehäkelt wird:
* 2 feste Maschen in dieselbe Masche, jeweils 1 feste Masche in die nächsten 2 Maschen *, dies während der gesamten Runde wiederholen und mit einer KM schließen


Jetzt deutet sich durch die vorherigen Maschengruppen, die in der Runde ja immer sechsmal wiederholt wurden, bereits die Sechseckform an.

Dieses Prinzip wird nun in den folgenden Runden so fortgesetzt:

* 2 feste Maschen in dieselbe Masche, jeweils 1 feste Masche in die nächsten 3 (4, 5, 6 ...) Maschen *, dies während der gesamten Runde wiederholen und mit einer KM schließen


Das Sechseck endet mit 8 bis 10 festen Maschen pro Segment. Die Anzahl ist abhängig von der Häkelfestigkeit. Die Anzahl der Maschen pro Segment am Schluss ist im Grunde egal, bestimmt allerdings die endgültige Größe des Nadelkissens.


Nun wird ein zweites Sechseck in derselben Größe gehäkelt.


Beide Sechsecke werden nun mit einer Runde fester Maschen zusammengehäkelt, ohne die Runde vollständig zu schließen, damit man das Kissen vorher noch mit der Watte füllen kann.
Zum Schluss nimmt man einen Faden und näht ihn von der Mitte aus in Richtung aller sechs Ecken. Wie stramm man den Faden dabei zieht, kann man selbst bestimmen. Man sollte so lange probieren, bis man zum besten Ergebnis kommt.


In die Mitte kann man einen dekorativen Knopf nähen.




Liselotte Weller hat die Anleitung auf Dänisch auf ihrer Website geschrieben.

Tak for tilladelse, Liselotte!

Und danke auch Brigitte für die Erlaubnis, Fotos aus ihrem Blog zu verwenden! Natürlich habe ich das Glücksschweinchen gewählt, wenn meine Nadelkissen, so es sie geben wird, auch schlichter sein werden.

Samstag, 6. Juni 2009

Mein roter Faden ...


Mein Karius hat einen spezifischen Namen bekommen:

ROTER FADEN IM LEBENSMEER


Die "Anhängerchen" werden noch geändert. Die rote Perle, die ich noch hatte, brachte mich auf die Idee, etwas Pfiffiges einzubauen und dann kam das Brainstorming:

Was ist denn das nun?


Ein roter Faden in welligem Blau ... eine metaphysische Eingebung blitzte in mir auf ... und schon war der Name da ... allerdings auf Norwegisch, wie im Foto zu lesen.


RØD TRÅD PÅ LIVETS HAVET

Gedanke - Assoziation
Wir leben wie in einem großen Meer mit mal höheren, mal flacheren Wellen, durch die wir unseren roten Lebensfaden pflügen.