Samstag, 7. November 2009

48 Tage bis Weihnachten ...

Dieser Schal geht sehr leicht von der Hand. Zauberbälle stricken sich einfach wunderbar! Durch die Faltung kann man die unterschiedlichen Farbkombinationen sehen, die durch den Farbverlauf des Garns zustande kommen.
Gestern Abend war ich beim Stricktreff im Städtchen und habe "schwarz" gekauft ... der Schal hat mich süchtig gemacht. So verließen wir spät in der Nacht für einen Einbruch im benachbarten Wollgeschäft die Eisdiele und ich klaute mir 4 weitere Zauberbälle für zwei Schals - einmal in Schoko-Crème und einmal in Grashalm in Kombination mit Stone washed.



So wird es unterm Weihnachtsbaum bei meinen Eltern und bei meinem Schatz schöne flauschige Schals geben.
Zur Aufklärung des nächtlichen Einbruchs:
Polizei holen überflüssig!
Die Inhaberin des Wollgeschäfts strickte auch in der Eisdiele und sie hat den nächtlichen Einbruch selbst verschuldet, denn sie öffnete heimlich die Ladentür. Aus der Kasse wurde auch merkwürdigerweise nichts entwendet - im Gegenteil, in ihr fanden sich am nächsten Morgen knappe 40 Teuronen mehr!
Weitere Schals sind also demnächst hier zu erwarten!

Donnerstag, 5. November 2009

Guten Morgen mit Lupo und Ringa

Am 22.11.09 hat ihre Geschichte den 6. Geburtstag. Ob ich ihren Schal dann wohl fertig haben werde? Ganz fett haben sie sich mitten in das Rot-Blau-Schal-Wordle von meiner aktuellen Blogseite gesetzt: LUPO und RINGA

Mittwoch, 4. November 2009

Hintergrundmagie

Es ist ihr Schal - das haben sie mir heute ins Ohr geflüstert, meine beiden Närrelchen. Denn ... Ja, hat's noch keiner gemerkt? fragt Ringa, die Musische. Hipp, hopp ... eine Linke Masche für Lupo, eine Rechte Masche für Ringa ... absolut GLEICH-ge-WICHT-ig!
Dieser Schal wird "unser" Lieblingswerk ... er strickt sich einfach FANTAS-tIsch! Das Wohlfühlmoment ist gesichert ... jedes Mal, wenn der Faden durch meine Finger gleitet, die Farbe wieder wechselt ... weit weg halten, anschauen ... aaaaaah ... sieht aus wie aus Seide, liegt am Farbverlauf, der ein Changieren vortäuscht.
Auch Lupo ist zufrieden mit seinem Bedürfnis nach Ordnung und Balance. Der konsequent zweireihige Wechsel der Farben, die Rippen ... während Ringa das Überraschungsmoment beim Farbwechsel zum Tanzen bringt. Ja, so sind sie ... unser aller Hirnhälften ... arbeiten sie im Team, fühlen wir uns glücklich und im Fluss!

Dienstag, 3. November 2009

Ein luporinganischer Schal


Im Oktober hatte ich mir aus reiner Lust am Betasten und Fühlen zwei Knäuel Garn aus unserem Städtchen mitgebracht. Das schwarzbraune Knäuel fließt bereits in ein Paar Herrensocken für meinen lieben Mann, das rote Knäuel habe ich vorgestern Abend an einem Schal aus einem Schoppelheft erprobt. Nachdem ich gut 10 cm gestrickt hatte, geriet er mir doch zu sehr Richtung Lacetuch, was mir für einen Winterschal nicht sonderlich zusagte. Außerdem hatte ich das gute Stück bis dahin unterm Tisch in der Konferenz gestrickt und bastelte in den letzten Reihen einen Fehler hinein, der sich nur mit Mühe hätte reparieren lassen.
Als ich nach dem Dienst nach Hause fuhr, kam ich wieder am Städtchen vorbei, bog kurzerhand rechts ab, fuhr zum Wollgeschäft und besorgte mir einen zweiten Zauberball dazu. Farbe "stone washed" - eine Mischung von Blautönen.
Zuhause wartete ein knisternder Kamin auf mich ... ribbel ribbel ... neu anschlagen mit Blau und los ging's im einfachen Rechts-Links-Muster, jeweils zwei Reihen pro Farbe. Die Farbkombination Rot-Blau mag ich sehr. Sie hat für mich etwas sehr Ausgewogenes wie Yin und Yang, männlich und weiblich.
So widme ich sie meinen beiden Wichteln Lupo und Ringa, die ebenso diese beiden Prinzipien vertreten. (Mein inneres Kind kichert gerade ...)
Es war im Jahr 2003, als sie mich animierten, ein Buch zu schreiben ... herrje ... das ist noch immer nicht dort, wo es hinkommen sollte. Aber ein umfangreicher Anfang ist gemacht ... immerhin sitzt es fertig in meinen Dateien.
Hier nun mein Schal, den ich Lupo und Ringa widme und daher auf den Namen Luporinganischer Schal taufe:

Sonntag, 1. November 2009

Russian Join - kein Vernähen von Fäden mehr!

Zum Karius Hommage an Tante Henny schrieb Anke einen Kommentar:
Vielleicht kannst du ja die Fäden beim nächsten mal mit der "russian join" Methode verbinden, dann brauchst du keine Noppen ;)
Ich googelte russian join methode und wurde fündig. Hier wird die Methode in englischer Sprache und mit Fotos erklärt - den Text braucht man gar nicht, so deutlich zeigen die Fotos wie's geht!
Noppen hat der Karius nun genug, es kommen jetzt sehr viele kurze Fadenabschnitte und ich werde ab sofort "russisch verbinden"! ;-)
DANKE
ANKE
!!!

Samstag, 31. Oktober 2009

Die jungen Zahmen

Heute ging ich mit meinem Schatz nach dem Einkauf auf dem Wochenmarkt ins Café Cup, wo wir uns ein Tässchen Cappucino gönnten. Bei solchen Gelegenheiten habe ich immer etwas zu stricken in der Tasche. Heute war es ein 100g-Knäuel braunschwarzes Farbverlaufsgarn von LANA GROSSA MEILENWEIT. Daraus soll ein Paar Herrensocken entstehen. Als wir im Café saßen, kam der bedienende Angestellte an den Tisch, schaute auf mein Gestrick, in dem vier Strumpfstricknadeln steckten und fragte: "Hm ... Socken?" "Ja, sagte ich", während mein Schatz einen Fuß unter dem Tisch hervorstreckte und ihm die Socken zeigte, die er an den Füßen trug. "Waaas?", fragte der junge Mann. "Sowas kann man stricken?" Dabei hatte ich zuvor schon auf meinen Pulli gezeigt, den ich auch selbst gestrickt habe. Den hielt er offensichtlich nicht für schwierig.
Anschließend entspann sich ein Gespräch darüber, dass Stricken heute wieder total in sei und er erzählte, er wolle auch so gern stricken lernen: "Man hat ja so viel Zeit, da sitzt man so viel vorm Fernseher herum. Stattdessen könnte man sich doch was stricken."
Ich war platt!
Stellt Euch den jungen Mann etwa so ähnlich vor wie diesen. Eigentlich sollte es mich ja nicht mehr wundern, denn bei meinen Süßen waren auch die Jungen vorn, als ich eine Strickliesel mit in die Schule gebracht hatte.
Neue Zeiten, neue Interessen!

Eine kleine Wundertüte

Eine Wundertüte ... ja, was ist denn da drinnen?
Lasst Euch eine kleine Geschichte dazu erzählen:
Am vergangenen Donnerstag wurde meine liebe Tante Henny 98 Jahre alt. Sie strickt und strickt und strickt. Mir hat sie damals geholfen, als ich im Grundschulalter meine ersten Strickversuche unternahm und mir immer wieder mal eine Masche herunterfiel. Tante Henny konnte sie auf wundersame Weise immer wieder hochholen (heute kann ich das auch!).
Bei Tante Henny machte ich als Kind im Sommer oft Ferien auf dem Bauernhof. Meine längst verstorbene Oma lebte damals auch dort, aber die habe ich nie stricken sehen. Ich weiß nicht einmal, ob sie es konnte. Vielleicht sollte ich Tante Henny mal fragen ...?
Vor ein paar Jahren erzählte ich ihr, dass ich eine Bekannte habe, die gerne Socken strickt. Ich selbst hatte derzeit schon jahrelang Strickpause und irgendwie kein Interesse daran. So gab meine Tante mir immer wieder mal eine Tüte mit Wollresten, die ich meiner Freundin doch geben könnte. Auch zum Stopfen von Socken seien die geeignet.
So geschah es auch letzte Woche:
Tante Henny überreichte mir mit einem Lächeln ihre Wollwundertüte und ich nahm sie dankend entgegen.
Mit der Freundin habe ich inzwischen nur noch selten Kontakt, außerdem stricke ich ja nun selbst wieder.
So nahm ich die weiße Knüddeltüte und kippte sie aus ... spannend! Was meine Tante wohl alles hineingetan hat?
Schaut nur mal ... wegwerfen? Aber nein, das kommt ja gar nicht in Frage!
Das gibt eine Hommage an Tante Henny - so blitzte es plötzlich in meiner müden Birne auf.
Aber sehen wir uns das Gewusel erstmal an:
Da gab es Wollumbänder, insbesondere von REGIA 4-fach. Ja, die liebt sie auch über alles! Papierservietten, ein paar Quittungen aus einem Handarbeitsgeschäft, zwei Blättchen Bonbonpapier von DAIM, ein kleiner Prospekt, den sie gefaltet hatte, um Wolle darum zu wickeln und jede Menge Wuselfäden!
Ich sortierte das Unbrauchbare nach links und das Fadengewusel nach rechts. Was tun damit? Wie wäre es mit einem bunten "Tante-Henny-Wusel-Karius"?

Einen Abend lang entwirrte ich das Fadengewusel und wickelte alle Reste auf, die 1 m lang oder länger waren. Dann ordnete ich die Reste auf dem Tisch nach Farben. Einen Rest nach dem anderen fügte ich dann zusammen, verknotete die Fäden sorgfältig und wickelte sie alle zu einem riesigen Knäuel. Ich legte es auf die Waage: Stolze 120 g zeigte die Waage an! Na, das würde einen ordentlichen Karius geben (anklicken um zu sehen, wie ein Karius aussehen kann) !



Inzwischen wächst aus dem Knäuel schon ein Karius heraus ... und den möchte ich bei nächster Gelegenheit gern Tante Henny zeigen. Was sie wohl dazu sagen wird?

Was die Noppen auf dem Halstuch zu bedeuten haben? Na, irgendwie muss ich doch die vielen Ansatzknoten verstecken!!


Für die weitere Gestaltung nach Fertigstellung des Gestricks habe ich schon einige Ideen, aber erst muss er fertig gestrickt von der Nadel hopsen ...

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Sockenrezepte für 30 Wochen!

In der VERENA WINTER wurde es angekündigt - das Sockenheft SPEZIAL. Den Erscheinungstermin (28.10.) habe ich mir gleich hinter die Ohren geschrieben. Nicht in den Kalender, denn das ist bei so etwas nicht nötig - das behalte ich so.
Nun hatte ich gestern den ganzen Tag Konferenz und konnte es mir nicht besorgen, aber deswegen darauf verzichten? Geht ja nun mal gar nicht!
So bat ich meinen Schatz darum:
"Du, wenn du heute in die Stadt kommst, kannst du mir nicht ...?"
Er liebt meine für ihn gestrickten Socken, also auch die Anleitungen dazu.
Ein bisschen Suchen war nötig, aber in einem Kaufhaus wurde er fündig (nicht im Zeitschriftenladen!). Anschließend setzte er sich damit in ein Café und suchte "seine" Lieblingssocken heraus.
Nach der Konferenz lag das Heft auf dem Küchentisch ... kribbel kribbel ... ich konnte es kaum abwarten und meine Erwartungen wurden noch übertroffen!
Dann saßen wir zusammen mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und verglichen unsere Lieblingsmodelle. Na, was wohl dabei herauskam? Nach fast 33 Jahren Ehe ... nahezu völlige Übereinstimmung!
Ein informatives Durchblättern war die erste Phase der Beschäftigung mit dem Heft. Nun folgt das Lesen der Texte zu den einzelnen Ländern, die weitgehend zu unseren Lieblingsurlaubsländern gehören. Dann erst geht es los ...
Ach herrje ... wie viele UFOs fliegen hier noch herum? Hm ... das Risiko ihrer Vermehrung ist gigantisch! Aber es muss einfach sein!
Am Freitag werde ich nachmittags ins Waldcafé im Nachbardorf fahren und mit der Inhaberin in Sockenträumen schwelgen. Sie trägt schon ein von mir gestricktes Paar, ein zweites hat sie ihrem Partner geschenkt, das dritte geplante Paar wird nun vielleicht verworfen und gegen eines aus der VERENA getauscht. Ich bin schon gespannt ...

Dienstag, 27. Oktober 2009

Im Archiv entdeckt

Beim Aufräumen meines Scannerarchivs entdeckte ich diese Fotos von vor etwa 15 Jahren. Derzeit bestrickte ich meine kleinen Neffen mit bunten Kinderpullovern und nähte passende Hosen dazu.
Ich erinnere mich noch daran, wie ich für Ju. in Norwegen diesen Pulli strickte und ihm sagte, ich hätte gerade einen kleinen Fehler gestrickt. Er war noch keine 3 Jahre alt, reagierte sehr kritisch und sagte in seiner Kleinkindsprache: "Fehler soll nicht!" So musste ich wohl oder übel ein paar Reihen zurückstricken. Ju. war schon damals sehr genau in allem, vermied auch selbst Fehler und war nicht zu beruhigen, wenn ihm mal etwas daneben ging.

Zur Stricktechnik:
Bei diesem kleinen Pulli hatte ich neben mir ständig 7 verschiedene Knäuel liegen, die ich nach jedem Musterstück zu je 2 und 2 umtauschte. Es war also sehr kompliziert, für einen Fehler ein paar Reihen zurückzustricken!
Zu dem Pulli nähte ich noch ein bunte Hose:

Herzlich willkommen!

Die 50. Blogleserin
hat sich angemeldet.
Dir ein besonders
herzliches Willkommen,
liebe Elsbeth!