Donnerstag, 12. November 2009

Anekdötchen aus dem Schulalltag

Es ist Unterrichtsschluss.
Ein süßer kleiner Kerl räumt noch seine Sachen auf.
Wir unterhalten uns noch ein bisschen über die neue Lehrerin,
die in meiner Klasse Vertretung macht.
Ich frage ihn:
"Sag mal, was habt ihr denn bei Frau K.?"
Antwort:
"Lerrigohn."

Na?
Kommst Du drauf, welches Fach er bei ihr hat?

Kalte Hundeschnauze

Ein Retrokuchen ... vermutlich kennt Ihr ihn alle: Kalte Hundeschnauze.
Eine Schichtung aus Keksen und Schokolade.
Hier die Zutaten im Bild.
Und so sieht das Ergebnis aus:




Na? Welcher ist schöner? Der für den Rettungsring um die Hüften oder der für den Hals?

Ich kann momentan gar nicht genug bekommen von dieser hirnlosen Nadelei. Es ist immer so schön spannend, wie die nächsten Zentimeter aussehen werden.
Meine linke Kollegin im Lehrerzimmer war heute Morgen ganz aufgebracht, als ich sagte, ich wolle den Schal meinem Vater zu Weihnachten schenken.

Warum?

Hier, schaut selbst:

Nein, der Ponchopulli ist nicht selbst genadelt. Den habe ich selbst gekauft, obwohl ... ich habe auch schon herumgesponnen, wie man den nachstricken könnte. Jedenfalls hatte ich den heute Morgen an! Den Schal behalten? Kommt nicht in Frage! Dann wird eben noch einer gestrickt ... endless mindless knitting ...

Mittwoch, 11. November 2009

Mendelsche Vererbungslehre für zwei Schokobälle

Was dabei herauskommt, wenn sich ein Blaumann und eine Rotfrau vereinen, habt Ihr ja nun gesehen.
Doch nun kommt eine ganz konventionelle Verbindung zweier Wesen ein und derselben Rasse, die da heißt: Zauberball Schoko-Crème.
Es ist schon jetzt ziemlich spannend, was für ein Farbverlauf sich ergeben wird, wenn zwei gleichfarbige Schokobälle sich kreuzen. Sollte ich nochmal nach den Mendelschen Vererbungsregeln schauen um zu sehen, wie das Schalkindchen aussehen kann? ;-)
In den ersten Reihen jedenfalls zeigt es ein recht kontrastreiches Gesicht und fließt dann plötzlich zusammen in einen beigefarbigen Einheitssee, dem ein sanfter Kontrast zwischen Naturweiß und Beige entsteigt. Das erhält die Spannung beim Stricken ... ob wohl im gesamten Verlauf sich auch mal ein tiefdunkler Schokoladensee entwickeln wird? Oder eine dicke Schicht Schlagsahne?


Wenn man das Bild anklickt, tanzen in dem kontrastreichen Abschnitt lauter kleine Kinderchen Ringelreihen, wie man sie aus diesen Faltscherenschnitten kennt:

Mögen sie meinem lieben "alten Herrn" die kalten Wintertage aufhellen!

Grippen oder grippen

Wir haben inzwischen den dritten Tag mit Kindergrippen. Das hat nichts mit Grippe zu tun (in der Zeit der viel diskutierten Schweinegrippe, die in meinem Umfeld gar kein Schwein hat.

Das Verb grippen bedeutet wohl heimliches Entwenden, aber eher von Kleinigkeiten. Nicht ein regulärer Diebstahl ist damit gemeint. Heute Nachmittag in einem Fernsehmagazin habe ich erfahren, dass das Wort grippen oder gripsen in NRW angeblich auch für das herbstliche Betteln der Kinder an den Haustüren steht. Noch nicht gewusst? Ich auch nicht.

Nun waren sie zu Halloween da als nette kleine Hexen und Gespenster, dann gestern Abend zum Geburtstag von Martin Luther und heute Abend schon wieder. Ein armseliges kleines Dreierhäuflein verschüchterter Mennunitenkinder, die brav ihr Verslein absangen (Trat in die Welt nun ein Licht - hä? Zu St. Martin???), dann scheu in das dargebotene Körbchen mit Bonbons griffen und anschließend eine ihrer Ziehharmonika-Laternen auch noch so ungeschickt in der Hand hielten, dass sie damit fast unser Haus abgefackelt hätten. Wir bekamen ein kostenloses Lagerfeuerchen von nur kurzer Dauer, die Laterne war hin, der Blick der Drei wurde noch scheuer und statt über ihr Ungeschick zu schimpfen, war uns nur nach Trösten zumute. Für das Süße dankend zogen sie schnell mit eingezogenen Köpfen von dannen.

Anschließend mussten wir unsere Diele lüften, deren Luft rußgeschwängert waberte, die Eingangstreppe von schwarz verkohlten Papierresten reinigen und lächelnd den Kopf schütteln über eine solche Kombination von Frömmigkeit und Ungeschick.

Vielleicht hätte ihnen etwas mehr Grips gut getan ...


Zum Schluss kam uns noch eine Idee:

Was tun, um dem immer mehr zunehmenden Bettelstrom Einhalt zu gebieten?

Ein paar Papierlaternen abbrennen und die verkohlten Reste (noch als Laternen erkennbar) vor die Haustür legen?

Wie würdet Ihr als Kind reagieren, wenn ihr so ein Bild vorfinden würdet?


Ich wäre früher mit Sicherheit schnell davongelaufen ... aber waren wir nicht anders gestrickt?


Zum Thema Grippe hörte ich heute (als Lehrerin von der Schulleitung) den dringenden Rat, wir möchten doch bitte Kindern, die zuhause einen Fall von Schweinegrippe haben, sagen, dass sie zuhause bleiben sollen.
Ja, es kommt vor, dass Eltern ihre gesunden Kinder trotzdem in die Schule schicken ... mit etwas mehr Grips ... ach, das hatten wir ja schon!

Ich gebe zu, bei Grippe handelt es sich ja um ein ernstes Thema, doch gerade um allzu ernste Phänomene werden oft besonders markante Witze gemacht. Ist ja auch viel gesünder zu lachen als sich Vorschusssorgen zu machen ... lachen hier! Kann ein bisschen haken, lange Ladezeit ... lohnt sich trotzdem.

Dienstag, 10. November 2009

> 20000


PROST!

Sooooo schnell geht das! Da wollte ich noch drauf hinweisen, dass der Besucherzähler die 20000 bald überschreiten wird und schon ist es vorbei! Wer war der 20000. Besucher?

Bist Du es gewesen?

Na, dann herzlichen Glückwunsch!
Nachtrag am 11.11.2009:
Eben gerade stelle ich fest, dass der Eintrag von gestern zudem auch noch der 150. Eintrag ist! Na denn frohes Schunkeln!

Sonntag, 8. November 2009

Himmelsleiter zum Glück


Mit diesem Werk machen Fotosession und Bildbearbeitung so richtig Spaß!
Vielleicht sind es meine beiden Wichtel, die unsichtbar mitwirken ... so bekommt der Schal auch einen Namen, der dem Programm der Beiden entspricht: Stairway to my Luck - Himmelsleiter zu meinem Glück!

Samstag, 7. November 2009

48 Tage bis Weihnachten ...

Dieser Schal geht sehr leicht von der Hand. Zauberbälle stricken sich einfach wunderbar! Durch die Faltung kann man die unterschiedlichen Farbkombinationen sehen, die durch den Farbverlauf des Garns zustande kommen.
Gestern Abend war ich beim Stricktreff im Städtchen und habe "schwarz" gekauft ... der Schal hat mich süchtig gemacht. So verließen wir spät in der Nacht für einen Einbruch im benachbarten Wollgeschäft die Eisdiele und ich klaute mir 4 weitere Zauberbälle für zwei Schals - einmal in Schoko-Crème und einmal in Grashalm in Kombination mit Stone washed.



So wird es unterm Weihnachtsbaum bei meinen Eltern und bei meinem Schatz schöne flauschige Schals geben.
Zur Aufklärung des nächtlichen Einbruchs:
Polizei holen überflüssig!
Die Inhaberin des Wollgeschäfts strickte auch in der Eisdiele und sie hat den nächtlichen Einbruch selbst verschuldet, denn sie öffnete heimlich die Ladentür. Aus der Kasse wurde auch merkwürdigerweise nichts entwendet - im Gegenteil, in ihr fanden sich am nächsten Morgen knappe 40 Teuronen mehr!
Weitere Schals sind also demnächst hier zu erwarten!

Donnerstag, 5. November 2009

Guten Morgen mit Lupo und Ringa

Am 22.11.09 hat ihre Geschichte den 6. Geburtstag. Ob ich ihren Schal dann wohl fertig haben werde? Ganz fett haben sie sich mitten in das Rot-Blau-Schal-Wordle von meiner aktuellen Blogseite gesetzt: LUPO und RINGA

Mittwoch, 4. November 2009

Hintergrundmagie

Es ist ihr Schal - das haben sie mir heute ins Ohr geflüstert, meine beiden Närrelchen. Denn ... Ja, hat's noch keiner gemerkt? fragt Ringa, die Musische. Hipp, hopp ... eine Linke Masche für Lupo, eine Rechte Masche für Ringa ... absolut GLEICH-ge-WICHT-ig!
Dieser Schal wird "unser" Lieblingswerk ... er strickt sich einfach FANTAS-tIsch! Das Wohlfühlmoment ist gesichert ... jedes Mal, wenn der Faden durch meine Finger gleitet, die Farbe wieder wechselt ... weit weg halten, anschauen ... aaaaaah ... sieht aus wie aus Seide, liegt am Farbverlauf, der ein Changieren vortäuscht.
Auch Lupo ist zufrieden mit seinem Bedürfnis nach Ordnung und Balance. Der konsequent zweireihige Wechsel der Farben, die Rippen ... während Ringa das Überraschungsmoment beim Farbwechsel zum Tanzen bringt. Ja, so sind sie ... unser aller Hirnhälften ... arbeiten sie im Team, fühlen wir uns glücklich und im Fluss!

Dienstag, 3. November 2009

Ein luporinganischer Schal


Im Oktober hatte ich mir aus reiner Lust am Betasten und Fühlen zwei Knäuel Garn aus unserem Städtchen mitgebracht. Das schwarzbraune Knäuel fließt bereits in ein Paar Herrensocken für meinen lieben Mann, das rote Knäuel habe ich vorgestern Abend an einem Schal aus einem Schoppelheft erprobt. Nachdem ich gut 10 cm gestrickt hatte, geriet er mir doch zu sehr Richtung Lacetuch, was mir für einen Winterschal nicht sonderlich zusagte. Außerdem hatte ich das gute Stück bis dahin unterm Tisch in der Konferenz gestrickt und bastelte in den letzten Reihen einen Fehler hinein, der sich nur mit Mühe hätte reparieren lassen.
Als ich nach dem Dienst nach Hause fuhr, kam ich wieder am Städtchen vorbei, bog kurzerhand rechts ab, fuhr zum Wollgeschäft und besorgte mir einen zweiten Zauberball dazu. Farbe "stone washed" - eine Mischung von Blautönen.
Zuhause wartete ein knisternder Kamin auf mich ... ribbel ribbel ... neu anschlagen mit Blau und los ging's im einfachen Rechts-Links-Muster, jeweils zwei Reihen pro Farbe. Die Farbkombination Rot-Blau mag ich sehr. Sie hat für mich etwas sehr Ausgewogenes wie Yin und Yang, männlich und weiblich.
So widme ich sie meinen beiden Wichteln Lupo und Ringa, die ebenso diese beiden Prinzipien vertreten. (Mein inneres Kind kichert gerade ...)
Es war im Jahr 2003, als sie mich animierten, ein Buch zu schreiben ... herrje ... das ist noch immer nicht dort, wo es hinkommen sollte. Aber ein umfangreicher Anfang ist gemacht ... immerhin sitzt es fertig in meinen Dateien.
Hier nun mein Schal, den ich Lupo und Ringa widme und daher auf den Namen Luporinganischer Schal taufe: