Sonntag, 12. April 2015

12 von 12 - alles auf Frühling!

Lange Zeit habe ich nicht mehr an der Aktion "12 von 12" teilgenommen, aber neulich sah ich in einem Blog wieder mal solch einen Eintrag und bekam selbst wieder Lust dazu.
Also - 12 von 12 am 12. April - 12 Fotos des Tages. Was kam dabei heraus?

Ein Sonntag mit Frühlingsgeschmack und Zahnschmerzen

Wie schön - heute scheint die Sonne!
Ein richtiger SONN-Tag!

In der Nachbarstadt gibt es draußen am Wall einen Büchertauschschrank.
Man kann Bücher hineinstellen und herausnehmen.
Einfach so, ohne Einschränkung, ohne Kosten.
Dort entdeckte ich dieses Buch, auf dessen Lektüre ich mich heute freue.

In der Küche ist am Fenster die Kresse gewachsen.
Das gibt am Abend ein leckeres Quarkbrot.
Ich tröpfele in jedes Fach etwas Wasser.

Zum Frühstück gibt es Tee und ein Ei.
Dazu die Lektüre der neuen "Landhaus",
die mich zu Frühlingsdeko inspiriert.
Noch liegt der "winterschwere" Läufer auf dem Tisch.

Die Tulpen auf dem Wohnzimmertisch sind schon eine halbe Woche alt,
aber immer noch schön.

Nach dem Frühstück wird gestrickt -
meine "Biene-Maja"-Jacke soll bald fertig werden.
Das Vorderteil werde ich heute wohl schaffen.

Knut Nissedal reicht mir einen Amethyst,
der aus der Amethystmine in Luosto / Finnland stammt.
""Wir" haben ihn dort selbst ausgebuddelt.

Mittags frische ich auch das Esszimmer mit Frühlingsfarben auf.
Grundfarben: blau und grün (und eine gelbe Dichternarzisse)!
Das Rot des Regalwinkels stellt einen Störfaktor dar.
Es passt zu Weihnachten, nicht zum Frühling.
Ich werde erfinderisch ...

... und nähe kurz eine hübsche Verkleidung!
Schwupps - das Rot ist dunkelblau!

Am Nachmittag kann ich auf der Terrasse sitzen und beginne mit einer
grünen Häkelbordüre für eine Pappdose.

Da ist sie schon ... fertig!
Alles, was blau oder grün ist, wird zusammengesucht und fügt sich zum Gesamtbild.

Ein wunderschöner Sonntag,
der nur leider durch starke Zahnschmerzen eine derbe "Macke" bekam.
Ich bekomme derzeit zwei neue Zahnkronen.
Wie gut, dass mich die Sonntagsbeschäftigungen etwas ablenken konnten!

Dienstag, 7. April 2015

Schmuck zur Schokolade

Wenn es um Schmuck geht, muss man nicht viel Geld ausgeben. Für den Alltag tut es auch ein hübscher Modeschmuck. Und den finde ich oft bei Bijou Brigitte. Dieses Geschäft gibt es in meiner Umgebung in mehreren Städten und ich werde immer fündig. So zog ich an dem Tag, an dem ich mich dort umschauen wollte, meinen neuen Pullover an und ließ mich beraten. Ja, es gab etwas Passendes ... zum Schluss konnte ich mich nicht entscheiden. Also nahm ich beide Ketten:

Ein kleiner Traumfänger - Ethnoschmuck mag ich sehr!

Eine Kette aus lauter verschiedenen "Dingelchen" -
Lederblümchen, diverse Glasperlen, Metallringe,
Holzperlen, bunte Keramikperlen ...

Spannung!

Bald ist es so weit!
Die letzte Zacke ist in Arbeit.

Ich bin schon sooo gespannt!

Biene-Maja-Jäckchen

Es ist schon etwa zwei Wochen her, dass ich - trotz meiner Schwüre, endlich mal ein paar UFOs aufzuarbeiten - wieder einmal schwach wurde. Schuld war der Räumungsverkauf in einem Handarbeitsgeschäft der Nachbarstadt. Dort war JEDE Ware, egal, wie kostbar sie war, egal, wie teuer sie vorher war, zu einem Preis von 2 € pro Knäuel zu erstehen. Wie ich schon früher berichtet hatte, überfiel mich erneut der Wollrausch und ich griff ein zweites Mal (nach dem Garn für den anthrazit-braunen Streifenpullover) zu.

Inzwischen habe ich das Rückenteil meines selbst entworfenen Jäckchens fertig gestrickt.


Das so günstig erworbene Garn Lace Paillettes (senfgelb) von LANA GROSSA strickte ich mit doppeltem Faden. Von dem Garn hatte ich 8 Knäuel gekauft ( = 16 € !). Es besteht aus 45% Alpaka, 20% Schurwolle, 15% Polyamid und 5% Polyester. Eingearbeitet sind winzige glänzende Scheibchen, die man weiter unten in der Vergrößerung sehr gut erkennen kann.

Ich kombinierte das Garn mit einem beigefarbigen Alpakagarn aus meinem Wollvorrat (RÖDEL Alpakawolle, 70% Alpaka, 30% Schurwolle, 180 m / 50 g, Nadelstärke 3-3,5 - gibt es inzwischen nicht mehr). Auch dieses Garn verstrickte ich mit doppeltem Faden, allerdings nicht glatt rechts, sondern im Perlmuster.

Dazwischen fügte ich aus dem Rest des schokobraunen Garns vom letzten Pulli jeweils zwei kraus rechts gestrickte Reihen ein, die die beiden Streifen sehr schön voneinander absetzen.



Die Pailletten glitzern wie kleine Mini-CDs.
Nun überlege ich, ob ich die Ärmel durchweg schlicht beige stricke, in glatt rechts oder Perlmuster. Am unteren Ende würde ich in dem Fall dann das Braun und das Senfgelb als optische Manschette einstricken. Ein Ärmel ohne Streifen hätte auch den Vorteil, dass ich für ein passendes Tuch zu dem Jäckchen noch genug senfgelbes (Lace-)Garn übrig hätte.

Aber nun sind erst einmal die Vorderteile dran ... (bevor ich das nächste UFO kreiere).

Dem Babyboom folgend ...

Wieder einmal gibt es Nachwuchs im Freundeskreis. Es wird ein Junge werden, der in diesen Tagen das Licht der Welt erblicken soll. Dieses Mal habe ich etwas ausgewählt, wovon das Kind lange etwas haben wird ... einen kleinen Kuschelbademantel. In den kann man es schon kurz nach der Geburt einwickeln, wenn es aus dem Bad gehoben wurde. Oder auch einfach dann, wenn man es ihm besonders kuschelig machen möchte. 


Das Modell stammt aus einem Heft von LANA GROSSA. Es handelt sich um das Magazin FILATI INFANTI, beim Durchblättern findet man es auf S. 17.

Verwendetes Garn:

LEGGERO II
Feinste Mikrofaser
100% Polyamid
Farben 008 und 015
Nadelstärke 4-5

Ich musste die Anleitung umrechnen, da der Bademantel sonst (trotz Verwendung des angegebenen Garns) viel zu groß geworden wäre. Da der Schnitt sehr einfach ist, war das kein Problem.

Bisher waren alle, die den Bademantel in den Händen hielten, begeistert von seinem Kuschelfaktor. Flauschrausch pur! Besser als das weichste Frottiertuch!

Zwei Fliegen mit einer Klappe - Tasche passend zum Blazer

Am Osterwochenende habe ich mich nur kurzfristig beim berühmten Osterspaziergang dem noch kalten Wind ausgesetzt, dann aber die Zeit lieber drinnen genutzt, um meinen Blazer und die Handtasche fertigzustellen. Hier ist nun das Ergebnis ... wartend auf die nächsten, angeblich wärmer werdenden Tage:

Die Schnalle war ursprünglich als
zweiter Verschluss für die Handtasche gedacht.

Hinten hat der Blazer ein Schößchen,
das extra angesetzt wurde.
Der Schnitt stammt aus der Kollektion von ZWISCHENMASS.

Die Collegetasche ist - bis auf ein passendes Innenfutter -
 auch fertig geworden.

Sie passt zu dem Blazer wie dafür gemacht.

Da freut man sich auf den nächsten Stadtbummel ...

Samstag, 28. März 2015

UFO kurz vor Vollendung

Es fehlt nur noch eine Zacke!


Ein Tuch, das die noch etwas kühlen Frühlingstage begleiten wird ...

Fehlerkorrektur - endlich! Was lange währt ...

Um die folgende Darstellung zu verstehen, empfehle ich einen Besuch folgender Links vorweg:

Strickfilztasche

Werdegang einer missglückten Tasche

Die getrocknete Tasche


Jetzt - nach mehr als 15 Monaten - geht die Geschichte weiter ... und das kam so:

Ich kaufte mir im vergangenen Dezember anthrazitfarbigen Walkstoff, dazu einen farblich passenden gemusterten Stoff, um mir daraus einen Blazer zu nähen. Der Nähprozess ist derzeit noch im Gange. Gestern hatte ich den Rumpf fertiggestellt und überlegte, wie ich die Jacke schließen könnte. Es gibt ja Alternativen:
  • mit einem Knopf
  • mit einer Tuchnadel
  • mit einer Schnalle ...
Schnalle? - Jaaaaa! Ich hatte doch derzeit für meine Filztasche zwei Schnallen gekauft. Und weil ich sie ja schmaler machen will, brauche ich nur noch eine und habe eine Schnalle übri

Ich kramte in meinen diversen UFO-Körben und wurde bald fündig. Ich fand auch eine Quittung. Oha! Für jede Schnalle hatte ich über 11 € bezahlt! Nun gut, sie sind ja auch aus echtem Leder gefertigt. Toll, dass ich nun beide verwenden kann!

Natürlich lag auch die missglückte Tasche im selben Korb. Jawoll! Endlich eine Gelegenheit, ein weiteres UFO landen zu lassen. Am Ende wird alles gut!

Ich legte sie also aufs Bügelbrett, überlegte, wie breit (bzw. schmal) sie werden solle, nahm Maß und ... huch ... hatte Mut, nahm meine große Schneiderschere und ... schnipp schnapp ... Mitte ab!

Die durchgeschnittene Tasche mit aneinandergelegten Schnitträndern

Die herausgeschnittene Mitte

Beim Durchschneiden hatte ich ein ähnliches Gefühl wie beim Zuschneiden meines Blazerstoffs, nur dass der Taschenfilz erheblich dicker ist.

Nun wurde es spannend. Wie das Zerschnittene zusammenfügen? So wie die Ränder aussahen ...


müsste man sie mit farblich passendem Nähgarn überwendlich doch ganz einfach wieder zusammennähen können. Ich machte mich ans Werk ...

Nähen mit feiner Nähnadel und Nähgarn

Ja - es klappte wunderbar! Nach und nach fügten sich die Schnittränder wieder voreinander. Man sah kaum etwas ...

Der dunkelgraue Teil ist schon genäht
Ich nähte den Stoff von der Ober- und von der Unterseite zusammen, damit die Fläche schön stabil würde. Es funktionierte.

Nur leichte Spuren der Trennung, die durch starkes Überbürsten noch schwächer werden

Sollte mich die Trennnaht stören,
dann müsste mich auch diese Stelle am Rand der Taschenklappe stören,
vermutlich entstanden durch das Vernähen von Fäden vor dem Filzvorgang.
Nein, das stört mich nicht ...
Der nächste Schritt war das Zerschneiden und Verkürzen des Trageriemens, den ich dann aber im Zickzackstich mit der Maschine zusammennähte. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber nur hier für den Gurt. Ich bin froh, dass ich die Tasche von Hand wieder zusammengenäht habe, weil die Naht so viel weniger sichtbar ist.

Ich habe sehr stark dran gezogen ... hält!!!

Die eine Schnalle will ich dann so auf die Tasche nähen:

Zunächst nur aufgelegt ...

Die andere Schnalle bleibt mir für den Blazer, den ich hier mal zusammen mit der Tasche auf dem Boden drapiert habe:


Die Jackenschnalle sitzt noch nicht richtig, ist nur angeriehen und muss noch verändert werden. Kommt Zeit, kommt alles ...

Freitag, 27. März 2015

Superschnäppchen für die Biene Maja

Ich erzählte in einem der letzten Posts, dass ein Handarbeitsgeschäft in unserer Nachbarstadt Räumungsverkauf hat. Nun bin ich noch einmal dort gewesen, denn alle Knäuel - egal, welche Qualität - wurden nun zu je 2 € angeboten. Das schmeckte mir doch zu wollsüß ... ich konnte nicht widerstehen und erstand ein fantastisches Garn:


Wie man auf der Banderole sieht, feinstes Baby Alpaka von Lana Grossa mit winzigen Pailletten drin. Ganz fein!

8 Knäuel = 200 g, so habe ich nur 16 € bezahlt für ein Garn, das in der von mir gekauften Menge regulär über 63 € kosten würde.

Zuhause angekommen, machte ich ein Woolstorming in meinen Vorräten, nahm den Rest vom Schokopulli (noch fast 3 Knäuel von dem braunen Bändchengarn) dazu, außerdem ein doppelt gewickeltes beigefarbiges Alpakagarn von Rödel (einem Geschenk, das ich bisher noch nicht verwenden konnte). Und meine juckenden Strickfinger setzten gleich eine Maschenprobe an:


Die unteren vier Streifen habe ich gleich verworfen, denn es entstehen bei einer solchen Verarbeitung unschöne Wellen im Gestrick. Nachdem ich das Beige im Perlmuster strickte und beide Farben durch zwei Reihen glatt rechts mit dem braunen Bändchengarn trennte, gefiel es mir schon besser. Die senfgelben Streifen strickte ich mit doppeltem Baby Alpaka.

Am nächsten Tag besorgte ich mir 6 schöne Kokosnussknöpfe, die den natürlichen Charakter des Strickstücks unterstreichen werden.

Aus der Nähe betrachtet kann man die feinen Pailletten besser erkennen:


Nun - was werde ich jetzt stricken? Die wärmere Jahreszeit nähert sich. Das Gestrick ist recht luftig und leicht. Vielleicht ein Sommerjäckchen?

Ich machte mir einen Schnitt und legte los:


Leider ist die Maschenprobe nicht ganz zuverlässig gewesen. Jedenfalls habe ich noch einmal von vorn angefangen, weil 3 cm in der Weite fehlten (insgesamt sind das schon 6!). Macht nichts. Lieber beizeiten ribbeln als sich später ärgern.

Beim zweiten Anlauf habe ich die braunen Zwischenreihen kraus rechts gestrickt. Dadurch setzen sich die gelben Streifen sauberer ab. 

Mir gefällt das Ergebnis bis jetzt sehr gut, aber es gibt jemanden, der mich schon jetzt Biene Maja nennt. Ha ha haaaa!

Montag, 23. März 2015

Einen Pulli eingeschoben - Schokolust par excellence!

Ich hätte meiner Hulda wohl ein schwarzes T-Shirt unterziehen sollen, denn der neue, eher frühlingshaft durchscheinende Pullover fordert auf jeden Fall etwas Dunkles darunter. Eben wurde er fertig - die Fäden sind noch nicht alle vernäht.



Das wunderbar wärmende Halstuch erlebt zu diesem Pulli ein richtiges Revival (ich freue mich mal wieder wie Bolle, liebe Mo. K.!) Dazu nicht zu dunkle blaue Jeans und fertig ist der Casual Look!

****************************
Infos zur Herstellung:

Die Anleitung, die dem Pullover zugrunde liegt, stammt aus dem Heft LINEA PURA Nr. 8. Im Lookbook befindet sich der Pullover auf S. 06/07. 

Ich habe kein meliertes Garn genommen, habe auch nicht - wie vorgeschlagen - das Bändchengarn doppelt gestrickt. 

Das von mir verwendete Garn:

Linea Pura VERO Uni in Farbe 8 (Anthrazit) 350 g
Lana Grossa beschreibt es so: Kettengarn aus nachhaltig produzierter Baumwolle und Seide

Linea Pura CALIFORNIA in Farbe 9 (Schokobraun) 200 g 
Lana Grossa beschreibt es so: Luxuriös schimmerndes, ökologisches Bändchengarn

Beide Garne sind zusammengesetzt aus einem größeren Anteil an BW und einem kleineren an Seide, in dem grauen Garn wurde wohl Wildseide verwendet, da es sehr matt ist. Die Angaben sind auf der Website von Lana Grossa verschieden von denen auf der Banderole.

Die Streifenfolge habe ich etwas abgewandelt, weil ich alles umrechnen musste.
Der Schnitt ist sehr einfach, was das Umrechnen leicht machte.

Die grauen Streifen in dem Garn VERO habe ich mit Nadeln Nr. 6, die braunen Streifen in CALIFORNIA mit Nadeln Nr. 7 gestrickt, um zueinander passende Maschenproben zu erhalten.

MaPro für VERO (Nadeln Nr. 6): 16 M x 22 R
MaPro für CALIFORNIA (Nadeln Nr. 7): 16 M x 24 R

****************************
Warum ich dieses Garn und nicht das Originalgarn gewählt habe?
Eines meiner Lieblingshandarbeitsgeschäfte machte Räumungsverkauf, weil die Inhaberin in Rente geht. Alles billiger! Da musste ich einfach zugreifen. So schaute ich mir alle möglichen Kombinationen an und traf dann meine Wahl.

Ich bin mit meinem neuen Pullover sehr zufrieden und freue mich auf ein Alltagskleidungsstück, das gerade jetzt, im nahenden Frühling, noch etwas Wärme gibt, weil die Ärmel lang sind,dessen Gestrick aber schon etwas luftig ist.