Samstag, 27. Juni 2009

Blick zurück ...

Heute erinnere ich mich noch einmal an die Anfangs-Idee zum Halstuch MAIWALD und an den Entstehungsprozess. Nachdem ich die Idee mit dem Zeichenprogramm PhotoDraw skizziert hatte, ging ich ins Handarbeitsgeschäft in unserem Städtchen. Dort leitete mich das Angebot zur Abwandlung meiner ursprünglichen Idee. Konnte ich wissen, dass es ein so schönes selbstmusterndes Garn geben würde, das genau zu meiner Jacke passte?
Eine liebe Freundin fragte mich heute, woher ich nur die Ideen bekäme.
Nun ... sie werden angestoßen durch die Umstände. Sie entwickeln sich beim Tun (oder - wie mein Opa-selig immer sagte: "Die Arbeit weist den Weg.") . Dabei gehe ich natürlich auch das Risiko ein, Mr. Ribbel einladen und noch einmal von vorne beginnen zu müssen. Ohne Risiko kein Gewinn! Manchmal verwerfe ich auch das ganze Projekt.
Heute Abend will ich mal brainstormen, was als nächstes Strickwerk ansteht:
Da ist die eine Socke Chess-on-the-Beach (Schach am Strand), der noch ihr Partner fehlt.
Die Kurzjacke hat noch keine Ärmel und keine Taschen.
Das Sockenmodell HENNY will ich auch für mich stricken, vielleicht mit roten Bündchen, Fersen und Spitzen. Die Wolle ist bereits vorhanden.
Die gute Caféinhaberin hat außerdem noch einen Sockenwunsch. Selbstmusternd in Grüntönen. Fein, dabei lässt sich dann wieder gemütlich Kaffee trinken und klönen.
In meinem Stash (Lager) liegt noch der blau-türkisfarbige Zauberball, der schon halbwegs als Baktus verstrickt war, der aber viel zu schnell sehr breit wurde und daher mehr als 100 g verbraucht hätte. Außerdem gefiel mir der Farbverlauf im kraus rechten Gestrick nicht. Was ich nun aus ihm stricken werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht einen neuen KARIUS? Die machen mir derzeit am meisten Spaß ... man kann so schöne Designs erfinden.
Schluss für heute! Morgen ist erst Dienstliches dran, dann noch drei Tage, dann gibt es Ferien!
Juhuuu! Zeit zum Stricken und gärteln ...

Ein KARIUS, der in Fröhlichkeit hüllt

Hier möchte ich nun zeigen, wie vielfältig so ein KARIUS mit Schlaufe getragen werden kann:
1. Den KARIUS doppelt legen, das entstandene Dreieck auf den Ausschnitt legen, das doppelte lange Ende hinten um den Hals legen und durch die Schlaufe stecken. Die Enden hängen vorne herab.


2. Den KARIUS mit dem Dreieck nach hinten um den Nacken legen und die langen Enden vorne umschlingen.




3. Das Mitteldreieck vorne über den Ausschnitt legen, die langen Enden nach hinten um den Hals legen und vorne herabhängen lassen oder beide Enden durch die Schlaufe stecken.




Maiwald - zunächst die Details ...

Bevor ich die Fotos von den Tragemöglichkeiten des MAIWALDS zeige, hier ein paar Details. Zuerst die Blätterperlen, die ich unregelmäßig auf dem mittleren Teil angebracht habe.




An der Mitte hängt dieses Mal wieder die praktische Schlaufe mit einer Reihe von grünen und blauen Glasperlen und ein paar Würfelperlen hängen an den beiden Zipfeln.



Auch so kann man den MAIWALD tragen - im nächsten Post weitere Fotos dazu. Die langen Enden werden für diese Variante durch die Mittelschlaufe gesteckt.

Dienstag, 23. Juni 2009

Der MAIWALD wächst ...


... und wird wohl zum JUNIWALD oder gar JULIWALD mutieren, da ich augenblicklich nicht ganz so oft zum Stricken komme. Hier mal ein Blick auf den Fortschritt ...

Das Garn mit seiner Viskose-Soja-Mischung lässt sich herrlich verstricken - es ist so flauschig-weich!

Mittwoch, 17. Juni 2009

Farborgie im MAIWALD

Der neue KARIUS ist in Arbeit - obwohl ich besser sagen sollte:
Der neue KARIUS ist in Vergnügen - denn es ist wahrhaftig ein Vergnügen, mit diesen frischen Blau-Grün-Tönen zu spielen! Ja ... ich spiele mit den Garnen, von denen eines ein Farbverlaufsgarn ist, das einfach sagenhaft gut zu meiner karierten Baumwoll-Leinen-Jacke passt.
Die Farbkombination erinnert mich an die Stimmung, die einen umfängt, wenn man durch einen maigrünen, noch jungen Wald geht, über dem der leuchtend blaue Himmel thront. Hier und da lugen winzige erste Blümchen in Purpur und Violett aus dem Unterholz.
Neulich entdeckte ich in einem Bastelgeschäft diese niedlichen Glasperlen in Blattform, die die schlichten Flächen am Hals anschließend schmücken könnten. Mal abwarten, wie ich sie zum Schluss verwenden werde. Noch sind alles Tändeleien ... Fisimatenten ...
Die Streifenfolge des Verlaufsgarns machen das Stricken zu einem spannenden Erlebnis - wie neulich eine Bekannte es bezeichnete, denn man weiß nie, wie der Faden sich in den nächsten Reihen entwickelt.
Hier ein Blick aufs Gestrick:

Meinen ROTEN FADEN IM LEBENSMEER trug ich gestern wie einen Schmuck am Hals, als ich im Dienst war. Einer Kollegin gefiel er so gut, dass sie fragte, ob ich ihn nicht in einer Zeitschrift für Landfrauen veröffentlichen wolle. Na ja ... warum nicht?
Hier fehlt auch noch die Anleitung dazu ...

Bin ein Freund vom Teilen ... was man teilt, vermehrt sich nämlich und wird nicht etwa weniger!

Sonntag, 14. Juni 2009

Zauberwochenende

Die zuletzt begonnenen Socken haben nun endgültig ihren Namen bekommen, denn sie ähneln sehr dem Tirami Su und haben an meinen Füßen sicher auch eine solche Wirkung, denn Tirami Su ist Italienisch und heißt "Zieh mich hoch!"
Allein die Tatsache, dass es mir doch im letzten Moment noch gelungen ist, für die zweite Socke den Musterrapport herauszufinden, zieht mich schon hoch. ;-)
Nein, der Name ONION klingt so an"rüchig" ... fehlt nur noch, dass demnächst ein Sockenmodell den Namen CHEESE erhält - och nö!
Dieses Wochenende soll TIRAMI SU nun fertig werden.
Daher war ich gestern im Wolladen unseres kleinen Städtchens und stöberte nach Möglichkeiten, meinen KARIUS-Traum von gestern verwirklichen zu können. Das Ergebnis fiel etwas anders aus als auf dem am Freitag eingestellten Foto. Da ich aber meine blau-türkis-karierte Jacke dabei hatte, fand ich eine tolle Kombination, die auf dem folgenden Foto zu sehen ist.
Außerdem entdeckte ich bei der Gelegenheit einen ZAUBERBALL in Blau-türkis-Tönen, der einfach mit musste. Mal sehen, was ich daraus zaubern werde.


Der Garten schenkte mir gestern 5 Pfund rote Johannisbeeren, die erste Ernte, denn es hängen mindestens noch einmal so viele Beeren am Strauch. So wurden heute 8 Gläser Apfel-Johannisbeermarmelade gezaubert und Johannisbeermuffins gebacken. Hmmmmmm ...
Ob ich aus der zweiten Ernte einen Likör zaubere?

Freitag, 12. Juni 2009

Design-Träume



Mein neuer Entwurf
Garn von NOMOTTA REGIA 4-fädig:
100g Farbe 01255 türkis
50g Farbe 01040 royal-türkis-mouliné
50g 00324 marine
50g 02041 gelb oder ein gelber Rest

Zur genaueren Ansicht Fotos anklicken!

Ausschmückung meines ersten KARIUS



Heute habe ich meinen KARIUS "Roter Faden auf dem Lebensmeer" ausgearbeitet. Mit der Strickliesel wurden drei kurze Schläuche gestrickt, die ich je mit einer Perle davor als Schlinge an den Schal-Enden befestigte.
Nun kann man ihn sogar - wenn man mal unterwegs ist und am Kopf friert - als Kopftuch tragen, die Spitze mit der roten Schlaufe hinten, und die Enden von vorn nach hinten um den Hals geschlagen und durch die Schlaufe gezogen.

Ausflug in die 80er-Jahre

Heute wird es farbiger, doch lässt die Qualität der alten Fotos wirklich zu wünschen übrig. Die Porst-Fotos sind in meinem Album inzwischen ausnahmslos verschossen, alle rotbraun geworden und die Farbe ist kaum mehr herauszuholen, auch nicht mit digitalen Mitteln. Vielleicht schlummern noch irgendwo die Negative, die wir mit einem Negativ-Scanner und digitalen Möglichkeiten umwandeln könnten. Da ich hier aber einfach nur dokumentieren möchte, was ich damals alles gestrickt habe, sollen die folgenden Darstellungen genügen.

Auf dem ersten Foto erkennt man meine damalige "Lila-Welle". Ich mochte Lila in allen Schattierungen und besonders in Kombination miteinander. Den Pullover auf dem Foto habe ich derzeit selbst entworfen.
In meinen Händen entsteht gerade eine Jacke mit abknöpfbaren Ärmeln für meinen Schwiegervater. Ein Weihnachtsgeschenk, über das er sich sehr gefreut hat ...



Auf dem nächsten Bild ist ein absolutes Lieblingsmodell von mir zu sehen - ein Mohairpulli in Rosenholz-Rostbraun mit naturweißen Häkelblüten. Er war leicht und schön kuschelig.
Auch die Filethäkel-Spanngardine im Hintergrund entstand in meinen Händen. Ich entdeckte die Vorlage damals in der wunderschönen Handarbeitszeitung ARIADNE (Ursprung Niederlande), die es bald danach nicht mehr gab, was ich sehr bedauert habe. Die gesammelten Hefte sind inzwischen längst ins Altpapier gewandert. Doch heute findet man noch einzelne Exemplare bei ebay.

 


Auch der folgende Pullover gehörte zu meinen Lieblingen. Der Schnitt kam auch aus der ARIADNE und war sehr einfach. Nach ihm strickte ich gleich drei Pullover in unterschiedlichen Farben. Dieser hier ist sand-naturweiß-meliert. Ein weiterer war hellgrau, beide in Mohairgarn, einen dritten habe ich in weinrot aus Sportwolle gestrickt.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Ausflug in die 70er-Jahre

Das Wetter ist grauselig, ich habe reichlich Büroarbeit, habe aber heute gemütlich gefrühstückt und dann mal in alten Fotoalben eine Spurensuche nach meinen ersten Strickarbeiten unternommen. Ich wurde schnell fündig und will sie nach und nach im Blog dokumentieren.
Damals habe ich nämlich kiloweise Wolle verstrickt. Ich gehörte zu den Studentinnen, die in Vorlesungen neben den Büchern und Notizblöcken (heute sind es wohl eher Notebooks) immer ihr Strickzeug dabei hatten.

Spur 1 - ein hellgrau-dunkelgrauer Ringelpulli:


Spur 2 - huuuch - damals mit lackierten Nägeln! Heute undenkbar an mir!
Spur 3 - auf Balkonien: