Mittwoch, 2. September 2009

Spielerei

Eben habe ich auf verschlungenen Wegen durch den Strickbloggerdschungel herausgefunden, wie ich für mein Weblog einen selbst gestalteten Hintergrund entwerfen, nach html codieren und einfügen kann.
Da bleiben noch viele Himmel offen für eine Anpassung des Hintergrunds an mein Blogthema. Der jetzige soll nicht so bleiben, ist nur das Ergebnis erster Herumspielerei.
Bevor ich jedoch etwas ändere, interessiert mich mal Eure Meinung ... ???
Gebe auch gern das Ertüftelte weiter an Blogbastler ... noch habe ich nicht das rechte Maß für den Randstreifen heraus, daher ist der Hintergrund in einer Textur gehalten.
Man kann mir auch mailen ... Adresse unten rechts unter meinem Profil.

Dienstag, 1. September 2009

Lust machen ...

... möchte ich jetzt all denen, die ihr inneres Kind wieder aufleben lassen möchten. Es gibt erste Anleitungen für PAGINES Modestübchen!

So sieht das Heft von außen aus:


Damit es nun nicht zu spannend wird, gibt es gleich den ersten Blick hinein. Es wird herbstlich, da wird es Zeit, für PAGINE einen Mantel mit Hut zu fertigen:


Hier noch einmal das Foto vergrößert:




Wenn ich jetzt Zeit dazu hätte, würde ich ja sofort an meine Wollrestekiste gehen und aus den Strumpfgarnen etwas Passendes heraussuchen. Aber wie viele UFOs liegen denn hier schon? Nein, ich werde sie Euch jetzt nicht aufzählen ... und ich werde mich auch nicht versuchen lassen ... ich gebe zu ... es juckt mich ja dermaßen in den Fingern!
Und hier gibt es meine PAGINE unter dem Namen SINDY gleich in rauen Mengen ... ich meine herausgefunden zu haben, dass es in Australien ein ganzes Nest von Sindys gibt. Wie komme ich bloß an die heran?
Hier ist noch jemand im Strickfieber gewesen!

Montag, 31. August 2009

Bin ich jetzt infantil?

Bevor ich meine PAGINE auf den Laufsteg schickte, habe ich sie einmal ausgezogen und nachgeschaut, wes Landes Kind sie ist. Nix ... PAGINE ... französisch! Nein, sie kommt aus China! Ja, wer hätte das gedacht? Oder besser: Wer hätte das nicht gedacht?
Wurden doch auch in den 60er-Jahren schon Plastikspielsachen in China hergestellt.
Nun fand ich in ihrem "Personalausweis", den sie in die Rückenhaut implantiert bekam (moderne Zeiten ... oha!) folgenden Eintrag:



Und was fällt einem internetten Modelbetreuer natürlich sofort ein?
GOOGEL MAL! - Ich tat's ... ui ... und ich wurde fündig ... hier, wo man meine PAGINE Sindy nennt und am umfangreichsten hier, wo das Model in einem kompletten Fotostream dargestellt wird. In dem gefiel mir meine alte Bekannte denn auch am besten.
Okay, leeve Jonges ... bitte mal umdrehen jetzt! Man schaut nicht in Damenumkleidekabinen, wenn man nicht von der Dame höchstpersönlich und ausdrücklich darum gebeten wird. "Schau doch mal, mein Schatz ... wie sitzt denn dieser BH?"

Abstand nehmen!!!










So, liebe Damen, Ihr könnt nun weiterscrollen ...







PAGINES Rock muss ich Euch unbedingt vorstellen. Man bedenke, dass ich schon im Teenageralter die schlanke Taille der jungen Dame mit Wolle zu umschmeicheln hatte ... bedeutet: Abnahmen und Zunahmen mitten im Rundgestrick. Ich staune selbst drüber ...

Da PAGINE sich in der Stadt mit ihrer Freundin zum Kaffeetrinken treffen möchte, zieht sie ihr flottes Jäckchen mit den eleganten Perlmuttknöpfen an. Natürlich gehört noch ein Unterarmtäschchen dazu, in dem sie Schnupftuch und Kölnisch Wasser 4711 mit sich führt ... man kann ja nie wissen, was einem unterwegs Beohnmächtigendes begegnen könnte. Was Madame sonst noch in solch einem Täschchen trägt, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit.

"Ja, und was ziehe ich denn bloß für Schuhe an?" Diese Frage können sich wohl nur Frauen stellen, die bei der Nachfrage, ob sie viele Schuhe ihr Eigen nennen würden, antworten: "Ach nein, ich habe ja nur ein paar ..." Nein, nicht ein Paar!!! Zählt man dann nach, kommt man nicht selten auf einen halben Hunderter, der nur von Frau gar nicht mehr erinnert wird, weil sie ja doch immer nur ihre Lieblingsschuhe trägt. Und dies hier sind die zum Kostüm passenden Lieblingsschuhe von PAGINE - ein neckisches Paar City-Stiefeletten in Senfgelb.
Waaas?
Ihr habt gemeint, das wären Socken?
Na, wenn schon gestrickt, dann alles gestrickt! Oder habt Ihr gedacht, ich hätte eine Spezialspritzgussmaschine für die Schuhansprüche der feinen Dame? Iwooo!


Nun ist es so weit - PAGINE kann losstiefeln ... ach nein! Was, wenn es unterwegs zu regnen beginnt? Auch da weiß die Chefin Rat ... sie nimmt eine Häkelnadel und häkelt *ratzfatz* ein kleines Hütchen in Stäbchenmuster.


Nun ist PAGINE glücklich! Was es heute im Café wohl zu ratschen gibt? Soll sie ihrer Freundin verraten, dass sie sich bei einem Judokurs angemeldet hat? Na, die wird aber staunen!

Tatsächlich finde ich mich wieder in einer längst vergessenen Mentalität ... ich spiele mit meiner Puppe!
Bin ich jetzt infantil???

Samstag, 29. August 2009

Herbstahnungen

Viel Zeit zum Stricken habe ich momentan nicht. In der Schule stehen wir kurz vor der Qualitätsanalyse (Schulinspektion) und zuhause bin ich oft im Garten, der nach gründlicher Rodung mal ganz neu bepflanzt wird.
So muss es beim Stricken etwas Flottes sein, was man immer wieder aus der Hand legen kann.
Die aktuellen Projekte lassen Herbstgefühle aufkommen.
Nach dem Einkauf von frischem Gemüse auf dem Markt habe ich zum ersten Mal im Nachbarstädtchen ein Wollgeschäft betreten, in dem es eine wunderschöne Auswahl feiner und edler Garne gibt. Merkwürdig - von außen hatte es mich bisher gar nicht angesprochen. Auch Filzgarne gab es in rauen Mengen und traumhaften Farben. Natürlich konnte ich es nicht lassen ... Rot fehlt mir noch in meiner Sockenschublade, daher griff ich gleich zu, als ich dieses Knäuel von LANA GROSSA sah:



Meinen "Autoreifenschal", zu dem es hier eine Anleitung gibt, stricke ich mir aus dem Zauberball Crazy Bunte Fische, den ich noch liegen hatte. Es wird ein herbstkompatibler Schal, der sicher gut zu Schwarz oder Dunkelgrün passen dürfte.
Die gute PAGINE wartet geduldig auf ihre Session ...

Donnerstag, 27. August 2009

Ein Betthupferl für alle Nachteulen


Nun gibt es ihn heute doch noch - den ersten Blick in PAGINEs aufgeräumten Koffer. Da verbirgt sich manche nette Überraschung für den bevorstehenden Catwalk. Unbedingt anklicken und tief hineinschauen!

SIE IST DAAAAAAAAAAA!

Määäääänsch Kinners, bin ich aufgedreht!
Ich bin gerade nach Hause gekommen, habe auch noch einen Batzen von Arbeit vor mir - aber das MUSS jetzt erst sein!
Nach Schule und kurzer Stippvisite bei der 14-jährigen Puppenbesitzerin bin ich noch mit meinem Schatz (womit ich jetzt nicht PAGINE, sndern meinen Mann meine) ins Café und habe schon gleich auf dem Weg dahin auf dem Beifahrersitz das Köfferchen geöffnet. Oooh - was für eine wunderbare Ordnung!
So säuberlich hatte ich das Köfferchen doch gar nicht übergeben im Jahr 2005, als PAGINE ihre "Mama" wechselte. Oder doch?
Alle Pullis sind in einer Ecke gestapelt, die Accessoires zusammen usw. - ich war bass erstaunt und freute mich riesig, dass ich PAGINE offensichtlich an die richtige Adoptivmutter übergeben hatte.
Bevor ich Euch, liebe LeserInnen, nun lange Geschichten erzähle, sollt ihr meine Hübsche heute Abend wenigstens schon einmal zu sehen bekommen.
Darf ich vorstellen - PAGINE, inzwischen schätzungsweise knapp über 40 (jawoll - gut gehalten, das Mädel!) in schickem weißem Stadtmantel, darunter ein Retrokleid im Charleston-Stil - natürlich von der damaligen Mama (mir persönlich) selbst genäht. Ich muss so zwischen 12 und 14 gewesen sein, werde aber meine Mutter noch einmal befragen, die mir die Dame derzeit schenkte, weil sie eine Barbiepuppe für mich nicht für besonders wertvoll hielt.
Ja, ist das Häkelhütchen nicht schick? Offensichtlich konnte ich damals schon Blüten häkeln ... ich staune selbst.
Mehr ist allerdings heute nicht drin - außerdem bleibt so etwas zum Drauf-Freuen ...

Das Köfferchen wird heute noch nicht geöffnet. So viel sei aber schon verraten:
Das Anleitungsheft ist noch darin vorhanden!
Wer also Spaß daran hat, kann sich alle Modelle demnächst nachstricken, die ich als PDF-Datei anbieten werde.
Bin gespannt, ob eine neue Welle ins Rollen kommen wird ... dünne Sockengarnreste zu schicken Sächelchen verstricken ... nur, woher bekommen wir dann die passende Puppe?
PAGINE wird nach der Fotosession auch wieder zu ihrer Zweitmama zurückkehren, das habe ich ihr versprochen.
Einen Wunsch hege ich bereits in meinem Herzen - ich möchte den heutigen 3-Pagen-Versand mal anmailen - vielleicht ist unter den Angestellten ja jemand, den diese Retrogeschichte anspricht und der mir vielleicht auch noch ein paar Informationen geben kann. Immerhin geht ja die Chronik auf der Website zurück bis zu meinem Geburtsjahr.

Weg weg weg ...!!!

Die Arbeit drückt mich ...


Dienstag, 25. August 2009

Der erste Schritt ist getan!

Nachdem ich heute benachrichtigt wurde über einen Beitrag in elizzzas Strickblog, in dem marie-marie fragt, wie die Strickanfänge ihrer Blogleser waren, habe ich mir ein Herz genommen und eine ehemalige Schülerin angerufen, der ich in ihrem letzten Grundschuljahr meine Strickanfänge vermachte.
In meiner inzwischen nicht mehr existierenden Website schreibe ich dazu:
Meine Tante strickte auch sehr viel (sie tut es heute noch mit ihren inzwischen 96 Jahren!) und bei ihr durfte ich dann meine ersten Versuche machen. Sie hatte eine ganze Kiste voller Wollreste und ich weiß noch, dass ich zuerst einen Schal ausprobierte von der Sorte, die je länger desto schmaler wurden, weil ich noch so viele Maschen fallen ließ.
Während dieser Zeit spielte ich noch gern mit Puppen.
So ergab es sich wohl eines Tages, dass ich mir eine Barbiepuppe wünschte. Meine Mutter, die diese Art von Puppen wohl nicht so gut fand, entdeckte in dem Versandkatalog, aus dem sie immer ihre Wolle bestellte, eine etwas größere Puppe mit dem Namen Pagine. Das Versandhaus, das es heute in der Form nicht mehr gibt, hieß 3-Pagen-Wollversand. Das Geniale war nun, dass es zu der Puppe eine ganze Anzahl von tollen Strickmodellen gab, die man nach einfachen Anleitungen nacharbeiten konnte. Puppe und Anleitungsheft lagen dann - statt einer Barbiepuppe (meiner Mutter sei Dank!) - unter dem Christbaum.
Nun begann das Verstricken der ganzen Restknäuel, die ich im Handarbeitstischchen meiner Mutter entdeckte. Pagine bekam alles, was eine Puppendame braucht: Theaterkleid, Bikini, Täschchen, Mützchen, einen Skianzug, sogar ein Judoanzug war dabei, was mein eigenes Leben ins Puppenleben hinüberspiegelte.
Ich rief also eben nun endlich jene Ex-Schülerin an, die noch immer meine Pagine mit Köfferchen und Strickkleidung ihr Eigen nennt.
Was für eine Freude in mir aufstieg, kann ich kaum beschreiben! Wir sind am Donnerstag Nachmittag (übermorgen) verabredet und ich leihe mir das gute Erbstück zwecks "photoshooting" noch einmal aus.
Ich nehme an, dass es lustig werden wird und vielleicht auch für Euch interessant, wie so eine Strick-Karriere verlaufen kann.
Habt eine Weile Geduld, liebe LeserInnen ... Pagine ist very well equipped, but not amused, denn damals hat sie beim unvorsichtigen Spiel mit meinem Bruder und mir die Hälfte ihres kostbaren Haarschopfs verloren. Mal sehen, wie wir das beim "shooting" kaschieren können. Mich selbst amüsiert es gerade, dass ich schon jetzt wieder beginne, sie als gleichberechtigte PERSON in meinen Bericht mit einzubinden:
... wie WIR das beim "shooting" kaschieren können ...
Inzwischen habe ich durch ein kleines bisschen Googelei auch erfahren, dass der damalige Wollversand aufs Jahr genau so alt ist wie ich ... na, nun könnt Ihr gucken ... nur Wolle gibt es dort nicht mehr. Schade!

Donnerstag, 20. August 2009

Das fand ich lustig

Neulich erzählte ich doch davon, dass meine Nachbarin leidenschaftlich gern Kreuzstichbilder stickt und auch gerne angefangene Arbeiten zu Ende fertigt. So hatte ich ihr ein zu zwei Drittel fertiggestelltes Stickbild gegeben und freute mich, dass es nach seinem langjährigen UFO-Dasein endlich vervollständigt würde. Da bei uns alle Wände voll hängen, habe ich dann eine Kissenhülle damit gestaltet.
Nun hatte meine Nachbarin bei mir etwas gut. So kam ich auf die Idee, ihr zum Dank ein Paar Socken zu stricken. Ich zeigte ihr zwei Farbmustergarne zur Wahl - und was wählte sie???
Habe ich sie mit den Farben meines Stickbildes subliminal beeinflusst? Nun schaut bloß mal her, welches Garn sie wählte:


Mittwoch, 19. August 2009

Die zwei eingereichten Gedichte

Sie sollen nun, da sie nicht zu einem Gewinn geführt haben, auch noch hier erscheinen - zwei echte Limericks (mit den obligatorischen Ortsnamen am Ende der ersten Zeile):

Meine Jugend verbracht’ ich in Herford.
Als Kind kam ich da nur sehr schwer fort.
Erst hoch in Norwegen
Mit Drops-Garn – welch’ Segen –
Gefiel mir das Stricken dann sehr dort.


Es war eine Oma in Bielefeld,
die hat ihre Strickmaschen nie gezählt.
Da geriet mancher Pulli
So groß wie ein Gulli.
Ach hätt' sie nur dünneres Garn gewählt!


Der erste der beiden Limericks entspricht so ziemlich den Tatsachen, die Omi mit dem Gullipulli enthüpfte meiner Fantasie hihi ...

Sonntag, 16. August 2009

Schule hat bEGONnen

Schule hat bEGONnen
... so hieß früher einmal der Spruch, der hinten an allen Autofenstern junger Eltern oder kinderlieber Menschen klebte.
Schule hat bEGONnen --> EGON hat Schule!
Liebe Blog-Leser aus NRW - denkt morgen daran!
Die I-Dötzchen sind unterwegs, noch total aufgeregt und mit Schultüte unterm Arm, die sie in den meisten Fällen erst zuhause öffnen dürfen. Da kann es schon mal passieren, dass man nicht nach rechts und links guckt.
Das zum Thema "Meine Sommerferien" - sie sind vorbei!
Ich bin schon die ganze Woche mit schulischen Aufgaben beschäftigt, habe aber heute trotzdem noch einen schönen Ausflug in den Urwald an der Sababurg und zur Schäferscheune in Helmarshausen gemacht und sogar meinen neuen Pulli fertig bekommen.
Das hat noch ganz schön gedauert, denn ich habe nach jedem Ringelstreifen den Faden abgeschnitten - da beißt die Maus kein'n Faden ab - leider, denn sonst hätte ich den Pulli einfach ins Getreidefeld gelegt, wo die Damen und Herren Mäuse sich herumtreiben.
So wurde meine kleine Stickschere zur Maus, was aber auch nicht reichte, denn vorher musste Madame Pieknadel alles dreimal durch die Nähte ziehen ... puuuuuh! Was für eine Arbeit!
Aber ich denke, es hat sich gelohnt - schaut her:

Und Frau Nachbarins Socken habe ich heute auf dem Beifahrersitz begonnen. Dank meinem lieben Schatz, der die Kutsche gelenkt hat.
Immer dabei - die gefilzte Sockenstrickzeugtasche.