Mittwoch, 13. Februar 2013

Frühlingsträume

Nicht schon wieder!
Das frühe Kratzen auf dem Gehweg. Kurz nach 6 ... ich liege noch im Bett unter der warmen Kuscheldecke. Draußen ist unser Nachbar fleißig, der so früh zur Arbeit muss und kurz einen kleinen Pfad zu unserer Haustür frei macht. Frei von SCHNEE!!!


Noch immer - es ist inzwischen fast Mittag - tanzen die Flocken dicht in der Luft. Das Thermometer zeigt -1°C. Was nützt es aufzubegehren? Wenn es schneit, kann auch Protest nichts helfen. Selbst die kleinen fliegenden Wohnungssucher mögen beim Inspizieren ihres Vorjahresquartiers bereits VON FARBEN TRÄUMEN, denn die Welt präsentiert sich noch immer in Schwarz-Weiß-Grau.
Was tun?
Mitträumen und das Erträumte in Farben umsetzen ... den herannahenden Frühling greif- und fühlbar machen. In den Wollfarbkasten langen und schwärmen, probieren, genießen. Kuschelig soll es noch sein, denn der Frühling lässt die Wärme zunächst nur ahnen. Zart und weich umhüllend, den Sommer im Pastell vorwegnehmend, GRÜN ... was dazu? Kobaltblau? Nein ... ORANGE als Stimmungsmacher!

Ich zeig's Euch:

Ein frühlingsgrüner Baktus, der zum Schluss noch mit ein paar Häkelblüten verziert werden soll
DANKE, liebe Monika K., für diesen Seelenauffrischer GRÜN!

Sonntag, 3. Februar 2013

Kommentarkommentar ...


  1. Dir ist ja sicher auch bekannt, daß jede Familie ihr spezielles Muster hatte und man an diesen Mustern ertrunkene Fischer identifiziert hat. Bißchen makaber, aber war so.
    Ja, darüber habe ich auch gelesen, aber auch einen Kommentar einer in Irland lebenden Frau, die meint, das würde man nur Touristen so erzählen.
  2. Tina
    Uff, nee, an den kann ich mich auch nicht erinnern. Aber ich tippe eher auf Constanze.
    Vermute ich auch eher. Ich finde es auch komisch, dass ich den in so einer kräftigen Farbe gestrickt habe. Wenn ich mich recht erinnere, war auch die Vorlage nicht naturweiß.

    Dein Beitrag hat nun wiederum mich inspiriert ;-) http://tichiro.net/?p=3104 

    Habe schon wieder kommentiert ... pingpong ... oder sagt unsereins eher rechtslinks?



    @Rosenherz
    Dein blauer Pulli sieht noch so frisch aus, als ob er kaum getragen wurde. Oder pillt die verwendete Merinowolle wirklich so wenig? Ich habe eine Weste aus hochwertiger Merinowolle, aber die pillt was das Zeugt hält. - Oder das Garn dafür war nicht so hochwertig wie der Preis ;-)
  3. Ja, der Pullover pillt kaum bisher. Allerdings habe ich ihn auch nicht so "geschlürt", weil er für mich eine Kostbarkeit ist. In die Waschmaschine brauchte er aus dem Grund auch noch nicht. Solche guten Wollpullover kann man ja lange Zeit durch gutes Auslüften nach dem Tragen frisch halten.

    Übrigens: Dein Pulli wirkt sehr schön gestrickt im Muster - da war wohl eine Meisterin am Werk.
    Danke fürs Kompliment!


    Euch allen liebe Grüße,
    Ulrike

Freitag, 1. Februar 2013

Angeregt durch TICHIRO ...

Angeregt durch ein kleines Filmchen auf Tinas Website über eine irische Frau, die Arans strickt, zog ich meinen blauen Irish Sweater heute mal wieder aus dem Schrank. Gestrickt habe ich ihn vor vielen Jahren - aus einem wunderschönen, qualitativ sehr hochwertigen Merinogarn. Hier ein paar Eindrücke - im Ganzen und im Detail:












Ich erinnere mich noch, mit welcher Freude ich den Pullover derzeit gestrickt habe und dass ich es gar nicht abwarten konnte, bis er fertig war. Der Pullover ist durch die aufwändigen Muster und die dadurch bedingte große Garnmenge recht schwer (annähernd 800 g) und zieht noch heute viele Blicke auf sich, wenn ich ihn mal trage.

Woher ich die Anleitung hatte, weiß ich nicht mehr. Kannst Du Dich an das Modell erinnern, Tina? Weißt Du, in welchem Heft es stand? Ich habe damals ziemlich oft die Constanze gekauft, auch die Nicole habe ich regelmäßig bezogen (und alle weggeworfen - Mist!).

Übrig geblieben

Was tun mit einer einzelnen Socke, die schon seit Jahren in einem Strickkörbchen liegt und inzwischen nicht mehr ergänzt werden kann, weil das dazu notwendige Garn irgendwie verschütt gegangen ist? Verflixte Unordnung im UFO-Land!
Als ich neulich das gute Stück wieder in die Hand nahm, fiel mir sofort ein, dass es Menschen gibt, die nur eine Socke brauchen. Und ganz konkret dachte ich an T., den Enkel meiner Cousine, dem neulich ein sechs Tonnen schweres landwirtschaftliches Fahrzeug über den Fuß gefahren ist. Was musste er nicht schon an Operationen über sich ergehen lassen und an Schmerzen durchstehen, der Arme!
Ah, dachte ich, für ihn kann ich die Socke als Presentwrap verwenden! Ich fragte seine Mutter, was er denn am liebsten nascht, denn ich wollte ihm die schwere Zeit etwas versüßen. "M & M's", sagte sie, "aber die mit Erdnüssen drin." Schnell wurden sie besorgt, in die Socke gefüllt und mit einem netten Brief versehen. 
Diese Socke darfst Du nach dem Verzehr der Süßigkeiten gern an den Nagel hängen, schrieb ich ihm dazu. Denn er soll demnächst eine Prothese bekommen, weil es den genialen Körpertechnikern wohl gelingen wird, den Hacken so weit zu erhalten, dass der junge Mann eine Prothese wird tragen können. 
Möge alles gut abheilen, so dass er mit Fußprothese bald neu laufen lernen kann.
Versprochen habe ich ihm, dass er von mir für die Zeit ein Paar Wollsocken ganz nach seinem Geschmack bekommt - wenn er so etwas mit der Prothese tragen kann. Wenn nicht, darf es halt auch ein Schal sein ...

Hier das Päckchen:




Eine Vorstellung optimal realisiert ...

Zu meiner roten Lieblingswinterjacke sollten meine neuen norwegischen Fäustlinge mit dem Modellnamen HEMSEDAL passen und ich finde, passender könnten die Handschuhe gar nicht sein:


Wenn man dem Wetterbericht Glauben schenkt, dürfte ich sie in den nächsten Tagen wohl wieder brauchen. Es wird angeblich wieder an die Nullgradgrenze herangehen. 



Montag, 21. Januar 2013

Partner-Tarnhandschuhe

Der erste Damenfäustling ist - bis auf den Daumen - fertig. Er ist etwas mehr rotbetont, außerdem habe ich das Weiß durch ein helles Grau ersetzt. Dieses Mal werde ich kein Futter einnähen. Ich habe eine andere, eigentlich geniale Lösung gefunden: Ich trage unter den Fäustlingen einen dünnen Fingerhandschuh. Das habe ich in den letzten Tagen schon bei anderen Fäustlingen ausprobiert. Klasse!!!



Männe kann schon gut geschützt an den Händen hinaus in unseren lippischen Winter:



Montag, 14. Januar 2013

Herrenfäustlinge Hemsedal

Tataaaaa ... mein erstes Paar norwegische Fausthandschuhe ... gelungen!
Mein Schatz freut sich schon auf die nächsten Winterspaziergänge.


Sogar die Daumen haben ein Außen- und ein Innenmuster.


Damit auch der Wind nicht durch die Maschen ziehen kann,
habe ich noch ein dichtes Jerseyfutter eingenäht.
Diese Handschuhe wärmen auch noch bei  - 10° C und kälter.
Und die Temperatur fällt, wie man mir gerade zuruft.
Es sind schon  - 4,7° C!


Freitag, 11. Januar 2013

Jahresrückblick 2012 - stricktechnisch beleuchtet



Zwei Jacken mit gedrehtem Vorderteil, eine sehr aufwändige Lochmusterjacke, ein noch nicht ganz vollendeter Rippenpullover ... ansonsten viel Kleinkram, vor allem die Socken, mit denen ich unsere kostenlose Ferienhauswoche in Norwegen ausgeglichen habe (insgesamt 13 Sockenpaare), 4 Schals, 5 Loops, 5 Mützen, 4 Bumerangtücher, ein Lintilla-Tuch, 5 Pulswärmer, einige Häkelsterne, Ausarbeiten einer Filztasche und eines Strickschnüredeckchens. Das war's ...

Was das Jahr gekennzeichnet hat:
  • Die wunderbare Entdeckung des Handarbeitsgeschäfts WOLL-Lust von Freya Hoffknecht in Neuenkirchen, was das Stricken der tollen petrolfarbigen Jacke und der beiden Jacken mit gedrehtem Vorderteil zur Folge hatte
  • Die Neuentdeckung und das Lernen der Doubleface-Technik
  • Die Feststellung, dass mir Mützen doch gar nicht so schlecht stehen und das Umsetzen einer mir noch neuen Mützenstrickanleitung (aus einem Parallelogramm)
  • Das Kennenlernen einer unglaublich großzügigen Frau, die mir unglaublich viel selbstgesponnene Wolle und unglaublich gute Gedanken hat zukommen lassen. Danke, liebe Monika K.! Du bist ein Schatz! An Dich denke ich ganz besonders oft, da mich Dein verstricktes Garn sehr häufig umschmeichelt.
  • Das Kennenlernen der Bumeranganleitung, die so einfach ist, dass ich sie gleich mehrmals umgesetzt habe und auch andere damit angesteckt habe
  • Das Sockenstrickfieber im Frühjahr, das mich befiel, als ich 9 mir sehr wichtigen norwegischen Menschen eine Freude machen wollte, weil sie auch mir eine so große Freude gemacht haben
  • Ein herrlich-schmeichelndes lila Tuch - eine wahre Wonne am Hals! Danke, liebe Sabine R.!
  • ... und wäre am 15. März mein Vater nicht über den Regenbogen gegangen, hätte ich in diesem Jahr meiner Mutter vermutlich nicht einen fröhlichen Loop (den findet sie für sich zu bunt) und einen ganz eigenen Schal (der gefällt ihr ausgezeichnet) gestrickt.
  • Zum Schluss des Jahres dann ging ich in die Knie ... die beruflichen Anforderungen gingen immer mehr über meine Kräfte, bis ich krank wurde. Ich hoffe für mich, dass es nur ein "Kratzer" bleibt und ich die Kraft für meine Aufgaben noch einmal zurückgewinne. Dazu bekomme ich nun fachkundige Begleitung ... 


Mittwoch, 9. Januar 2013

Tarnmuster


Als heute der erste Handschuh für meinen Schatz fertig wurde, fiel mir ein, dass ich für mich selbst vor langer Zeit mal einen Norwegerpullover aus Chenillegarn gestrickt habe, der die gleichen Farben hat wie die Fäustlinge. Ich holte ihn aus dem Schrank hervor und war platt! Da musste sofort der Fotoapparat her!
Nein, eine Farbe fehlt in den Handschuhen - das helle Grau. Das habe ich mir aber nun für meine eigenen Handschuhe inzwischen auch noch besorgt.
Die Handschuhe werden innen mit einem feinen Jerseystoff gefüttert. So kann man an den Spannfäden nicht hängen bleiben und sie sind auch winddichter - ein Nachteil, den ich an ein paar anderen Wollfäustlingen immer als unangenehm empfinde, wenn bei kaltem Wetter der Wind weht.


Dienstag, 8. Januar 2013

Verspätetes Weihnachtsgeschenk

Heute erfuhr mein derzeit gesundheitlich und auch wetterbezogen eher grauer Alltag eine feine Lichtdusche ... ein verspätetes Weihnachtsgeschenk kam an. Ich hatte mir einen Ersatzkopf gewünscht - nein, nicht weil ich mit meinem nicht mehr zurecht komme (so schlimm ist es Gott sei Dank nicht), sondern weil mir das Mützenmodellstehen und das anschließende Unkenntlichmachen meiner Visage für internette Zwecke einfach zu umständlich war. 
Um der Anonymität eines solchen Gebildes doch einen etwas persönlicheren Charakter zu geben, taufte ich die Dame PILINA - erstens als Ableitung von lat. pileus (die Mütze) und zweitens als Hommage an meine liebe Freundin IK (keine Sorge, liebste I., Dich betrachte ich nicht als gesichtsloses Wesen, aber vielleicht kann ich Dich ja so noch schneller mit dem Mützenvirus anstecken).

Hier nun erste Schlechtwetterversuche ... bessere Bilder wird es dann mal bei schönerem Wetter geben. Zuerst eine Mehrseitenansicht der neuesten Mütze - senfgelb mit Zopf, der extra gestrickt und aufgenäht wurde:





Die folgende Mütze stammt aus meiner Strickmaschinenphase - auch hier zu sehen.






Eine rote spiralig gestrickte Mütze mit passendem Loop:




Und das Teil habe ich mal bei einer Kunsthandwerksausstellung im Alten Güterbahnhof in Herford gekauft - ein geniales und vielfältig verwendbares Design (Wickel-Wendehut aus Filz, auch als Halswärmer tragbar), verziert mit einer hübschen Schnalle: