Montag, 10. Januar 2011

HÖRZU Heimat

Letzte Woche las ich, dass es in der neuen Zeitschrift HÖRZU Heimat einen Artikel über die neue Strickwelle geben solle. So ließ ich mir von meinem lieben Schatz die Zeitschrift mitbringen. Natürlich habe ich zuerst nach dem Artikel geblättert. Er steht ganz am Ende des Heftes. Es handelt sich um einen Bericht über das Hamburger Strickcafé und das Wollgeschäft von MYLYS, die versierten Bloggern sicher aus der Blogwelt bekannt sind. In dem Heft sind drei Anleitungen veröffentlicht: eine sehr schöne Stricktasche (die ich persönlich mit einem festen Stoff füttern würde, da sie sicherlich beim Gebrauch ausleiert), einem tollen Zopfschal und einer etwas simplen Mütze, die für Nichtanfänger keinen Anreiz bietet, aber das war ja auch nicht Intention bei diesem Entwurf. Wohl eher der, diejenigen anzusprechen, die sich halt nicht gleich an Kompliziertes heranwagen.

Der Zopfschal - auch sehr einfach zu stricken - wird als Anleitung sehr haargenau beschrieben, parallel als Text und auch als Strickschrift, die in vollem Umfang hier herunterzuladen ist. Leider sind darin eine Reihe von Fehlern enthalten, die zwar einem versierten Stricker bald auffallen, die es einem Anfänger aber ganz schön schwer machen können. Ich hätte den Schal gern einmal nach der zu veröffentlichenden Anleitung nachgestrickt um dem Auftreten von Fehlern vorzubeugen. Tja, mich hat ja keiner gefragt ...

Ein riesiges Dankeschön gebührt trotzdem der "Frau Deutz", die die vollständige Anleitung kostenlos anbietet. Ich habe sie mir ausgedruckt und mir ein dickes Garn besorgt und stricke nun den Schal in Naturweiß und frei nach Schnauze. Letzte Woche kam ein günstig erstandenes klassisches Wollmäntelchen in Anthrazit in meine Garderobe und was meinte die Inhaberin des Handarbeitsgeschäfts in unserem Städtchen? "Ja, Natur hebt Anthrazit ..."

Hier nun ein erster Eindruck:


Der Schal strickt sich schnell und macht sicher Eindruck mit seinen verschiedenen Mustercharts. Man kann dabei als geübter Stricker seiner Fantasie freien Lauf lassen. Dieses Foto ist von gestern und heute habe ich den Schal schon zur Hälfte fertig.

So geht's weiter ...

Das Blumenmotiv ist fast fertig
Die passenden Frühlingsblumen habe ich auch schon dazu geschenkt bekommen: Tulpen in Lachsorange und naturweiße, wunderbar duftenden Freesien.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Ich LIEBE diese Farben!

Heute einfach mal ein Bild bei Tageslicht - die Sonne scheint draußen so schön.


Und je weiter die Blumenreihe gedeiht um so mehr Vorfreude auf den Frühling kommt auf. Okay ... ich weiß ja, der Winter kann nochmal so richtig zuschlagen ... trotzdem!

Dienstag, 4. Januar 2011

Augenschmaus oder Ohrenweide?

So weit bin ich jetzt ... die Blumenserie ist bei Farbe 3 angelangt. Eine Farbe, das Rosa nämlich, fehlt noch, dann wird das Muster ganz regelmäßig und der Notenständer muss nicht mehr vor meiner Nase stehen. Irgendwie komme ich mir vor, als würde ich ein wunderschönes Musikstück vom Blatt abspielen. Daher habe ich zwei für mein Empfinden dazu passende Stücke ausgesucht: Träumerei von Schumann und die Arie aus den Goldberg-Variationen. Den Bleak Midwinter habe ich noch stehen lassen, da er so gut zur Jahreszeit passt. Heute war ich in der großen Stadt und habe mir zu der Jacke einen passenden Viskoseschal gekauft - ein Schnäppchen für nur 10 €. Der passt doch genial! Und die Jacke freut sich schon drauf, deswegen will sie konsequent und flott weiter wachsen.


Heute Morgen dachte ich so beim Frühstück (das wegen der Ferien nicht so arg früh stattfindet), ob ich irgendwie Depressionen bekomme? Es war schon fast halb 10 und so ungewöhnlich dunkel. Die Wolkendecke musste sehr dick sein und ich erwartete mächtige Schneefälle, doch kam nichts runter ... aber es wurde gar nicht so richtig hell.
Ha ha ha ... Depressionen ... ja, bei Lichtmangel kann man schon depressiv werden, vor allem, wenn er völlig aus der Reihe tanzt. Erst später erfuhr ich, dass heute eine Sonnenfinsternis stattfand. Na klar! Das erklärte das späte Dämmerlicht.

Dafür hatten wir später im Auto auf dem Weg in die große Stadt eine erstaunliche Zahlenhäufung:
Um genau 11:33 schaute mein Bester auf den Tacho und meinte: "Guck mal, die Kilometeranzeige steht gerade auf 155 155, der Tages-Kilometerzähler auf 166 und das bei 0.0°C. Ich machte ihn dann auf die Uhrzeit aufmerksam. Außerdem lief im CD-Player gerade der Titel 14,  und das am 4.1. des Jahres.
155 155
166
0.0
11:33
4.1.11-14
Na, was das wohl für ein Jahr wird ... eins mit vielen Elfen vielleicht? Meine Freundin, die am 11.11. Geburtstag hat, hat's dieses Jahr auch elfig: 11.11.11!

Samstag, 1. Januar 2011

Noch wärmer

Zum Jahresabschluss eine zusätzlich wärmende Maßnahme: Ich war im Handarbeitsladen meines Städtchens und besorgte kuscheligweichen Fleecestoff in Rosa. Den habe ich von Hand im Langettenstich (Schlingstich) an die Baumwolldecke genäht. Hach, jetzt möchte ich selbst ein Baby sein ...

Sooo flauschigweich ...

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Eigentlich ...

... ja, eigentlich wollte ich meiner Mutter ein Paar neue Fingerhandschuhe stricken, weil ihre alten löcherig geworden sind. Doch stellte sich bald heraus, dass sie für sie zu groß sein würden. Da ich keine Lust hatte, die Handschuhe wieder aufzuribbeln, habe ich einfach weiter gestrickt, denn mir passen sie so. Dann gibt es halt nochmal ein zweites Paar. Das Design habe ich mir ausgedacht, das aufgestickte Muster fand ich in einem Strickmusterbuch.


Neues für Frühchen


Auch an der Strickmaschine habe ich mal wieder gewerkelt. Das ging relativ flott, denn das Deckchen (50 cm x 50 cm) besteht aus drei Schals mit je 3 Quadraten. Die Streifenquadrate habe ich abwechselnd in einem unifarbigen und einem Verlaufsgarn gestrickt. Es handelt sich um reine Baumwolle, die die Maschine relativ gut gestrickt hat. Den Rand habe ich mit einer Runde fester Maschen und einer Runde Muschelpikot umhäkelt.

Die Söckchen waren schon längere Zeit fast fertig, es fehlten nur noch ein paar Runden.

Bergauf soll's mit dem (den) kleinen Menschlein gehen, das (die) diese Sachen bekommt (bekommen).

Die Sachen kommen in meinen Frühchenkarton, den ich erst abschicken will, wenn mehr drinnen ist.

Sichtbare Fortschritte

Heute möchte ich Euch einfach die Fortschritte an der Hisdal-Jacke zeigen. Ich schaffe am Tag oft nur ca. 5 Reihen, da ich nebenher auch noch weniger anstrengende Sachen stricke. Bei diesem Werk muss man sich so sehr konzentrieren, dass es dem minutiösen Einüben einer Klaviersonate ähnelt (auf die Idee musste ich jetzt kommen wegen des Notenständers ...).

Hier mal die Vorderseite ...


... und die Rückseite ...


... und einmal bitte anhalten - hach, wird das schön!



Montag, 27. Dezember 2010

Die Traumjacke

Eine wunderschöne Winterweihnachtszeit ist das dieses Jahr! Wie ein Ausgleich für die schlimme Zeit zum letzten Jahreswechsel. 



Vor dem Kamin sitzen, einen Notenständer mit dem komplizierten Muster vor der Nase und die Hisdal-Jacke stricken. Ich habe mir auf dem Mustersatz ein paar Markierungen gesetzt, so habe ich z. B. vorweg immer zu Beginn einer Reihe  gleichfarbiger Kästchen (mal von rechts, mal von links kommend) die Anzahl geschrieben, so entfällt das ständige Nachzählen.


Was für eine Erleichterung! Den Blumenmustersatz muss ich auf den ganzen Jackenumfang verteilt siebenmal stricken. Es macht Spaß ... mal eine richtig ullrikige Herausforderung! Damit ich die Reihe nicht verliere, habe ich drei Post-its aufgeklebt, die nach jeder Reihe hochgesetzt werden.

Ich habe den unteren Rand mal umgeschlagen und nur provisorisch festgesteckt. So sieht's dann aus:



... und hier noch ein weihnachtlicher Nachgruß:


Draußen ist noch immer alles weiß, aber die Null-Grad-Grenze ist heute etwas überschritten.

Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen heiße ich die neue Blogleserin Cindy mit dem "Handarbeits-Stübchen". Ich war bei Dir zu Besuch, liebe Cindy, und habe gesehen, dass auch Du dem Baktusfieber verfallen bist. Ja, es ist schon richtig Winter bei Euch im hohen Norden! Mal sehen, wie lange er halten wird.
Dir viel Spaß hier und möge Dich mein Blog zu weiteren eigenen Stricktaten anregen!
Liebe Grüße - ULL-Rike