Freitag, 18. Februar 2011

Mit Kunigunde und Highheels auf Tauchstation


Nachdem ich nun wieder ein Stück weiter gekommen bin, ist mir heute Abend nach Assoziation gewesen. So habe ich mal nach Meeresfarben gegoogelt und fand zu meinem Ocean-Tuch zwei witzige Highheels, die ich natürlich nicht mehr tragen würde. Mein Rücken sagt DANKE! Dann habe ich mal die Farben des Tuchs isoliert ... wow! Außerdem überlege ich bereits, wie ich den Rest der 300g vom dritten Zauberball verwenden werde. Ich habe jetzt noch nicht einmal einen verstrickt und gehe davon aus, dass ich nicht alle drei brauchen werde. Ja, da bietet sich doch die hübsche Kunigunde von SPINNING MARTHA an?
Die Farbe AUF TAUCHSTATION ist, wie ich finde, der Oberhammer! Von mir aus können die bei Schoppel noch mehr so tolle Farben entwickeln ... der Farbverlauf ist ein Traum!

Samstag, 12. Februar 2011

Etwas Einfaches für zwischendurch



Blau-Grün - eine meiner Lieblingsfarbkombinationen





Kann überall und nebenbei genadelt werden. Eine Anleitung gibt es, wenn das Tuch fertig ist. Den Farbverlauf zu beobachten ist ein Genuss und das perlige Garn "CRAZY" gleitet wunderbar durch die Finger und über die Nadel.
Ansonsten gibt es viel Berufliches ... in knapp drei Wochen ist bei uns Kinderkarneval - eine Vorführung zur Inthronisationsfeier mit meiner Klasse, am Rosenmontag Kinderumzug. Viel Organisatorisches und Bastelei!
Und draußen? SCHNEE im Lipperland!!!


Und was daran wirklich komisch ist:
Ich rief heute Morgen im Handarbeitsgeschäft des Städtchens an und fragte nach Filz für unsere Karnevalskostüme. "Ja, habe ich da ..." "Okay", sagte ich, "dann schneie ich mal eben rein." Als ich losfuhr, sah ich ein paar vereinzelte winzige Flöckchen in der Luft und nahm das gar nicht ernst. Schon als ich im Laden stand, fing es draußen richtig an zu schneien. Mein Kommentar: "Tja, das kommt davon, wenn man mal eben reinschneit. Guck mal aus dem Fenster, B.!" "Neiiiiin ... das darf doch nicht wahr sein!" War's aber ...

Samstag, 5. Februar 2011

Kinderkunst

Weil ich derzeit weniger Zeit zum Stricken habe, will ich Euch wenigstens mal zeigen, woran das liegt. Beruflich bin ich sehr eingespannt, habe mehrere Projekte gleichzeitig in Arbeit. Das ist nichts Ungewöhnliches, aber im Kunstunterricht haben meine Süßen gerade so schön gemalt, dass ich mir etwas mehr Zeit zur Präsentation für Klassenweblog, Schulhomepage und Galerie für den Schulflur genommen habe.
Thema war das Lebenswerk von Paul Klee - Werkbetrachtung, Einflüsse anderer Künstler, Lebenslauf. Dann durften drei Werke als Vorlage zum Nachmalen des Künstlerstils ausgewählt werden. Eines davon war "Ein Kinderspiel". Die Kinder bekamen nur die digital ausgeschnittenen schwarzen Konturen und durften mit Wasserfarben frei gestalten, wie sie das Kinderspiel darstellen wollten.
Die meisten Bilder der Kinder wurden viel schöner als das Original von Klee. Werden sie doch alle als Künstler geboren und häufig durch zu viel Einflussnahme in ihren Fähigkeiten erstickt.

Links das Original - rechts das Kinderbild

Ich lege mir die Bilder zum Bewerten (muss ja sein) immer auf den Fußboden, nachdem ich exemplarisch mit den Kindern eine Bewertung vorgenommen habe. Es werden dann immer ein paar Kriterein gemeinsam erarbeitet, die beachtet werden sollen. Dann sehen wir uns die fertigen Bilder auf die Kriterien hin an und geben ihnen Punkte. Wer hat die Kriterien gut erfüllt, wer weniger, wer noch gar nicht? Es geht z. B. um Farbigkeit, Malen ohne Verwischen (Aufgabe war "trockenes Malen") und andere.

So liegen die Bilder auf dem Fußboden - was für eine Farbenorgie!


Dieses Mal mochte ich sie gar nicht wieder mit in die Schule nehmen, sondern hätte sie am liebsten bei mir zuhause aufgehängt. Na? Steckt Euch diese Fröhlichkeit nicht auch an?




Freitag, 4. Februar 2011

Und weil Regenbögen einfach zauberhaft sind ...

... kommt noch ein ganz spezieller. Es war einmal ... an einem heißen Sommertag bei uns zuhause. Der Himmel wurde im Osten tiefschwarz, während im Westen noch die Sonne zu sehen war. Der ersehnte Regen setzte ein ... *rennrenn* ... schnell die Kamera her - das gibt sicher einen schönen Regenbogen. Als ich sie auf der Terrasse hatte, gesellten sich Blitz und Donner dazu ... und ... siehe da! Die Gunst der Sekunde schenkte mir diesen Treffer:

Zum Vergrößern auf jeden Fall anklicken!

Ich habe das Foto so aufgenommen und anschließend lediglich den Kontrast etwas erhöht. Diese Kombination habe ich wie ein großes Geschenk empfunden. 

Mittwoch, 2. Februar 2011

Special for Uschi

Bei Uschi habe ich eben gelesen, dass sie einen Regenbogen verschenkt. Da kam ich auf die Idee, liebe Uschi, dass ich Dir heute auch mal einen Regenbogen schenke. Du schreibst immer so nette Kommentare ... damit möchte ich Dir danken.
Natürlich dürfen sich auch alle anderen Regenbogenfans daran erfreuen, nicht wahr? Ich bin ein großer solcher ... habe sehr oft schon Regenbögen gesehen und auch viele fotografiert. Das ist immer ein Gerenne, wenn es regnet und die Sonne rauskrabbelt!
So, liebe Uschi, nun kommt er - ein ganz spezieller, der in den Turm unseres Dorfkirchleins mündete:


Und in meinem ARMWARM-Blog habe ich gestern diese neuen Pulswärmer eingestellt, die aus einem Mix(-Max-Maschendesign) *ggg* von Hand- und Maschinenstrick gefertigt wurden. Passend zum Thema dieses Postings!!


Ich liebe Regenbögen in allen Varianten, auch das regenbogenbunte Leben! Daher auch mein Alias-Name mit dem Regenbogen dahinter.

Sonntag, 30. Januar 2011

Das fand ich cool!

Freitag Abend ... NDR-Talkshow. Hat sie noch jemand von Euch gesehen?
22:00 bis 00:00 Uhr ... Julian Knoll und Didi Gugel sind zwei von fünf Snowboardern, die zusammen Sport studieren und sich mit der Firma HATNUT! selbstständig gemacht haben. Sie vertreiben coole Mützen, die die Jungs - wohl gemerkt - selber häkeln! Mit Erfolg! Inzwischen kommen die Pisten-Profis kaum hinterher mit der Wolle.

Hier mehr über die coolen Jungs!

Mittwoch, 26. Januar 2011

Doch ein Zwischenbericht

... weil's einfach toll aussieht, dieses keltische Lacemuster:


Viel besser allerdings in Schwarz-Weiß ohne Blitz bei Lampenlicht von der Seite:


Die Wahl des Garns TESSA hat sich als richtig erwiesen!

Sonntag, 23. Januar 2011

Ich bin zufrieden

Gestern Abend habe ich den Schal noch neu angeschlagen und dabei aus dem Rechts-links-Rand einen Kraus-rechts-Rand gemacht. Als ich mich dann bettfertig machte, lag das gestrickte Stück neben mir auf der Badezimmerkommode. Ha, dachte ich, das sieht ja lustig aus ... ULL-Rike überall! Und ich machte ein Foto für Euch. Es handelt sich um ein Treuegeschenk des Versandhauses Müller - ein mit Namen besticktes Handtuch.


Heute Morgen dann habe ich weiter gestrickt, war sehr zufrieden und habe gleich die Fransen an den Anfang geknüpft. So, wie es sich draußen noch anfühlt, werde ich den Schal sicher noch brauchen. Das nächste Foto gibt's erst, wenn er fertig ist. Das Garn (100% reine Schurwolle, Virgin Wool, superwash) läuft sehr angenehm über die Finger und ich finde, das Muster kommt sehr gut zur Geltung. Wie anders die Farbe doch bei Tageslicht aussieht ...

Samstag, 22. Januar 2011

Experimentierphase


Gestern war ich im Städtchen und habe B. im Wollladen aufgesucht und mit ihr zusammen für meinen keltischen Musterschal alle Regale durchstöbert. Dabei gab sie mir ein Restknäuel mit (LANA GROSSA Royal Tweed, Farbe 29 Natur), das ich für mein Projekt doch mal anstricken solle und ich kaufte mir 400 g ONLINE LINIE 157 Tessa, Farbe 90 Steingrau. Die letztere soll es nun sein, doch habe ich noch nicht über die Breite entschieden.
Das Tweedgarn (Musterprobe unten links) fühlt sich einfach wunderbar an und am liebsten würde ich mich dafür entscheiden, doch finde ich, es verschluckt das aufwändige Muster doch zu sehr (s. Strickbinchen). Das steingraue Pröbchen oben links habe ich gerade eben wieder aufgeribbelt und fange nun mit etwas mehr Maschen an. Noch bin ich mir auch nicht schlüssig, ob ich den Mustersatz nicht doch gleich mit der ersten Hinreihe anfangen lasse. Dass der untere Rand nicht so ganz glatt sein wird, stört beim Schal nicht so sehr, finde ich, denn es kommen ja nachher noch Fransen dran.

Mittwoch, 19. Januar 2011

WOLL-Rikes ABC

Angeregt durch eine ABC-Geschichte will ich heute auch mal alphabetisch erzählen ..

Aber am Abend ... da bin ich sehr müde,
lese mich dennoch von Socke zu Garn ...
trallalaaaaa

Bestimmt wird meine Jacke nicht bis zum Herbst fertig,
wenn ich nicht jeden Tag mindestens eine Reihe daran stricke
(es müssten noch 247 Reihen sein, wenn ich ab heute zähle - vermute, es sind mehr).

Chatten war früher mal - heute ist Bloggen viel interessanter,
denn im Chat kann man nichts Gestricktes zeigen oder begucken.

Dicke Wolle verarbeite ich nur selten,
wenn sie auch schnellere Ergebnisse erzielt,
aber als leidenschaftlichere Strickerin liebe ich eher die Herausforderung durch Farben und Muster.

Ewig habe ich kein Ajourmuster gestrickt,
obwohl ich die in meiner Strickanfangszeit sehr liebte.
Woran liegt das? An der heutigen Mode?
An meinem heutigen Geschmack wohl eher.
Und daran, dass ich nicht mehr so gern nackte Haut zeige,
und wenn's auch nur durch kleine Löcher ist. ;-)

Fadensammlungen habe ich niemals konsequent angelegt, z. B. um Löcher in alten Socken zu stopfen. Sockenlöcher sind doch nur eine willkommene Gelegenheit, mal wieder was Neues zu stricken.

Grüne Wolle habe ich kaum im Stash. Grün in Strick ist irgendwie nicht meine Farbe.

Hebemaschen machen ein Gestrick sehr viel voluminöser, wie ich neulich an einem Paar Socken feststellen konnte, das ich für meinen Vater gestrickt habe. Gut so, denn er leidet ständig unter kalten Füßen.

Ideen für neue Strickprojekte habe ich immer zu viele. Das war schon ganz am Anfang so, doch waren die Möglichkeiten noch sehr eingeschränkt. Kein Internet, nur ein Wollladen in der Stadt und vor allem finanzielle Beschränkung, weil BAFöG nicht viel hergab.

Jacquardmuster liebe ich, doch die Fair-Isle-Technik beherrsche ich noch immer nicht. Es gibt immer noch was zu lernen. Bis dahin habe ich spannende Fäden in meinen Musterstricksachen. Also beim Anziehen immer schön Fäustchen machen!

Kein Tag ohne Stricken! Es gehört für mich zum Tag wie Essen und Schlafen, manchmal sogar beim Essen, natürlich nicht beim Schlafen. ;-) Habe ich eigentlich schon mal vom Stricken geträumt? Klar ... Strickträume habe ich immer, allerdings am helllichten Tage!

Liebe geht durch den Magen, manchmal auch in den Faden. Heute seltener, denn mein Schatz trägt Selbstgestricktes höchstens an den Füßen, ganz selten nur am Hals. Früher habe ich zentnerweise Wolle in Herrenpullover gestrickt. Die sind ihm heute einfach zu warm.

Maschinenstrick findet man hier. Mein zweites Strickblog ...

Neidisch sei sie, sagt mir so manche Frau. Ob ich ihr nicht auch so einen tollen Schal, so eine Traumjacke, so fesche Socken stricken könne. Manchmal sag' ich ja ... wenn ich gerade Lust drauf hab'. Sonst: selbst stricken lernen!

Ohne Zopfnadel Zöpfe stricken, das habe ich bis jetzt noch nicht geschafft, obwohl ich immer mal wieder lese, dass es geübte Strickerinnen auch ohne können. Muss ganz schön schwierig sein ... 4 Maschen überspringen, dann 4 stricken und die übersprungenen hinterher von der Nadel ömmeln. Oder bin ich nur zu blöd und kenne den richtigen "Dreh" noch nicht?

Pausen im Lehrerzimmer sind für meine Finger häufig Strickyogatime. Entspannen an der Nadel. Lieber hänge ich an dieser Nadel als manch anderer Süchtiger an seiner ... ja, ich geb's zu ... der Begriff Stricksucht lässt mich nicht aus.

Quatschen beim Stricken geht inzwischen sogar bei Mehrfarbmustern. Ich habe es letzte Woche im Café erprobt und musste nur eine halbe Reihe (von 288 M!) zurückstricken. Vielleicht sollte ich im Café doch lieber mindless knitting ohne Farbwechsel bevorzugen und damit auch in der Lage sein, dem netten (der netten) Gesprächpartner(in) in die Augen zu sehen.

Rückwärts stricken ist die Folge von Quatschen beim Stricken ... das hatten wir doch eben gerade schon ...

Socken ... was kann einem sonst bei S auch zuerst einfallen? Wie viele ich wohl in meinem Leben schon gestrickt habe? Mehr oder weniger als 100? Ich kann es nicht mehr nachvollziehen. Zu viele habe ich verschenkt und auch unter den eigenen ist sicherlich manches löcherig geworden und im Mülleimer gelandet.

Tante Henny ... meine typische Sockentante - sie wurde letzten Oktober 99 und nun ist sie zu Armstulpen übergegangen, weil sie inzwischen bei jeder Ferse und Spitze meine Cousine um Hilfe bitten müsste, weil die Finger nicht mehr so WOLLEn. Und die ist auch schon 70 und hat andere Interessen. Ihre Idee waren denn auch die Stulpen-ohne-alles-dran. Nun werden zu 1001 Gelegenheiten Stulpen statt Socken verschenkt.

ULL-Rike ist schon seit langem der Name, der wirklich zu mir passt. Als ich erfuhr, dass das norwegische Wort für Wolle ULL ist und dass RIKE das Reich bedeutet, begann ich meinen Namen mit zwei LL zu schreiben. Man kann auch Frau WOLL-Reich zu mir sagen ... ach, lasst es ... es klingt so förmlich ...

Viel fährt man mit dem Wagen weg, sagte mein Vater früher immer zu uns, wenn wir das Wort falsch verwendeten. Viel strickt man, wenn man stricksüchtig ist, würde ich ihm heute entgegnen.

WOLLEEEEEEEEEEEEE!!! Wirklich wichtig in meinem Leben!

X-beliebige Blogs mag ich nicht lesen, am liebsten Eure, in denen Ihr von Eurer Leidenschaft erzählt und Eure tollen Werke zeigt.

Yoga, wie ich schon sagte, ist das Stricken für meine Finger. Es entspannt sich ein Faden ins Gestrick hinein und mir zugleich die Seele. Hach ... und wenn man dann noch etwas entstehen sieht ... reinste Wollwonne!

Zum Schluss all denen ein Dankeschön, die es bis hierher durchgehalten haben. Für mich wurde es dabei fast Mitternacht und ich habe die Zeit völlig vergessen. Wie gut, dass ich morgen erst zur dritten Stunde in die Schule fahre ...

Gute Nacht und wundervolle Strickträume!
ULL-Rike