Samstag, 24. September 2011

Mittwoch, 21. September 2011

Dalmartina - die neueste Mütze

Heute möchte ich Euch die neueste Mütze vorstellen. Ich habe sie auch nach der Anleitung zur Spiralmütze gestrickt, im Bündchen aber ein anderes Garn genommen. Außerdem habe ich auf dem Kopf wieder ein lustiges Zipfelchen angestrickt. Diese Mütze bekommt meine Schwägerin, wenn sie ihr gefällt. Wenn nicht, darf es gern meine sein. Sie bekommt noch eine Alternative angeboten, die ich als nächste Mütze stricken werde.

 



Bündchen- und Abschlussgarn: ONLINE Linie 262 VIVO, Farbe 0003 silbergrau, LL 100m / 50 g, 20% Schurwolle, 74% Polyacryl, 6% Polyester
Garn für den Hauptteil: ONLINE Linie 264 GONDOLA, Farbe 0001 weiß mit schwarzen Flecken, LL 50m/50g, 35% Schurwolle, 17% Alpaka, 15% Seide, 33% Polyacryl

Abweichungen von der Anleitung zur Spiralmütze TWILIGHT
Das Bündchen habe ich gestrickt mit einem Nadelspiel Nr. 6.
Dazu habe ich 72 M angeschlagen und 9 Runden im Bündchenmuster (1r/1l) gestrickt.
Den Hauptteil habe ich gestrickt mit einem Nadelspiel Nr. 7. Dabei habe ich das ganze Knäuel verstrickt. Für den Übergang zum Hauptteil braucht man bei dieser Mütze die Maschenzahl nicht zu ändern, nur die Nadelstärke (zu Nr. 7).
Die Mützenmitte habe ich wieder mit VIVO gestrickt und dabei die Abnahmen so vorgenommen wie bei der Spiralmütze TWILIGHT (Anleitung rechts). Beim Nadelwechsel, wie er in der Anleitung für die Mitte beschrieben ist, habe ich auf den Wechsel von Nr. 6 zu Nr. 5 verzichtet, also mit Nr. 6 bis zum Ende gestrickt.
Zum Schluss habe ich die Abnahme so weit fortgesetzt, dass nur 4M auf der Nadel blieben. Über diese 4 M habe ich für das Zipfelchen noch 5 Rd weitergestrickt und dann den Faden durchgezogen.
Bei dieser Mütze werde ich wohl am oberen Bündchenabschluss ganz vorsichtig ein Hutgummi einziehen, da der Rand aus dem überwiegend synthetischen Garn nicht so elastisch ist. 

Wie der Name zustande kam?
Irgendwie erinnerte mich der Hauptteil der Mütze in Weiß mit schwarzen Flecken an das Fell eines Dalmatiners. Da diese Mütze für weibliche Köpfe gedacht ist, setzte ich ein "r" hinein. So wurde die Mütze zu einer Dal-Martina (was auch Norwegisch sein könnte und übersetzt Tal-Martina bedeuten würde - die Martina, die im Tal zwischen hohen norwegischen Bergen wohnt).

Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Dienstag, 20. September 2011

Es wird auch gestrickt ...

Aktuell ...

  • der schöne Schal aus VIKING-Garn (Alpaka) für meinen Schatz läuft seinem Ende entgegen.
  • ein Paar Alltagssocken in Grautönen - auch für meinen Schatz - ist fast fertig.
  • eine neue Mütze wächst für meine Schwägerin zum Geburtstag.
Fotos später - bei Fertigstellung ...

Rieselnder Sand ... things to leave

Danke erstmal @Anonym und @Renata für Eure Gedanken zu meinen Gedanken!

Ich will mal aufschreiben, welche Sandkörnchen heute so rieseln:

16:20 - an meinem PC liegen schon seit vielen Tagen Cookie-Rezepte aus Norwegen. Ich hatte dort "oben" fünf tolle Cookie-Packungen gekauft und leider viel zu schnell verspeist. Auf der Verpackung waren die Rezepte abgedruckt (gäbe es hier bei uns wohl nie - Bäckergeheimnisse auf der Verpackung? Undenkbar!).
Zwei von den Rezepten habe ich am PC schön sauber abgetippt und in einen Ordner geheftet. Die anderen drei liegen hier noch herum und warten. Ha, die tippe ich nicht ab, mache einfach zwei Löcher rein, nachdem ich sie ein bisschen sauber beschnippelt habe und hefte sie direkt in den Ordner. Es geht doch um die Cookies, nicht ums schön aussehende Rezept!

16:26 - Eine Lern-CD für Klasse 3 wollte ich schon seit langer Zeit für meine Förderkinder brennen. Ich lasse es, denn in der Schule liegen für die Kinder am PC schon sooo viele Lern-CDs, dass sie oft nicht wissen, welche sie zuerst nehmen sollen. Weniger ist mehr! Also ab in die Lehrer-CD-othek damit!


21:42 - Eine Zeitung schaut mich täglich vorwurfsvoll an. Es ist eine norwegische Zeitung und zwar die, die ich mir jedes Mal einmal im Urlaub kaufe um mein Norwegisch auf aktuellem Stand zu halten. So war es auch in diesem Sommer. Nun erwischte ich zufällig das Exemplar, in dem alle Opfer des Terroraktes vom 22. Juli abgebildet waren. Merkwürdig, dachte ich an jenem Tag, dass ich gerade diese Ausgabe gekauft habe. 


Als ich die vier Seiten mit den vielen jungen Gesichtern aufschlug, rührte es an mein Herz. Ich sah diese jungen und hoffnungsfrohen Augen, dieses nach vorn blickende Leben in ihnen - und mir kamen die Tränen. Es handelte sich ja durchweg um politisch interessierte und sicher auch sehr engagierte Menschen, die Norwegens Zukunft gestalten wollten. 
Ich beschloss daher, jeden Morgen unter eines der Bilder das jeweilige Datum zu schreiben, den Namen des Menschen laut auszusprechen und seine Augen anzusehen um ihm seelischen Frieden in seiner neuen Heimat zu wünschen. 
Dieses Vorgehen behielt ich den ganzen Urlaub über bei. Ich hatte Zeit, die Zeitung lag offen auf dem Tisch, ich beschäftigte mich täglich mit guten Gedanken für den jeweils ausgewählten Menschen.
Doch seitdem ich wieder im Arbeitsprozess stecke, stelle ich fest, dass sich die Abstände zwischen den einzelnen Menschen immer mehr vergrößern. Mal lag nur ein Tag dazwischen, dann auch mal drei, inzwischen ist es eine ganze Woche, ohne dass ich in die Zeitung gesehen hätte. Ständig liegt etwas anderes auf der Zeitung, verdeckt die Fotos oder ich übersehe sie einfach. Und wenn ich sie sehe, drückt mich das eigene Gewissen, weil es mir nicht mehr gelingt, die mir selbst gestellte Regel einzuhalten. Damit ist den Verstorbenen auch nicht gedient ... ich wünsche ihnen Leichtigkeit und Freiheit in ihrem neuen Sein (dies schreibe ich in dem festen Glauben, dass nichts voneinander wirklich getrennt ist) und mein schlechtes Gewissen soll nicht ihr Licht beschatten.
So habe ich heute die Zeitung mit geschlossenen Augen in die Hände genommen und allen Opfern des Terrors zugleich meine besten Wünsche in ihr geistiges Reich gesandt und anschließend die Zeitung zum Altpapier getan. 
Wer dies hier liest, ist auch in Gedanken bei den 77 norwegischen Menschen ... mögen ihre Seelen in Frieden ruhen und weiter ins Reich des Lichts aufsteigen!

Montag, 19. September 2011

Gedanken zur Nacht - ein Blumentopf mit Sand ...

Bevor ich mich nun nach einem arbeitsreichen Tag zu Bett begebe, kommen mir Gedanken zum Pensum dessen, was man so gern schaffen möchte, gibt es da doch die bekannte und allseits erwähnte To-do-Liste. Ich möchte heute den Begriff To-leave-Liste prägen. Es ist der Teil der To-do-Liste, der manchmal extrem hartnäckig tagelang, ja oft sogar wochen- oder monatelang stehen bleibt. Häufig sind es solche Punkte, die einen in euphorischer Stimmung mal begeistert haben, zu denen man dann aber doch die entsprechende Zeit nicht findet.
Wieso gelingt es einem in vielen Dingen nicht, bereits VOR dem Notieren auf der Liste zu erkennen, dass es ein To-leave-Punkt werden wird, der einem die ganze Zeit, während man ihn auf der Liste von Mal zu Mal liest, doch nur die Seele belastet?

Gott gebe mir die Erkenntnis, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden!

oder
Lass es mich halten wie dieser weise Lehrer!

und dann ...
Aufgabe für morgen: Den Sand mal rausschütten ... und die Golfbälle genießen!


Eine gute Nacht wünscht Euch
ULL-Rike, die höchstens mal Minigolf gespielt hat ;-)

Sonntag, 18. September 2011

Zum Drehwuchs von Rotbuchen

Susanne inspirierte mich mit ihrem Kommentar dazu, im Internet auf die Suche nach Erklärungen zu gehen.

Hier wird der Drehwuchs bei Rotbuchen erklärt als Folge von genetischer Veranlagung oder besonderer Wachstumslage (z. B. am Hang, was für "meine" Buche schon irgendwie zutrifft, denn man muss um sie zu erreichen, durch einen trockenen Graben gehen, auf dessen anderer Seite sie wächst). Die Regeln für Forstwirtschaftler auf der angegebenen Seite lassen mich befürchten, dass der Baum eher sein Leben lassen muss als ich (gerade am Freitag habe ich ihn bei einem Spaziergang mit dieser Frage konfrontiert ...) - *schnief* - ich mag ihn so sehr!

Hier dagegen wird behauptet, Wasseradern könnten die Ursache sein.

Und hier gibt es ein paar imposante Beispiele als Bilderserie. "Meine" Buche könnte sich stolz dort einreihen.

Danke, Susanne, für den Forschungsimpuls! Die Kraftortseite nimmt Störungen im Boden als Ursache an.


Bevor das Grauschwarzweiß einzieht ...

... verwöhnt uns der Herbst mit wunderbar warmen Farben. Heute geht's noch einmal nach Norwegen und wir baden im ROT.

Wir wandern an hohen Felsen entlang auf eine Gletscherzunge zu. Es ist die des Bødal-Gletschers, einem Ausläufer des großen Jostedalmassivs. Hier oben überqueren wir eine Fläche mit Almhütten, die möglicherweise früher Sennern und Sennerinnen als Unterkunft dienten (vielleicht auch heute noch?), damit sie zum Melken der Kühe anwesend waren. Schon von Weitem lockt das warme Rot des gestrichenen Holzes. 


Lasst uns dem Rot folgen:


Vor dem Fenster eine dichte Gardine - na, man schaut ja auch nicht mit platter Nase durch fremde Fensterscheiben!

Hier wäre es möglich gewesen, aber trotzdem haben wir es nicht getan ...


Es ist einfach dieses nordische Ochsenblutrot, das wir so sehr lieben.
Auch in der Natur finden wir es wieder - im herbstlichen Rot der Blätter der Alpenbärentraube:


Auf der Weiterfahrt entdecken wir am Straßenrand bereits ein erstes Brøytebil (= Räumfahrzeug), das jetzt im Herbst schon beginnen muss, die Markierungsstöckchen in den Straßenrand einzubringen, die im Winter dafür sorgen werden, dass man den Verlauf der Straße erkennt. Farbe? ROT!

Der Herbst beginnt - kleine Entführung in den hohen Norden

Stellt Euch vor, Ihr habt in Norwegen im Herbst ein Ferienhaus gemietet. Glück gehabt - das Wetter ist fantastisch, die Sonne scheint, man muss sich zwar etwas wärmer anziehen, aber der Himmel ist offen! Ihr verlasst das Ferienhaus, eine Danmoi in der Jackentasche und sucht Euch in der Nähe ein einsames und idyllisches Plätzchen. Hier ist es - unser Traumplätzchen, an dem man außer ein paar einsamen Vogelrufen und sporadisch auftretenden Fischhüpfern nichts zu hören bekommt:


Es ist so wunderbar dort, dass Ihr am liebsten einen Kopfstand machen würdet. Ihr werdet es nicht glauben, aber beim Anblick des nächsten Fotos tut Ihr es bereits. Was Ihr seht, ist fast vollflächig Spiegel. Nur die in einer Steinspalte rechts im Bild auf dem Kopf wachsende Birke ist real abgebildet.


Ihr glaubt es nicht? Okay, dann bitte die Füße wieder auf den Boden stellen und nochmals genau hinschauen:


Orientierung verloren?
Gut, dann nochmal in der Zusammenschau:


Und wenn der Schwindel sich gelegt hat, dann hört mir mal ein bisschen zu:


Nein, ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Es handelt sich um den Link zu einer Hörprobe. Ich kann's nicht so toll! Aber die Vögel hatten nichts einzuwenden gegen mein "Geklimper" ... ;-)

Ohne ihn, den WALD ...

Im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Thema WALD kam ich auf die Seite http://www.wald2011.de/. Dort kann man an einem Fotowettbewerb teilnehmen, bei dem dargestellt werden soll, welchen Wert der Wald für uns hat. Hier Bilder, die ich hochgeladen habe - das Wort "ihn" ist jeweils zu ersetzen durch das Wort "Wald".
Tipp: Bilder unbedingt anklicken! Sie werden sehr groß und hochaufgelöst angezeigt.

Den habe ich fotografiert im Urwald an der Sababurg.

Ein norwegisches Fotomotiv, geschossen in einem Herbsturlaub

In jenem Norwegenwinterurlaub gab es Abendsonnenuntergänge ohne Zahl, einer schöner als der andere.

Die Rinde einer uralten Eiche bekommt ein unglaublich grobes Profil, das erst im Vergleich zur menschlichen Hand seine Dimension ahnen lässt.

Das eigenwillige Rindenprofil einer Weide

Die von mir zu meinem persönlichen Baum erkorene Buche, die ich RUUVI taufte (ruuvi ist der finnische Name für Schraube). Ich kann sie jederzeit besuchen, denn sie steht in einem Wald, der nur 15 Fahrminuten von mir zuhause entfernt ist. Was speziell die Buche zu dieser Wuchsform anregte, ist mir ein großes Rätsel, das ich gern gelöst hätte.

Ein zufälliger Blick aus unserem Ferienhaus im Winterurlaub in Norwegen riss uns die Augen auf - so etwas Schönes hatten wir noch nie gesehen! Die Färbung entstand durch die über den Horizont steigende Sonne und hielt nur für sehr kurze Zeit. Es war ein zarter und leicht vergänglicher Zauber.

Diese starke "Baumkralle" finde ich auch in der Nähe, nämlich an den Externsteinen bei Horn, wo ich liebend gern zu Fuß "meine Runden drehe". Ich finde es einfach faszinierend, mit welcher Kraft Natur sich ungünstigen Wachstumsbedingungen anpasst!

Auch Schulklassen können an dem Wettbewerb teilnehmen. Mal sehen, ob ich meine Kurzen dafür gewinnen kann. Einige haben schon ihre eigene Digitalkamera ...

Freitag, 16. September 2011

Was lange währt, ...

... wird endlich gut! Heute ist mal wieder ein UFO gelandet und hat sich gleich um meinen Hals gelegt - zweimal umschlingt mich der neue SCHOCKMOCK-DRACHE, den ich aus zwei Schokofarben im Wechsel strickte. Der zackenfreie Rand wurde dabei etwas strammer, weil ich das jeweils andersfarbige Garn am Rand einfach mitgestrickt habe. Hier ein Tragefoto:


Die Schalenden befinden sich unter der Anstecknadel, die ich durch alle drei Schichten gesteckt habe.