Sonntag, 4. Dezember 2011

Fortschritte im Elfenwald

Am Freitag war ich ja zum Stricktreff im Städtchen und dort gab es ganz neu das wunderschöne 100% Alpakagarn von Schachenmayr. Es musste mit! Zwar stricke ich das jetzt mit dickeren Nadeln und die zweite Elfenstille wird damit auch größer als das erste Tuch, aber ich will es auch so. Das möchte ich dann draußen über dem Mantel tragen. Daher darf es ruhig etwas dicker sein. Das Muster wird wegen der einheitlichen Farbe sicher gut rauskommen. Das Garn flutscht so richtig schön über die Nadeln.


Das erste Tuch wächst nach und nach weiter, aber der nächste Chart kommt ja auch erst am Nikolaustag. Die Farben gefallen mir sehr gut, aber sie schlucken halt das schöne Muster. Egal - schön wird das Tuch trotzdem! Danke, liebe Anett!


Einen besinnlichen 2. Advent!



Das dritte Motiv für die jeweils zwei Kugeln habe ich bereits entworfen. Es wird ein norwegisches Pärchen drauf zu sehen sein.

Meinen LeserInnen wünsche ich einen gemütlichen zweiten Advent!
Bei uns gibt's Tee vorm Kamin, dazu einen Lebkuchentaler
und während mein Schatz aus einem Lippe-Krimi vorliest, stricke ich an meinen inzwischen zwei Elfentüchern.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ärmelverlängerung gelungen!

Und niemand wird auch nur geringste Spuren davon finden. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und froh, dass ich doch die Mühe auf mich genommen habe. Jetzt kommt die Pelerine dran. Die hatte ich auch schon mal ein ganzes Stück weit gestrickt, stellte dann aber nach bestimmt schon 5 cm fest, dass das ganze in Runden gestrickte Teil in sich verdreht war und wieder aufgeribbelt werden musste. Aber (strick)frau gibt sich ja nicht zufrieden, bis alles passt. Daher spielte das bei den vielen Neuanfängen die der Pullover schon durchleben musste, auch keine Rolle mehr.
An meinem "Make up" habe ich auch noch gebastelt und finde das Ergebnis besser als die Vollschminke auf anderen Fotos. Es geht ja nur darum, dass man nicht plötzlich einen Merkelkörper mit einem ULL-Rike-Kopf irgendwo im Internet rumgeistern sieht ... oder so ...

Die Negativ(naturweißgrundige)-Julekule zu der roten hängt auch schon am Kerzenhalter. Fotos später, wenn ich mal mehr fertig habe ...

Mittwoch, 30. November 2011

Fototutorial: Ärmel verlängern

Nachdem ich den ersten Ärmel meines Pullovers erfolgreich um 5cm verlängert hatte, kam ich auf die Idee, Euch die Vorgehensweise in einem Fototutorial darzustellen. Vorausgesetzt, der Ärmel hat keine oder nur geringe Zunahmen, geht es gar nicht so schwer.

Da unten am Rand ja eine Musterbordüre gestrickt ist, die das Vorgehen erschwert und ich ja außerdem den glatt rechts gestrickten Teil verlängert haben will, wähle ich über dem Mustersatz die zweite glatte Rechtsreihe aus und ziehe einen gelben Faden durch eine Maschenreihe. Dabei achte ich penibel darauf, dass ich immer genau zwei nebeneinander liegende Maschen erwische. Wenn man sich die Struktur des Gestricks genau ansieht, ist das sehr leicht zu bewältigen. Anschließend wiederhole ich diese Maßnahme zwei Reihen tiefer, so dass dazwischen genau eine Maschenreihe frei bleibt (auf dem Foto mit schwarzen Linien angedeutet). Nun stecken in zwei Maschenreihen quasi zwei Stricknadeln, nur, dass diese aus gelbem Garn bestehen.


Mit der Schere schneide ich mutig die Randmasche auf, die zu der Zwischenreihe gehört.


Mit einer stumpfen Nadel ziehe ich nun Masche für Masche die Zwischenreihe heraus, schneide dabei immer wieder den Faden kurz.


Die obere und die untere Reihe lösen sich nach und nach voneinander und die Maschen können durch den gelben Sicherheitsfaden nicht zu Laufmaschen werden.


Alle Maschen sind auf dem gelben Faden. Die Ärmelstücke sind getrennt.


Nun nehme ich die Maschen des Ärmeloberteils auf eine Stricknadel in der gleichen Stärke, die ich zuvor auch beim Stricken des Ärmels benutzt habe.


Wenn alle Maschen aufgenommen sind, stricke ich so viele Reihen, wie ich für die Verlängerung wünsche. Den gelben Faden lasse ich dabei als Markierung im Gestrick, weil ich daran zählen kann, wie viele Reihen ich schon gestrickt habe.


Wenn ich die Verlängerung fertig gestrickt habe, nehme ich den unteren Ärmelteil auf eine passende Stricknadel.


Nun ist der untere Teil bereit um angestrickt zu werden. Das geschieht so, dass nachher kein Ansatz zu sehen ist.


Ich lege zuerst beide Teile so voreinander, wie sie zusammengehören.


Den lang abgeschnittenen Faden, den ich beim Stricken bis eben verwendet habe, ziehe ich durch das Nadelör einer dicken Stopfnadel und führe den Faden damit zuerst von unten durch die erste Masche auf der gegenüberliegenden Nadel.



Es wird der Faden nun immer von oben in eine Masche hineingeführt und dann von unten in die benachbarte und oben wieder heraus. Das geschieht immer im Wechsel auf der einen und der anderen Nadel. Dabei lässt man immer die jeweils erste Masche von der Nadel gleiten.



Zur Verdeutlichung der Struktur der beiden zu verbindenden Reihen habe ich eine digitale Skizze angefertigt. Die beiden schwarzen Reihen müssen mit dem roten Faden verbunden werden. Unten liegt der Faden immer beim Wechsel der Reihen, oben liegt er beim Einstechen von Masche zu Masche.


Wer es sich besser MIT Nadeln im Gestrick vorstellen kann - bitte schön:


Währenddessen muss man immer wieder nachkontrollieren, ob die Maschen der neu entstandenen Reihe gleichmäßig werden. Dies kann man durch Nachziehen der Maschen regulieren.


Mit etwas Geschick kann man den Ansatz unsichtbar wiederherstellen.


Oder sieht hier jemand noch etwas?



Dienstag, 29. November 2011

Weihnachtshintergrund gebastelt

Der letzte Hintergrund gefiel mir nicht mehr, vor allem nicht in der Adventszeit.
Da mussten dann eben die JULEKULER herhalten.
Und an denen stricke ich jetzt weiter ...

Zu spät ...

Tja, Silke aus Berlin *gg*, nun habe ich es doch getan. Ein Ärmel ist schon verlängert, weil es mich an den Händen immer sehr schnell friert. Wie ich's gemacht habe, werde ich hier in einem Fotolehrgang posten, aber jetzt ist erst der zweite Ärmel dran. Zu weit finde ich die Ärmel nach der Verlängerung unten nicht. Sie sind eh ganz gerade geschnitten, daher ist auch das Verlängern kein akrobatischer Akt. Und die Proportionen sind einfach stimmiger so, erst recht, wenn man bedenkt, dass ja noch die Pelerine dazu gestrickt wird. Wie sieht das denn aus, wenn da nur so kurze Ärmelenden rausgucken?
Und so ein Pullover, an dem mich etwas so massiv stört, der bleibt dann erfahrungsgemäß gern im Schrank liegen. Wäre doch schade drum ...

@klengelchen-Heike

Die Ärmel sind von unten nach oben gestrickt, daher werden sie wohl kurz bleiben. Okay, Dreiviertel eben. Mach ich mir dann doch schöne Pulswärmer dazu.
Danke Dir für den ausführlichen Kommentar!
Chart 2 der Elfenstille schon fertig? Muss  wieder mal um den "Block" laufen. ;-)

Wenn ich kritisch bin ...

... und das bin ich bei meinen Sachen eigentlich immer, dann muss ich einige Punkte zu meinem neuen braunen Pullover anmerken. Aber erstmal möchte ich ihn zeigen:


Was mir nicht gefällt: 
  1. sind die Ärmel zu kurz geworden, obwohl ich entgegen der Anleitung schon 12 Reihen mehr gestrickt habe als angegeben. Nun hat er halt Dreiviertelärmel, unter denen der Ärmel des Unterziehrollis hervorschaut. Oder ich stricke mir noch ein Paar passende Pulswärmer dazu.
  2. beult die Musterbordüre am unteren Ende irgendwie zur Seite aus. Okay, mit dem Pulli bin ich halt eine Frau mit breitem Becken - altersgemäß!
  3. steht die Musterbordüre etwas starr - okay - bin ich schon überkritisch?
  4. ist die Raglanschrägung etwas knapp geraten. Allzu sehr schwitzen darf ich in dem Pullover nicht. Er ist also nichts für stark geheizte Räume. Ansonsten finde ich ihn ganz schön und bin nun gespannt, wie die dazu gehörende Pelerine wird.
Was mir gut gefällt:
  1. der eigenwillige A-Schnitt
  2. der doppelte Kreuzanschlag, den ich bei diesem Pullover gelernt habe
  3. das Halsbündchen, das ich nicht abgekettelt habe, sondern nach Anleitung mit einem zunächst kompliziert anmutenden Verfahren mit der Stopfnadel beendet habe
  4. das pudrige Braun, das bei dem Foto nicht so gut herauskommt (künstliches Licht)


So kann es weiter gehen ...


Ich bin zufrieden. Die neue Julekule habe ich mit Nadeln Nr. 2 gestrickt. Dadurch ist das Gestrick fester, das Muster wird klarer und man sieht auch die Füllwolle nicht mehr hindurch. Wenn alle sechs fertig sind, werden die beiden Prototypen verschwunden sein. Passende Kerzen habe ich noch nicht besorgen können. Naturweiß oder Rot würde passen.


Die nächste Kugel soll das gleiche Muster bekommen wie die letzte, nur werde ich die Farbstellung umkehren.

Meinen Gliedern und meinem Kopf geht es wieder besser, es hüstelt und schnupft so vor sich hin, morgen will ich wieder arbeiten. Also wird heute noch vorbereitet, dann habe ich abends noch ein bisschen Zeit zum "Julekullern" ... ;-)

Montag, 28. November 2011

Min andre JULEKULE - meine zweite Weihnachtskugel


Irgendwie betrachte ich die ersten beiden Kugel noch als Prototypen um meine Erfahrungen zu machen. Ich möchte gern 6 Stück stricken und damit den Kerzenleuchter im Wohnzimmer schmücken. Die rote mit den Herzen wird wohl dabei sein, ansonsten werde ich aber nur die Farben Rot und Natur nehmen, vielleicht immer je ein Motiv als Positiv-Negativ-Version, insgesamt dann nur drei verschiedene Motive. Auch werde ich wohl eine geringere Nadelstärke nehmen, damit die Maschen dichter werden. Sonst schimmert die Füllung durch, was ich als sehr störend empfinde. Bei der grünen Kugel kann man erkennen, was ich meine.