Mittwoch, 27. Juli 2011

Ganz viel Fußballenergie

... steckt in dem schon seit Tagen fertiggestellten Nippon 2011. Ihr erinnert Euch, dass ich das Tuch bei der Fußball-Damen-WM begann, als die USA gegen Japan spielten? Seitdem trage ich es bei diesem kühlen Wetter fast täglich. Es ist so wunderbar kuschelig am Hals, so weich mit dem hohen Merino-Seide-Anteil! Und es ist wie gemacht als Accessoire zu Jeans und zu Grau. Seht selbst:



Inzwischen habe ich ein zweites Tuch nach dem gleichen Schema angefangen, aber aus gänzlich anderem Material. Vorstellung folgt in Kürze ...

Der heutige Anwaltsbesuch war sehr anstrengend, die "Hausaufgaben", die ich danach noch zu erledigen hatte, kosteten mich viel Zeit. Bin jetzt rechtschaffen müde und weiß, dass ich nun aktiv nichts mehr tun kann, nur noch vertrauen ... ob ich nachher ganz so viel blechen muss, wird sich zeigen. Ganz raus komme ich jedenfalls nicht. Für Eure guten Wünsche nochmal lieben Dank!

Ein herzlicher Gruß in die Leserrunde!
ULL-Rike

P.S.:
DAS hier sollte auch jeder Blogger genauestens studieren! Sehr viele Entscheidungen sind reine ERMESSENSFRAGEN (das war heute eine immer wieder hartnäckig wiederholte Aussage des Anwalts). Das alles gilt für Zitate im Internet im gleichen Maße wie für gedrucktes Papier!

Mittwoch, 20. Juli 2011

Josephinentuch

Lena machte mich in ihrem Kommentar zum neuen Tuch darauf aufmerksam, dass sie das Tuch unter dem Namen JOSEPHINENTUCH bereits kennt. Ja, stimmt ... ich habe mal nach dem Begriff gegoogelt und bin fündig geworden. Es ist die Anleitung zum Josephinentuch.  Daher nehme ich mal an, dass die Inhaberin des erwähnten Handarbeitsgeschäfts auch im Internet gestöbert hat. Oder war es umgekehrt? Im Internet hat jemand ihre Idee veröffentlicht? Oder waren Huhn und Ei mal wieder gleichzeitig da? Kann ja eigentlich auch jeder von selbst drauf kommen, oder? Daher hat Lena auch Recht: Es ist ein Anfängermodell. Egal ... es wird einfach wunderschön und ich freue mich drauf, es im Urlaub dabei zu haben.

Danke, Lena!

Aktuellster Stand? - Okay ... aktuellster Stand:

Montag, 18. Juli 2011

Einfach und effektvoll

Mein neues Tuch NIPPON 2011 - die erste Vorstellung war gestern hier.

Stand heute:


Da beim Stricken von kraus rechten Reihen sich diese etwas zusammenziehen, werden die beiden Schenkel des Dreiecks gleich lang (verdeutlicht durch die Pfeile). Die einfachste Art, ein Tuch zu stricken!

Sonntag, 17. Juli 2011

Wie im Fieber!

Na? Auf wen hattet Ihr gesetzt? Bei mir lief das Fußballfieber (hey, ich gucke sonst fast NIE Fußball!) so ab:
Mit meinem Schockmock-Drachen setzte ich mich zu Männe aufs Sofa. "Wollen wir heute mal gucken?", fragte ich. "Ist doch das Finale." Er (auch kein Fußballbegeisterter): "Och, meinste?" - "Ja, lass uns doch mal zugucken. Japan-USA ist doch bestimmt spannend." Er: "Ich würde es ja den Japanerinnen wirklich gönnen, so Fukushima-gebeutelt, wie die sind." Und so begann das Fiebern ...
Nach zwei Spielminuten sagte ich: "Weißt du was? Ich hole jetzt mein neues NORO-Garn (Lieber Schockmock, bitte verzeih mir!) und unterstütze damit die Japanerinnen." Ich rannte die Treppe hoch und kam wieder mit einem Knäuel NORO und einem Knäuel Merino Silk von AUSTERMANN. Ein Tuch soll es werden ... und noch während ich die Fäden aus der Knäuelmitte friemelte, wagte ich eine Prognose. Dabei - ich erinnere mich genau - schaute ich in eine rosa Wolke, die gerade am Himmel stand und von der Abendsonne beleuchtet wurde. "Die Japanerinnen gewinnen 3:2", sagte ich und war ganz sicher. Komisches Gefühl, wenn man so ganz ruhig und sicher sagt, was einem gerade in die Birne flitzt. Nach der ersten Halbzeit meinte mein Schatz, das würde aber wohl nichts mit meiner Prognose. Als gegen Ende das zweite Tor der Japanerrinnen fiel, begann er sich zu wundern: "So daneben hast du ja doch nicht gelegen." Ich (ahnend, wie es ausgehen würde): "Ja, und pass auf, den Rest packen sie beim Elfmeterschießen."
Und dann haben wir gejuubelt! Habt Ihr es ihnen auch gegönnt? Sagenhaft war ja wohl der Pumuckl im Tor!

Und was erwartet Ihr jetzt hier? Klar - ein Foto von meiner japanfreundlichen NORO-Strickenergie:



Und deswegen wird dieses Tuch, das ich eigentlich erst im Urlaub anstricken wollte, den Namen

 NIPPON 2011

bekommen!

Vielleicht hat auch dieses Teilchen noch mit zum Gewinn beigetragen, das ich direkt vor dem Spiel noch einmal auf weißem Grund fotografiert habe:


AFÜGUNG!A

Hyperbolisches Häkeln - Folge 2

Irgendwie will ich auch mal sowas Koralliges hinkriegen. Hm ... fühle mich auf dem Wege ... ich mache nachher noch weiter und dann erzähle ich auch, wie. Anleitungen habe ich keine. Aber gerade das spielerische Tüfteln macht ja so viel Spaß! Egal, was dabei herauskommt ...


Meine Pagine hat einen neuen hyperbolischen Hut:


Ein spezieller Gruß an
USP
!

Schokoladiges


Nun ist er wieder dran, der Schockmock-Drache, der ein paar Tage schmollen musste zugunsten der Regenbogen-Fledermaus. Er lässt sich kaum fotografieren, erscheint auf Fotos schwarz-anthrazit. Da musste mein PhotoDraw etwas nachhelfen, aber so trifft's in etwa die Realität. Ich habe ihm versprochen, kein Projekt dazwischenzuschieben. Na na ... das hyperbolische Tüfteln reizt mich ja doch sehr ...

Samstag, 16. Juli 2011

Hyperbolisches Häkeln - Folge 1

Wer mich kennt und spürt, wie es mir in den Fingern juckt, weiß auch, dass der Anfang nicht lange auf sich warten lässt!
So habe ich mir eben eine Häkelnadel geschnappt und einfach etwas ausgedacht:

Halbkugel

10 LM häkeln und zum Ring schließen.
In der 1. Runde in jede M 1 fM häkeln,
in der 2. Rd in jede M 2 fM häkeln,
dann beim Weiterhäkeln der Fibonacci-Reihe entsprechend Maschen verdoppeln:
die erste, dann die nächste, danach die 2., danach die 3., dann die 5., die 8. etc.
Hier die weitere Fibonacci Folge:
(0-1-1-2-3-5-8-)13-21-34-55-89-
Die Folgezahl entsteht immer aus der Summe der beiden vorherigen!
Die abgebildete Halbkugel wurde fortgesetzt bis zur Zahl 89.






Um deutlich zu machen, wie geometrisch das Häkelstück ist, habe ich die spiraligen Linien mal nachgezeichnet. Müsste eigentlich noch exakter sein ...


Das macht unglaublich viel Spaß! Und am liebsten würde ich jetzt weiter tüfteln. Aber ich muss noch was für die Schule tun.

Nachteil dieses Häkelns: Man darf beim Zählen niemals gestört werden ...

Muss mal überlegen, was man mit so einem Teilchen machen könnte. Ach, erstmal weiter tüfteln, das kommt schon ...

Zugabe:
HIER gibt es tolle Beispiele als Fotos! Ich bin hin und weg!!! Und HIER erst! Au weia ... das hat aber ein Wahnsinns-Suchtpotenzial!

Gehäkeltes Korallenriff

Gestern war ich zum Einläuten des Wochenendes in meinem Lieblingscafé, wo mir die Inhaberin einen Artikel aus der ZEIT überreichte. Sie weiß, wie gern ich handarbeite, denn in dem Café verbringe ich inzwischen keinen einzigen Besuch mehr, ohne mein Handarbeitszeug dabei zu haben. 
Bei den Erfinderinnen des Korallenriffs handelt sich um ein Zwillingspaar, zwei Frauen, die sich mit dem Wesen der Mathematik befasst haben und begannen, dieses in Häkelarbeiten umzusetzen. Was dabei herauskam, ist absolut sehenswert!
Hier ein Video (leider nicht in Deutsch, trotzdem sollte man der Bilder wegen durchhalten) mit einem Vortrag über die Umsetzung der Mathematik in ein komplettes Korallenriff. Ja, die Natur lehrt uns mehr über die Mathematik als ein menschliches Gehirn sich jemals ausdenken könnte!
Nun recherchiere ich nach Anleitungen ... da möchte man sofort mitmachen! Mal sehen, man kann ja die Fibonacci-Folge auch selbst häkeln. Interessant, was dabei herauskommen mag ... vielleicht tüftele ich noch heute Abend.
Und dieses Buch ist dann ja wohl ein absolutes MUSS! Warum hat es bloß noch niemand auf Deutsch geschrieben? Nicht nur der Häkelei wegen ...

Feeeeeertig!

Lange haben sie gedauert, die Rüschenreihen. Ich schätze, ich hatte fast 2000 Maschen auf der Nadel. Aber nun habe ich's geschafft!
Da es draußen gerade so schön ist und ich heute den Garten auch noch aufgeräumt habe, gibt es erstmal ein Rasenfoto:


Wenn ich sie länger liegen ließe, hätte die Fledermaus heute durchaus eine Chance, sich von dannen zu machen, denn der Wind hat schon wieder stark zugenommen. Also nehme ich sie lieber schnell hoch und hänge sie in der Diele übers Treppengeländer. Dort macht sie sich gleich bekannt mit dem ihr verwandten Mobilé, das mein Schwiegerpapa-selig ausgesägt hat und das ich in Regenbogenfarben angemalt habe.


Das Mobilé hat seine eigene anrührende Geschichte. Mein Schwiegerpapa war derzeit im Pflegeheim, konnte sich nur noch mit einem Rollstuhl bewegen und bastelte trotzdem noch gern etwas mit den Händen. So wurden einmal zu Ostern Sperrholzfiguren ausgesägt, wobei ihm viele Abfallteile (die Negative) zu Boden fielen. Als die ausgesägten Teile fertig waren, kam der liebe alte Kerl auf die Idee, die auf dem Boden liegenden Reste auch noch zu verwerten (so war er immer, unser lieber W., aus allem wurde noch etwas gemacht). Er bastelte daraus mehrere Mobilés, die an Drahtbügeln unter einem Blumenkasten an seiner Zimmerfensterbank befestigt hingen. Als wir ihn dann besuchten, meinte er, wir sollten uns doch eins aussuchen, dann hätten wir eine Erinnerung an ihn. Gern und fast mit Tränen in den Augen suchte ich das Mobilé aus, in dem ich Figuren erkennen konnte, die man deuten konnte. Ich wusste noch nicht, wie bald der Fall eintreten sollte, dass wir uns an ihn nur noch würden erinnern können.
Kurz darauf kam ein Anruf. Der liebe alte Schussel hatte sich in seinen Rollstuhl setzen wollen, dabei aber vergessen, die Bremse festzustellen. So war der Rollstuhl nach hinten weggerollt und er war auf den Boden gefallen. Lachend erzählte er am Telefon von seinem Missgeschick. Die Pflegeschwester kam gerade in sein Zimmer und er nahm die Sache irgendwie noch gar nicht richtig ernst. Doch zu diesem Zeitpunkt war sein Ende bereits besiegelt. Er hatte sich den Oberschenkel gebrochen. Es folgte im KH eine Lungenentzündung und es dauerte nicht lange, bis es ihm so schlecht ging, dass er sich nicht mehr erholte und einschlief. In den Tagen, als er auf der Intensivstation lag, malte ich Tag für Tag an jedem Abend ein Holzteilchen an, benutzte dabei die Farben des Regenbogens und malte zum Schluss den Regenbogen obendrüber an. Es gelang mir noch, ihm davon zu erzählen, doch zeigen konnte ich ihm das fertige Mobilé nicht mehr. Daher hat nun heute dieses Mobilé für uns eine ganz besondere Bedeutung und wird uns sicher bis ans Lebensende begleiten. 



Freitag, 15. Juli 2011

Drei neue Leserinnen!

Herzlich begrüßen möchte ich heute drei neue Blogmitleserinnen:
Andrea Baron, die wunderschöne Spitzen klöppelt und auch wunderschöne Tücher strickt.
Telefonhexe, die möglicherweise einen Besen, aber kein Blog ihr eigen nennt. ;-)

Einen Tag später ...
wie ich eben erfuhr,  hat die Telefonhexe doch ein Blog, einen Besen wohl nicht, dafür aber ein Spinnrad. Nun, spinnende Hexen soll es ja geben. ;-)

Strickelinchen, die besonders Babys und Kinder mit ihren Stricksachen beglückt, aber auch allerhand Hübsches bastelt.

Fühlt Euch wohl hier, lasst Euch inspirieren und kommt gerne immer wieder!

Liebe Grüße
ULL-Rike