Dienstag, 9. Oktober 2012

Tageslichtfoto

Jawoll! So sieht man das Muster viel besser:


Ich liebe dieses Vehikel!
Sogar kleines Strickzeug passt rein - und das ist für unsereins ja sooo wichtig!

Montag, 8. Oktober 2012

Riemen verbessert

Nachdem an meiner Filztasche RAGNA die Kordel immer fusseliger wurde, habe ich aus dem gleichen Garn zwei neue Riemen gehäkelt und gefilzt. Die aus der Waschmaschine gezogenen Riemen habe ich dann mit 8 Knöpfen an die Tasche genäht. Die Knöpfe stammen aus der tollen Knopfsammlung meiner Freundin Teresa. DANKE, Teresa, auch Männe war total begeistert! Passendere Knöpfe könne man gar nicht finden, meinte er. Und die von Dir geschenkte Anzahl von Knöpfen passt genau - ich brauchte alle 8 Knöpfe, die Du aufgenäht hattest.

So gefällt mir meine Tasche RAGNA jetzt viel besser!
Ich denke, die Tasche sollte ich nochmal bei Tageslicht fotografieren, weil dann das schöne keltische Muster besser sichtbar wird. Dazu braucht man Licht von der Seite, weil das Muster mit seinem Relief vor allem durch Licht und Schatten optimal zur Geltung kommt.

Socken im Landlook

Ein besonderes Dankeschön heute mal wieder an Monika, die liebe Wollspenderin, die mich mit Handgesponnenem verwöhnt hat, weil ich gern Diamanten aus dem Müll hole (wobei ich betonen möchte, dass ich Deinen Wollstash nicht als Müll bezeichnen möchte - Du weißt ja, woher dieses Sinnbild stammt). Ein neues Paar Socken  für mich sind heute Morgen fertig geworden. Die Farben passen einfach umwerfend gut zu meinen hellbraunen Jeans und den nagelneuen Herbstschuhen, die ich mir heute Morgen ausgesucht habe, wieder - wie so oft - von meinem Lieblingsschuhhersteller. Reinschlüpfen, ein paar Schritte gehen, sich wohl fühlen. 


Wenn das Wetter so bleibt und ich mich wieder besser fühle, könnte ich mir gut vorstellen, mit diesem "Gespann" ausgestattet durch die Lüneburger Heide zu wandern. Obwohl die Socken nicht sehr dick sind, wärmen sie hervorragend. Das Garn ist sehr fest und fühlt sich - verstrickt - irgendwie perlig und sehr robust an. Dieses Sockenpaar wird vermutlich lange halten.

DANKE, liebe Monika! Meine Freude ist groß!
Neben dem grauen Rippenpulli wächst zu einem Deiner Stränge schon eine neue Idee, zu der ich heute inspiriert wurde. Es wird mehr ein Halsschmuck sein als ein Schal - lass Dich überraschen!

Das kommt davon ...

Seit einigen Tagen arbeite ich mal wieder an einem UFO. Es ist ein grauer Rippenpullover mit betonter Taille aus der VERENA. Im Frühjahr schrieb ich dazu:

Wenn der Rollkragen fertig ist, werde ich den Pullover zugunsten von anstehenden Sommerprojekten bis zum Frühherbst weglegen und die Ärmel später stricken. Tragen kann ich diesen warmen Pullover in den nächsten Monaten nicht.

Tja, das war ein verhängnisvoller Fehler, zumindest, weil ich keine schützenden Maßnahmen getroffen hatte. So kam Frau Motta dahergeflogen, befand das Garn für gut und lecker und legte dort ihre Brut nieder. Folge: ein sehr schlecht zu reparierendes Loch. 

Da arbeite ich nun seit einigen Tagen wieder an dem Projekt, habe den ersten Ärmel fast fertig und dann entdecke ich heute Morgen das Desaster. Da einige Maschen vollständig aufgefressen waren, konnte ich das Loch nicht spurlos beseitigen, aber ich finde, es ist doch noch ganz gut gelungen:


Nun geht's aber ran - damit die Ärmel bald fertig sind. Gebrauchen könnte ich den Pullover heute Abend schon. Mir ist fröstelig, ich fühle mich fast grippig, habe Ohrenschmerzen und Schluckbeschwerden. Er holt habe ich mich nach zwei Tagen ohne Schule irgendwie noch gar nicht. Morgen will ich mal Frau "Dr. Globulus" aufsuchen. Man muss ja nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen, die kleinen weißen Kügelchen tun's vielleicht in diesem Fall auch.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Einfach nur groggy

Hier passiert nicht viel? Stimmt! Dass ich kaum oder nur sehr wenig stricke und noch weniger blogge, ist schon so etwas wie ein Symptom, von denen ich derzeit eine ganze Reihe habe. Dauer-Kreuzschmerzen, die über den Ischias ins linke Bein ziehen, ständig wiederkehrende Schluckbeschwerden (ich kann's nicht mehr so richtig schlucken), vorübergehende Hörstörungen (ich mag's nicht mehr hören, das Gekreische), Kopfschmerzen unter der Schädeldecke und ein ständiges Gefühl von ich-kann-nicht-mehr.
Ja, meine Gang macht mir schon ganz schön zu schaffen. Was sie am besten können, ist das gegenseitige Aufschaukeln. Da gibt es immer wieder extreme Empfindlichkeiten, die in Gekloppe, Gespucke, Gekratze und Getrete enden. Lieblingsschimpfwort von Muhammeds zu Teutonis: Schweinefleisch!
Nun, so ist das, wenn man zuhause lernt, die Welt in Gläubige und Ungläubige aufzuteilen.
In letzter Zeit höre ich immer wieder: "Deinen Beruf möchte ich nicht haben." Ehrlich - ich zur Zeit auch nicht!
Nun wollte ich die Herbstferien für Wellness und Wiederaufbau nutzen, was aber schon wieder eingeschränkt ist, da mein wilder Haufen nach den Ferien ein Training bekommen soll. Bedeutet für mich: Fortbildung. Die findet - freiwillig gewählt - zuhause statt und lässt sich mit einem Buch durchführen. Weil's eine Kollegin in ihrer ähnlich verdrehten Klasse bereits erfolgreich durchgeführt hat und nun entspannter wirkt. Also tu ich's für mich (UND für die Kids). 


Das tägliche Rosa-Tütchen-Zettelchen bekommt heute folgende Notiz:

Heute hat Frau Ess (eine Schülermutter) die Arbeit an den Lernstationen begleitet, was sehr hilfreich war. Anschließend äußerte sie, dass sie von dem Unterricht "sehr beeindruckt" war und dass ich es sehr schwer hätte. (Anerkennung durch die Eltern ist für Lehrerseelen positive Nahrung, weil man dann gemeinsam Lösungswege entwickeln kann.) Prinz 2 bekam als Konsequenz auf ständiges Schlagen beim Aufstellen eine Maßnahme verordnet. Er musste bis zum Schluss auf einem Stuhl sitzen und zuschauen, wie man sich ruhig aufstellen kann. Prinz 1 musste auch auf einen Stuhl, weil er auch nur herumschlug. Beide nahmen die Konsequenz an und durften die Klasse erst verlassen, als alle draußen in der Pause waren. Es hat heute funktioniert! Kleine Schritte sind auch Schritte ...
An den Lernstationen haben die Kinder heute so gut gearbeitet, dass das Material nach den Ferien auch in der Freiarbeitszeit verwendet werden kann, ohne, dass ich viel erklären muss.

Die vielen "Schwarzes-Tütchen-Notizen" habe ich heute schon auf den Kompost geworfen mit dem Begleitgedanken: Kompost ist besonders fruchtbar und stärkt das Wachstum, wenn man ihn unter die Erde mischt.
Was aus dieser Gang wohl in vier Jahren werden kann ... spannend!


Sonntag, 30. September 2012

Abschied vom September

Heute ist der letzte Septembertag. Die ersten Herbstzeichen sind unübersehbar. Der Kirschbaum lässt fleißig unter sich und der Rasen freut sich über seine Freiheit, wenn das Laub wieder abgefegt ist. 



Mein GöGa tut sein Bestes, während ich durch die frisch geputzten Scheiben zugucken darf und den Sonnenschein genieße. Dabei wollen die Finger etwas tun. Kann eine WOLL-Reiche, die eine so bunte Wanne voller Wollgeschenke ihr eigen nennen darf, die Finger still halten? Ein No-go!


Drei braun-rosenholz (u.a.) verlaufende Stränge habe ich zu Törtchen gewickelt und zunächst einen Wingspan (zum freien Download hier) begonnen. Da das stark melierte Garn allerdings kraus rechts verstrickt sehr unruhig aussah, habe ich nach dem ersten Dreieck gleich wieder Mister Ravelry bemüht. Nein, dieses Garn lässt sich am besten glatt rechts verstricken, denn dann werden die schönen Farbverläufe gut herauskommen. Also gibt es ein Paar herbstliche, klassisch-einfach gestrickte Socken für mich:


Und nun beginnt Lehrersonntagsarbeit. Mal sehen, was wir machen - morgen stehen fünf Stunden an. Das Wetter soll schön sein und meine wilde Gang hat sich in mühsamer Kleinarbeit (nach der Pause pünktlich  aufstellen, den Tisch aufräumen u. v. m.) zehn Sternchen für eine Überraschung erarbeitet. Die Überraschung ist ein zweistündiger Spielplatzbesuch in Schulnähe. Nach 5 Schulwochen ist doch schon viel Positives erreicht, was das Zusammenleben erleichtert. In einer Woche ist der erste Schuljahresabschnitt bereits vergangen - Sommer-Herbst. Unglaublich, wie die Zeit vergeht!

Mittwoch, 26. September 2012

Kleiner Nachschlag zum Herbstbeginn

Wenn ich durch den Garten gehe
und dort so viel Schönes sehe,
pflück ich Blüten hier und dort,
lass das Welke auch nicht fort.
Und mein Herz voll Dankbarkeit
grüßt mit Lust die Herbsteszeit.

ULL-Rike in Herbststimmung


Dieser Strauß steht nun schon seit über einer Woche im Haus.
Das Verblühte trocknet langsam vor sich hin und sieht noch immer schön aus.
Zwar haben die Farben sich zurückgezogen,
aber die farblich reduzierte Formenvielfalt hat auch ihren Reiz.


Dazu passt mein nun komplettes Sonnenblumen-Set.
Die Pulswärmer nach dem Muster Rapunzel begeistern auch meine Kleinen.
Du hast aber sssssssöööne Handssssuhe!


Auch in Norwegen (--> Kalenderbild) ist jetzt Herbstparadiesisches angesagt.




Selbst erlebt - unsere Freunde, die Wollieferanten - hier in Norwegens Herbst:

Bitte recht freundlich!

Und den hier - Johannes Heesters im Tierreich - kleiner Charmeur,
den mag ich ganz besonders:

Bin ich nicht schööön?

Erster Rosa-Tütchen-Erfolg

Heute schreibe ich es hierher ... das Rosa-Tütchen-Zettelchen.
Das dicke Ding, was ins schwarze Tütchen gehört, habe ich noch in seinem Tütchen in der Ecke stehen. Es buhlt noch immer um meine Aufmerksamkeit. Aber die schielt schon nach etwas ganz anderem. Wenn ich dieses Post geschrieben habe, wird alle Buhl-Energie ins Neue eingeflossen sein.

Und das geht jetzt so:

Thema in der Religionsstunde war heute DIE TÜR. Ein Bild von einer Tür, die ein wenig offensteht, hinter der helles Licht in den diesseitigen dunklen Raum strahlt, füllte die ganze Projektionsleinwand aus und animierte zum Erzählen und Fantasieren. Ein Kind beschrieb sich in einem dunklen Raum und wollte raus zum Spielen, weil da die Sonne scheint, ein anderes sah sich im Bett liegend und wollte, dass die Tür geschlossen wird, damit es schlafen kann. Man spürte, dass die Kinder seelische Erfahrungen mit dem Rein-Raus-Hell-Dunkel-Geborgensein etc. hatten. 
Ich erzählte dann die Geschichte von Peter, der sich aus Versehen in der Garage eingeschlossen hatte und in der Dunkelheit verharren musste, bis seine Mutter vom Einkaufen kam und ihn erlöste. Auch dazu hatten die Kinder kleine Erlebnisse zu berichten, z. B. Klein-Irina (Name geändert), die mal von ihrem Bruder im Badezimmer eingeschlossen worden war und aus Wut das ganze Haargel von Mama auf Boden und Wände geschmiert hat. Wie das ausging? Ach, eigentlich ganz gut für sie, denn als die Eltern nach Hause kamen, hat sie ganz schnell mit einem Waschlappen das Haargel wieder weggewischt und ihr Bruder hat mächtig Ärger bekommen. Ob denn das weggegangen sei, fragte ich. Och jaaaa, das haben die nicht gemerkt, meinte sie grinsend und wackelte lustig auf ihrem Stuhl herum.
Nun gab es eine kleine Schulwegreise mit geschlossenen Augen. Man sollte sich den Weg aus dem Bett bis ins Klassenzimmer vorstellen und zählen, wie viele Türen man auf dem Weg durchschritten hat. In der Runde durfte jeder seine Zahl sagen. Das ging von 3 bis 5000 (natürlich ein Kinderquatschweg, über den wir gelacht haben, der sich dann folgerichtig noch einige Male mit anderen Riesenzahlen wiederholte).
Die Türen wurden benannt, auf einem großen Bild wiedererkannt. Da gab es die Zimmertüren, die Wohnungstüren, auch mit Spion, damit man den bösen Einbrecher nicht reinlässt, wenn Mama und Papa nicht da sind, da gab es die Haustür mit Klingel, die Schultür und zuletzt die Klassentür.
Und die hat es NICHT in sich, denn die ist sch...ebraun und langweilig.  

So gab ich den Kindern eine Schwarzweißzeichnung von der Klassentür mit Klinke und Klassenschild daneben. "Was meint ihr? Wollen wir unsere Klassentür nicht mal schön machen?" "Au jaaaaaaaa!", kam es begeistert zurück. Nein, nicht, dass Ihr jetzt denkt, wir würden die Tür bemalen (Ärger brauch' ich keinen dazu, den lassen wir jetzt mal schön im schwarzen Wegwerftütchen), aber man kann ja große Papierbögen zusammenkleben und bemalen. 

Was die Kinder sich ausgedacht haben, möchte ich hier mal zeigen:


Herzchen-in-Landschaft-Türen
Einhorn-auf-Bergwiese-Türen
Bunte-Muster-Türen
Biene-Maja-im-Sonnenschein-Türen
Regenbogen-Türen (das wär' auch meine gewesen)
Schmetterling-im-Grünen-Türen
Sonne-und-Regen-Türen

Na, das lässt sich doch wunderbar gruppieren. 
Der nächste Kunstunterricht ist schon im Groben vorbereitet. Am Freitag wird es eine gemeinsame Bildbetrachtung in der Klassenmitte geben. Ähnliche Bilder führen Kinder zu einer Malgruppe zusammen, denn sie werden mit ihrer ähnlichen Zielvorstellung am besten zusammen malen können. Und endlich darf der Wasserfarbkasten mit allen dicken Pinseln eingesetzt werden. Putzhilfen für hinterher haben sich schon angemeldet. Es sind Eltern, die Interesse am Unterricht bekundet haben. Nur wissen sie noch nichts ... vom Putzen. Ob ich sie vorher informiere? Die Kleidung sollte ja auch passen ...

Na, ist das nicht ein feiner fetter Rosa-Tütchen-Zettel?

Dienstag, 25. September 2012

Eigenmotivation


Nach dem Prinzip des rosa Tütchens habe ich mir für das ganze Schuljahr vier Zettelstapel auf meine Fensterbank gelegt - für jeden Schultag einen, für jede Woche eine wechselnde Farbe. Ganz links liegen die Tage seit gestern bis zu den Herbstferien (Ende nächster Woche), dann Herbst bis Weihnachten, Weihnachten bis Ostern und Ostern bis zu den Sommerferien. Die Idee ist nicht, die Zeit möglichst schnell herumzuKRIEGen, sondern jedem erlebten Schultag etwas Positives abzugewinnen, was einem Kraft für weitere Schultage gibt.
Am Schuljahresende habe ich dann eine Doku meiner "Steineklopperei" und es wird sicher leichter sein, damit ins neue Schuljahr zu gehen.

Da steht z. B. für gestern:

J. hat in der ersten Stunde sehr aufmerksam mitgearbeitet. Sein Papa zeigte großes Interesse an der schulischen Arbeit. Wir hatten nach der letzten Stunde ein langes Gespräch. 
Herr H. und Frau G. wollen auch gern am Unterricht teilnehmen.
Frau A. hat die Hilfe ihrer Schwiegermutter angesagt, die pensionierte Sonderpädagogin ist. Frau A. will selbst am Do bei den Lernstationen helfen.
"Prinz 2" hat die Weisheit eines früheren Erstklässlers verinnerlicht und wendet sie ständig an (dazu mehr am Ende des Posts). 
Die freie Lernzeit war heute sehr angenehm und effektiv. Die Kinder haben sich Aufgaben aus den Lernstationen der Vorwoche geholt.

Ist doch ganz schön viel Schönes für einen Tag ... und ein schwarzes Tütchen stelle ich mir gar nicht erst hin, denn das würde ich ja eh am Wochenende wegwerfen. ;-) Wozu der Müll???




Hier nun ein Erlebnis, das ich vor vielen Jahren mal mit einem Erstklässler hatte (ich zitiere aus meinen eigenen Aufzeichnungen, die ich als Datei gespeichert habe):

An einem der ersten Tage wollte mir R., ein dünnhäutiger, schmaler und hochgewachsener Junge mit graublauen Augen, etwas von sich erzählen:

„Du, Frau Enn, bei mir ist das so:

Wenn ich denke, ich kann was,
dann kann ich das
und wenn ich denke, ich kann was nicht,
dann kann ich das.“

Ich war perplex! Was für eine eigenartige Logik ... hm ... natürlich hatte ich in Gedanken längst ergänzt „dann kann ich das nicht“.
Ich äußerte diesen merkwürdigen Satz einem Bekannten gegenüber, der dazu meinte: „Ja, das ist die Energie der neuen Erde.“
Was meinte er damit? Nun, ganz einfach: Es geht um einen Evolutionssprung. Und ein Evolutionssprung macht sich immer zuerst in den Kindern bemerkbar.
Es ist schon nicht so einfach, dieser Kinderweisheit einen Sinn zu entnehmen. Mir hat er sich inzwischen nicht nur erschlossen, nein, es ist  viel besser ... ich lebe einfach danach! Diesem Jungen bin ich unendlich dankbar ... er war ein Initiator für viele Folgeerlebnisse in meinem Leben.

Was heißt das nun konkret - „wenn ich denke, ich kann etwas nicht, dann kann ich das“?

Das heißt:
Ich kann denken, was ich will, ich kann alles. Wenn ich etwas will, kann ich das. Ich tue, was ich will und ich sehe, dass ich es kann, weil ich es tue.

Wie funktioniert das?
Die Zeitphase, aus der wir so nach und nach herauswachsen (man kann sie auch altes Paradigma nennen), ist geprägt von Logik, von Kontrolle, von Angst. Diese Elemente binden Energien, die dann für den göttlichen Willen, der sich durch den einzelnen Menschen ausdrücken möchte, nicht zur Verfügung stehen. Dies macht sich bemerkbar durch mangelnde Präsenz, denn statt dem Augenblick zu vertrauen, ist man ständig damit beschäftigt, Vorgänge zu planen oder im Nachhinein zu verwalten. So verpasst man stets das, was das eigentliche Leben ausmacht, nämlich das Ausleben der uns alle innewohnenden göttlichen Energie, die erkennbar ist an Lebensfreude und gelebter Kreativität.
Das Leben ist ein Fluss, in dem wir baden und uns täglich erneuern.

So weit das damalige Erlebnis mit R., das mir gestern half, einen kleinen Kann-nicht-Denker zu motivieren. Bei allen Anforderungen sagte er immer "Das kann ich niiiicht". Ich erzählte ihm von R. und er hörte sehr aufmerksam zu. Schließlich ging es um einen Jungen, der auch im ersten Schuljahr war wie er jetzt. Als ich fertig war mit dem Erzählen, begann er sein Bild zu malen. Ohne Umschweife, nein, noch mehr - ich fragte ihn, ob ich ihm noch irgendwie helfen solle. Da schob er vehement meine Hand mit Stift weg und sagte: "Neeeee, ich bin nicht mehr klein!"
Heute dann stand er plötzlich vor der Klasse und verkündete die Weisheit - leicht abgewandelt - als mal wieder jemand herummaulte, er könne etwas nicht. Schwupps, machte der seine Aufgabe ... 

An der Wand hängt nun ein Blatt Papier, auf dem steht:

Wenn ich denke,
ich kann etwas,
dann kann ich das.

Wenn ich denke,
ich kann etwas nicht,
dann kann ich das!

Wenn ich einfach nur will, 
dann geht es ...

Übrigens hat mir jener R. von damals Monate später erzählt, das klappe bei ihm jetzt nicht mehr. "Warum denn nicht?", fragte ich ihn neugierig. "Hm ... das ist ja ein Trick und ich kenn' den jetzt."

Bei mir klappt er trotzdem ... vielleicht, weil ich weiß, dass wir uns die Welt selbst schönreden? Machen wir doch immer!!!

Wenn ich einfach nur will, 
dann geht es ...

Ich will morgen in die Schule
und dafür will ich gut vorbereitet sein
(mit einem Korb voller Möglichkeiten)


Euch wünsche ich einen schönen Abend!

ULL-Rike, die WOLL-Reiche

Kommentar zum Posten und Kommentieren

Hallo, Ihr lieben Mitleser/innen,

heute bekam ich eine Mail von Monika, der supernetten Wollspenderin. Ja, und wenn supernette Menschen mit meinem Blog ein Problem haben (andere vermutlich auch), dann soll sich das ändern. Ich mache diese doofe Buchstabenzahlenkombiabfrage weg. Ist ja nervig! Ich hab's mal selbst probiert - geht ja GAAAAAAAAR nicht! Und die akustische Wiedergabe erst - ätzend!

Dann wollte ich auch einfach mal DANKE für Eure lieben Kommentare sagen. Ist immer schön, Rückmeldungen zu bekommen. Ich freu mich echt wie Bolle!

@ Brigitte
Ja, man muss das Teil über den Kopf ziehen. Ich lieeeebe das Ding ... es ist nicht so warm wie ein Pullover und doch mehr als nur das T-Shirt, was ich drunterziehe. In der Schule ist es fast jeden Tag entweder zu kalt oder zu warm. Da muss man eh schon wie eine Zwiebel rumlaufen. Aber dicke Pullover gehen gar nicht. Dann steh' ich da und schwitze ... puuuh! Tja, so ist das mit jahrhundert-alten Schulen mit uralter Heizungsanlage. 

@ Ingrid
Ich mach' täglich mentales Motivationstraining - mit mir selbst. Kommt auch vor, dass ich mittags nach Hause komme und kaum was essen mag und am liebsten nur heulen möchte. Aber wenn ich dann an die Vorbereitung gehe und nicht viel über den vergangenen Vormittag nachdenke, geht es meistens wieder. Oder ich werde krank (wen wundert's) - ist mir vorletzte Woche schon passiert ... sehr plötzlich, Schüttelfrost, Nudelholzwalkgefühle, Schwäche ... war dann zwei Tage zuhause. Zur Vertretung musste dann mal die Schulleitung rein. Hinterher wurde ich wie mit Samthandschuhen angefasst und nicht nur schräg von der Seite angeguckt, wenn ich mal wieder was aus meiner Klasse vom Stapel gelassen habe. So eine Gang habe ich in meiner ganzen Dienstzeit noch nicht erlebt. Tja, man muss durch, viele Abstriche machen und darf den Humor nicht verlieren. Derzeit lasse ich mir morgens immer von verschiedenen Eltern helfen. Es war die Idee einer Mutter, dass alle mal am Unterricht teilnehmen sollten - herzlich gerne! Es gab gleich eine freundliche Einladung an alle. Die Reaktion ist sehr positiv und ich schöpfe neue Hoffnung ...

Ich habe doch den schönsten Beruf der Welt! Den ganzen Vormittag mit kleinen Kindern spielen ... süüüß!

Mehr zum Thema Eigenmotivation im nächsten Post.