Samstag, 8. Dezember 2012

Etwas Schmuckes für die Füße

Lange habe ich geblättert, um für ein rotes Paar Socken aus LANA GROSSA MEILENWEIT Tweed ein Paar nicht zu komplizierte, aber auch nicht so langweilige Socken für mich zu stricken. Endlich entdeckte ich in einem der drei VERENA-Sockenhefte (In 80 Socken um die Welt) ein Paar Socken mit kleinen Zöpfchen. Hier ein erster Eindruck:


Besonders gefällt mir der italienische Anschlag, der dem Anschlag industriell gefertigter Socken gleicht. Er wird in der VERENA genau beschrieben und ist mit einem farblich kontrastierenden Hilfsgarn leicht auszuführen.


Winterwarmes nach bewährtem Muster

Gestern war wieder Stricktreff im Städtchen. Alle hatten etwas mitgebracht: Süßes, Tee, sogar kleine Überraschungsgeschenke wurden verteilt. Das Geschnatter drehte sich um Alltägliches, aber auch eine Weihnachtsgeschichte in Lipper Platt und ein lustiges Adventsgedicht wurden vorgelesen - wie schon früher von unserer ältesten und ehrwürdigen Frau W., die im Dezember ihren 99. Geburtstag feiert. 
Natürlich musste ich wieder in den dicht bepackten Wollregalen stöbern. Ich suchte nach einem geeigneten Garn für eine neue Mütze, die ich so stricken wollte wie die vorherige - ein an den kurzen Seiten zusammengenähtes Parallelogramm. Das Garn sollte schön dick und kuschelig sein, zudem zu meiner dunkelblauen Jacke passen. Die Wahl fiel auf ein petrolfarbiges Alpakagarn, das ich schon einmal in einem Loop verstrickt habe. Ich nahm gleich genug Garn mit, um daraus auch einen passenden Bumerang stricken zu können. Da der Winter schon voll ausgebrochen ist, werde ich mich mit der Fertigstellung beeilen. Hier der Beginn der Mütze:


Das Garn habe ich zu dem Zweck doppelt genommen. Da die Nadelstärke 3-4 angegeben ist, habe ich für das doppelte Garn die Stärke 6 gewählt und bin mit der Struktur schon sehr zufrieden.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Zum Winteranfang ...

... brauchte ich zu meinem braunen Mantel eine passende Mütze. Als neulich meine Freundin Monika zu Besuch war, um sich von mir den Maschenstich zum Zusammennähen ihrer neuen Mütze aus Lana Grossa RAGAZZA zeigen zu lassen, fing ich Feuer. 


Hier im Katalog blättern bis zu Modell 68/69


Die Anleitung zu der Mütze faszinierte mich, das Ergebnis fand ich einfach toll. So buddelte ich mal wieder in Monika K.'s Schätzen und stellte mir etwas Passendes zusammen. Monika, Du erfreust mich noch immer mit Deinen Juwelen!
Zu zwei Strängen aus dem Wollpaket ergänzte ich ein Knäuel Mohairgarn von Junghans-Wolle, das ich noch liegen hatte und das die Mütze flauschiger macht. Ein Dreifachgarn entstand - richtig schön wuschelig ...


Zu dem Terzett passte nun die Nadelstärke 6 am besten, nachdem ich eine Maschenprobe angefertigt hatte. Die Mütze wird als Parallelogramm gestrickt, am rechten Rand immer eine Masche zu-, am linken eine abgenommen. Die kurzen Seiten des Parallelogramms werden im Maschenstich zusammengenäht, die eine lange Seite einfach zusammengezogen - fertig ist die Mütze!

Der Anfang ist gemacht

Die Krausrechtsrippen verlaufen schräg

Heute habe ich sie zum ersten Mal getragen. Sie hat mir den Kopf auf sehr angenehme Weise gewärmt und ich kann sie zertifizieren als strengwintertauglich! 
Hervorragend passt sie zu dem Bumerang, den ich neulich für mich gestrickt habe.
Die Mütze habe ich nicht das letzte Mal gestrickt. Die kann ich gut noch in anderen Farben gebrauchen.
Strickzeit: ein gemütlicher Sofasonntag!
Das Anleitungsheft ist derzeit im Handel erhältlich.

Samstag, 1. Dezember 2012

Noch ein Bumerang

Unsere liebe Nachbarin Ingeborg (83) ist zu Weihnachten allein und hat uns eingeladen. Sie ist eine energische, lustige Dame mit schlohweißem Haar. Lila steht ihr ausgezeichnet, daher griff ich für sie zu einem Strang in Violettönen. Voilà:


Das Garn ist sehr weich, natürlich wieder handgefärbt und handgesponnen. Heute trage ich's selbst mal probe ... danke, Monika, für die hachsoschöne Strickfreude! Dieses Mal habe ich vor/nach den zwei Mittelmaschen keinen Umschlag gemacht, sondern jeweils eine Masche aus dem Querfaden der Vorreihe verschränkt abgestrickt. Dadurch entsteht keine doppelte senkrechte Lochreihe. Mir gefällt es so besser.

Montag, 26. November 2012

Doppelmonikas Bumerang

Von Monika 1 gesponnen, von Ulrike gestrickt, von Monika 2 getragen - der Bumerang zu Monikas 2s Mütze:



Den Bumerang habe ich in die Mütze gesteckt (nun ist sie schwanger), dazu ein kleines Foto von einem australischen Merinoschaf ausgedruckt. Tolle, weiche Wolle! Na, das wird ein Spaß, wenn Monika ihre Mütze holt (oder ich sie ihr beim nächsten Besuch mitbringe). Ich habe beide Teile zusammen ausprobiert. Sieht sehr harMONIsch aus! ;-)

Sonntag, 25. November 2012

"Bad Pyrmont" fertig!

Heute kann ich Euch nun das komplette Prachtstück zeigen:

Ein Häkelrand in Petrol komplettiert den Gesamteindruck,
die Fransen sind aus dem gleichen Garn

Positiv und Negativ nebeneinander

Von den Mustereinheiten "Rose" und "Rankgitter" werde ich für mich nochmal einen Schal stricken.
Von dem in diesem Schal verwendeten Farbverlaufsgarn habe ich noch ein zweites Knäuel,
das ich in dem Rosen-Gitter-Schal verstricken will.

Zwischen den Kurparkbäumen (stilisiert)
flanierender Kurgast mit Kurschatten ;-)

Das Pyrmonter Staatsbad-Symbol findet sich hier auf der Seite oben links.
In meinem Schal fehlt nur das Krönchen darauf.
Das Punktemuster symbolisiert die Jetons der Spielbank Pyrmont.

Zweimal Vorderseite nebeneinander


... und noch einmal das ganze Prachtstück!

Den Schal bekommt meine Mutter zu Weihnachten. Ich hoffe, ihr damit in ihrem Trauerjahr etwas Wärme schenken zu können - auch für die Seele! Eine Kur wird sie nicht machen wollen, aber dieser "Kurortschal" tut ihr sicher gut.

Verwendetes Garn:
Verschiedene Farben von Regia 4-fach Sockenwolle
1 Knäuel (100 g) SandnesGarn, ein wunderbar flauschiges, langlaufendes Sockengarn:
sandnes mini PALETT Fb. 0965

Die Muster stammen aus verschiedenen Musterbüchern und Strickheften. Weitere Informationen, z. B. zu den verwendeten Farben oder zur Stricktechnik beantworte ich gern individuell per Mail.

Spontan für zwischendurch

Gestern klingelte das Telefon. Freundin Monika hatte ein Problem mit dem Zusammennähen zweier Nähte beim Ausarbeiten einer Mütze. Sie hat seit vielen Jahren nicht mehr gestrickt und suchte nun Rat. "Was ist denn eine Flachnaht? Da steht was von Maschenstich. Kenne ich nicht ..." - "Komm doch einfach vorbei", schlug ich vor. Zwanzig Minuten später stand sie vor der Tür. "Willkommen im Club", begrüßte ich sie, denn ich hatte das Gefühl, als hätte sie auf ihrer Urlaubsreise bei einem Betreten eines Husumer Wollgeschäfts so richtig Feuer gefangen.
Sie packte das fertig gestrickte Parallelogramm aus, dessen Enden zusammengenäht werden sollten. Zwar waren sie bereits zusammengenäht, aber ein dicker Wulst zeichnete sich auf der Mütze ab. "Nein", sagte ich, "das sieht nicht schön aus. Ich zeige dir, wie man das macht." Ratz fatz hatte sie die Naht wieder aufgezogen und ich zeigte ihr den Maschenstich. Das Ergebnis überzeugte sie und sie probierte die Mütze gleich auf. Sie steht ihr fantastisch!
"Na, die kannst du ja dann gleich aufsetzen," meinte ich. Aber bevor sie wieder fuhr, zeigte ich ihr eine ganze Reihe von Werken aus meinem Wollschatz. Da ich nach wie vor begeistert bin von dem tollen Wollpaket von Monika (K), zeigte ich auch den meiner Freundin Monika (W). Darin war ein Strang dunkelgrün-brauner Neuseelandwolle, die Monika in ihren Händen hin und her drehte. "DAS ist genau meine Farbe!!!", rief sie begeistert aus. Auch ein helles Frühlingsgrün behielt sie lange in der Hand und schwärmte davon.
Kurz darauf verabschiedeten wir uns und ich machte mich an die Arbeit, die vielen herausgekramten Wollwerke und Garnstränge wieder aufzuräumen. ACH HERRJEEEEE! Was entdeckte ich da plötzlich unter einem Haufen von Schals? MONIKAS MÜTZE! Sie hatte sie liegen gelassen! So ein Ärger!
Ich konnte sie unterwegs nicht erreichen, da sie ja während der Fahrt nicht ans Handy geht. Wir wohnen  mindestens zwanzig Fahrminuten auseinander - also blieb die Mütze erstmal hier.
Aber ... es sollte wohl so sein ... denn heute Morgen legte ich nur so zum Spaß mal den dunkelgrün-braunen Wollstrang auf die Mütze ... passt hervorragend zusammen!!! Auch zu ihrem neuen Elkline-Cordparka. Nun beeile ich mich, daraus einen Bumerang zu stricken. Und den stecke ich dann in Monikas vergessene Mütze ... das wird eine Überraschung!

Hier ein erster Eindruck von Monikas Mütze mit dem angestrickten Bumerang:


Die gelben Pfeile zeigen die gut versteckte Naht an.

Mittwoch, 21. November 2012

No ravelry

Keine Sorge, Monika, hier wird nichts geribbelt. Ich find's okay so ... nur beim Zählen muss man halt sehr aufpassen:



Und wenn ich jetzt mit den Fotos von gestern im Tageslicht vergleiche - was für ein Unterschied!

Dienstag, 20. November 2012

Einfach zu neugierig

Nachdem der schöne Schal "Bad Pyrmont" fertig ist (ihm fehlen nur noch die Fransen und er muss noch fotografiert werden), habe ich gestern Abend mit großer Neugierde den nächsten Doubleface-Schal begonnen. Dieses Mal verarbeite ich ein feines Merinogarn in Petrol und einen Zauberball Crazy mit Farbverlauf in Petrol-Rot-Tönen. Nachdem mir zunächst der Kontrast zu schwach erschien, will ich nun doch weiterstricken und abwarten, wie sich die beiden Garne im weiteren Verlauf zueinander verhalten. Das Muster entstammt einem der letzten VERENA-Hefte. Es wird dort verstrickt in einem keltischen  Kurzpulli, der sogar das Titelbild schmückt.

Hier ein erster Eindruck:



Ansonsten bin ich heute Abend ziemlich geschafft, denn ich war zur Beerdigung einer 61-jährigen Kollegin. Gottesdienst eines Stunde, danach noch eineinhalb Stunden vor der Kapelle und am Grab. Es war eine sehr schöne Feier, aber die Kälte ging durch Mark und Bein.
So schnell kann es gehen ... sie war erst vor gut einem Jahr wegen Krankheit dienstunfähig geworden und nun ist sie einfach nicht mehr unter uns. Unsere Hoffnung wurde immer kleiner ... zum Schluss war es eine Erlösung.
Alles ist gut ...

Sonntag, 11. November 2012

Bumerang flog ein Stück und kam heute schon zurück!

Der war flott! (Okay, ich war flott!) Schon heute, nach einem zweiten Stricktag, wurde mein Bumerang fertig. Und ich habe ihn beim Stadtbummel schon getragen. Einfach angenehm, farblich zur Garderobe passend und auch zu den Socken, die ich früher bereits aus Garn von Monika gestrickt habe.

DANKE, Monika! 
Du machst mir so viel Freude!